So helfen dir unwirksame Affirmationen beim Klopfen

so nutzt du falsche Affirmationen

Affirmationen sind toll und können dich wunderbar dabei unterstützen, deine Ziele zu erreichen.
Wenn sie für dich stimmig sind, aber auch, wenn sie für dich überhaupt nicht passen und nur störende Gedanken ans Licht holen.
Das „wie“ erkläre ich dir weiter unten.

Wie du Afformationen mit Klopfakupressur verbindest, erfährst du hier.

Aber zuerst einmal möchte ich erklären, was Affirmationen überhaupt sind.

Wikipedia erklärt es so: 

Die Affirmation (lateinisch affirmatiō für „Versicherung, Beteuerung“)[1] ist eine wertende Eigenschaft für prozedurale, kognitive oder logische Entitäten, die mit „Bejahung“, „Zustimmung“, „positiver Wertung“ oder „Zuordnung“ beschrieben werden kann.
Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Affirmation, dass eine Aussage, Situation oder Handlung positiv bewertet wird.


Mir persönlich gefällt die Beschreibung auf Zeitzuleben deutlich besser:

"Eine Affirmation ist ein selbstbejahender Satz, den wir uns selbst wieder und wieder sagen, um unsere Gedanken umzuprogrammieren.

Das Ziel dabei ist, unser Verhalten und unsere Gefühle zu dauerhaft zu verändern.“
(Quelle: www.zeitzuleben.de/affirmationen-ein-praktischer-weg-zu-wachstum-veranderung-und-heilung/)


Nehmen wir an, du möchtest 10 kg abnehmen und hast dir die Affirmation „ich bin schlank“ ausgesucht.
Diese Affirmation kann für dich stimmig sein.
Sie kann dir aber auch dabei helfen, Widerstände und „abers“ an die Oberfläche zu bringen.

Es hängt davon ab, wie du dich fühlst, wenn du eine Affirmation sagst.


Betrifft die Affirmationen dein Äußeres, dann lege ich dir ans Herz, dich vor den Spiegel zu stellen und sie dann laut auszusprechen.

Spiegelbild

Es ist für alle Affirmationen ein guter Test, dir dabei in die Augen zu schauen und zu prüfen, ob du dir Quatsch erzählst oder ob du dich dabei angucken kannst und dich gut fühlst.

Für alles, was im weitesten Sinn mit deinem Aussehen zu tun hat, ist es aber noch viel wichtiger, weil du den „Makel“ dann sehen kannst, während du die Affirmation aussprichst. Besser kann man den Wahrheitsgehalt kaum testen.

Bleiben wir beim Beispiel, dass du vor dem Spiegel stehst, dir in die Augen schaust und sagst „ ich bin schlank“.

Wenn du dich dabei gut fühlst und dich schon mit 10 kg weniger im Bikini siehst, dann wiederhole diese Affirmation so oft wie möglich.

Wenn du aber merkst, dass – während du dir sagst „ich bin schlank“ – Gedanken auftauchen,  wie: 

  • Schön wär’s...
  • Ich glaub, ich brauch ne Brille, wo bitte bin ich schlank?
  • Boah…. bin ich eine dicke Sau!
  • Ich werde es nie schaffen, abzunehmen
  • Die Speckrolle ist ja noch größer geworden
  • Man.. bin ich FETT

dann wird es dich nicht weiterbringen, diese Affirmation zu wiederholen – egal, wie oft du sie vor dich hinbetest.

Die „abers“ sind stärker.
Und vielleicht werden sie im Laufe der Zeit sogar lauter.
Das führt dann eventuell sogar dazu, dass du dich hinterher noch schlechter, dicker und unwohler fühlst.
Das braucht natürlich kein Mensch.

Und das ist auch ein Grund, warum man immer mal wieder hört, dass Affirmationen nur „esoterischer Humbug“ sind und nichts bringen.

Richtig angewendet, also mit einem positiven Gefühl, unterstützen sie dich.

Mit einem negativen Gefühl, negativen Gedanken oder vielen „abers“ bringt es dich nicht weiter, sie zu wiederholen.

Die gute Nachricht ist: 

Du kannst Affirmationen wunderbar mit Klopfakupressur kombinieren – mit positiven und nicht so schönen Gefühlen.


Wenn du dich durch Affirmation gut, kraftvoll und gestärkt fühlst, dann klopf doch den Handkanten- oder Schlüsselbeinpunkt, während du sie laut aussprichst.
Ich habe schon oft gehört, dass sie dadurch noch wirksamer sind.

Je öfter du klopfst, desto besser.

Wie du dich täglich ans Klopfen erinnern kannst, habe ich hier zusammengefasst.


Beim Aussprechen der Affirmation kommen nur negative Gedanken und Glaubenssätze an die Oberfläche?
Super!
Das ist deine Chance, diese Glaubenssätze aufzustöbern und aufzulösen.

Nimm ein Blatt Papier und schreib dir alles auf, was dir in den Sinn kommt, wenn du diese Affirmation laut vor dem Spiegel aussprichst.

Alles.
Nicht zensieren.
Einfach alles runterschreiben.

Es geht auch nicht darum, ob etwas doof, kindisch, unlogisch oder peinlich ist.
Es schlummert ja sowieso schon in dir und jetzt hast du die Gelegenheit, es an die Oberfläche zu holen und zu verändern.

Es liegt an dir, ob du diese Chance nutzt oder verstreichen lässt.

Und denk dran: Nur weil du etwas denkst, muss es noch lange nicht wahr sein!
Wir erzählen und selbst ganz viele Fake News.

Sie sind für uns nur so lange real, bis wir sie aufstöbern und verändern!


Wenn du alles aufgeschrieben hast, dann stell dich noch einmal vor den Spiegel und sprich die Affirmation wieder aus.

Kommen neue Gedanken und „abers“?
Erinnerst du dich an eine bestimmte Situation?
Alles, was dir in den Sinn kommt – wie unpassend es dir auch vorkommen mag – ist wichtig. Schreib alles auf.

Wiederhole die Übung so oft, bis du alle Gedanken, Glaubenssätze und Erinnerungen notiert hast.


Extra Tipp:
Wenn es bei dir um ein „Schönheitsthema“ geht, dann stell dich doch auch noch mal nackt vor den Spiegel, schau dich in Ruhe an und sprich die Affirmation aus.

Tauchen dann keine neuen Gedanken mehr auf, dann hast du bisher gute Arbeit geleistet.

Mehr Ideen dazu, wie du dich selbst siehst (und wie verzerrt das womöglich ist) findest du hier.


Bewerte jetzt alle Punkte, die du dir aufgeschrieben hast, mit einer Zahl, die dafür steht,
wie sehr sie dich belasten.
0= belastet dich gar nicht (dann hast du es sicher auch gar nicht aufgeschrieben) und 10 steht dafür, dass es dich super stark belastet.

Wenn du es dir zutraust – wirklich nur dann! -, dann such dir den Punkt mit dem größten Wert aus und fang an, ihn zu beklopfen.
Ansonsten fang mit einem kleinen Wert an und arbeite dich zu den stärker belastenden Themen durch.
Es gibt kein richtig und falsch!
Und auch keine Abkürzung.

Für dieses Beispiel gehe ich davon aus, dass „Boah, bin ich eine dicke Sau“ der Punkt ist, den du mit einer 9 bewertet hast und der dich am stärksten belastet.

  • An wen oder was erinnert dich der Satz?
  • Wer in deiner Erinnerung hat ihn zu dir gesagt?
  • In welcher Situation hast du den Satz schon mal gehört?
  • Wie fühlst du dich mit dem Satz?
  • Bist du wütend, enttäuscht, verletzt,…, dass du so etwas über dich denkst?

Schreib auf, was dir spontan einfällt.
Und zwar wieder, ohne etwas zu zensieren oder zu bewerten.
Einfach aufschreiben.

Weil wir solche Sätze oft schon seit der frühen Kindheit in uns tragen, nehme ich für das Beispiel wieder eine Erinnerung, die lange zurück liegt.
Das kann bei dir aber ganz anders sein.

Wichtig ist, was FÜR DICH passt!

Dir fällt ein, wie Jens im Kindergarten zu Peter gesagt hat: „guck mal, da ist ____________ (dein Name), die dicke Sau.
Beide haben dich angeguckt, mit dem Finger auf dich gezeigt, gelacht und du wärst am liebsten im Boden versunken.

Bei der Erinnerung merkst du, wie dir das Wasser im Mund zusammen läuft und du Hunger auf einen Schokoriegel bekommst. Tierischen Heißhunger.
Und du merkst, wie dir Tränen in die Augen schießen.

Klopfpunkte klassisch

Du könntest jetzt klopfen:

Auch wenn mich die Erinnerung soooooo traurig macht, liebe und akzeptiere ich mich, wie ich bin.

Auch wenn ich Rotz und Wasser heulen könnte, liebe und akzeptiere ich mich und meine Gefühle.

Auch wenn ich aus Frust ne ganze Packung Schokoriegel (gern auch deine Lieblingsmarke einsetzen) fressen könnte, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich am liebsten vor Scham im Boden versinken möchte, weil mir das soooo peinlich war, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn es mir soooo wehgetan hat, dass die beiden auch noch über mich gelacht haben, akzeptiere ich mich und meine Gefühle.

Auch wenn ich immer noch vor Augen sehe, wie sie mit dem Finger auf mich zeigen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich soooo wütend auf Jens und Peter bin, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich enttäuscht bin, dass mir niemand geholfen hat, liebe und akzeptiere ich mich und meine Gefühle.

Auch wenn ich wütend bin, dass mir diese Situation passiert ist und ich nicht beschützt wurde, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

An den Klopfpunkten wäre das dann z.B.

ich bin so traurig
ich könnte Rotz und Wasser heulen
das war so gemein
die Jungs waren so fies zu mir
Ich bin heute noch traurig
Ich fang an zu weinen
Ich könnte mir die Augen ausheulen
Ich bin so traurig

Diese Traurigkeit
Meine Traurigkeit
Unsere Traurigkeit
Alle Traurigkeit der Welt
ich könnte nur noch heulen
ich bin unendlich traurig
Traurig und enttäuscht
Das tut so weh

Und das nur wegen den 2 blöden Jungs
Wie doof ist das denn?
Jahre später heule ich mir wegen ihnen die Augen aus
Das ärgert mich noch mehr
So ein blöder Spruch
So fett war ich gar nicht
Nicht ganz schlank
Aber völlig okay

Wie wäre es, wenn ich das jetzt loslasse?
wenn ich den Spruch einen Spruch sein lasse
Ja, das war blöd
Aber wir waren Kinder
Ich habe anderen Kindern vermutlich auch wehgetan
Vielleicht haben sie es gar nicht so gemeint
Und wollten mich nur ärgern
Das hat geklappt

Ich bin bereit, den Spruch jetzt loszulassen
Und als das anzuerkennen, was er ist
Ein blöder Spruch
Keine Wahrheit
Einfach nur ein saublöder Spruch
und ich entscheide mich jetzt, ihn loszulassen
und alle Belastungen, die daran hängen
es ist okay, das loszulassen

ich lasse ihn los
und ich merke, wie gut sich das anfühlt
ich spüre, wie ich mich leichter fühle
ich mehr und mehr Ballast loslasse
ich lasse all das los
jetzt
das fühlt sich gut an
ich fühle mich gut und erleichtert

durchatmen

Spür noch mal wieder rein, wie sehr dich der Satz jetzt noch belastet.

Wichtig ist, dass du auf alle Aspekte eingehst:

  • angeguckt werden
  • mit dem Finger auf dich zeigen
  • ausgelacht werden
  • vor Scham im Boden versinken wollen
  • die Wut auf die beiden
  • deine Traurigkeit
  • dein Heißhunger auf Schokoriegel
  • Wut, dass dich niemand beschützt hat
  • Enttäuschung, dass dir keiner geholfen hat
  • Vielleicht ist es auch ein bestimmter Gesichtsausdruck oder Blick, den du in Erinnerung hast. Oder du erinnerst dich an bestimmte Geräusche, Gerüche, Berührungen, Bilder,…

Du merkst, dass du alle Aspekte erfolgreich bearbeitet hast, wenn du ganz neutral an diese Situation denken kannst.

Wichtig!

Hör bitte nicht schon auf, wenn die Situation oder Erinnerung „erträglich“ geworden ist. 

Mach so lange weiter, bis sie nur noch eine Erinnerung ist, die dich jetzt nicht mehr belastet.

Ja, das kann etwas länger dauern und Arbeit sein.
Vermutlich kommst du auch mit Erinnerungen und Gefühlen in Kontakt, die sich nicht schön anfühlen, aber das Ziel ist es ja, all das dauerhaft zu verändern.

Daran darfst du dich immer erinnern, wenn du merkst, dass dir die Lust und das Durchhaltevermögen ausgehen.

Nachdem du diesen Aspekt bearbeitet hast und er nur noch eine Erinnerung ist, bei der keine Emotionen und Gedanken aufkommen und du ganz normal weiteratmen kannst, ist ein guter Zeitpunkt, dir noch mal die anderen Punkte anzuschauen, die du dir vorhin aufgeschrieben hast.

Passen die Zahlen noch, mit denen du sie bewertet hast?
Wenn nicht, dann ändere sie und pass sie an.

Geh jetzt die anderen Punkte der Liste durch und arbeite sie einen nach dem anderen ab.
Lass dir die Zeit, die du brauchst.
Trink viel Wasser.
Gönn dir genug Schlaf.

Sobald du alle Punkte der Liste erfolgreich abgearbeitet hast, ist es Zeit für eine neue Affirmation.

Mit welchem Satz fühlst du dich gut?
Welcher Satz stärkt und unterstützt dich auf deinem Weg zum Ziel?
Welche Affirmation motiviert dich?

Das ist eine Affirmation, die dich weiterbringt und die es sich lohnt, zu wiederholen so oft es geht.

Jetzt schau dir ein Thema in deinem Leben an, das du gerne verändern oder verbessern möchtest.
Welche Affirmation kommt dir dazu in den Sinn?
Fühlt es sich gut an, wenn du sie sagst?
Oder hilft sie dir dabei, Glaubenssätze ans Licht zu bringen?

Pass diese Anleitung für dich an und leg los!

Sollten dir keine Affirmationen einfallen, dann findest du in den Büchern, CDs und Kartensets von Louise Hay bestimmt jede Menge Anregungen. *
(* wenn du über diesen Link etwas bei Amazon kaufst, dann bekomme ich eine kleine Provision dafür)

Du hast noch Fragen? Dann schreib mir gerne.


Hinterlass mir doch einen Kommentar, welche Erfahrungen du mit Affirmationen gemacht hast.
Und gerne auch, welches Thema du dir jetzt genauer anschaust.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke Michaela, genauso funktioniert es. Danke dass du mich hast erinnern lassen.
    Ich habe es vor Jahren in meiner EFT Ausbildung genau auf diese Art erleben dürfen….. aber es sind noch ein paar Themen „offen“
    Die werden jetzt geklärt!!!

    Deine Beträge sind ein echtes Geschenk ❤️

    Herzliche Grüße und fröhliche Ostern
    Pia Maria

    • Wie schön, dass ich dich mit dem Artikel „anstubsen“ konnte und viel Spaß & Erfolg beim klären der noch offenen Themen.

      Liebe Grüße & auch dir schöne Ostern
      Michaela

  2. Danke Michaela, deine Newsletter sind immer bereichernd.
    Bezüglich Affirmationen habe ich seit deinem letzten Kongresse eine wichtige übernommen. Sie ist nur ein Teil einer Herzöffnungs-Klopfrunde, aber ich wende sie täglich an und hilft mir unheimlich.
    Ich klopfe den Schlüsselbeinpunkt bzw. über der Thymusdrüse. Ich liebe MICH, ich glaub an MICH, ich vertraue MIR, ich bin dankbar und mutig. Diese Affirmation hat mir schon in vielen angespannten Situationen und Stimmungen geholfen.
    Letzte Woche habe ich noch „ich bin gesund “ dazu genommen. Ich hatte Urlaub und wurde prompt krank. Zuviel Stress davor. Hat mir richtig gut getan.

    Danke für alle deine Inputs und Hilfestellungen. ?☺

    Vielen Dank und liebe Ostergrüsse
    Roswitha

    • Hallo Roswitha,
      das ist auch wirklich ein schöner Satz.
      Ich könnte mir gut vorstellen, dazu noch eine schöne Melodie zu summen…

      Liebe Grüße & schöne Ostertage
      Michaela

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