Tinnitus – Was hilft gegen das ständige Pfeifen und Piepen im Ohr?

Hilfe bei Tinnitus

Wenn du ein ständiges Geräusch im Ohr hast, dann weißt du selbst, wie sehr es dich nerven und einschränken kann.
Ganz egal, ob es ein Piepen, Pfeifen, Knistern oder Brummen ist – vermutlich gibt es Situationen, in denen du ausflippen könntest oder es dir total schwer fällt (oder unmöglich ist), dich auf etwas anderes als dieses Geräusch zu konzentrieren.

Es bestimmt einen Alltag.
Es bestimmt dein Leben.

Und je mehr du daran denkst, desto stärker fällt es dir auf und desto weniger kannst du es überhören.

Vielleicht steht der Tinnitus sogar so im Vordergrund, dass du insgesamt schlecht hören kannst.

​Nach meinem Verständnis werden wir nicht „einfach so“ krank

​sondern der Körper hat einen Grund dafür, diese Beschwerden zu erschaffen.
Immer.

Es ist die Lösung unseres Körpers für ein „Problem“ – auch wenn es auf den ersten Blick oft kontraproduktiv erscheint und du dir schwer vorstellen kannst, wie oder wofür so ein Dauergeräusch einen Lösung sein soll…

die Lösung

​Wann fing der Tinnitus bei dir an?

Geh bitte gedanklich in die Zeit zurück - bis zu einem Jahr bevor der Tinnitus anfing.

Was war da in deinem Leben los?

Denk bitte an besondere Ereignisse – egal, ob sie schön oder nicht so schön waren. (Trennung, Jobverlust, Hochzeit, Unfall,…)
Erinnerst du dich, an etwas, was du nicht hören wolltest (eine Meinung, schlechte Nachricht, Gerüchte,…)?
Gab es eine Situation, wo du gedacht hast: Es darf nicht wahr sein, was ich da höre!
Etwas, was dich schockiert hat oder worüber du entsetzt warst?
War die Zeit ungewöhnlich stressig und du standst unter großem Leistungsdruck?
Wo hast du nicht auf deine innere Stimme gehört?
Ist eine wichtige Person weggezogen?
Fühlst du dich verpflichtet jemandem zuzuhören, den du aufgrund seines Verhaltens gar nicht mehr respektierst?
Gibt es eine Situation, die du „einfach hinnehmen“ musst?

Lass das einen Moment wirken.
Vielleicht kommt schon die passende Erinnerung.

So oder so weiß dein Unterbewusstsein jetzt, worum es geht und wonach es suchen soll.
Es ist wahrscheinlich, dass du dich in der Klopfrunde an Dinge erinnerst, an die du schon lange nicht mehr gedacht hast, die mit dem Tinnitus in Verbindung stehen.

Ich lade dich ein, die Übung mitzuklopfen und zu hinterher zu prüfen:
Wie ist es jetzt?
Konnte ich mit der Übung etwas verändern?

​Hol dir Zettel und Stift, damit du dir Notizen machen und dir die Erinnerungen hinterher
genau(er) anschauen kannst.

Im Video nutze ich die klassische Klopfakupressur, hier in der schriftlichen Version „Energy Tapping“ von Silvia Hartmann.

Wie immer haben die Klopfrunden das gleiche Thema, sind aber doch verschieden.

Es lohnt sich, beide Varianten mitzumachen.

Spür rein:
Wie stark sind die Ohrgeräusche jetzt?
Wie sehr belasten sie dich jetzt

Klopfpunkte Energy Tapping

​(Die Grafik wird durch einen "Klick" größer)

Herzposition:
diese Ohrgeräusche
der Tinnitus
mein Tinnitus

Auf dem Kopf: dieser scheiß Tinnitus
Drittes Auge: macht mich wahnsinnig
Augenbraue: es ist nicht auszuhalten
Seite vom Auge: immer dieser Lärm im Ohr
unter dem Auge: ich kann mich auf nichts anderes konzentrieren
unter der Nase: zumindest nicht richtig
unter dem Mund: dieses ständige Pfeiffen
Schlüsselbein: brummen
Daumen: knistern
Zeigefinger: piepen
Mittelfinger: da werde ich wahnsinnig
Ringfinger: ich bin immer gereizt
kleiner Finger: stehe nur unter Stress
Karatepunkt: und ich kann nichts machen

Auf dem Kopf: das ist das Schlimmste
Drittes Auge: ich kann nichts machen
Augenbraue: die Ärzte können nichts machen
Seite vom Auge: ich muss damit leben
unter dem Auge: wie soll man damit auf Dauer leben?
unter der Nase: da wird man doch verrückt!
unter dem Mund: ich habe Angst, auszurasten
Schlüsselbein: verrückt zu werden
Daumen: es nicht mehr aushalten zu können
Zeigefinger: wahnsinnig zu werden
Mittelfinger: wegen dem Ohrgeräusch
Ringfinger: immer ist es da
kleiner Finger: egal, was ich mache
Karatepunkt: ich werde es nicht los

Auf dem Kopf: was, wenn das für immer bleibt?
Drittes Auge: wenn ich wirklich damit leben muss?
Augenbraue: für immer?
Seite vom Auge: wie soll das gehen?
unter dem Auge: wie soll ich das aushalten?
unter der Nase: ich kann mich kaum noch konzentrieren
unter dem Mund: dabei ist so viel zu tun
Schlüsselbein: ich habe Angst, zu versagen
Daumen: das macht mir Stress
Zeigefinger: und der Stress tut mir nicht gut
Mittelfinger: und macht die Ohrgeräusche noch schlimmer
Ringfinger: ich kann keine Ruhe mehr ertragen
kleiner Finger: weil ich das Geräusch dann noch mehr höre
Karatepunkt: wie soll ich mich da entspannen?

Auf dem Kopf: ich weiß es nicht
Drittes Auge: wie soll ich mich entspannen
Augenbraue: wenn mich diese Geräusche im Ohr zur Weißglut treiben?
Seite vom Auge: ich bin fertig
unter dem Auge: ich bin gestresst
unter der Nase: ich weiß nicht weiter
unter dem Mund: was soll ich nur machen?
Schlüsselbein: was kann mir helfen?
Daumen: wer kann mir helfen?
Zeigefinger: wie werde ich diese Ohrgeräusche los?
Mittelfinger: was will mein Körper mir sagen?
Ringfinger: wo habe ich nicht auf mich gehört?
kleiner Finger: meine innere Stimme ignoriert?
Karatepunkt: was wollte ich nicht hören?

Auf dem Kopf: was muss ich hinnehmen?
Drittes Auge: dieser Tinnitus
Augenbraue: diese Geräusche
Seite vom Auge: das Pfeiffen
unter dem Auge: das Piepen
unter der Nase: das Brummen
unter dem Mund: das Knistern
Schlüsselbein: ich halte das nicht aus
Daumen: aber ich öffne mich für die Möglichkeit
Zeigefinger: dass es eine Ursache dafür gibt
Mittelfinger: dass mein Körper einen Grund hat
Ringfinger: für den Tinnitus
kleiner Finger: auch wenn ich ihn noch nicht sehen kann
Karatepunkt: vielleicht gibt es einen Grund

Auf dem Kopf: den ich noch nicht erkennen kann
Drittes Auge: was will mir der Tinnitus sagen?
Augenbraue: wo darf ich besser hinhören?
Seite vom Auge: ich entscheide mich jetzt
unter dem Auge: ab sofort besser auf meine innere Stimme zu hören
unter der Nase: mehr darauf zu achten, was mir gut tut
unter dem Mund: meinen inneren Ohren wertzuschätzen
Schlüsselbein: Frieden zu finden
Daumen: in mir
Zeigefinger: trotz der Geräusche
Mittelfinger: wenn ich den Grund erkenne
Ringfinger: kann ich das Geräusch auch loslassen
kleiner Finger: das klingt soooo gut
Karatepunkt: endlich wieder Stille im Kopf zu haben

Auf dem Kopf: und diese Stille zu genießen
Drittes Auge: Ruhe zu haben
Augenbraue: ruhig zu sein
Seite vom Auge: den Stress loszulassen
unter dem Auge: die Geräusche loszulassen
unter der Nase: aus meinem Ohr
unter dem Mund: aus meinem Körper
Schlüsselbein: aus meinen Gedanken
Daumen: aus meinem Energiekörper
Zeigefinger: aus meiner Erinnerung
Mittelfinger: und wieder Stille zu finden
Ringfinger: in mir
kleiner Finger: mit mir
Karatepunkt: das wäre zauberhaft

Herzposition:
diese Ohrgeräusche

Und noch mal tief durchatmen.

Spür noch mal wieder rein:
Wie stark sind die Ohrgeräusche jetzt?
Wie sehr belasten sie dich jetzt

​Wiederhole die Klopfrunde in den nächsten Tagen noch mal und bearbeite auch deine Erinnerungen.
Sie sind der Schlüssel.

​Du möchtest, dass wir gemeinsam die Ursachen erforschen, warum du den Tinnitus hast? Dann buch ein kostenloses Erstgespräch und wir beschnacken, wie und ob ich dir
weiterhelfen kann.

Schreib mir im Kommentar, was sich für dich durch die Klopfrunde(n) verändert hat.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Steckst du in der „wenn-dann-Falle“?

die wenn, dann - Falle

​Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das auch von dir kennst:

​Erst muss sich xy ändern und DANN…

​oder

Wenn ​XY, DANN… wäre alles besser / leichter / schöner.

  • ​Wenn ich 15kg abnehme, dann fühle ich mich wohl in meiner Haut.
  • ​Wenn mein Boss nicht so ein Arsch wäre, dann hätte ich Spaß an der Arbeit.
  • ​Wenn nicht so viele Mücken im Schlafzimmer wären, dann könnte ich schlafen.
  • ​Wenn ich meine Ängste los wäre, dann hätte ich mehr Lebensfreude.
  • ​​Wenn ich meine Schulden los wäre, könnte ich besser schlafen.
  • ​​Wenn ich nicht so dick wäre, würde ich mehr Sport machen.
  • ​​Wenn ich diese noch Ausbildung mache, dann fühle ich mich kompetent.
  • ​​Wenn ich mir einen Porsche 911 leisten kann, dann fühle ich mich reich.
  • ​​Wenn ich eine Weltreise mache, dann fühle ich mich frei.
  • ​Wenn ich dieses Paar Schuhe kaufe, dann fühle ich mich selbstbewusst.
  • ​Wenn ​xy, dann ​...

​Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses xy mein Leben verbessert.

​Dass alles besser wäre, wenn…

Ich halte mir quasi die ganze Zeit eine Karotte vor die Nase, der ich hinterherrenne und die ich versuche zu ergattern.

Ich suche im Außen, was ich in mir drinnen nicht finde.

Wenn ich mein Ziel erreicht habe, stelle ich verwundert (enttäuscht, traurig, verärgert, entsetzt,…) fest: nein, ich fühle mich immer noch nicht so.

Oder nur für 10 Minuten und dann taucht das nächste XY auf, dem ich hinterher jage.

Dabei hören wir immer wieder von Beispielen, wie jemand, der „alles hat“ (mein Haus, mein Auto, mein Boot, meine Familie,…) total unglücklich ist.

Oder jemand, der todkrank ist und im Sterben liegt glücklich und zufrieden ist.

Was ist also wirklich dran am wenn, dann?

Was wäre, wenn das nur eine Illusion ist?
Wenn es mit dem XY gar nichts zu tun hätte, wie ich mich fühle?
Wenn ich aufhöre, mir die Karotte vor die Nase zu halten und zu erzählen, wie schön alles wäre, wenn XY?

Pferd Karotte vor Nase

Diese Art von Tagträumen kostet mich nur Energie.
Sie bringt mich weg von dem, was wirklich wichtig ist.
Sie führt mich auf die falsche Fährte.

Sie verleitet mich dazu, im Außen auf die Suche zu gehen nach etwas, was ich nur in mir finden kann.

Hier ein Beispiel von mir.

Bei den Vorbereitungen für den Klopf-Kongress gab es technische Probleme mit der
Anmeldeseite.
Ich wollte unbedingt ein Tool nutzen, über das die Teilnehmer etwas geschenkt bekommen, wenn sich ​eine bestimmte Anzahl ihrer Freunde für den Klopf-Kongress anmelden und bei dem sie außerdem noch die Chance haben, etwas zu gewinnen.

Dafür hätten mehrere Programme fehlerfrei miteinander zusammenarbeiten müssen, was sie aber nicht getan haben.
Zumindest nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte.
Und jeder Support hat gesagt: sorry, wir sind nicht zuständig. Wende dich bitte an den Support einer der anderen Firmen.

Ich war total genervt und gestresst, denn ich hatte schon sehr viele Stunden daran
gearbeitet, um die Anmeldung hinzubekommen, in Facebook Gruppen recherchiert und nach Tipps gefragt, usw.
Außerdem wollte ich die Türen für die Anmeldung zum Klopf-Kongress endlich öffnen und mir lief die Zeit davon.

Ich war total angepisst und sauer, dass es nicht klappte und dass sich kein Support zuständig fühlt.
Oder um es mit wenn, dann auszudrücken:

Wenn der Support das Problem endlich lösen würde, dann könnte ich meine Arbeit
erledigen, die Anmeldeseite fertigstellen und käme endlich voran.

Am nächsten Tag habe ich mich dann entschieden: ich nutze dieses Tool nicht. Basta.
Schade drum, aber ich kann und will meine Zeit nicht mehr damit verplempern.

Ich hatte mich wieder abgeregt.
An der Situation hatte sich nichts geändert.

Im Gegenteil - der Support hatte noch mal bestätigt, dass er nicht zuständig ist (oder sich nicht zuständig fühlt 😉 ) und ich mich an die andere Firma wenden soll.

Trotzdem war ich entspannt und die Email hat mich ziemlich kalt gelassen, während ich am Tag davor vermutlich explodiert wäre.

Die Situation war unverändert (es konnte sich immer noch niemand anmelden) aber meine Reaktion darauf war eine völlig andere.

​Schau dir doch deine „wenn, dann…‘s“ oder „erst wenn xy sich ändert, dann“ genauer an.

Welche Beispiele siehst du bei dir, dass wenn, dann überhaupt nicht stimmt?

​Erinnerst du dich an Situationen, in denen:

  • ​du dich in deiner Hat wohlgefühlt hast – trotz Übergewicht?
  • ​​du Spaß auf der Arbeit hattest, obwohl der Chef sich unter aller Sau verhalten hat?.
  • ​​du wie ein Murmeltier geschlafen hast – trotz Mücken im Zimmer?
  • ​​du trotz der Ängsten oder Einschränkungen total viel Lebensfreude hattest?
  • ​​​du entspannt auf das Konto geschaut hast, obwohl der Kontostand „eigentlich“ besorgniserregend war? 
  • ​​​du mehr Sport gemacht hast – unabhängig vom Gewicht – einfach, weil es dir Spaß gemacht hat und dir ganz leicht gefallen ist?
  • ​​​du dich kompetent gefühlt hast und mir dir total zufrieden warst?
  • ​​​du dich reich gefühlt hast, unabhängig vom Kontostand?
  • ​​​du dich in deiner normalen Umgebung richtig frei gefühlt hast?
  • ​​du dich in ausgelatschten Sneakern selbstbewusst gefühlt hast?
  • ​​ ​...

Wenn dir eine solche Situation einfällt – wie wäre es, wenn du das mal im Auge behältst und dafür offen bist, dass es mit dem „wenn“ überhaupt nichts zu tun hat, wie du dich fühlst?!

​Wie wäre es, mit dem „Hier und Jetzt“ Frieden zu schließen?

Denk an eine Situation, in der du auch dieses wenn, dann hast. Wo sich erst etwas ändern muss, damit du dich besser fühlst.
Wenn du an dieses wenn denkst – wie sehr belastet es dich auf der Skala von 0-10?
Dass du auf das „wenn“ warten musst, bis das „dann“ passiert?

SUD Skala

Schreib dir diese Zahl auf.
Und jetzt klopf mit!

Entweder nach der Klopfvorlage oder im Video

​Beide haben das gleiche Thema, sind aber nicht total gleich, da ich immer spontan das sage ​bzw. schreibe, was mir gerade einfällt.

Grafik der Klopfpunkte Klopf-Kongress

Handkante:

Auch wenn ich glaube, dass alles besser wird, wenn sich meine Situation geändert hat, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich mir immer erzähle, dass alles besser wird, wenn ____________________ liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich soooo darauf hoffe und mir wünsche, dass alles besser wird, wenn ____________________ liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Augenbraue: ich wünsche mir, dass alles besser wird
neben dem Auge: wenn sich meine Situation ändert
unter dem Auge: wenn ich XY habe
unter der Nase: wenn ich XY erreicht habe
unter der Lippe: wenn mein Problem aus der Welt ist
Schlüsselbein: dann fange ich richtig an zu Leben
auf dem Kopf: dann wird alles leichter

Augenbraue: wenn ich doch bloß endlich
neben dem Auge: wenn
unter dem Auge: dann
unter der Nase: wenn
unter der Lippe: dann
Schlüsselbein: dann wird alles leichter
auf dem Kopf: dann geht es mir besser

Augenbraue: dann fühle ich mich wohl
neben dem Auge: dann geht es mir gut
unter dem Auge: so geht das nicht
unter der Nase: es muss sich erst etwas ändern
unter der Lippe: damit es mir gut geht
Schlüsselbein: ich mich wohlfühle
auf dem Kopf: ich meine Ziele erreiche

Augenbraue: es muss sich etwas ändern
neben dem Auge: unbedingt
unter dem Auge: dann wird alles besser
unter der Nase: dann wird alles leichter
unter der Lippe: vorher wird das nichts
Schlüsselbein: es muss sich endlich etwas ändern
auf dem Kopf: DANN wird alles besser

Augenbraue: oder ist das nur eine Illusion?
neben dem Auge: und es muss sich gar nichts ändern?
unter dem Auge: zumindest nicht im Außen?
unter der Nase: sondern nur in mir?
unter der Lippe: das wäre ja ein Ding
Schlüsselbein: es fällt mir schwer, mir das vorzustellen
auf dem Kopf: aber ich kann es auch nicht ausschließen

Augenbraue: und ich öffne mich für die Möglichkeit
neben dem Auge: dass sich nichts ändern muss
unter dem Auge: außer meiner Einstellung
unter der Nase: meiner Sicht auf die Dinge
unter der Lippe: meinen Gedanken darüber
Schlüsselbein: was für eine Erleichterung
auf dem Kopf: ich brauche nicht zu warten

Augenbraue: dass sich im Außen etwas ändert
neben dem Auge: es ist okay, wie es ist
unter dem Auge: ich bin noch nicht ganz überzeugt
unter der Nase: aber ich bin offen dafür, dass es so sein könnte
unter der Lippe: was für eine Erleichterung
Schlüsselbein: da fällt viel Druck ab
auf dem Kopf: ich fühle mich leichter

tief durchatmen

​Hier ist das Video

​Und spür noch mal rein:
Wie fühlst du dich jetzt, wenn du an diese „wenn, dann“ Situation denkst?
Wie geht es dir jetzt mit dem wenn?
Fühlt sich das noch genauso an?
 Oder hat es sich verändert?

Schreib mir im Kommentar, was du bei dir gesehen hast.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Du fühlst dich fett? Abnehmen und dauerhaft schlank bleiben

ich fühle mich dick und fett

Wenn du mit deinem Körpergewicht nicht zufrieden bist und sagst: „ich bin zu fett“, dann hilft dir die Übung in diesem Beitrag, dich sofort besser zu fühlen.

Ist dir bewusst, dass es gar nichts mit deinem Gewicht zu tun hat, ob du dich zu fett fühlst oder nicht?

​Klingt komisch, aber auch Menschen mit Magersucht, die wirklich spindeldürr sind, können das Gefühl haben und felsenfest davon überzeugt sein: ich bin zu fett.

Das kommt daher, weil wir das Leben immer durch unsere Brille sehen.

Diese „Brille“ entsteht z.B. aus unserer Prägung, unseren Glaubenssätzen, unseren Lebenserfahrungen und den Schlussfolgerungen, die wir daraus ziehen – meist als Kind.

Und diese Brille bestimmt dann, wie wir unser Leben sehen.
Jeder Mensch hat „seine persönliche Brille“.

deine persönliche Brille

So kann es sein, dass jemand sehr viel Übergewicht durchs Leben trägt und sich trotzdem pudelwohl und überhaupt nicht fett fühlt.

Jemand anders, der in den Augen der anderen die ideale Figur hat, fühlt sich total fett.

Dass es „eigentlich“ gar nicht an der Anzahl der Kilos liegt, ob du dich fett fühlst

​oder nicht merkst du daran, dass es sicher auch bei dir Tage gibt, an denen du dich innerlich sagen hörst:
„Mensch… ich sehe ja richtig gut aus. So dick bin ich ja gar nicht.“

Während du an anderen Tagen beim Blick in den Spiegel zusammenzuckst und denkst:
„Meine Güte! Ich bin sooo fett. Das ist ja ekelig!“

Wären wirklich die Kilos Schuld, dann müsstest du dich ja immer fett (oder eben nicht fett) fühlen.
Oder?!
Das Gewicht ändert sich ja nicht von heute auf morgen.
Zumindest nicht so extrem, wie deine Einstellung dazu.

Die Schwerkraft sorgt dafür, dass  Sachen – wenn wir nicht gerade in der Schwerelosigkeit sind  ?– die uns runterfallen, nach unten fallen.
Immer.
Da gibt es keine Ausnahme.
Die Schwerkraft ist der Grund dafür.

​Wenn dein Gewicht für dein Gefühl „ich bin zu fett“ verantwortlich wäre, dann musstest du dich immer so fühlen.

​Tust du aber nicht - wenn es auch nur für einen kurzen Augenblick anders ist.

Auch hier spielt „deine Brille“ wieder eine große Rolle.
Aber auch deine Stimmung, deine Gedanken und Gefühle.

Wenn du insgesamt weniger gestresst und besser drauf bist, fühlst du dich wohler in deiner Haut.

War der Tag sowieso schon blöd, dann gehst du insgesamt unfreundlicher mit dir um, hast kaum förderliche Gedanken und die Gefühle sind auch eher bei „nicht sonderlich angenehm“ auf der Skala.

Wenn du dich fett fühlst – unabhängig von deinem Gewicht – dann hilft dir diese Klopfübung dabei, dich sofort besser zu fühlen.

Denk mal kurz daran, dass du dich fett fühlst.

Was passiert in dir, wenn du das denkst?
Welche Gedanken, Erinnerungen, Gefühle, Körperreaktionen etc. kommen auf?

Nimm dir einen Moment Zeit und mach dir Notizen. Schreib dir Stichpunkte dazu auf.
Und dann bewerte auf einer Skala von 0-10, wie sehr es dich belastet, dass du dich so dick oder fett fühlst.

SUD Skala

​Schreib dir die Zahl auch auf.

​Klopf hier mit und pass die Sätze so an, dass sie für dich stimmen.
Oder klopf das Video mit.
Die Übungen sind ähnlich, aber nicht gleich.

Klopfpunkte klassische Klopfakupressur

Handkante:
Auch wenn ich mich so fett fühle, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich soooo fett bin und mich überhaupt nicht mehr im Spiegel anschauen kann, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie ich so dick werden konnte und das erst viel zu spät bemerkt habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin. Ich fühle mich überhaupt nicht wohl in meiner Haut. Und ich öffne mich trotzdem für die Möglichkeit, dass ich auch wieder schlank(er) werden kann.

Augenbraue: ich bin so fett
neben dem Auge: meine Güte bin ich dick
unter dem Auge: ich fühle mich so unwohl in meiner Haut
unter der Nase: wie konnte ich so dick werden
unter der Lippe: ich bin so fett
Schlüsselbein: alle starren mich an
auf dem Kopf: und ich mag mich nicht anschauen

Augenbraue: schon gar nicht im Spiegel
neben dem Auge: mein Gewicht ist mir peinlich
unter dem Auge: ich schäme mich für meine Kilos
unter der Nase: ich bin soooo fett
unter der Lippe: das ist eklig
Schlüsselbein: ich bin eklig
auf dem Kopf: das macht mich traurig

Augenbraue: und ich bin frustriert
neben dem Auge: warum bin ich so dick?
unter dem Auge: funktioniert mein Stoffwechsel nicht richtig?
unter der Nase: esse ich falsch?
unter der Lippe: bewege ich mich zu wenig?
Schlüsselbein: oder von allem etwas?
auf dem Kopf: ich weiß es nicht

Augenbraue: vielleicht will ich es auch nicht wissen
neben dem Auge: ich bin einfach zu dick
unter dem Auge: viel zu dick
unter der Nase: wie sehe ich aus?
unter der Lippe: meine Arme sind dick
Schlüsselbein: ich habe Winkarme
auf dem Kopf: und mein Bauch erst

Augenbraue: da könnte man zwei draus machen
neben dem Auge: der Hintern ist fett
unter dem Auge: und die Beine…
unter der Nase: total dicke Beine
unter der Lippe: mit ganz vielen Dellen
Schlüsselbein: die Brust ist riesig
auf dem Kopf: eklig, einfach nur eklig

Augenbraue: ich schäme mich, dass ich so dick bin
neben dem Auge: boah… was bin ich fett
unter dem Auge: so kann ich mich nicht zeigen
unter der Nase: ich schäme mich so
unter der Lippe: für mein Übergewicht
Schlüsselbein: ich bin soooo fett
auf dem Kopf: das soll niemand sehen

Augenbraue: aber es gibt auch Tage
neben dem Auge: da bin ich zufrieden mit mir und meinem Gewicht
unter dem Auge: zumindest einigermaßen
unter der Nase: dann fühle ich mich besser
unter der Lippe: wohler in meiner Haut
Schlüsselbein: und alles sieht nicht mehr so bedrohlich aus
auf dem Kopf: und so hoffnungslos

Augenbraue: ich mag es, wenn ich mich gut fühle
neben dem Auge: wenn ich auf das schaue, was ich an mir mag
unter dem Auge: das, was schön an mir ist
unter der Nase: womit ich mich wohlfühle
unter der Lippe: unabhängig vom Gewicht
Schlüsselbein: ich bin ja viel mehr als meine Kilos
auf dem Kopf: auch, wenn ich das manchmal vergesse

Augenbraue: ich öffne mich für die Möglichkeit
neben dem Auge: zu erkennen, dass ich wertvoll bin
unter dem Auge: dass ich genau richtig bin
unter der Nase: dass mein Gewicht nicht alles ist
unter der Lippe: es sind ja nur Zahlen auf einer Waage
Schlüsselbein: und dass ich mich trotzdem wohlfühlen kann
auf dem Kopf: auch mit mehr Kilos auf den Rippen

Augenbraue: ich lasse den Stress um mein Gewicht los
neben dem Auge: alle unangenehmen Gefühle
unter dem Auge: alle Körperreaktionen
unter der Nase: alle unfreundlichen Gedanken
unter der Lippe: und entscheide mich jetzt
Schlüsselbein: mich wohl in meiner Haut zu fühlen
auf dem Kopf: ich bin okay, wie ich bin

Augenbraue: ich fühle mich wohl in meiner Haut
neben dem Auge: das fühlt sich richtig gut an
unter dem Auge: ich hätte nicht gedacht, dass das geht
unter der Nase: aber es fühlt sich echt gut an
unter der Lippe: ich fühle mich wohl in meiner Haut
Schlüsselbein: egal, was die Waage zeigt
auf dem Kopf: ich fühle mich wohl

Und jetzt wieder tief durchatmen.

Wie fühlst du dich jetzt, wenn du an dein Gewicht denkst?
Wie sehr belastet es dich auf der Skala von 0-10.
Schreib dir die Zahl wieder auf

SUD Skala

und vergleiche sie mit der Zahl, die du dir vor der Übung aufgeschrieben hast.
Ist sie kleiner geworden?

​Das Video

​Wenn du dich noch nicht deutlich besser fühlst, dann klopf noch ein paar Runden.

Sprich aus, was in dir los ist (Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen) und klopf abwechselnd die Punkte.

Die Klopfrunde kannst du auch leicht anpassen, wenn du dich zu dünn fühlst.

Sag das Gegenteil von dem, was du hier liest.
Bzw. das, was FÜR DICH das Gegenteil davon ist.
Das, was du denkst, fühlst und wahrnimmst.

Schreib mir im Kommentar, was du aus der Klopfrunde mitgenommen hast und w​as sich für dich verändert hat.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Wer hat Angst vorm bösen….. Brief

Angst vorm Briefe öffnen

Um meinem Beitrag für die Blogparade, meiner „Liebeserklärung“ ans Klopfen noch ein wenig mehr Nachdruck zu verleihen, darf ich mich freuen, Euch mit dieser kleinen
Klopfanleitung meine Liebe auch quasi praktisch unter Beweis zu stellen. 🙂

Natürlich aber auch, um damit anderen auch in Hinblick auf den diesjährigen Klopfkongress noch
einen Funken mehr Mut und Lust auf die verschiedensten Klopfmethoden zu machen.
Es wird aber heute ein wenig ausführlicher. Das hat einen guten Grund, welchen ich Euch dann in
meinem kleinen Vorwort erklären möchte. Bin mir sicher, es wird sich lohnen 🙂
Mein kleines, aber feines Thema, was ich Euch mitgebracht habe, klingt erstmal recht harmlos, aber
kann sehr stark einschränken und fast zur Verzweiflung führen:

Angst vor dem Briefe-Öffnen

(Behördenbriefe, Mahnungen etc.) oder sogar vor der Beschäftigung damit und der Übernahme von Eigenverantwortung.

Wie sich dieser Kreislauf bei mir recht schnell größtenteils legte und die Angst sich verzog (eine Anleitung, die Mut machen soll).

Grobes Inhaltsverzeichnis zur Orientierung

1.  Vorwort

Möchte vorab noch ein paar Worte zu dieser Klopfanleitung loswerden:

Da die gleich gezeigten Techniken (ich zeige allerdings auch nur zwei bis drei von mittlerweile recht vielen – um etwas genauer zu sein) für diejenigen, die sie noch nicht kennen oder erst kürzlich neugierig wurden, teilweise recht (be)fremd(lich) erscheinen müssen, werde ich versuchen, dem durch ein paar einleitende und auch etwas theorielastige Worte entgegenzuwirken, bevor wir „drauf los klopfen“ 🙂

Viele können den Klopftechniken bzw. einem „sich berühren / beklopfen, während man die Angst laut aussprechen soll“ manchmal anfangs wenig oder nichts abgewinnen, können es oft nicht einordnen und auch nicht verstehen und glauben.

Und ich erachte es für wichtig, dass wir zumindest grob wissen oder einordnen können, was wir da vielleicht gleich ausprobieren (sollen) bzw. zumindest die Chance dazu bekommen, um dann selbst entscheiden zu können.

Von daher finde ich es auch besser, das auch zumindest als grobes Rüstzeug mitzuliefern und bin mir sicher, dass das den späteren Klopferfahrungen durchaus eine gute Basis und ein wenig Starthilfe sein kann. Also mache ich es einfach 🙂

Meine Perspektive zum Thema ist ja durch meine Klopferfahrung und auch durch meine
Beschäftigung und meine Recherchen zu den Themen eine andere, als sie vor etlichen Jahren noch war, als ich die Klopftechniken gerade kennenlernte.
Und ich war zwar teils offen für Themen und Methoden, teils aber auch skeptisch.

Na und für eben solche Menschen wie mich damals schreibe ich ja heute auch. 🙂

Wäre ich nämlich damals nicht aus Not und Suchen nach dem letzten Strohhalm über
Klopftechniken gestoßen, sondern z.B. aus Zufall z.B. über einen Artikel o.ä., hätte ich die Übungen und auch die ganze Theorieeinbettung überhaupt nicht ernst nehmen können und damit natürlich verschmäht (aus meiner damaligen Sicht natürlich, also in keinster Weise wertend gemeint).

Da ich das Klopfen aber zum Glück dann an einer Angst ausprobiert habe (ich hatte ja einige davon auf Lager *g*) und so sehr überzeugt von der Wirkung der Klopftechniken war und immer noch uneingeschränkt bin, bzw. es mittlerweile auch viel besser verstehe und relativ gut einordnen und erklären kann (meiner Meinung nach natürlich), fände ich es letztlich auch ungerecht, Euch das vorzuenthalten, um letztlich wirklich, also so wirklich Mut zu machen, zu klopfen usw.


Klopfen ist in meinen Augen eine geniale Erfindung. 

Auch mir, fehlen da manchmal noch die Worte (obwohl ich sicher nicht mit Worten geize *g*).
Somit habe ich also nun einen theoretischen und einen praktischen Teil für Euch - ein wenig mehr Lesestoff, als das Thema womöglich hätte vermuten lassen oder? 🙂

Teddy lesen

...in der Hoffnung, dass auch einige Groschen fallen, wie bei mir damals und Ihr so meine mit dem Herzen geschriebene Liebeserklärung auch per Verstand besser einordnen könnt (ähnlich vielleicht, wie der Teddy auf der für Euch mitgebrachten Kugelschreiber-Zeichnung *g)...

...und nicht zuletzt natürlich auch zur noch besseren Einstimmung auf den am 20.7.2019 beginnenden Klopf-Kongress. 🙂

ABER:

Für die praktische Übung bzw. Anleitung s.o. sonst gern schon zu Punkt 5. springen

2. Warum das Ganze / dieses Thema?

Ich schreibe diese kleine Anleitung zum einen, um Euch wie gesagt Mut und noch ein bisschen mehr Mut zu machen, trotz womöglich bereits erfolgloser Versuche, sich von Ängsten u.ä. zu befreien, weiter zu machen, weiter zu suchen und zu üben oder sich natürlich auch Hilfe zu holen, aber auch weiter zu lesen... 🙂

(alles, aber bitte nicht aufzugeben im schlechtmöglichsten Falle)

Zum anderen möchte ich damit auch zeigen, dass es viele verschiedene Ansätze und Methoden gibt, sich z.B. auch im Sinne von Psychohygiene selbst zu stärken oder bestenfalls punktgenau zu helfen und ganz neue Horizonte erreichbar zu machen, und die es durchaus verdienen, mal näher beleuchtet zu werden – wie eben insbesondere das Klopfen u.ä..

Möchte auch meinen kleinen Beitrag leisten, weil ich selbst so dankbar bin, mich von den größten Hürden bereits befreit haben zu dürfen, obwohl ich z.B. meine mitlerweile „stärkste Notfalltechnik“ zuerst aus Skepsis fast nicht ausprobiert hätte (...). 

Ich war selbst etliche Jahre betroffen von Angststörungen (Phobien, aber auch diffuse Ängste z.B.), Depression und vor allem auch einer starken Selbstablehnung und niedrigem Selbstwertgefühl.

Solche Dinge begleiteten mich immer mal wieder, mal mehr mal etwas weniger.

Vieles in mir hatte scheinbar auch schon aufgegeben, glaubte kaum mehr an Besserung, dann gab es Phasen, wo es in Teilbereichen besser wurde, aber ab dem Moment, wo ich Klopfen (kennen) lernte und anwandte, hat sich das Blatt so schnell gewendet, ähnlich dem Pareto-Prinzip (80%) und der Rest dann nach und nach (20%).

Dass der Klopfprozess teils so einfach läuft, sogar Spaß machen kann und so tief hilft, wird mir trotz noch so vielem Theorieverständnis irgendwie immer noch nicht ganz vorstellbar.

Klopfen hat mich von den vielen guten „Entdeckungen“, Methoden oder Techniken, die ich kennenlernen durfte, am meisten und am nachhaltigsten beeindruckt!

Apropos Selbstablehnung und niedriges Selbstwertgefühl

Wer sich länger mit Psychotherapien, der Forschung zu diesen Themen etc. beschäftigt hat, wird sicher hier und da immer mal wieder über Wörter wie Selbstwertgefühl oder Selbstwirksamkeit u.ä. gestolpert sein.

Zu recht, wie ich finde, weil das Thema m.E. sehr wichtig ist und scheinbar auch in vielen Therapierichtungen eine große Rolle spielen bzw. zumindest Teil-Ziel einer (jeder?) Behandlung sein dürfte. 

Darauf werde ich kurz eingehen.

Aber auch, weil ich gerade die Klopftechniken (kenne ja durchaus auch etliche gute andere Techniken) als so schnell hilfreich, so stark selbstwertsteigernd empfand; und in hohem Maße auch darüber sehr schnell wieder in ein Gefühl der Selbstwirksamkeit kommen konnte, betone ich ebendiese hier nochmal so.

Ferner schätze ich die enorm starke und vor allem oft rasche emotionsregulierende Wirkung (ähnlich einer sanften Sensibilisierung und dadurch oft recht schnellen Abschwächung oder Verschwinden der Symptome, nicht im Sinne einer Ablenkungs- oder Stopptechnik, sondern eher als Integrationstechnik zu verstehen, siehe auch 4.).

Von daher hätte mir (fast 🙂 ) keine bessere Technik für diese Anleitung vorstellen können als Klopfen, als Vertreter für eine große Anzahl von ähnlich starken Methoden und aller möglicher Methoden, die z.B. durch Kombinationen daraus entstanden sind  (und hätte sonst ja auch nicht zum Klopf-Kongress gepasst).  🙂

Da ich im starken Gegensatz zum gerade Gesagten diese Art Techniken damals so überhaupt nicht einstufen oder einordnen konnte und sie teils missverstanden oder unterschätzt werden, möchte ich Euch also einiges wichtiges dazu noch mit auf den Weg geben.

Sollte die Anleitung trotz aller Ausführlichkeit für Euch hilfreich sein, gern immer mal anwenden, auch, wenn Euch kein Thema / Klopfsatz einfällt, trotzdem möglichst mal dran (an)klopfen. 🙂

Ich schreibe diesen Text gerade z.B. auch, weil oft gesagt wird, man müsse sich mit dem Problem annehmen oder das Problem annehmen etc., aber oft auch nicht gezeigt wird, wie das gehen soll.

Von daher zeig ich sehr gerne, wie ich das klopfend umgesetzt habe, „mich mit dem Problem s.o. anzunehmen“ (siehe 5.2.1.) bzw. mit dem Klopfen zur Emotionsregulation zusammen mich teils aus tiefen Löchern rausholen konnte.

Und ich hoffe, der eine oder die andere probiert das auch mal aus.

ABER:

Wer sich allerdings schnell, tief und stark in Ängste oder gar Traumata rein steigert und sich schnell hilflos fühlt, möge bitte Vorsicht walten lassen und ggf. auch mal mit seinem Therapeuten darüber sprechen bzw. zuerst unter Anleitung oder sehr vorsichtig alleine anfangen, dann aber ganz leichte Übungen wählen. Ansonsten kann ich das bedenkenlos empfehlen.

Bei einigen wenigen wird es ggf. auch nicht beim ersten Mal klappen oder in einigen Fällen vielleicht auch zu stark aufwühlen, aufregen, irritieren o.ä..

Falls es nicht ganz klappt, entspannt es oft zumindest, aber noch öfter klappte es, bei mir zumindest, dann ist mit dem Thema oft erstmal ne ganze Zeit Ruhe oder auch ne sehr sehr lange Zeit 🙂

Wir kommen auf dieses Thema aber auch nochmal unter 5.2.2. zu sprechen.

So schnell geben wir dann doch noch nicht auf. Bitte also dann besonders Obacht geben, wenn wir später im Praktischen Teil nochmal darauf zurück kommen. 🙂

Bei Fragen ansonsten natürlich jederzeit gern melden. Ist mir eine Ehrensache!

Und warum gerade dieses Thema?

Weil ich damit etliche Monate oder gar Jahre mal weniger, aber auch mal sehr starke Probleme hatte. Ich konnte teilweise nicht mal ohne starke Anspannung und Angst und erst nach etlichen Anläufen an den Briefkasten gehen, oder dann die Briefe, die noch zu öffnen waren, nicht einmal anschauen u.ä.                                                                                            

Allein der Gedanke daran hat mich stark geängstigt.                                                                

Auch einige meiner Freunde haben mir nach einigem guten Zureden dann geholfen, indem sie mir dann einige Briefe geöffnet haben und mitgeteilt, um was es da jeweils ging, was selbst auch teils kaum aushaltbar war aber zumindest sehr unangenehm. Und geholfen hat es mir langfristig ja auch nicht.

Habe auch gerade in einer Facebook-Gruppe von genau diesem Problem bzw. dieser Angst gelesen und mir dazu noch einige Gedanken gemacht, die wiederum zur Idee zu einer Klopfanleitung führten.

Und gerade dieses Thema, diese Angst vor dem Briefe-Öffnen bzw. etwas zu unternehmen, so stark sie auch bei mir auftrat, konnte ich verhältnismäßig schnell ablegen, mit eben dieser Art Techniken. Von daher ist es dieses Thema geworden.

3. Selbstwert, Selbstwirksamkeit...?

Das Thema Selbstwert(gefühl) ist wichtig zu berücksichtigen, wenn wir von Ängsten sprechen oder generell von Leid etc.

Habe mir kürzlich, um mich ein wenig tiefer noch in dieses Thema einlesen zu können, zu diesem Thema auch ein Buch gekauft. In einigen anderen war es immer mal wieder nur erwähnt worden, unter anderem auch in den Büchern, die ich z.B. über Klopfen (und z.B. BMSI-Techniken oder auch (Hirn-)forschung) besitze.

Möchte das Thema auch nur anschneiden, eben, weil es wichtiger Konsens vieler Therapierichtungen ist und eben auch im Klopfen eine wichtige Rolle spielt und gezielt auf das jeweilige Problemthema angewandt wird (siehe 5.2.1.).

Zur Bekräftigung ein kurzes Zitat aus dem Buch „Selbstzuwendung, Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen – Psychotherapeutische Interventionen zum Aufbau von Selbstwertgefühl“ von Friederike Potreck-Rose und Gitta Jacob: *

„Selbstwert und Selbstvertrauen sind Konzepte, die in der Psychotherapie in vielerlei Hinsicht zentrale Bedeutung besitzen. Ein Überblick über die wissenschaftliche und anwendungsorientierte Literatur zeigt, dass es praktisch keine Störung oder Problematik gibt, die nicht mit einem Mangel an Selbstwert oder Selbstvertrauen in Verbindung gebracht wird...“

Es gibt auch hier wieder sehr viele Wege, da hin zu kommen, bzw. daran zu arbeiten.

Ich möchte mich wie bereits erwähnt, im Rahmen dieser Klopfanleitung nur auf die Klopftechniken beziehen, weil ich gerade damit die hohe Wirkung auf das Selbstwertgefühl und auch das Gefühl der Selbstwirksamkeit besonders schnell und intensiv spüren und erleben konnte.

Und indem ich durch ein „selbst am Problem arbeiten“ bei Verbesserungen das ganz allein mir zuschreiben darf, steigert das deshalb scheinbar so sehr auch das Gefühl der Selbstwirksamkeit (was zu den Grundbedürfnissen gehören dürfte).

(Das Gefühl der Selbstwirksamkeit beschreibt z.B. auch Michael Bohne sehr gut in seinen Büchern bzw. Videos z.B über PEP * – seiner geschaffenen Klopfvariante)                                

Zurück zum Thema Briefe-Öffnen:

Im Bezug auf das Erleben von Selbstwirksamkeit zeigt sich ein kleiner aber feiner Unterschied, den ich so nicht (kaum?) erleben kann, wenn ich z.b. durch meine Angst, wichtige Briefe zu öffnen und die damit verbundenen Pflichten (und auch Rechte) zu erledigen, (dauerhaft) äußere Hilfe in Anspruch nehme.

Ich hatte diese Hilfen damals auch ab und an, was mir im Moment half, aber nicht bei der Überwindung/Beruhigung der Angst.

Ich habe auch deshalb natürlich die Hoffnung, dass Euch diese Übung ebenso schnell und gut hilft wie mir selbst damals.                                                                                                  

Jeder hat ja auch seine eigenen Themen, sein Tempo, sein Temperament, aber ein Versuch wäre es meiner Meinung nach Wert. Das lässt sich dann in ähnlicher Form sehr gut später auch auf andere Themen anwenden.            


Aber, um nochmal auf das Thema Selbstwert zurück zu kommen: einen wichtigen Stellenwert hat dieser z.B. auch in Bezug auf die hier mit spielende und unbedingt zu berücksichtigende „Selbst- und Problembewertung“!

Wenn ein Thema/Reiz etc. als bedrohlich bewertet wird (was nicht nur bewusst, sondern auch unbewusst geschieht, vgl. Neurozeption/Polyvagaltheorie von Stephen Porges z.B.), siehe oben (Problembewertung), und/oder ich keine Antwort/Abwehr darauf parat habe bzw. keine sogenannten Coping-Mechanismen, oder deutlicher gesagt, mir nicht zutraue, mich diesem Thema/Reiz auszusetzen oder ihn auszuhalten, siehe oben (Selbstbewertung UND Selbstwert!), wird m.E. (vgl. Stressmodell nach Lazarus) erst Stress bzw. Angst o.ä. ausgelöst – oder eben auch Hypervigilanz (usw. auch z.B. wieder nach Porges usw.) - so kompliziert und auch theoretisiert das auch klingen mag, um so deutlicher wird sich das dann aber hoffentlich später in der Praxis (unter 5.2.1.) dann anfühlen und spüren lassen.

Das fühlt sich nämlich einfach super an, wenn das Innere in Situationen nicht mehr auf Stress schaltet und ich meine Stärke weiterhin und gerade dann stark wahrnehmen kann, ohne all die Begleitsymptome (hoher Puls, schnelle Atmung, Zittern, Schwächegefühle usw.) und sowohl Selbst- als auch Problembewertung scheinbar „umgeschaltet“ haben müssen auf „Kein Thema mehr“ - na Ihr werdet es hoffentlich auch als genau so wohltuend empfinden, wie ich jedes einzelne Mal, selbst schon bei der Selbstakzeptanzübung. 

Und auch am Selbstwert hat sich bei mir sehr viel zum Guten gewendet. 

Da gäbe es einiges zu erzählen...
Aber vorher geht’s erstmal noch zur Emotionsregulation, einem ebenso wichtigen Thema (und auch nicht eindeutig von Selbstwert trennbarem, wie ich später nochmal ansprechen werde).

4. Affekt-(Emotions-)Regulation?

Was ist das überhaupt?

Affekt- (oder Emotions-)Regulation beschreibt „die Fähigkeit von Menschen, die durch die meist selbstkonfrontative Auseinandersetzung mit unangenehmen Erfahrungen ausgelösten negativen Emotionen dauerhaft zu regulieren, so dass sie in das “Selbst“ integriert werden kann. Siehe auch Affektkontrolle. (Stangl, 2019)...“

Einfacher ausgedrückt ist hier von der Fähigkeit die Rede, seine Gefühle bzw. seinen Erregungszustand selbst beeinflussen zu können, also mehr oder weniger „mühelos“ zwischen Anspannung und Entspannung oder auch zwischen Sympatikus und Parasympatikus umschalten zu können etc.), was sich scheinbar gerade bei vielen mit psychischen Belastungen teils schwierig gestalten dürfte.

Auch im o.g. Buch (siehe 3.) ist dieses Thema übrigens, dort als „Selbstregulierung“ bezeichnet, vertreten.

Interessant dazu finde ich, dass wir als Babys und Kleinkinder z.B. durch Berührung bzw. Körperkontakt und auch den Blick, Mimik, Gestik etc. z.B. durch unsere Eltern reguliert werden müssen, bzw. es erst selbst lernen müssen.

Beim Thema Berührung oder auch Selbstberührung sind wir auch direkt schon beim Thema Klopfen (wie im Inhaltsverzeichnis auch angekündigt). 🙂

Apropos: durch (Selbst-)Berührung wird unser Bindungshormon Oxitocin ausgeschüttet

was bei der Affektregulation durchaus eine Rolle spielen dürfte, vielleicht auch gegensätzlich wirkt, verglichen mit z.B. Stresshormonen (ich erinnere mich, so etwas kürzlich gelesen zu haben - aber kann das hier natürlich nicht genauer abdecken).

Und gerade die typische Art der Emotionsregulation, wie ich sie beim Klopfen erlebt und später natürlich auch viel drüber beschrieben fand in Büchern oder im Internet usw., war mir vorher absolut neu und ich habe das so auch nicht glauben können (einige nicht so gute Erfahrungen z.B. durch Akupressur vorangegangen, aber war auch nicht mit meinem bisherigen Psychologie-Grundverständnis vereinbar).

Ganz grob und sehr ungenau ausgedrückt wird sich in den Zustand der Angst versetzt und das sich damit öffnende neuronale Netz / Erregungsmuster o.ä. durch lautes Aussprechen oder nur dran Denken an die Angst aufrecht gehalten / aufrechtzuhalten versucht, während man dann gleichzeitig einige Stellen am Kopf und Oberkörper beklopft, die vermutlich im Gehirn entweder wieder mehr Ressourcen wieder aktivieren oder aber gezielt das Erregungsmuster „Angst“ verstören oder eben auch beides.

Aber ein Bereich wird u.a. auch direkt beeinflusst und in seiner Übererregung gedrosselt: … die Amygdala und einige andere Strukturen im Limbischen System, unserem Gefühlshirn.

Und das letztlich (fast) nur, indem ein Faktor dazu kommt, „die Selbstberührung“ (welche also eine für das Gehirn scheinbar sehr günstige afferente Rückmeldung liefert und die Amygdalae scheinbar gut beruhigen kann. Wichtig wäre dann nur noch, dass das Netzwerk der Angst in dem Beispiel, lange genug dafür aufrecht erhalten werden kann).

Zugegeben, auch kognitive Reframing-Techniken sind unter anderem oft bei der Emotionsregulation mit im Spiel, auch beim Klopfen.

Ich wollte deshalb erstmal nur das besondere am Klopfen herausheben (wo quasi über den Körper direkt an den Gefühlen, siehe Amygdala, gearbeitet wird), aber natürlich sind auch Kognitionen und auch selbstwertverbessernde Affirmationen (in der Selbstakzeptanzübung z.B.) im Spiel.

Der Hirnforscher Antonio Damasio, auch z.B. Autor von Büchern wie „,Der Spinoza-Effekt-Wie Gefühle unser Leben bestimmen“*,  drückte das recht passend aus mit: „Der Körper ist die Bühne der Gefühle“.
Und deshalb kann es doch nur sinnvoll sein, auch genau dort anzusetzen!

Das Thema Embodiment* und Autoren wie Maja Storch* wären auch mal einen Exkurs wert, wenn Ihr Euch das Thema und die enge Verbindung zwischen dem Kopf/Gehirn und dem Körper genauer anschauen und insbesondere auch das Klopfen noch besser verstehen wollt.

Ein sich beklopfen ist übrigens z.B. auch nach Studienlage meistens um einiges besser, als nur zu reden oder z.B. Atemtechniken oder andere Interventionen etc. zu machen. Oder auch, egal, was wir machen, mit Klopfen wird es scheinbar noch besser wirksam (erinnert mich an die schon öfter erwähnte „Katalysatorfunktion“ des Klopfens, m.E.).

Quasi ähnliche Idee wie beim Mehrkanäligen Lernen, wo etwas schneller gelernt werden kann, wenn gleichzeitig mehrere Kanäle mit Informationen versorgt werden o.ä...

Berührung der Haut, besonders an Gesicht und z.B. Händen, an Oberkörper und anderen Stellen, die im Gehirn gut repräsentiert sind (haptische Reize bzw. sensomotorische, Tastsinn etc. s.o.), scheint demnach sich also als Kanal deutlich abzuheben, stärker zu sein im Vergleich zu einigen anderen Sinneskanälen (was ggf. auch erklärt, warum eine selbst laute Ansprache manchmal so wenig hilfreich ist, je mehr das Gegenüber „hochfährt“.

Berührung ist schon so ein spannendes Thema, aber kann das nicht weiter vertiefen an dieser Stelle.(vgl. auch Haptikforschung z.B. Prof. Martin Grunwald aus Leipzig).

Laut Hirnforschung (M.Bohne erwähnt es z.B. in einem seiner Videos) ist eine Gedächtnisspur dann am fragilsten, wenn sie erinnert wird. 

Und das tun wir, wir erinnern uns bzw. rufen die Gedächtnisspur auf und verstören sie so, das heißt, wir fügen quasi über afferente (aus dem Körper stammende) Reize dem Netzwerk neue Informationen zu, die scheinbar entsprechende vorhandene Informationen überschreibt.

Das können andere sicher besser beschreiben. So in etwa stelle ich mir das zumindest vor.

Das Prinzip der „Reziproken Hemmung“, wie es z.B. auch Wolpe damals beim Vorgänger der Konfrontationstherapie, der Systematischen Desensibilisierung, nutzte, scheint mir auch eine sehr sinnige Wirkhypothese für diese teils so tiefe und schnelle Wirkung durch das Beklopfen.

Es besagt in etwa, dass zwei gegensätzlich Wirkende Kräfte nicht zusammen oder am gleichen Ort (im selben System) auftreten können. (So in etwa erinnere ich das zumindest).

Was fürs Klopfen z.B. bedeuten könnte, dass wir nicht gleichzeitig körperlich entspannt und in starker Angst sein können o.ä.

Wenn z.B. die Angst aufgerufen ist, die normalerweise auch mit hoher muskulärer Spannung (Anspannung, Hypervigilanz u.ä.) einhergeht, wird durch das Klopfen aber eine, wie wir gehört haben (z.B. starker Sinneskanal s.o.), Entspannung vonseiten des Körpers zurückgemeldet, was vermutlich und wie ich und so viele andere durchs Klopfen u.ä. immer wieder direkt spüren konnten, die Angst sehr schnell immer wieder zu schwächen schafft (also der vorher vorhandene Angstzustand nicht länger gehalten werden kann o.ä.)...

Klingt kompliziert, aber fühlt sich sehr sehr gut und erleichternd an.

Reziproke Hemmung scheint noch viel häufiger aufzutreten in Systemen, wo ein jeweiliger Zustand aktiviert wird während gleichzeitig ein anderer, vielleicht gegensätzlicher gehemmt wird.

Vielleicht gilt das sogar auch für das Transmittersystem (oder mehrere 🙂 )

Aber ich möchte mich da nicht so weit aus dem Fenster lehnen 🙂

Also, von immenser Bedeutung und somit meiner Meinung nach einer der wichtigsten Aspekte, wenn nicht der wichtigste ist, dass wir das Netzwerk der Angst aufrecht halten.

Viel mehr müssen wir gar nicht leisten.

Das scheint mir auch nach vielen Recherchen so.

Auch, weil es z.B. ähnlich wie beim Klopfen, nur mit anderen Sinnesreizen arbeitend, einige Methoden gibt, die z.B. mit Augenbewegungen, Zungenbewegungen, oder auch körperlichem Ausdruck u.ä. oder sogar mit Tönen arbeiten, während sie sich beispielsweise in die Angst versetzen, also auch das o.g. Netzwerk aufrecht erhalten und dabei eine multisensorische Intervention durchführen.

Das muss uns nicht weiter verwundern, zeigt es doch nochmal die sehr vielseitigen Möglichkeiten, die Klopfen mit sich bringen kann und hilft, was ich im Vorwort für so wichtig befunden habe, hoffentlich dennoch dabei, Klopfen ein wenig besser einordnen zu können und vielleicht eine kleine Idee davon zu bekommen, was durch Klopfen u.ä. für fast unglaubliches passieren kann, aber auf der anderen Seite auch, dass Klopfen durchaus auch kein Hexenwerk ist....

(siehe auch BMSI – Methoden der Bifokalen Multisensorischen Intervention* - das würde für diese Anleitung, selbst wenn es der Theorieteil ist, dann doch zu weit führen, noch tiefer in dieses Thema zu gehen, also bei Fragen gern melden oder auch danach mal im Internet suchen.

ABER:

Im Fazit, also am Ende der Anleitung werde ich mich unter anderem diesem Punkt nochmal aus praktischer Sicht widmen und als letzten Tipp quasi genau aus diesen Erkenntnissen noch etwas mit auf den Weg geben.

Aber bis dahin bitte ich noch um ein wenig Geduld – wir bleiben vorerst noch eine Weile beim reinen Klopfen. :)).

Damit möchte ich es erstmal für diesen Zweck belassen. Bei Fragen dazu ansonsten gern melden.

5. mein „Versuch“ eines Theorie-Praxis-Transfers 🙂

So,  gleich gehen wir mit diesem Wissen oder zumindest Vorüberlegungen quasi in die Praxis, zur Selbstakzeptanzübung (siehe auch 3.) und zur Emotionsregulation, dem eigentlichen Klopfen (siehe auch 4.).

Da ich es auch schon unter 3. und 4. kurz angedeutet hatte:

Kleine Anmerkung: So ganz trennbar sind Selbstakzeptanz/Selbstwert und Emotionsregulation m.E. dann allerdings auch nicht: die Selbstakzeptanzübung unterstützt ja auch dabei, die Emotionen zu regulieren, ebenso wie umgekehrt die Emotionsregulation auch nochmal auf das Thema Selbstakzeptanz und Selbstwert zurück wirkt u.ä..

Da wir aber in der Praxis die Selbstakzeptanz-(und Selbstwert-)Übung auch von den eigentlichen Klopfrunden / dem Klopfen unterscheiden, erschien es mir für die Begrifflichkeiten so auch angebracht (?).

So, lasst uns also nun (endlich?) mal in die Praxis gehen:
Aber keine Sorge - wir machen langsam.

Wir stehen beim Klopfen natürlich auch hinter dem Slogan „sich der Angst“ stellen, aber stürzen uns deshalb nun auch nicht gleich in die Situation. 🙂

Wir konfrontieren uns erstmal quasi nur gedanklich und müssen noch nicht in die eigentliche Situation oder nicht gleich schon nen Brief öffnen (sollte das jedoch, natürlich aus Versehen, passieren, bitte ich diesen Umstand zu entschuldigen, Problem ist scheinbar dann gelöst*ggg*).

Wir überreden übrigens auch nicht (zumindest nicht gleich *grins*) dahingehend, eine andere, hilfreichere Perspektive einzunehmen bzw. unser Verhalten doch möglichst zu ändern. Nein, wir würdigen ausschließlich das jetzige So-Sein, bis dann ggf. auch an Verhalten gedacht wird (so nehme ich es aus meiner Erfahrung wahr) und holen, wie wir Erzieher (bin ja Heilerziehungspfleger) es gern ausdrücken, von dort ab, wo derjenige stecken geblieben ist o.ä.

Hier dürfen wir unserem Ärger (erstmal) Luft machen, die Angst so richtig laut ansprechen, authentisch sein.

Im Grunde sollten wir sie sogar „begrüßen“ (das dürfen wir sogar so sehen, weil wir sie beim Klopfen ja dann eh sehr bald auch wieder beruhigen - und das können wir nur, wenn sie sich zeigt).

Wir werden ebenso dazu angehalten, achtsam in uns rein zu spüren bzw. in die Angst, die Körperreaktionen zu beobachten, und auch, wie sie sich vielleicht dann während des Klopfens verändern usw.

Interessant:
Auch hier findet sich ein auch bei Therapien sehr wichtiges und auch beliebtes Thema wieder:
Achtsamkeit, welches wir auch übrigens im unter 3. erwähnten Buch wieder finden, oder der Akzeptanz- und Commitment-Therapie, einem Ableger der Verhaltenstherapie, bzw. welche auch als dessen dritte Welle darstellt wird oder auch bei den BMSI-Methoden, die auch als Zweitnamen „Bifokale Achtsamkeit“ tragen).

Wir müssen die Angst also auch nicht direkt wegschicken und schon gar nicht „verteufeln“ und beschimpfen.
Und das Allertollste daran:
Wir merken danach oft, dass wir auch nicht, wie immer erwartet, einen Umgang mit der Angst finden müssen, oder aufpassen müssen usw.
Die Angst hat sich meistens verabschiedet (nicht nur pausiert!), das Innere bleibt ruhig (und neugierig). Genau so sollte es sein 🙂

Wir konfrontieren uns bzw. den Auslöser also anders als es viele kennen.

Unser Gehirn macht wenig Unterschied, ob wir wirklich gerade in der Situation sind oder sie nur erinnern o.ä.
Das heißt, wir konfrontieren uns erstmal nur „in sensu“(in der Vorstellung), nicht „in vivo“. Letzteres tun wir beim Klopfen allenfalls erst, wenn die Angst spürbar runter gegangen ist, was oft sogar auch noch überraschend schnell eintreten kann und es meiner Meinung nach allein deshalb schon sehr attraktiv macht, gerade im Selbsthilfebereich...

Von daher findet sich dieser Punkt in Form von „in die Aktion gehen und Angst testen“ erst unter 5.2.3. wieder (gehört also nicht direkt, wie z.B. in der Konfrontationstherapie, zu den wichtigeren Therapieschritten).

Apropos Konfrontation durch „Aushalten“ und „immer wieder in die Situation“ gehen, in der Hoffnung, sich irgendwie dadurch zu desensibilisieren bzw. die Angst los zu werden, klappt durchaus bei vielen (Studienergebnisse sind im Vergleich zum Klopfen gar nicht so schlecht ausgefallen, außer, dass Klopfen ca. nur halb-so-viele Stunden erhielt/benötigte für die Angstauflösung).

Es klappt aber nicht automatisch für jeden und jede Angsterkrankung gleichermaßen. Einigen fehlt es manchmal auch an Selbstdisziplin und auch Hoffnung bzw. Zuversicht, die in diesen Momenten so wichtig ist usw. bzw. haben in Anteilen aufgegeben oder leiden wirklich stark und fühlen sich darin hilflos.

Und auch für diese wäre dann Klopfen sicherlich eine gute Alternative, die ihnen auch ohne diese anfänglich unbedingt benötigte Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen, Stärke etc. sehr gut helfen könnte in einer dazu auch noch sehr sanften Art.

Kürzlich erst habe ich hierzu auch sehr spannende Klopferfahrungen sammeln dürfen.

Einem guten Nachbarn von mir hat ein einmaliges Klopfen unmittelbar seine Angst und Unsicherheit beim Überqueren der Straße genommen (nachdem er die Angst aber durch wöchentliches Training bzw. auch in vivo fast ein halbes Jahr nicht abschütteln konnte).

Meine und seine Überraschung waren entsprechend hoch, wie sich einige vielleicht vorstellen können.

(Möchte aber anmerken, dass es mir fern liegt, Konfrontationstherapie / Kognitive Verhaltenstherapie, um einige recht erfolgreiche herkömmliche Psychotherapiemethoden zu erwähnen usw., schlecht-zu-reden oder verdrängen zu wollen! Wenn, dann allenfalls z.b. zur Unterstützung, wenn beispielsweise zu starke Gefühlsbelastungen eine Exposition/Konfrontation fast unmöglich machen (hypothetisch) 🙂 Also nichts gegen Psychotherapie, im Gegenteil eher unterstützenswert, bei Bedarf auch durch sowas wie Klopfen (als Notfalltechnik z.B.)!

Neben einem „in die Angst reingehen“ und „Aktiviert halten der Angst“ wird dann gleich nur noch geklopft und dabei darauf geachtet, wie sich das anfühlt,bzw. wo sich ggf. was verändert.

Viel mehr wird ja quasi nicht gemacht.

Wenn es dann hier und da haken sollte und sich nicht verbessern, kann man das dann mit ähnlichem Vorgehen (nur etwas anderen Themenaspekten und teils auch Formulierungen beispielsweise) dann auch wiederum beklopfen und so dann letztlich auch schnell weiter kommen. All das aber erst später, in der Praxis...

Seid Ihr bereit, mir nun mit ins Problemthema zu folgen, der Angst vor dem Briefe-Öffnen und den möglichen Gefühlen, Gedanken, und körperlichen Begleiterscheinungen?

5.1. kleine Vorbereitung...

Um gleich genauer arbeiten zu können, macht es Sinn, sich einen Zettel und Stift zu holen und sich das Thema „Angst vor dem Briefe-Öffnen“ oder ähnlicher damit verbundener Ängste, Gedanken und Gefühle oder auch Körperempfindungen dazu, genauer anzuschauen bzw. hinein zu spüren und sich daraus Details und Unterthemen stichpunktartig herauszuschreiben.

Wir werden diese Details gleich bei der Selbstakzeptanzübung und auch beim Klopfen (Affektregulation) gut gebrauchen können. Mehr dazu gleich dann auch unter 5.2.

Für das Klopfen werden wir uns gleich möglichst genau in das Problemthema begeben. Das ist besonders wichtig, weil nur die Symptome, Gefühle, quasi Muster, die sich zeigen, auch unterbrochen, verstört oder gar aufgelöst werden können. Was nicht da ist, sich nicht zeigt, kann quasi kaum verändert werden (zumindest nicht nach dieser Logik, bzw. müsste man dann nochmal tiefer bohren oder etwas anders oder auch zusätzlich intervenieren quasi).

Zur Verdeutlichung finde ich das Bild eines Hauses sehr passend, eines Hauses mit vielen Räumen, von denen einige kaum mehr benutzt wurden, und wo auch kaum mehr Licht angemacht wurde. Wenn ich meine Räume wieder bewohnbar und ihnen zu neuem Glanz verhelfen möchte, muss ich natürlich endlich wieder die Räume betreten und auch dazu Licht anmachen, um beim Aufräumen den Unrat zu sehen (obwohl mir das Thema Ängste z.b. mit „Unrat“ auch nicht positiv und wertschätzend genug assoziiert zu sein scheint) bzw. um sich neu einzurichten ganz nach seinen Vorstellungen und Wünschen (ja, das klingt wertschätzender). 🙂

 Also, wo müssen wir überall Licht anmachen, was entdecken wir?

Beispiele aus meiner damaligen Sicht, als Ideenvorlage, gern also mit eigenen Gedanken ergänzen:

Konkretisieren des Themas bzw. Gedanken, Gefühle, Empfindungen zu sich und der Angst vor dem Briefe-Öffnen o.ä.:

  • ich halte e​​​​s nicht aus, nicht zu wissen, was die von mir wollen
  • habe Angst, dass ich Ärger bekomme
  • habe das schon sooooo lange und verstehe das nicht
  • glaube nicht mehr dran, dass das jemals besser wird oder sogar ganz weg gehen kann
  • schaffe nicht mal so etwas einfaches wie einen „blöden“ Brief aufzumachen
  • ich schäme mich, dass ich das auch nicht alleine hinbekomme (Hilfe in Anspruch nehmen muss...)
  • das wird immer schlimmer
  • kann nicht mal den Brief anschauen
  • muss mich extrem vorbereiten und unter Druck setzen, um es halbwegs irgendwann zu schaffen
  • das macht mich s​​​​o traurig und ich fühle mich soooooo hilflos
  • ich bin sooooo schwach
  • habe keine Kontrolle über die Situation
  • werde zittrig, wenn ich nur dran denke, den Brief zu öffnen
  • ich weiß nicht, was mit mir los ist
  • ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte
  • es fühlt sich einfach nicht sicher an, wenn es ums Briefe-Öffnen geht
  • ach ist doch eh egal, ich werde noch verrückt
  • ich weiß nicht weiter
  • ich hab keine Kraft mehr
  • ein Brief von (xxx) macht mich fix und fertig!
  • für andere könnte ich das locker machen, warum nicht für mich?
  • ich bin so komisch, das soll noch einer verstehen
  • ich hab auch langsam fast das Gefühl, ich will gar nicht die Verantwortung dafür übernehmen
  • will, dass (xxx) sich darum kümmert
  • ich habe diesen Druck, das machen zu müssen, weil es sonst noch schlimmer, teurer etc. wird
  • ...

Mir fällt nicht mehr alles ein, was bei mir damals die Rolle spielte. Ggf. fühlte ich, es nicht wert zu sein, nicht verdient zu haben, eh nicht geliebt zu sein, nicht willkommen auf der Welt etc. aber mit diesen Aspekten verschone ich Euch lieber 🙂

Also im Prinzip alles Aussagen, die Euer genaues Fühlen wiedergeben, oft sind das bestimmte Gedanken, Befürchtungen und innere Dialoge, Gefühle (Scham, Trauer, Wut u.ä.) und Körperempfindungen wie Druck im Bauch / Schmetterlinge, Engegefühl oder Übelkeit im Magenbereich / Bauch bzw. Brust und / oder Halsbereich, aufsteigende Hitze, Herz schlägt bis unter den Kopf, Beine werden wackelig, ggf. Schwindel etc. extrem starke Fluchttendenzen etc.

Wir brauchen nicht immer alles beim Klopfen aufzugreifen. Schon gar nicht an einem Tag.. Und darüber hinaus kann es durchaus passieren, dass, wenn ich einige Themen bereits beklopft, vielleicht sogar schon erfolgreich beklopft habe, sich einige weitere Aspekte mitunter gleich mit verändern oder immer mehr ihre ursprüngliche Wirkung verlieren und dann fast wie von alleine „abgeschüttelt“ werden könnten.

Zur direkten Vorbereitung kann man sich ggf. ein paar Punkte vom Zettel gezielt vornehmen und vielleicht auch vorher grob einschätzen, wie stressbeladen dieser Aspekt (Gedankengang vom Zettel)ist, also auf einer Skala von 0 (kein) bis 10 (maximalen, unaushaltbaren Stress) und den Wert auf dem Zettel vor den entsprechenden Stichpunkt / Gedankengang vermerken..

Man kann es aber auch direkt vor dem Klopfen kurz mal machen und sich einfach nur merken oder ganz weglassen.

Ich würde Euch das schon empfehlen, muss aber zugeben, es selbst beim Klopfen meistens vergessen oder aus einem anderen nicht bewussten Grund meistens nicht gemacht zu haben. Ich konnte das auch so sehr gut unterscheiden und merken.

Teils merkte ich nach einigen Sekunden, wie ich den Gedankengang entweder nicht mehr erinnern oder sehen konnte, wenn ein visualisiertes Bild mit im Spiel war oder die Anspannung spürbar aus dem Körper ging, die Kraft und der tiefe Atem zurück kehrten etc.

(Übrigens wird in der Entspannung auch länger ausgeatmet als eingeatmet – Ausatmen ist interessanterweise mit dem Parasympatikus verbunden, im Gegensatz zum Einatmen (Sympatikus – was eher aktivierend wirkt, was ja vom Zweck, der Absicht dahinter Sinn macht, z.B. in AngriffFlucht-Situatonen). Und ebenso auch bei der Herzrate. Ausatmen wirkt  senkend, Einatmen erhöhend auf die Herzrate. Dachte ich erwähne das, weil ich das selbst kürzlich las, ausprobierte per Pulstest und recht interessant fand hierzu).

Kommen wir nun also zum eigentlichen praktischen Teil, dem Klopfen.

5.2.  Grund“rezept“ 🙂

Kleines Resümee:

Wir haben über die Wichtigkeit der Erhöhung des Selbstwertgefühls und der Ausprägung z.b. eines Selbstwirksamkeits-Erlebens gesprochen (3.), auch darüber, dass gerade die Klopftechniken hier sehr themenzentriert also gezielt ansetzen können und auch dauerhaft helfen können, den Selbstwert stetig weiter zu erhöhen. Ferner haben wir festgestellt, dass das Selbstwertgefühl neben der Problembewertung als Selbstbewertung, eine wichtige Rolle spielt (auch bereits bei der Entstehung der Angst und auch als Aufrechterhalter), weil unser Inneres ständig uns und unsere Umgebung abscannt und bei drohender Gefahr entsprechend schnell auf Stress umschaltet. Genau an dieser Bewertung (Selbstwert) arbeiten wir bzw. erreichen so, dass auch das Problem nicht mehr als solches identifiziert werden kann und somit sich der Problemkreislauf sehr schnell schließen kann (vgl. Stressmodell nach Lazarus). Beide Klopfübungen (5.2.1. und 5.2.2.) erfüllen dieses Aufgabe in der Regel mit Bravur.

Letztendliches Ziel könnte sein, dass unsere Resilienz, um mal einen weiteren spannenden Begriff mit ins „Spiel“ zu bringen, der auch mit Selbstwert u.ä. zu tun hat,  sich so erhöht, dass wir das Klopfen als „Krücke“ auf dem Weg dahin nun beruhigt „wegwerfen“ dürfen oder ggf. noch in unserem gedanklichen Notfallkoffer belassen Wir kommen übrigens später in unserem Fazit auch noch einmal kurz darauf zu sprechen.

Wir haben aber auch über Klopfen als starkes Mittel der „Affekt-(Emotions-)Regulation“ gesprochen (4.),  also auch darüber, dass Klopfen in dieser Beziehung sehr schnell und hilfreich sein kann (meiner Erfahrung und Meinung nach) und z.B. sehr schnell starke Emotionen wie Angst direkt im Gefühlszentrum, dem limbischen System (z.B. Amygdalae usw.) runter regulieren und vieles anderes ausgleichend regulieren helfen kann.

Wir haben vielleicht ein paar Aspekte der Angst vor dem Briefe-Öffnen gefunden und sie uns notiert.

In der nun folgenden ersten praktischen Übung von Zweien (eigentlich Dreien) bzw. der ersten

„Technik“ kommen wir zur Selbstakzeptanzübung (5.2.1.), die ich in dieser Anleitung ja dem Thema Selbstwertgefühl zugeordnet hatte, auch wenn das schwer voneinander abgrenzbar ist (war für mich erst einmal übersichtlicher).

Unsere Notizen werden uns hier helfen, wir setzen sie gleich dann in die für die Selbstakzeptanzübung so typische Satzform ein und werden dabei erstmals auch klopfen.

Daraufhin geht’s direkt zum eigentlichen Klopfen und zur Emotionsregulation (5.2.2.).

Wir sollten dann in uns rein spüren und testen, ob die Angst sich bereits verändert bzw. wie sie sich vielleicht verändert hat.
Vielleicht ist sie gar nicht mehr spürbar, vielleicht haben einige direkt Lust, einen Brief zu öffnen, alles kann möglich sein.
Deshalb bitte ich, nichts bestimmtes zu erwarten, sondern vielmehr offen und neugierig zu bleiben und zu spüren, was sich wo verändert. Viel Spaß und natürlich bestes Gelingen damit!

5.2.1. Selbstakzeptanzübung... (die „halbe Miete“) 🙂

Nun geht’s darum, uns mit dem Problem anzunehmen (und damit auch das Problem anzunehmen, weil dazu wird oft auch gern geraten; siehe auch, was wir zum Thema Selbstwert besprochen haben.

Hier also die sehr kurze, aber m.E. effektive erste der beiden Klopftechniken, mit der wir nun jeden der Aspekte von der Liste bearbeiten (also uns quasi mit jedem dieser Aspekte der Angst, unserer Gefühle dazu, unserer Befürchtungen, sogar unseres Zorns usw. ANNEHMEN).

Bei der Selbstakzeptanzübung (wie es auch z.B. im PEP genannt wird, im EFT* z.B.„Set-up“ genannt), von mir manchmal auch noch „Einwandbehandlung“ genannt (aus meinen Anfängen;komme gleich nochmal kurz zu diesem Aspekt zurück, dann wird das klarer),         werden wir:

Handkantenpunkt EFT

zum einen an der Handkante klopfen...

(oder wunden Punkt reiben - das möchte ich hier aber mal weglassen. Michael Bohne arbeitet im PEP z.B. eher damit, einige machen beides, die meisten klopfen aber wie ich meistens an der Handkante),

...und zwar da, wo man z.B. mit einem Handkantenschlag treffen würde (einige nennen den Punkt deshalb noch Karte-Schlag-Punkt, viele lehnen das aufgrund einer möglicherweise aggressiven Assoziation eher ab, aber das nur am Rande).

Der Bereich befindet sich ungefähr 1,5 bis 2,5 cm (so würde ich das mal abschätzen) direkt unterhalb des Knöchels vom kleinen Finger, ungefähr da, wo auf der Handvorderseite die vom Handlesen bekannte „Herzlinie“ verläuft.

Wir können entweder unsere beiden Hände an diesen Stellen sanft gegeneinander klopfen, auch z.B. in Form einer geschlossenen Faust oder aber auch mit ein paar Fingern der einen Hand den Bereich jeweils beklopfen (ca. 3-4 Mal in der Sekunde, einige orientieren sich z.b. am Walzer-Takt, 1,2,3,1,2,3...). Sehr exakt muss dieser Punkt auch nicht getroffen werden.

Vom Krafteinsatz und von der Taktung her gern variieren und so machen, wie es sich angenehm anfühlt, und zum anderen GLEICHZEITIG mehrmals einen Satz in ähnlicher Form sagen:

Auch, wenn (ich) ... (hier wird das Problem benannt, was wir vorher z.B. notiert haben), (liebe und) akzeptiere ich mich voll und ganz“.

Dazu hatten wir uns das Thema „Angst vor dem Briefe-Öffnen“ vorher kurz angeschaut und einige Aspekte der Angst heraus geschrieben.

Womit fangen wir am besten an?

Das hängt natürlich vom Thema ab, von unserer Art zu denken, von der Klopfvariante und nicht zuletzt auch davon, wie es uns gezeigt wurde oder wir es gesehen haben.

Ich fange gern mit dem Allgemeineren an und taste mich immer mehr in die Teilaspekte vor, hier und da spüre ich in mich rein um zu merken, was ggf. gerade ein Thema ist, ob das Thema xy mich z.b. gerade traurig oder vielleicht wütend macht etc...

Einige versuchen auch eigene Ego-Anteile auszumachen, bzw. welche Teile es so zu dem Thema gibt und welche Sichtweisen sie vielleicht einnehmen, oder betrachten ihr inneres Kind zu bestimmten Themen oder Zeitpunkten (in verschiedenen Altersstufen des inneren Kindes) usw.

z.B.

„Auch, wenn ich schon sooo lange starke Angst vor dem Öffnen von Behördenbriefen habe, und es immer schlimmer wird und ich fix und fertig davon bin, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

Entweder mehrere Dinge mit in einen Satz packen oder auch nur einzelne.

Oft macht es auch Sinn mehrere Dinge zu erwähnen, damit das Gefühl genau der Angst, die wir damit beruhigen/bearbeiten wollen, sich auch in uns (z.B. auch als assoziatives neuronales Netzwerk?) zeigen und wirken kann.

Später kann man dann auch z.B. Körperempfindungen mit rein nehmen, bestimmte Befürchtungen etc.

Man kann aber auch mit seinen „Einwänden“ anfangen („Einwandbehandlung“ s.o.).

Scheinbar, so las ich häufiger schon, ist es auch so, dass viele, die langwierige negative Erfahrungen gesammelt haben und damit oft einhergehend einen sehr niedrigen Selbstwert haben oder sich zum Beispiel ein angstfreies Leben nicht mehr vorstellen können (was auch auf das Thema Selbstwirksamkeitserfahrungen im negativen Sinne hindeuten dürfte) usw., innere Einwände oder auch z..b. einen sekundären Krankheitsgewinn gegen eine Veränderung des Zustands aufgebaut haben o.ä., welche einer Lösung oder Auflösung der Angst durchaus im Wege stehen könnten.

Und gerade bei der Selbstakzeptanzübung empfinden einige dieser und anderer Menschen, einen starken Widerwillen, z.B. Dinge wie „... liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin“ zu sagen.

Das „liebe“ wegzulassen, könnte dabei bereits helfen oder auch andere Formulierungen wie „versuche ich mich dennoch ein kleines bisschen anzunehmen“ oder „bin ich trotzdem okay“ o.ä..

Später, nach einiger Übung würde ich aber ggf. wieder stärkere selbstwertsteigernde Affirmationen / Aussagen verwenden. Bei Kindern werden auch kindgerechtere Formulierungen genutzt. Jemand, der stark gläubig ist, verwendet eigene Formulierungen, die z.B. zu seinem Glauben passen etc.

Beispiel für eine mögliche Einwandbehandlung:

„Auch, wenn ich nicht mehr dran glaube, dass das … je besser werden kann, akzeptiere ich mich so wie ich bin“ oder

„Auch, wenn ich es nicht wert bin / nicht verdient habe, dass sich das je ändern wird, akzeptiere ich mich so wie ich bin“

oder, dass ich nicht einmal schaffe, so einen einfachen „blöden“ Brief zu öffnen, mein „Inneres“ gegen mich arbeitet, weil ich das doch alles weiß usw.

(siehe auch weiteres, z.B. von der Liste, die wir gemacht haben).

Auch Selbst- und Fremdvorwürfe oder auch Loyalitäten zu anderen können in genau derselben Form angewandt werden in der Selbstakzeptanzübung (vgl. M. Bohnes Big-Five-Lösungsblockaden im PEP z.B.) und einiges mehr.

Da sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt. Ich kann später beim Klopfen auch immer mal wieder diese Dinge ansprechen, also nicht nur, wie ich gleich beschreiben werde, das Thema benennen, sondern auch hier und da etwas Selbstwertsteigerndes oder auch eine Entscheidung (ab jetzt bin ich beim Thema xyz zuversichtlich“ oder ähnliches kann verwendet werden. Da hält Klopfen eine große Palette an Möglichkeiten bereit.

Einige sagen einen dieser obigen Sätze zwei- oder dreimal oder auch öfter (dabei natürlich das Klopfen an der Handkante nicht vergessen, und, da es immer mal wieder passiert, auch das Atmen dabei nicht vergessen.. Auch darf zwischendrin, wenn es sich gut anfühlt, gern mal tief durchgeatmet werden.                                                                                                   Diese Übung ist, und das sage nicht nur ich, sondern habe ich schon oft gelesen, für sich alleine sogar schon eine sehr gute Hilfe sein und tut oft sehr gut.                                            

Habe auch allein durch diese Satzform auch ohne das Klopfen im Vergleich zu anderem Vorgehen sehr schnell beruhigen können, im Vergleich zum „normalen“ Reagieren (z.B. im Umgang mit Menschen, wenn sie sich z.B. gerade überfordert fühlten), sogar beim einfachen Trösten von Kindern wirkt diese sich so komisch anhörende Satzform („auch, wenn... akzeptiere ich mich...“), habe da einiges in meiner täglichen Arbeit dazu beobachten können. :))
Und bei sehr schwachem Selbstwert nutzen bzw. verordnen viele die Selbstakzeptanzübung auch zur mehrmaligen täglichen Einnahme (über die Haut *g*).

z.B. auch ohne genaues Thema, also reines Annehmen bzw. Selbst-Annehmen 🙂 „Ich liebe und akzeptiere mich / nehme mich vollkommen an, mit all meinen Schwächen (und Stärken) usw.“


Bezüglich der Angst kann die Übung auch mögliche Zweifel, die zum Thema vorher mitschwangen oder irgendwelche Hemmschwellen, behoben haben, bzw. den Selbstwert bereits kurzfristig so erhöht haben, dass das nun folgende Klopfen an anderen weiteren Punkten nochmal stärker wirken könnte, also kann es meiner Ansicht nach nicht schaden, die Selbstakzeptanzübung vor einer Klopfrunde mitzumachen.                                                       Mehr dazu besprechen wir direkt im Anschluss, nämlich jetzt 🙂         

5.2.2. Emotionsregulation bzw. wir „klopfen“

(Anfangs hatte ich die Gänsefüßchen anders gesetzt - „wir klopfen“, habe mich aber dagegen entschieden, weil es womöglich den Anschein erweckt hätte, einer besonderen Ausprägung des Klopfens, hier der systemisch orientierten Klopfvariante von Ronald Hindmarsh, vorweggreifen zu wollen . Übrigens freue ich mich auf seinen Beitrag zum Klopf-Kongress schon ganz besonders!) 🙂

Wir werden uns jetzt vornehmen, unsere Emotionen zu regulieren (um bei den Worten der Überschrift zu bleiben) und im besten Fall die Angst und all ihre Anhängsel aufzulösen oder stark zu dämpfen (das reicht mir aber eigentlich nicht *ggg*). Dazu werden wir klopfen (vorgenommen haben wir es uns nun lange genug) 🙂

Wie wir bereits unter 4. besprochen haben, wollen wir z.B. bei geöffnetem neuronalen Netzwerk (der Angst, also hier unser Angst vor dem Briefe-Öffnen mit all den damit verbundenen Symptomen) gleichzeitig über die körperliche Berührung bzw. das Klopfen auf unser limbisches System (inkl. Amygdalae etc.) positiv Einfluss nehmen.

Dass das neuronale Netzwerk geöffnet bleibt, werden wir übrigens durch das Aussprechen unserer Ängste und Symptome bewirken, während wir klopfen (wenn wir etwas sagen, können wir nicht anders als dazu das entsprechende Netzwerk zu aktivieren).

Darüber hatten wir ja relativ ausführlich bereits unter 4. gesprochen.

Kommen wir also zum Klopfen.

Dazu benötigen wir ein paar Klopfpunkte. Ich zähle Euch nun ein paar der von mir gerne benutzten Klopfpunkte auf, beschreibe bei einigen auch grob deren Lage, füge aber auch zur besseren Veranschaulichung ein paar (eigene) Fotos bei.

Oder haltet Euch ansonsten an die auf Internetseiten gezeigten und erklärten Klopfpunkte.

...oder schaut Euch beim Klopf-Kongress um bzw. besonders gut hin. 🙂 

Ich klopfe in der Regel mit zwei drei Fingern zuerst der linken Hand auf meiner linken Körperseite

– außer den Punkt unter den Armen / Achsel, wo ich die Seite wechsle bzw.  natürlich ausgenommen der Punkte, die sowieso mittig sind – und dann mit der rechten Hand auf meiner rechten Seite usw.

(Ich mache das also so, dass ich nach dem Hochnehmen des Armes, um unter der Achsel zu klopfen, diesen (hoch genommenen) Arm  direkt zum Weiterklopfen nehme also vor dem Punkt „mittig auf dem Kopf“ (Kronenpunkt?) den Arm wechsle und damit dann die nächste Runde weiter klopfe usw. So habe ich mit jeder Seite mal geklopft, mit jeder Hand. Mir gefällt das so).

Unterschiedliche Klopfmethoden nutzen unterschiedliche Klopfpunkte, auch die Reihenfolgen (m.E. nach weniger wichtig) variieren oft und auch die Art und Weise der Ausführung des Klopfens.

Ich habe auf dem Bild unter meiner Liebeserklärung (mein erster Beitrag für die Blogparade bzw. den Klopfkongress 2019) einige Klopfpunkte in mühsamer Kleinstarbeit per Fotoshop aufs Foto gemalt (allein für das Herz neben mir habe ich eine halbe Stunde benötigt, aber immerhin freihand, ganz oben das Foto :))

Hier dasselbe Ausgangsfoto, aber in Schwarzweiß und ohne Herz...

Klopfpunkte Rene

Zu den Punkten:

Klopfpunkte Auge

Augenbrauenpunkt (Augenbrauenansatz auf der Seite, wo die Nase ist) außen am Auge (direkt neben dem Auge auf dem Knöchernen, also nicht so weit raus zur Schläfe) unterm Auge (am Jochbein mittig) unter der Nase,  unter der Unterlippe (auf dem Kinn, ca. mittig Richtung Kinnspitze) an den Schlüsselbeinen (ich klopfe hier meistens mit der ganzen Handinnenfläche und ich habe große Hände *g*) unter den Armen (ca. 10-12 cm unter der Achsel) mittig auf dem Kopf.

Schlüsselbeinpunkt

Während ich also diese eben genannten Punkte beklopfe, sage ich immer so ein bis drei Mal mein Thema, z.B. meine Angst vor dem Briefe-Öffnen oder die Aspekte, die ich auch gerade bei der Selbstakzeptanzübung genommen hatte.

Gerade letzteres macht Sinn, weil wir in der Selbstakzeptanzübung ja vielleicht gerade einige Einwände schon beruhigen konnte, was mir jetzt beim Klopfen hilft bzw. Klopfen so leichter verdaulich oder gar annehmbar macht. Das heißt, die Selbstakzeptanzübung bereitet direkt auf das folgende Klopfen vor.

Abgesehen davon kann ich aber auch einige Themen nur als Selbstakzeptanzübung machen (z.B. Gedanken, die ich so „annehme“ oder Einwände).

Mithilfe des Klopfens kümmern wir uns also dann noch um die Gefühle, die nach der

Selbstakzeptanzübung noch in uns rumoren, wo noch körperliche Aufregung bzw. Aktivierung im Spiel ist (wo also z.B. das sympatische Nervensystem, Amygdalae etc. übererregt sind; auch Hypervigilanz, dieses Aufgedreht-sein, hoch angespannt etc. gehört hier mit dazu).

Und wiederum abgesehen davon können wir auch oft direkt ohne Selbstakzeptanzübung klopfen.

Probiert gerne die verschiedensten Varianten aus (Weitere werdet Ihr sicherlich über den Klopf-Kongress kennen lernen können).

Achtet ggf. beim Klopfen auch daraufwelche Klopfpunkte Euch besonders gut tun oder nicht so angenehm sind oder gar so stark, dass die Symptome meistens an der Stelle (an dem Punkt) direkt schon gestoppt werden.

​Bei mir ist z.B. der Bereich um die Schlüsselbeine/Thymusdrüse solch ein starker Bereich.

Man kann ein bestimmtes Thema / Aspekt eine Klopfrunde oder mehrere beklopfen und danach gern dann auch einen weiteren Aspekt oder weitere Unteraspekte eines Themas etc.

Oft habe ich auch geklopft, wenn sich gerade ein starker angstauslösender Gedanke aufdrängelt, meist nur einmal in einer einzigen Runde oder auch manchmal auch nur gedanklich. Also die Sätze teils laut ausgesprochen, teils nur gedacht und mir vorstellt, ich klopfe die entsprechenden Punkte dazu.

Und versucht auch immer auch einen körperlichen Aspekt mit zu beklopfen (siehe auch Eure Themenliste, die Ihr vielleicht vorhin angelegt habt) 🙂

Bei mir war das z.B. das Kribbeln im Bauch. Wie diese typischen „Schmetterlinge im Bauch“, die scheinbar je nach Situation und Kontext sich sau-gut oder sau-schlecht anfühlen, je nach dem, ob sie bei einem Verliebtsein oder eben bei einer Angst auftreten. Aber das auch nur am Rande.

Und wenn's nicht gleich klappt, schaut euch ggf. das Gefühl dabei nochmal genauer an oder die Gedanken, die da vielleicht hochschießen („sowas wie klopfen kann mir sicher nicht helfen“ oder „ich muss das doch allein schaffen“ oder ein bestimmtes anderes ungutes Gefühl), dann versucht es mit dem bisher gelernten und greift das wie bei der Einwandbehandlung besprochen gezielt auf und versucht es dann nochmal.

Bzw. bedenkt vielleicht auch dabei: einiges braucht vielleicht noch eine Nacht zum „drüber schlafen“ um dann erst zu wirken, einiges wirkt nach Tagen immer noch nach oder verstärkt sich sogar noch Monate später. Je nach Thema etc.

Wenn Ihr Euch aber, ohne es beabsichtigt zu haben, zu tief in eine sehr starke Angst oder gar

Trauma hinein steigert und es womöglich nicht aushalten könnt, geht bitte unbedingt aus sämtlichen Gedankengängen heraus und klopft auch ohne Themenansprache einfach nur „leer“ sämtliche Punkte durch, und wenn es mehrere Runden dauert, bis ihr wieder entspannt seid. Habe auch in der Liebeserklärung das Thema kurz erwähnt. Bitte bei sehr schwierigen Themen, oder wo Ihr durch Eure z.B. blinden Flecken selbst nicht weiter kommt, oder Gefahr lauft, in ein „Wespennest“ aus Gefühlen zu stochern, holt Euch lieber Hilfe (bzw. sprecht wenn vorhanden mit Eurem Therapeuten).

Ansonsten, wenn das Benennen und ans-Thema-Denken nichts so wirklich bewirken will, versucht ggf. auch mal sowas:

Steigert Euch am besten fast schon mit schauspielerischer Manier in die Klopfsätze, klingt, wenn Ihr etwas leidvolles benennt, auch leidvoll, und nehmt vielleicht eine passende Haltung dazu ein und den passenden Gesichtsausdruck oder macht auch einen Schritt zurück, wenn Ihr es stehend oder gar gehend machen möchtet.

Und bei der selbstwertsteigernden Affirmation (Ihr erinnert Euch - die Selbstakzeptanzübung), sprecht Ihr das mit einem gewissen Stolz, und in einer melodischen Stimme (vgl.Prosodie, siehe auch Polyvagaltheorie von Stephen Porges).

Je mehr Material in Euch aktiviert wird (siehe auch Theorie-Teil), desto mehr kann sich auch tun (z.B. unter 4. auch angeschnitten).

Setzt gern auch Humor ein, sei es z.B. bei der Selbstakzeptanzübung (kann das hier auch nur anschneiden. Aber unter anderem zeigt das z.B. auch M.Bohne teils gut in seinen Videos – um nur einen zu nennen) oder generell bei den Formulierungen, beim Klopfen an sich usw.

Spielt vielleicht damit, entwickelt gern sogar Freude am Arbeiten an Themen oder an Ängsten. Das wäre sicher ein spannendes eigenes Thema 🙂

Apropos „spielt“:
Seht es gern auch mal wie ein Spiel.

Spiel und Humor sind (z.b. auch nach Porges' Polyvagaltheorie)  ein guter Hinweis darauf, dass wir unsere Emotionen gut regulieren können.

Humor z.B. kann vorübergehend ein wenig gut-tuende Distanz zu Leiden herstellen, aber auch dabei helfen, starke Ängste aufzulösen als ein ganz eigenes hoch potentes Reframingmittel. Ein weiteres sehr gutes Thema, was Euch auf dem Weg helfen kann und nicht zuletzt auch sehr selbstwertsteigernd sein dürfte. Wäre doch gelacht 🙂

Ich möchte hier nur die Grundtechnik in groben Zügen zeigen und damit quasi zum Trinken an die Tränke führen.

Wie ihr dann letztlich trinkt und auch wie viel, bleibt euch gern selbst überlassen. Trinken finde ich aber wichtig, bzw. um der Anleitung einen guten Schlussstrich zu setzen – Klopfen finde ich sehr wichtig.

5.2.3. / in die Aktion gehen und die Angst testen?

Ich hätte glatt fast den letzten Punkt vergessen, das Testen, ob die Angst noch da ist oder schon gegangen.

Da dies normalerweise schon längst gespürt wurde, indem durch das Klopfen oder danach (einige machen z.B. noch eine Abschlussroutine, ich auch, indem ich zwei Mal tief ein- und ausatme) das Gefühl nicht mehr spürbar war, der Angst auslösende Gedanke wegging oder keine Reaktion mehr bewirken konnte, ich wieder tiefer atmen konnte, entspannt wurde etc.

Nach Porges z.B. (den ich neben anderen immer mal wieder zwischendrin erwähnte), ist z.B. unser Sicherheitsgefühl wieder zurückgekehrt (und unserer vorderer ventrale Vagus wieder aktiviert, die Hypervigilanz hat sich gelegt, das Limbische System beruhigt etc.).

Wir haben wieder einen entspannteren Gesichtsausdruck, eine aufgerichtetere Haltung, einen kraftvolleren, aber auch dynamischeren, leicht federnden Gang etc.

All das können wir an dieser Stelle ggf. nochmal überprüfen. Wie geht es uns jetzt nach dem

Klopfen? Ruhig mal versuchen, die Angst aufzurufen, mal einen vorher bedrohlich eingestuften Brief in die Hand nehmen. Hält irgendwas davor zurück? Kommen körperliche, gefühls- oder gedankentechnisch irgendwelche Reaktionen? Kann ich die Angst überhaupt noch irgendwie spüren?

Wenn die Antwort Nein ist, dann scheint es geklappt zu haben.

Vielleicht kommt sogar langsam Lust auf, sich die Briefe mal anzugucken, den einen oder anderen vielleicht sogar doch schon zu öffnen und vielleicht macht der Gedanke daran, sich um das entsprechende Thema zu kümmern, sogar Spaß und es fühlt sich einfach alles dazu gut an?

Bei anderen Ängsten wäre ein Testen am Objekt/Ort sinnvoll, also mal in die Zoohandlung, um die Spinnenphobie zu testen oder mal in einen Zahnarzt aufsuchen, einen vorher angstbesetzten Ort aufsuchen usw.

Wenn doch noch was hoch kommt, dann vielleicht erst einmal Pause machen oder vielleicht nochmal die Aspekte genauer anschauen oder auch weiter und tiefer in sich und das Thema reinspüren oder ähnliches und ggf. das Klopfen wiederholen.

(Eine interessante Veränderung, die Klopfsätze betreffend, könnte so aussehen, dass ich nun bei der Akzeptanzübung so etwas wie „auch, wenn ich immer noch etwas Angst vor... habe usw.“ stattdessen sage und beim späteren Klopfen oder der Emotionsregulation dann „meine restliche Angst vor...“ z.B.)

Oder eine der vielen anderen Vorgehensweisen probieren, die Ihr ggf. woanders lest oder seht, z.B. beim Klopf-Kongress. 🙂


PS: Dieser letzte Punkt des in die Situation Gehens wäre z.B. bei der Konfrontationstherapie weitaus früher auf dem Behandlungsplan gewesen und wichtiges Instrument selbst bei der Angstreduktion. Da wir beim Klopfen eben mit anderen Werkzeugen/Instrumenten arbeiten (siehe theoretischer Teil der Anleitung und hoffentlich auch praktisch halbwegs anschaulich dargelegt), wird das in die Aktion gehen bzw. die Angst testen allenfalls zum Schluss gemacht, aber wie mir vorhin fast passiert wäre, auch gerne mal vergessen, weil er eben durch das andere Vorgehen nur noch überprüfende / validierende Wirkung hat. Aber Sinn macht das durchaus und sollte eigentlich auch nicht vergessen werden. 🙂

5.2.4. / Was ist nun aus meiner Angst vor dem „Briefe-Öffnen“ geworden?

Weil's so schön war, kommen nun endlich ein paar Worte zum Ergebnis meines eigenen Klopfens an meinem damaligen Angstproblem des Briefe-Öffnens, feierlich fett gedruckt – versteht sich 🙂

Beim Thema Briefe-Öffnen war bei mir nach ein paar wenigen Runden mit wenigen Aspekten einiges an Anspannung direkt rausgegangen und es kehrte sogar Lust ein, einen Brief zu öffnen. 

Ich habe einen Brief eines Inkassounternehmens geöffnet und dann direkt dort angerufen. Mitten im Telefonat mit der sehr einfühlsamen, netten Mitarbeiterin kamen mir Tränen der Erleichterung. Ich wusste und spürte, ich habe die Angst abgelegt, sie ist weg!

Wo ich vorher ewig brauchte, um einen Brief überhaupt angucken zu können, oder gezielt dran zu denken, ihn aufzumachen etc., konnte ich nun neugierig das Kuvert aufreißen und sogar direkt beantworten bzw. den klärenden Anruf tätigen. Es war kein Problem mehr, als wäre nie was gewesen. Krass!

(Und, auch wenn ich das nicht beweisen kann: meine Rückenschmerzen im unteren Bereich, die ich etliche Tage oder gar Wochen schon hatte, waren sofort danach auch weg und blieben weg. Das fand ich zusätzlich beeindruckend an dieser ganzen Klopfaktion).

Zu guter Letzt kann ich eine letzte Schippe drauf legen und sogar ein wenig stolz berichten, dass sogar Jahre später, nachdem ich bestimmte Themen, Aspekte oder Baustellen oft z.B. nur kurz beklopft hatte, es immer noch genau so stark wirkt. Manchmal hatte ich fast schon vergessen, dass ich das Thema schon mal beklopft hatte, wenn ich mich mal wieder wunderte, wie entspannt und ruhig ich in einer bestimmten Situation blieb, wo ich sonst immer an die Decke ging oder Angst bekam oder einfach nur hypervigilant wurde.

Und sehr oft habe ich das Gefühl, dass einiges sogar immer noch besser wird, obwohl es längst gut war.

Scheinbar kurbelt Klopfen das Selbstwertgefühl immer weiter an bzw. scheint ein Rad ins Rollen gebracht zu haben. Oder ich habe einfach so langsam meine Hausaufgaben richtig gemacht, meine Lektion gelernt. Na wie dem auch sei, es fühlt sich so schön an, mitzuerleben, wie immer mehr Freude und Lebendigkeit in mein Leben zurückkehrt etc. (gerade das depressive ist damit auch sehr gut abgelegt). Ich liebe Klopfen einfach!

6. Nachbesprechung oder Ergebnissicherung(?) 🙂

Spätestens hier drängelt sich natürlich in mir auch die Frage auf, ob Ihr:

  • die praktischen Übungen zum einen überhaupt gemacht habt oder gar noch im Theorie-Teil steckt oder es noch „verdauen“ müsst o.ä.,
  • sie gemacht habt und Euer Problem sich verändert hat (bestenfalls die Angst verschwunden ist bzw., was sich auch wie verändert hat etc.),
  • Klopfen (wie ich damals) nicht mehr / immer noch komisch findet oder auch
  • wie es Euch, die Ihr es probiert habt (und nicht mehr komisch findet), gefallen hat uvm.

Mit dem Theorie-Teil wollte ich nun auch einiges in meiner „Liebeserklärung ans Klopfen“ recht „emotional“ überspitzt Ausgedrücktes entsprechend untermauern und hoffe, dass sich Klopfen auch mithilfe der gewählten Aspekte (Selbstakzeptanz, Selbst-Wert, Selbstwirksamkeit, Emotionsregulation, Bifokale Achtsamkeit, Embodiment, Polyvagaltheorie u.ä.) nun etwas besser einordnen lässt.

Durch die Theorie darin kann diese Anleitung nun hoffentlich zusätzlich auch leichter auf andere Ängste, andere belastende emotionalen oder körperlichen Reaktionen, übertragen werden.  Ich konnte nur sehr grob die Möglichkeiten des Klopfens dahingehend darstellen, hatte mich mit wenigen Techniken, dafür hoffentlich mehr Erkenntnissen, es besser einordnen und somit dadurch auch besser nutzen zu können, begnügen müssen.

Also nur zu, macht Eure eigenen Erfahrungen, lernt Klopfen gern am eigenen Leib spüren, wie es Euch stärkt, wenn Ihr schwach seid und runter holen kann, wenn ihr zu hoch fahrt 🙂

UND, ich betone es zur Sicherheit hiermit nochmal: wenn die entsprechende Angst gegangen ist, dann solltet Ihr auch die nun möglich gewordenen Dinge tun und bestenfalls auch genießen.

Es würde ja wenig Sinn machen, sich z.B. von der Angst vor dem Autofahren zu befreien, um danach trotzdem weiterhin kein Auto zu fahren.

Abschließend vielleicht ein paar weiterführende Gedanken/Tipps

Gerade die Möglichkeiten, zum einen Klopfen mit anderen Methoden zu verbinden, und sogar auch, statt eines Klopfens andere Interventionen zu machen, während man sich im Zustand der Angst hält, sind sehr spannend für mich und erhöhen die Einsatzmöglichkeiten von Klopfen und ähnlichen Methoden sicherlich enorm.

Daher nun mal eine Idee, quasi als weiterführender Gedanke 🙂

Verknüpft später (wenn Ihr ein paar Erfahrungen durch's Klopfen sammeln und es ausreichend üben konntet,) gern auch Klopfen mit weiteren sinnvollen Übungen, die ihr mögt.

Falls Ihr Euch noch erinnert:

Wir hatten unter 4. bzgl. BMSI-Techniken/Bifokale Achtsamkeit u.ä. bereits das Thema ein wenig theoretisch aufgewärmt (multisensorische Reize usw.).

Im Praktischen lässt sich das wie gesagt erreichen, indem Ihr die Gleichzeitigkeit des „in der Angst sein“ und der Aktivität (also vorhin des Klopfens) ggf. auch bei anderen Aktivitäten nutzt.

Womöglich steigert Ihr damit sogar die Wirksamkeit der jeweiligen dazu benutzten (Entspannungs-)Technik nochmal wesentlich. 🙂

Beispiel: Eine Angst stark fühlen oder auch eine Wut, diese auch wieder aufrecht erhalten und sich z.B. während dessen den Nacken massieren lassen. 🙂

Es kann sehr gut passieren, wie mir in einer ähnlichen Situation, dass ein paar Sekunden später keine Wut mehr gespürt bzw. aufrechterhalten werden kann und auch der Ärger zum Beispiel schnell auch verfliegt (fast schon heraus“geknetet“ wird). 🙂

Die Berührung bzw. Massage hat scheinbar wie beim Klopfen auch längst die Amygdala beruhigt. Wir hatten darüber vorhin auch gesprochen.

Und wie gesagt:

Aus Perspektive eines Klopf-Fans benötige ich es natürlich nicht, ich finde es aber sehr interessant, weil es bedeutet (s.o.), dass eine Entspannungsmethode selbst auch effektiver / wirksamer zu werden scheint, wenn wir allein die Gleichzeitigkeit aus dem Klopfen darauf verwenden und die Angst beispielsweise aufrecht halten, während wir die entsprechende Methode/Technik praktizieren.

(Überspitzt gesagt könnten wir z.B. eine normale Massage auch dazu verwenden, an einer Angst zu arbeiten – also neben die Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien etc. auch die Angst zu „entspannen“).

Und einige von Euch, die bereits sehr geschätzte Methoden praktizieren, könnten dadurch dann auch diese Gleichzeitigkeit bzw. das „im Gefühl bleiben“s.o. aus dem Klopfen für ihre eigene Technik mit nutzen oder natürlich auch die Klopftechniken selbst mit einbeziehen und auch für ihre Methode selbst daraus lernen, etc.

Das alles bedeutet aber auch, dass wir im Umkehrschluss vorher (früher?) fast reflexartig schnell gern wieder aus unangenehmen Gefühlen, z.B. Ängsten herauskommen woll(t)en, verdrängen woll(t)en u.ä.

Und wenn dann oft was unternommen wurde „gegen“ bspw. die Angst, dann war das Netzwerk der Angst (siehe auch 4.) längst nicht mehr aktiv.

Und gerade das ist eben der Unterschied z.B. zu Klopftechniken, hier quasi das Timing, die Gleichzeitigkeit und auch das Aktivierthalten der Angst z.B..

Klar erwarten viele (die z.B. gegen Ängste auch Sport und Entspannungsmethoden machen) natürlich auch nicht, dass dann bspw. die Angst komplett weg ist und auch nicht  wieder kommt und machen das, weil sie vielleicht eben auch keine starken Emotionssregulations-Methoden (um nochmal einen unserer Begriffe s.o. zu bemühen *g*) kennen und ihre Übungen machen, um sich vielleicht auch nur ein wenig auszupowern, Adrenalin abzulassen, auf andere Gedanken kommen etc.

Dass es durch diese kleine „Stellschraube“ so viel mehr sein kann, war mir wie gesagt auch ein wichtiger zu erkennender Punkt, den Ihr , sofern nicht schon geschehen, gerne mitnehmen und Euch merken dürft.

...dass es wie beim Klopfen also so schnell gehen kann, die Angst aufzulösen (zu integrieren, zu transformieren, abzulegen, abzuschütteln etc.), wenn man stattdessen in der Angst bleibt und sie betrachtet, bzw. wie im Bild mit dem Haus in den ehemals selten besuchten Räumen mal wieder Licht anmacht und putzt (siehe 5.1. ).

Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, diese Prinzipien der Gleichzeitigkeit, die scheinbar für eine so starke Wirkung mitverantwortlich sind – das alles ist für mich eines der wichtigsten und wertvollsten Erkenntnisse, die ich u.a. aus dem Klopfen (und auch BMSI-Techniken) mit genommen habe.

Diese enorme Vielseitigkeit (vgl. „Katalysator“ für Veränderungen) hat mich eben sehr beeindruckt.

Schaut also gerne dann auch, wie Ihr das Klopfen für euch (um)gestalten könnt.

Ich z.B. verknüpfe es manchmal auch mit Dehnübungen, laufe beim Klopfen durch die Wohnung, nutze Vor- und Zurückpendeln bzw. einzelne Vor- und Rückwärtsschritte, neben den auch vom Klopfen durchaus schon bekannten Tools.

Auch ich habe also quasi meine eigene Art zu Klopfen entwickelt. Eben, weil es als „Katalysatortechnik“ so vielseitig ist.

​Je öfter Ihr klopft, desto leichter fallen die Dinge wieder, desto selbstsicherer und
wirksamer fühlt Ihr Euch wieder.

Ebenso wie man eben durch Übung auch besser wird. 

Desto weniger werden folglich Probleme noch an euch anheften können, oder wenn sie es noch schaffen, werden sie leichter wieder gehen oder gar nicht mehr kommen,wenn ihr eure

Hausaufgaben gemacht habt. Aber bei diesen Hausaufgaben lohnt es sich, wir lernen sie fürs Leben.

Macht also gern ganz viele Klopferfahrungen, aber bedenkt auch und strebt es vielleicht sogar direkt an, dass Ihr durch's Klopfen auch Eure Einstellung mit verändert, so dass Ihr vielleicht bald immer weniger klopfen müsst. Arbeitet auch in anderen Bereichen an Euch oder auch an Wünschen, genießt Euer (neues) Hobby etc..

Vielleicht zeige ich an dieser Stelle einfach mal eine kleine (Kugelschreiber-)Zeichnung von mir, die das Ganze auch sehr gut untermauern könnte. Im Sinne einer wunderschönen Rose, die sich ins Licht erhebt und erstrahlt 🙂

Rose Zeichnung Rene

Im Klopf-Kongress wird es einige weitere Klopfvarianten geben, und viele verschiedene Themen dazu. Viel Spaß schon mal an dieser Stelle!  🙂

Ich hoffe, ich konnte ein wenig dabei helfen, einige Vorurteile oder gar Missverständnisse zum Thema auszuräumen, und würde mich dazu noch sehr freuen, Euch sogar ein wenig angesteckt zu haben mit meiner Liebe zum Klopfen. ( „Du hast...“ *lol*)

Habe in diese Anleitung zum Teil mein Wissen und meine Erfahrungen der letzten Jahre mit dem Klopfen und anderen Techniken, und viel Herzblut gesteckt, wobei ich natürlich auch nur einige,  m.E. aber wichtige Aspekte, allerdings meistens auch nur recht skizzenhaft darlegen konnte, und einige andere wichtige Aspekte wie z.B. zur Entstehung der Symptomatik u.ä. ganz weg fielen (ist ja auch so fast ein Buch geworden :)).

Auch habe ich mich für die allereinfachsten Techniken bzw. eben das „Grundrezept“ entschieden.

Klopfen hält aber noch viele weitere Techniken bereit und ist dabei sehr anpassungsfähig (vgl. auch Katalysator *g*) und eine enorm wichtige (Selbsthilfe-)Methode in meinem gedanklichen Notfallkoffer, trotz all der auch guten Erfahrungen mit z.T. ganz anderen Techniken – eine SuperTechnik quasi. 🙂

Und selbstverständlich habe ich es auch besten Wissens und Gewissens (und natürlich mit den allerbesten Absichten) geschrieben und kann mich hier und da sicher irren oder Fehler etc. gemacht haben, die ich zu entschuldigen bitte.

Ferner hege ich die große Hoffnung, einigen, auch ähnlich wie ich damals in Bezug auf Klopfen & Co. noch sehr skeptischen Menschen, damit quasi eine Brücke schlagen zu können, Neugier zu wecken und vor allem Mut zu machen, sich das Klopfen anzuschauen, es UNBEDINGT auch AUSZUPROBIEREN und viel Erfolg zu haben. Das wünsche ich unbedingt!

Bei Fragen gerne melden, und besonders freuen würde ich mich auch über Rückmeldungen von denen, die diese Klopfübungen vielleicht sogar gegen die Angst vor dem Briefe-Öffnen probiert haben.
Das wäre eine sehr tolle Rückmeldung und es würde mich sehr freuen, wenn ich damit ein wenig helfen konnte.
Euer René aus Hamburg

PS:

Auch, wenn ich hier in der Anleitung einige Namen oder Methoden auffällig häufig erwähnt haben sollte, (akzeptiere ich mich, ähm und auch sie vollkommen *ggg*)...heißt das erstmal nur, dass sie mich in irgendeiner Form fasziniert oder interessiert haben (bzw. zuerst in den Sinn kamen, was ja letztlich auch für sie sprechen dürfte :)).

Aber ansonsten habe ich auch von einigen (anderen) Klopfrichtungen und sehr verwandten Methoden usw. Bücher gelesen oder Videos, Anleitungen oder Forschungsergebnisse u.ä. angeschaut, die ich alternativ hätte verwenden können bzw. schrieb vieles auch aus der Erinnerung heraus.


René Stellmacher

René Stellmacher

René Stellmacher lebt in Hamburg und liebt die Klopfakupressur.
Er interessiert sich für sehr verschiedene Methoden und Techniken und "muss" immer die Hintergründe verstehen.
Aktuell hat er noch keine eigene Webseite, aber du findest ihn in der Klopf-Kongress Gruppe auf Facebook.


Warst du schon mal schockiert über deine eigene Reaktion

wenn dich deine eigene Reaktion schockt

Wurdest du schon mal von deiner eigenen Reaktion überrascht?
Oder vielleicht schockiert?
Du hast dich mit deiner Reaktion selbst total verblüfft und kannst immer noch nicht glauben, dass du wirklich so reagiert hast?

Mir ist das so ergangen und ich möchte es gerne mit dir teilen.
Wenn ich daran zurückdenke, bin ich immer noch baff.

Dafür muss ich ein paar Schritte zurückgehen.

Im letzten Jahr habe ich einen Bericht über Adrian gesehen – einen Jungen, der sich seine Haare lang wachsen ließ und deswegen von seinem Umfeld verspottet wurde.
Was er niemandem erzählt hat, war, dass er sie für einen guten Zweck spenden wollte.

Aus den gespendeten Haaren werden Perücken für krebskranke Kinder hergestellt, die sich normalerweise keine Echthaarperücken leisten könnten. 
Für 4 Haarspenden und 360€ an Geldspenden bekommt ein Kind kostenlos eine Echthaarperücke.

Die Geschichte hat mich sehr berührt und mir war direkt klar: das mache ich auch!

Für eine Perücke kann man nicht einfach „abends einen Frisörsalon durchfegen“ und hat genug Haare.
Sie müssen lang sein – je nach Perückenhersteller liegen die Anforderungen bei 30cm Haarlänge und mehr.

Da meine Haare ziemlich lang waren, mir auf den Zeiger gingen und ich sowieso etwas ändern wollte, war das für mich DIE Lösung:
Ich spende meine Haare!

Gesagt, getan. Die Frisörin wusste, was ich vorhatte.

Bevor die Schere angesetzt wurde, war das Maßband dran.
Mir war klar, dass jeder Zentimeter mehr besser ist, aber ich wollte auch keine ganz kurzen Haare, wie Adrian sie hinterher hatte…
Ich dachte, sie wären lang genug.

Pustekuchen.

30cm sind doch ne ganze Menge und ich hätte dann deutlich kürzere Haare gehabt, als geplant und gewollt.

Also stand ich vor der Entscheidung:

- sicherstellen, dass sie wirklich lang genug sind und mit relativ kurzen Haaren rumlaufen
- die Haare noch einige cm (und Monate) wachsen lassen und erst später abschneiden
- oder sie jetzt "nur" kürzer schneiden und eben nicht spenden

Ich halte mich nicht für sonderlich eitel und habe keine Lust, meine Haare zu stylen. Waschen, föhnen, fertig.
Die meiste Zeit waren sie hochgesteckt, damit sie mir nicht im Gesicht rumfliegen.

Umso mehr hat mich in dem Moment geschockt, wie wichtig mir die Haare scheinbar waren.

Es war ja keine spontane Entscheidung, die erst getroffen wurde, als ich auf dem Stuhl saß, sondern ich hatte mich bewusst dafür entschieden: die Haare kommen ab.

Ich wäre vorher überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass ich Probleme damit haben würde.

Es sind doch nur Haare. Und sie wachsen wieder nach. „Meine Haare wachsen wie Unkraut“ war ein beliebter Satz von mir.

Echt erstaunlich, was einem in diesem Moment alles durch den Kopf gehen kann.

Gedankensturm

Einen Thought-Storm (Gedankensturm) nennt Nicola Bird das.

Ich erinnerte mich daran, wie ich Leute belächelt hatte, die beim Frisör anfingen zu heulen, weil die Haare zu kurz waren. Oder nicht so, wie sie hätten sein sollen. Dafür hatte ich NULL Verständnis.

Ich erinnerte mich an einen Kommentar meiner Oma, als ich mir als Teenager meine Haare von po-lang auf schulterlang schneiden ließ, weil ich aufgrund der schweren Haare immer Kopfschmerzen hatte. (Ick könn blaen – ich könnte heulen)
Ja, ich könnte jetzt auch heulen.

Ich erinnerte mich daran, dass sich im Video von Justin Hines‘ Lied „Courage“ ein Sohn eine Glatze schneiden ließ, als seine Mutter an Krebs erkrankte und ihre Haare verlor.
Und ich immer dachte: Das würde ich auch machen. Ist ja üüüüüberhaupt kein Problem.

Aber dieses Mal hatte ich mich falsch eingeschätzt!
Und wie!

Jetzt saß ich selbst hier und hätte heulen können.

Und es ging nicht mal darum, mir eine Glatze schneiden zu lassen.
Es ging nur um lächerliche 30cm Haare, die abgeschnitten werden sollten, weil ich das wollte.
Das tut nicht mal weh.

Ich hätte heulen, weil ich so geschockt über meine Reaktionen war.
Irritiert.
Baff.
Geschockt.

Und weil ich nicht wusste, wie ich mich entscheiden sollte.
Egal was ich machen würde, es würde sich sowieso falsch anfühlen.
Dabei gab es eigentlich gar nichts mehr zu entscheiden, denn ich hatte mich ja schon längst dazu entschlossen, meine Haare zu spenden.

Mich umzuentscheiden stand überhaupt nicht zur Debatte.

Ich stehe zu meinem Wort und zu meinen Versprechen. Auch, wenn es allen außer mir wurscht gewesen wäre und niemand auf die Haare gewartet hat.

Schließlich haben wir das Ganze auf den nächsten Termin vertagt, damit die Haare noch etwas wachsen konnten.

Dann war das halbe Jahr „Schonfrist“ um und der neue Termin fürs Haare schneiden stand an.
Ich war wirklich gespannt auf meine Reaktion.
Und auch, wieviel cm die Haare gewachsen sind.

Die Tage vorher merkte ich schon, dass sich meine Gedanken immer wieder um’s Haare schneiden und den Termin drehten.
Dass mein Mann ständig "zum letzten Mal" die langen Haare fotografieren wollte und mir immer wieder erzählt hat, wann der Termin ist, hat es nicht besser gemacht. ?

Aber immerhin ist mir direkt aufgefallen, dass es nur ein Thought-Storm (Gedankensturm) war, der sich aufbauen wollte.

Beim Friseurtermin wurde zuerst das Maßband rausgeholt, gemessen und mit „die sind aber schön gewachsen“ kommentiert.
Dann kam noch mal die Frage: du willst sie immer noch spenden?

Ich merkte, wie ich mich selbst beobachtete: wie zum Teufel reagiere ich jetzt?

Entschlossen nickte ich und sagte: aber klaro! … und keine 5 Minuten später war der Zopf ab.

Haare ab

Währenddessen beobachtete ich mich weiter, ob nicht gleich doch noch Zweifel aufkommen -  auch wenn es zu spät ist.

Kein neuer Gedankensturm.
Keine komischen Überlegungen.
Keine Zweifel.

Sondern nur: endlich ab damit! Wie HERRLICH!
Außerdem sind es ja nur Haare. Meine Haare wachsen wie Unkraut und sind vermutlich schneller wieder lang, als gedacht.

Diese Reaktion hätte ich schon beim ersten Termin erwartet.

Auch wenn ich inzwischen sehen kann, wie es zu meiner Reaktion beim ersten Termin kam, bin ich immer noch irritiert über mein damaliges Gefühlschaos…
Das hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Und die Erkenntnis, dass ich nicht vorhersehen kann, wie ich mich in Situation xy fühle oder wie ich reagieren werde.

Ist dir beim Lesen auch eine Situation in den Sinn gekommen, in der dich deine eigene Reaktion überrascht, schockiert, traurig gemacht, wütend gemacht hat oder dir peinlich war?
Dann klopf doch direkt mit und lass die Altlasten los.

Hast du dich selbst auch schon mal damit überrascht, dass du total anders reagiert hast als erwartet?

Schreib mir doch im Kommentar davon.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Schreib deine Bucket-Liste noch heute

schreib deine Bucket-List noch heute!

Eine „Bucket List“ ist eine Liste mit Dingen, die du noch nie gemacht hast - die du aber gerne mal machen oder erleben würdest.

Der Begriff soll aus dem Film „das Beste kommt zum Schluss“* mit Jack Nicholson und Morgan Freeman stammen.

Manchmal heißt sie auch Löffel-Liste, weil darauf Dinge stehen, die wir erlebt haben wollen, bevor wir den Löffel abgeben.

Löffelliste

Wann legt man eine Bucket-Liste an?

Oft wird diese Liste erst dann geschrieben, wenn jemand schwer krank ist und sich überlegt: 

  • Was wollte ich in meinem Leben noch alles machen?
  • Wovon habe ich geträumt?
  • Was wollte ich erleben? 
  • Was davon kann ich jetzt noch schaffen?

Aber ist das nicht schade?!

Wann "sollte" man eine Bucket-Liste anlegen?

Wäre es nicht besser, dir JETZT eine Bucket-List anzulegen und die Dinge darauf „abzuarbeiten“?
Oder darauf "hinzuleben"?

Wäre es nicht toll, wenn du immer das im Fokus hast, worauf du dich total freust, weil du es schon „ewig“ machen wolltest?

Ja, vielleicht kannst du einige Sachen von der Liste nie abhaken.
Aber vielleicht auch mehr, als du dir jetzt vorstellen kannst.
Das weißt du aber erst, nachdem du es ausprobiert hast!

JETZT ist Zeit für deine Löffel-Liste!

Setz dich einen Moment hin, hol dir etwas zu schreiben (oder schreib auf dem Computer) und überleg dir:

  • Was möchte ich gerne erleben?
  • Was wollte ich „schon immer mal“ machen?
  • Wovon träume ich schon lange?
  • Was traue ich mich vielleicht gar nicht auszusprechen, weil es so „weit weg“ und unmöglich ist?

Schreib alles auf.
Unabhängig davon, für wie realistisch du es jetzt in diesem Moment hältst, dass du es jemals machen oder schaffen wirst.
Geh es spielerisch an.
Mit Spaß.

Adler grenzenlos

Wenn es keine Grenzen gäbe (finanziell, gesundheitlich,…) was würde dann auf deiner Bucket List stehen?

Schreib alles auf.
Nimm dir die Zeit, die du brauchst.

Diese List ist nicht in Stein gemeißelt, sondern kann jederzeit ergänzt werden.

Vor allem, wenn du etliche Punkte durchstreichen konntest, weil du sie schon verwirklicht hast.

Diese Liste ist total individuell, aber ich möchte trotzdem ein paar Beispiele geben, was darauf stehen könnte:

  • einen Fallschirmsprung machen
  • New York besuchen
  • mit der ganzen Familie nach Disneyland fliegen
  • eine Woche ins Kloster gehen
  • ein Buch schreiben
  • nackt durch den Regen tanzen
  • etwas total Verrücktes machen
  • eine Nacht im Kaufhaus verbringen
  • den Regenwald erleben
  • mit Delfinen schwimmen
  • mit einem Rennwagen fahren
  • meine Lieblingsband live in ihrem Heimatland erleben
  • in einem 5 Sterne Restaurant essen
  • Achterbahn fahren
  • im Wald zelten
  • mich mit einer bestimmten Person aussprechen
  • Holländisch lernen
  • ...

Schreib einfach alles auf.
Ganz egal, wie unwahrscheinlich, „spinnert“ oder was es für Tünkram (Plattdeutsch für dummes Zeug) es ist!

Wenn du alles aufgeschrieben hast, dann spür nach:

Wie fühlst du dich, wenn du dir diese Liste anschaust?

Spürst du Freude und Aufregung über all die Sachen, die du gerne noch machen und erleben möchtest?
Scharrst du innerlich schon mit den Hufen, wann es endlich losgeht?

Oder macht sie dich eher traurig, demotiviert und hoffnungslos?
Wenn ja, dann schau genauer hin:

Was macht dich traurig?
Was demotiviert dich?
Was macht dich hoffnungslos?
Welche Glaubenssätze hindern dich?
Welche Gedanken tauchen auf?
An wen oder was erinnerst du dich?

Schreib dir auch all diese Dinge auf.
Bewerte die Intensität auf der Skala von 0-10.

Und dann klopf sie.
Einem nach dem anderen.

Zum Beispiel:

Auch wenn ich traurig bin, dass ich niemals New York besuchen werde (weil,…) liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich frustriert bin, dass das Geld so knapp ist und ich nie mit der ganzen Familie nach Disneyland fahren kann, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich enttäuscht bin, dass ich nicht Fallschirmspringen kann, weil ich zu schwer bin und es nie schaffe, so viel abzunehmen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn mein Wunsch so weit weg ist wie der Mond und ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, dass er jemals wahr wird, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Wenn du magst, dann häng noch dran: Ich öffne mich dafür, dass es für mich möglich wird.

Klopf das so lange, bis du dich gut fühlst.
Bis du dir die Liste anschauen und dich auf die einzelnen Dinge freuen kannst.

Du kannst auch gerne mein Video mitklopfen.

Und dann überleg dir, welchen dieser Punkte du als erstes umsetzen möchtest.

Erstell dir z.B. ein Visionboard oder eine Collage. Kleb all die Dinge darauf, die dich an New York faszinieren und die du besuchen möchtest.

Wenn dir noch das nötige Kleingeld dafür fehlt, dann such dir ein schönes Gefäß (z.B. ein Bügelglas) und dekoriere es im „New York-Style“.
Wann immer du etwas Kleingeld im Portmonee hast, dann tu es in das Glas und freue dich, dass du schon einen Mini Schritt weiter bist.
Du kannst auch das Geld, das du für eingelöste Pfandbons bekommst, in das Glas tun.

Sei kreativ!

Welchen ersten Schritt dazu kannst du heute machen?

Träume sind Schäume

Und wenn du schon weißt, dass es nur ein Wunsch oder Traum bleibt?

Wenn der Wunsch etwas ist, von dem du überzeugt bist:
das wird NIE was! Das ist nur ein Traum!

Wie wäre es, diese Energie zu klopfen?
JETZT!

Wenn auf der Bucket Liste steht:

mit Robbie Williams ein Bier trinken, dann klopf dir doch die Energie, z.B. „Biertrinken-Energie mit Robbie Williams“.
den ESC gewinnen, dann klopf „ESC-Gewinner-Energie“
mit Steffi Graf Tennis spielen, dann klopf „Steffi-Graf-Tennisspiel-Energie“
mit dem Fahrrad durch Asien fahren, dann klopf „mit dem Fahrrad durch Asien – Energie“
im Tatort mitspielen, dann klopf „im Tatort mitspielen – Energie“
ins Weltall fliegen, dann klopf „Weltallflug-Energie“
Pantomime lernen, dann klopf „Pantomime –Energie“
mit den Aborigines Didgeridoo spielen – „Aborigines Didgeridoo spielen – Energie“
...

Häng einfach „Energie“ an das hintendran, was du gerne erleben möchtest und klopf das.
Im Video erkläre ich diese Art zu klopfen.

Welchen Sinn hat es, die Energie zu klopfen?

Mit jedem dieser Wünsche und Träume ist eine besondere Energie verbunden.
Oder – besser gesagt - das Verlangen nach einer bestimmten Energie.
Die Sehnsucht nach dieser Energie.
Der Hunger nach dieser Energie.

Wenn du deinen Energiekörper jetzt mit dieser Energie „füttern“ und nähren kannst – warum solltest du das nicht tun?
Du fühlst dich direkt besser.
Probiere es gleich aus.

Es ist auch spannend zu beobachten, wie und ob sich deine Bucket-List dadurch verändert.

Jetzt bin ich gespannt:
Hattest du schon einen Bucket List?
Und falls nicht – hast du jetzt eine?
Schreib mir im Kommentar, auf welchen Punkt deiner Bucket-Liste du jetzt hinlebst.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Warum Emotionen oft vielschichtig sind

Warum sind Emotionen vielschichtig

Vielleicht hast du schon mal gehört, dass oft von Zwiebelschichten gesprochen wird, die wir nach und nach mit Klopfakupressur „abziehen“, indem wir sie nacheinander beklopfen und auflösen.

Hast du dich schon mal gefragt, warum wir ein Thema oft nicht in einem Rutsch komplett auflösen können? 

Warum es aus verschiedenen Schichten besteht?

Dazu fällt mir das Spiel „ich packe meinen Koffer“ ein, dass du vermutlich kennst.

ich packe meinen Koffer

Dabei geht es darum, das jeder Mitspieler zusätzlich etwas in den Koffer packt und – bevor man selbst etwas reinlegt – aufzählt, was schon im Koffer ist.
Das geht so:

Marie: ich packe meinen Koffer und nehme eine Zahnbürste mit.

Lisa: ich packe meinen Koffer und nehme eine Zahnbürste und meinen blauen Elefanten mit.

Marie: ich packe meinen Koffer und nehme eine Zahnbürste, meinen blauen Elefanten und einen Zimtstern mit.

Lisa: ich packe meinen Koffer und nehme eine Zahnbürste, meinen blauen Elefanten, einen Zimtstern und meine Spielkonsole mit.

Marie: ich packe meinen Koffer und nehme eine Zahnbürste, meinen blauen Elefanten, einen Zimtstern, meine Spielkonsole und eine grüne Tomate mit.

Es wird so lange gespielt, bis jemand etwas vergessen hat – dann geht es meist von vorne los.

Wir haben dieses Spiel früher oft gespielt und manchmal war der Koffer pickepackevoll mit den witzigsten Sachen.
So hat „Gedächtnistraining“ Spaß gemacht.

So ähnlich ist es mit unseren Emotionen auch!

Nur, dass wir sie nicht in einen Koffer packen, sondern dass sie in Schichten übereinander liegen und uns das meist nicht bewusst ist.

Das ist auch ein Grund dafür, dass es so viele "Zwiebelschalen" gibt und – wenn ein Gefühl aufgelöst ist – ein anderes zum Vorschein kommt.

Nehmen wir an, du bist wütend auf dein Kind, weil das Zimmer wieder mal nicht aufgeräumt ist und wie ein Saustall aussieht.

Zu diesem „wütend sein“ gehört vermutlich noch viel mehr, wie z.B.

  • du fühlst dich nicht ernst genommen, weil du es schon 100x gesagt hast – sich aber nichts ändert
  • du ärgerst dich, dass das Versprechen, am Wochenende aufzuräumen, nicht eingehalten wurde
  • du hast keine Lust, deine Strafandrohung durchzusetzen, weil du gehofft hast, die Drohung reicht aus, damit aufgeräumt wird. Jetzt „musst“ du die Strafe aber durchsetzen, um nicht inkonsequent zu sein und ärgerst dich, dass du diese Strafe überhaupt angedroht hast
  • du hast Angst, dass aus deinem Kind ein Messie wird
  • du hältst dich für einen schlechten Elternteil, weil du es nicht schaffst, dein Kind so zu erziehen, dass es Ordnung hält
  • dieser Saustall ist dir peinlich
  • du machst dir Gedanken, was andere von dir denken könnten, weil das Zimmer so aussieht
  • du machst dir Gedanken, was andere Leute denken könnten, weil das Zimmer so aussieht
  • es gibt Konflikte mit dem Partner, der es  nicht so schlimm findet und dir vorwirft, du übertreibst
  • es gibt Konflikte mit dem Partner, der nicht verstehen kann, dass du nicht konsequenter in der Erziehung durchgreifst
  • es gibt Konflikte mit dem Partner, weil du dich nicht unterstützt und mit der Erziehung alleingelassen fühlst
  • du hat Mitgefühl mit dem Kind, weil du selbst auch chaotisch bist
  • du erinnerst dich daran, wie deine Eltern auf die (Un)Ordnung in deinem Zimmer reagiert haben
  • du machst dir Sorgen, wie oder ob dein Kind einen eigenen Haushalt in Schuss halten wird
  • ...

Die Liste lässt sich quasi bis ins Unendliche verlängern.

Mindmap wuetend auf Kind - www.Klopf-Kongress.de

(Die Grafik wird durch einen "Klick" größer)

Jeder dieser Punkte kann weitere Emotionen mit sich bringen

Nehmen wir den ersten Punkt:
Du fühlst dich nicht ernst genommen, weil du es schon 100x gesagt hast – sich aber nichts ändert

  • du bist traurig, dass man dich nicht ernst nimmt
  • du bist wütend, weil man dir nicht zuhört
  • du bist enttäuscht von deinen Kindern
  • du bist enttäuscht von deinem Partner
  • du fühlst dich ohnmächtig, weil du nicht mehr weißt, was du machen sollst
  • ...

Das waren jetzt nur ein paar Beispiele zu einer Emotion und du merkst schon, dass sehr viele Zwiebelschichten übereinander liegen können.

Und auch die Emotionen dieser zweiten Schicht können wieder mit anderen Emotionen oder Erinnerungen verbunden sein.

Schichten Zwiebel häuten Klopfakupressur

Soweit die Theorie.

In der Praxis ist es oft so, dass du z.B. wütlich bist – eine Mischung aus wütend und ärgerlich. Oder enttrig (enttäuscht und traurig). Oder schämtend (schämen und tend).
Oder oder oder.

Das heißt, du startest direkt mit einem Doppel- oder Mehrfachpack an Emotionen.

Auch jede dieser Emotionen kann aus mehreren Ebenen bzw. Schichten bestehen.

Wie löst du jetzt diese Schichten am besten?

Du hangelst dich beim Klopfen von Emotion zu Emotion, bzw. von einer Wahrnehmung zur nächsten.
Das können Gedanken, Emotionen, Körperreaktionen, Gefühle, Gerüche, visuelle Eindrücke, Geschmäcker, taktile Eindrücke, … sein.

Nimm dir einen großen Moment Zeit, einige Blätter Papier und einen Stift.

Jetzt schreib dir zu einer Situation auf, was für dich darunter steckt, so wie du es im Beispiel gesehen hast.

Wenn du merkst, dass dich das aufschreiben stresst und du emotional wirst, dann fang sofort an zu klopfen, ohne etwas dabei zu sagen – entweder alle Punkte der Reihe nach durch oder den Schlüsselbeinpunkt.

Konzentriere dich erst dann wieder auf diese Situation und die darunterliegenden Emotionen, wenn du entspannter(er) bist.

Schreib jetzt zu jedem Punkt weitere Unterpunkte auf.

Ich fühle mich nicht erst genommen -> traurig, dass ich nicht ernst genommen werde
Ich fühle mich nicht erst genommen -> wütend, dass meine Meinung nicht zählt
Ich fühle mich nicht erst genommen -> fühle mich einsam
Ich fühle mich nicht erst genommen -> …

Ich bin wütend, dass man mir nicht zuhört -> denke an das ständige Piepen in meinem Ohr
Ich bin wütend, dass man mir nicht zuhört -> Gedanke: ich muss mir immer alles anhören
Ich bin wütend, dass man mir nicht zuhört -> Körperreaktion: Faust im Magen
Ich bin wütend, dass man mir nicht zuhört -> …

Dann schau dir jeden Unterpunkt genau an und spür nach, ob noch etwas darunter liegt und – wenn ja – was es ist.

Wiederhole diesen Prozess so lange, bis du alles aufgeschrieben hast, was dir dazu einfällt und du anfängst, etwas zu wiederholen.

Jetzt bewerte jeden Punkt, jeden Unterpunkt, jeden Unterunterpunkt usw. mit einem Wert auf der Stressskala und schreib ihn dahinter.

Ich fühle mich nicht erst genommen 8
traurig, dass ich nicht ernst genommen werde 5
wütend, dass meine Meinung nicht zählt 3
fühle mich einsam 6

WENN du es dir zutraust – sonst fang mit dem Kleinsten an oder such dir Unterstützung! – startest du mit dem Punkt, der den größten Stresswert auf der Skala  hat und klopfst so lange, bis er aufgelöst ist.
Dann gehst dann zum Punkt mit dem zweitgrößten Stresswert, klopfst den so lange, bis er neutralisiert ist, und gehst zum nächsten Punkt.
Das wiederholst du so lange, bis keine Belastung mehr vorhanden ist.

Denk dran: du musst nicht alles an einem Tag machen und oft sinkt die Belastung von Punkten (Aspekten), die du noch nicht bearbeitet hast, weil der Punkt mit einem anderen verknüpft war.

Gesamtbelastung der Situation senken

Alternativ bzw. um die Gesamtbelastung zu senken, kannst du auch ein paar Runden klopfen, für die du „alles“, bzw. alle Aspekte und Punkte gedanklich in eine Box, einen Container, eine Kiste, einen Koffer, einen Rucksack,… packst und „all das“ klopfst.

Auch wenn ich diese (dunkle, schwere,..?) Box habe
Auch wenn es diesen (schweren,..?) Überseecontainer in meinem Leben gibt
Auch wenn ich diese Kiste mit dem ganzen Ballast habe
Auch wenn ich diesen vollgestopften Koffer hinter mir herziehe
Auch wenn ich diesen (pieksigen?) Rucksack mit mir rumtrage

Im Beispiel nehme ich "den schweren Rucksack".
Du kannst im Video mitklopfen das Skript darunter nutzen.
Wenn dir der Container oder Koffer mehr liegt, dann nimm den.

Klopfpunkte klassische Klopfakupressur

Handkante:

Auch wenn ich diesen sauschweren Rucksack mit mir rumtrage, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich ständig diesen Rucksack mit mir rumschleppe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich diesen Rucksack durch mein Leben trage, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin. 

Augenbraue: der sauschwere Rucksack
neben dem Auge: dieser Rucksack
unter dem Auge: der (farbige?) Rucksack
unter der Nase: all das in dem Rucksack
unter der Lippe: der blöde Rucksack
Schlüsselbein: dieser volle Rucksack
auf dem Kopf: der Rucksack

Augenbraue: der Rucksack ist so schwer
neben dem Auge: der Rucksack
unter dem Auge: mein Rucksack
unter der Nase: dieser Rucksack
unter der Lippe: der Rucksack
Schlüsselbein: der schwere Rucksack
auf dem Kopf: der Rucksack

nachspüren:

Ist der Rucksack immer noch gleich schwer oder hat er sich verändert?
Hat er eine andere Form, Farbe, Gewicht?
War er vorher stachelig und drückt jetzt nur noch?

Pass an, was du an den Klopfpunkten sagst, wie z.B.

Augenbraue: der schon leichter gewordene Rucksack
neben dem Auge: dieser Rucksack
unter dem Auge: der drückende  Rucksack
unter der Nase: der relativ schwere Rucksack
unter der Lippe: der Rucksack
Schlüsselbein: dieser drückende Rucksack
auf dem Kopf: der Rucksack

usw.

Nachdem du das einige Runden geklopft hast, schau dir wieder deine Unterlagen an und bewerte alle Punkte bzw. Aspekte noch einmal in der Intensität.

Was hat sich verändert?

Schreib mir doch im Kommentar, was du bei dir gesehen hast.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

In 15 Minuten zu mehr Kreativität

mehr Kreativität in 15 Minuten

Meine erste Frage an mich, als ich Evas Aufruf zur Blogparade "Kreativität im Business" gelesen habe, war: bin ich kreativ?
Ich habe sie mir mit: nö… eigentlich nicht beantwortet.
Dann kann ich auch mit mitmachen.

Zum Glück habe ich aber weitergelesen und mich hinterfragt, was ich überhaupt unter Kreativität verstehe.

Für mich war das z.B. alles, was mit Kunst und malen zu tun hat.

Das probiere ich zwar immer wieder mal aus – wie z.B. in Onlinekursen zum Malen mit Pastellkreide von Beatrice Hinder, Funny Sketchnotes von Simone Abelmann, dem Artilda Kartenset von Eva Peters, David Geobel von Sinnstiften oder den Happy Paintings von Clarissa Hagenmeyer - halte mich aber trotzdem nicht für kreativ.

Ich habe keine super Einfälle und selbst wenn, dann gelingt es mir meist nicht, sie so umzusetzen, wie ich gerne würde.

Außerdem habe ich rausgefunden, dass ich mich selbst nur dann als kreativ empfinde, wenn ich eigene Ideen umsetze.

Wenn ich also in einem Malkurs bin und „nur“ die Vorschläge und Übungen mitmache und „nachmale“, ist das nicht kreativ.
Wenn ich Holzfiguren nach einer Vorlage aus einem Buch oder Ratgeber aussäge und bemale, bin ich nicht kreativ.
Wenn ich eine Tischdecke oder ein Lätzchen nach Anleitung oder Zählvorlage aussticke, ist das nicht kreativ.

Spannend.

Ich bin nicht oft auf Pinterest, weil ich da einfach zu viel Zeit verplempern würde, aber wenn ich da mal bin, dann schaue ich mir gerne Gartenumgestaltung oder Upcycling Ideen an.

Oft behalte Dinge, die man „eigentlich“ wegschmeißen könnte (und vielleicht auch sollte), weil ich mir sicher bin, dass ich sie irgendwann noch mal zweckentfremden und gebrauchen kann.
Zum Beispiel als ungewöhnliche Deko-Idee - wie diesen alten Stuhl in shabby chic, der jetzt als „Blumenkübel“ vor unserem Haus steht.

kreativ Stuhl Blumentopf

Weil die Idee aber nicht von mir ist, sondern ich schon mal ein Bild von einem bepflanzten Stuhl gesehen habe, ist es für mich nicht kreativ.

Witzigerweise sehe ich das nur bei mir so eng.
Bei anderen fänd ich das trotzdem kreativ.

Und wie sieht es mit Kreativität im Business aus?

Gute Frage…
Auch da finde ich mich nicht sonderlich kreativ – bekomme aber immer mal wieder zu hören: auf was für Ideen du immer kommst…

Sei es für die Klopfimpulse in der Facebook-Gruppe oder meine Kurse.

Ja, an Ideen mangelt es nicht.

Aber wenn die Inspiration durch einen Impuls von außen kommt (wie z.B. beim Mantra Kurs durch die Meditationen von Deepak Chopra) und nicht alle Bestandteile von mir stammen (Mantras gibt es schon eeeeweig), finde das nicht sonderlich erfinderisch.

Obwohl die Kombination von Klopfakupressur und Mantras schon ungewöhnlich ist.

Daraufhin habe ich nachgeschaut, was Wikipedia über Kreativität sagt und diesen Eintrag gefunden:

Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ansätze, was Kreativität im Einzelnen auszeichnet und wie sie entsteht.

Das Wort Kreativität bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch vor allem die Eigenschaft eines Menschen, schöpferisch oder gestalterisch tätig zu sein. Daher ist fälschlicherweise die Vorstellung verbreitet, dass Kreativität nur mit Berufen oder Tätigkeiten aus den Bereichen der bildenden Kunst und der darstellenden Kunst verbunden sei (art bias).

Es wird zwischen alltäglicher (small c) und außergewöhnlicher (Big C) Kreativität unterschieden. Außergewöhnliche Kreativität ist die herausragende (meist objektive) Kreativität wie auf der Ebene der Genies. Alltägliche Kreativität ist die (meist subjektive) Kreativität, die sich bei den meisten Menschen beobachten lässt, wie das Umgestalten eines Gartens oder das Improvisieren beim Kochen. Dabei existieren viele Übergänge von alltäglicher und außergewöhnlicher Kreativität. Beide entwickeln sich in einem Zusammenspiel von Begabungen, Wissen, Können, intrinsischer Motivation, Persönlichkeitseigenschaften und unterstützenden Umgebungsbedingungen.

Diese falsche Vorstellung hatte ich wohl auch…

Wie schätzt du deine Kreativität ein?
Hältst du dich für einfallsreich?
Wie sieht dein Umfeld das?
Teilt es deine Meinung oder sehen sie dich ganz anders?

Welche Glaubenssätze, die im weitesten Sinn mit Kreativität verbunden sind, trägst du in dir?

  • das ist brotlose Kunst
  • damit kann man kein Geld verdienen
  • Künstler leben immer von der Hand in den Mund
  • Damit kann man keine Familie ernähren
  • Das ist wieder nur ein Spleen / eine fixe Idee
  • ich kann sowas nicht
  • Ich bin ein Kopfmensch und nicht kreativ
  • ...

Mach dir Notizen und schreib dir deine Gedanken und Ideen dazu auf.

Jetzt denk an jemanden, den du für „absolut kreativ“ hältst – falls es sowas überhaupt gibt. An jemanden, der in deinen Augen 100%ig kreativ ist.
Wie würde sich das anfühlen, so kreativ zu sein?

Und jetzt spür nach:
Zu wieviel Prozent bist du selbst kreativ?

Nimm die Zahl, die dir als Erstes in den Sinn kommt und schreib sie auf.

Und jetzt klopf mit.

Wir klopfen uns jetzt nämlich einfach Kreativität herbei.

Beim Modernen Energietappen klopfen wir ganz vorsichtig und sanft an unserem Energiekörper.
So, als würden wir einem Baby sanft auf die Nase stupsen.

Je sanfter du klopfst, desto positiver reagiert dein Energiekörper und desto leichter und schneller merkst du die Wirkung.

Klopf direkt im Video mit oder nimm die schriftliche Anleitung - je nachdem, was dir mehr liegt.

Klopfpunkte Energy Tapping

Herzheilungshaltung:
Kreativität für mich
ich brauche Kreativität
ich möchte Kreativität

Auf dem Kopf: Kreativität für mich
Drittes Auge: ich brauche Kreativität
Augenbraue: ich möchte Kreativität
Seite vom Auge: Kreativität für mich
unter dem Auge: ich möchte kreativ sein
unter der Nase: Zugang zu meiner Kreativität
unter dem Mund: Kreativität für mich
Schlüsselbein: Kreativität in all meine Zellen
Daumen: Kreativität für mich
Zeigefinger: Kreativität für mein Business
Mittelfinger: Kreativität für mein Leben
Ringfinger: Kreativität für meinen Alltag
kleiner Finger: ich brauche Kreativität
Karatepunkt: ich möchte Kreativität

Auf dem Kopf: noch mehr Kreativität für mich
Drittes Auge: kreative Kreativität für mich
Augenbraue: ich möchte noch mehr Kreativität
Seite vom Auge: ich brauche noch mehr Kreativität
unter dem Auge: ich WILL noch mehr Kreativität
unter der Nase: jetzt auf der Stelle
unter dem Mund: neue Ideen
Schlüsselbein: frische Gedanken
Daumen: Einfallsreichtum für mich
Zeigefinger: Kreativität für mich
Mittelfinger: noch mehr Fantasie für mich
Ringfinger: geniale Kreativität für mich
kleiner Finger: fantasievolle Kreativität für mich
Karatepunkt: künstlerische Kreativität für mich

Auf dem Kopf: ich möchte noch mehr Kreativität
Drittes Auge: ich WILL kreativ sein
Augenbraue: und mich auch kreativ FÜHLEN
Seite vom Auge: in all meinen Zellen
unter dem Auge: ich FÜHLE mich kreativ
unter der Nase: ich fühle mich einfallsreich
unter dem Mund: ich fühle mich fantasievoll
Schlüsselbein: ich bin genial kreativ
Daumen: noch mehr Kreativität für mich
Zeigefinger: ich drücke meine Kreativität aus
Mittelfinger: alle Kreativität der Welt
Ringfinger: ich möchte noch mehr Kreativität
kleiner Finger: noch viel mehr Kreativität für mich
Karatepunkt: unendliche Kreativität

Auf dem Kopf: unendliche Kreativität für mich
Drittes Auge: ich möchte unendliche Kreativität
Augenbraue: ich brauche unendliche Kreativität
Seite vom Auge: ich will unendliche Kreativität
unter dem Auge: unendliche Kreativität für mich
unter der Nase: unendliche Kreativität für meine Gedanken
unter dem Mund: unendliche Kreativität für meinen Energiekörper
Schlüsselbein: unendliche Kreativität für all meine Zellen
Daumen: geniale, unendliche Kreativität
Zeigefinger: unendliche Kreativität für mich
Mittelfinger: ich möchte unendliche Kreativität
Ringfinger: ich habe unendliche Kreativität
kleiner Finger: ich bin unendlich kreativ
Karatepunkt: unendliche Kreativität

Und noch einmal tief durchatmen.

Spür wieder nach:
Zu wieviel Prozent fühlst du dich selbst JETZT kreativ?

Schreib dir diese Zahl auf.

Ist es nicht Wahnsinn, wie leicht du es geschafft hast, dich kreativ(er) zu fühlen?

Wichtig ist, dass du offen für die neuen Ideen und Einfälle bist.

Mein Vorschlag ist, ab jetzt immer Zettel und Stift parat zu haben oder sie direkt ins Handy zu sprechen, damit sie nicht verloren gehen.

Je mehr du auf diese neuen Impulse achtest, sie bemerkst und dir aufschreibst, desto größer und lebendiger wird deine Fantasie.
Und dann gilt es natürlich, diese Kreativität auch auszuleben.

Welche deiner Ideen setzt du direkt um?
Womit fängst du JETZT an?

Lass uns an deinen Einfällen, Ideen und deiner Schöpferkraft teilhaben.
Schreib im Kommentar, wie sich deine Kreativität verändert hat und was du jetzt direkt in Angriff nimmst.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Selbstsabotageprogramme auflösen

Schluss mit Selbstsabotage

Was ist Selbstsabotage überhaupt?

Wikipedia sagt:

Überraschenderweise gar nichts!
Es gibt bisher keinen Eintrag zu Selbstsabotage.

Sabotage wird so erklärt:
Als Sabotage bezeichnet man die absichtliche Störung eines wirtschaftlichen oder militärischen Ablaufs zur Erreichung eines bestimmten (oft politischen) Zieles.

Die absichtliche Störung zur Erreichung eines bestimmten Ziels stimmt zwar, aber wenn es die Absicht deines Unterbewusstseins ist – was oft der Fall ist – dann fühlt es sich absolut nicht nach Absicht an.
Im Gegenteil.

Du möchtest ja dein Ziel erreichen.
Du möchtest anders reagieren.
Aber du „kannst“ es nicht.
Und meist verstehst du selbst nicht, warum du dich nicht „einfach“ ändern kannst oder anders verhältst...

Wenn du dich selbst sabotierst, erzählt du dir Lügen, die dir meist nicht einmal auffallen.
Diese Selbstsabotage-Prozesse laufen unbewusst ab.
Und dahinter stehen Glaubenssätze wie diese:

  • Ich bin nicht gut genug
  • Ich bin nicht genug
  • Ich bin nichts wert

Wenn du nicht gut genug oder nichts wert bist – warum solltest du dann aufhören zu rauchen, Gewicht verlieren, den neuen Job bekommen, dich mehr bewegen, usw.?

Dann ist es doch egal, ob dir dein Übergewicht oder die Zigaretten schaden.
Du bist ja eh nichts wert.

Aber Selbstsabotage ist auch ein Schutz

geschützt - Hund in Decke

Ein Teil von dir hält es für gefährlich, dein Ziel zu erreichen und setzt daher alle Hebel in Bewegung, damit du es nicht erreichst.

Klingt komisch?

Nehmen wir an, du möchtest einen neuen Job, hast Fortbildungen besucht und arbeitest schon lange darauf hin. Jetzt hast du ein Vorstellungsgespräch, auf das du dich total freust. Das ist DIE Chance. Deine Chance. Du bist super vorbereitet.
Im Gespräch merkst du, dass du gar nicht so auf die Fragen antwortest, wie du es dir vorgenommen und geübt hattest. All die klugen Sachen, die du eigentlich sagen wolltest, kommen dir nicht über die Lippen und du hörst dich selbst andere, belanglose Dinge sagen…
Dir wird direkt klar, dass du diesen Job nicht bekommen wirst.

Es kann sein, dass ein Teil von dir davon überzeugt ist, dass der neue Job noch mehr Arbeit und dadurch noch weniger Zeit mit deiner Familie bedeutet. Dass dieser Teil Angst hat, dass die Beziehung in die Brüche geht und du die wichtigen Stationen im Leben deiner Kinder nicht mitbekommst.
Aus dieser Sicht ist es logisch, dass er dafür sorgt, dass du im Vorstellungsgespräch nicht so glänzt, wie du es gern getan hättest. Damit beschützt er deine Familie und deine Werte, ein guter Elternteil zu sein.

Kein neuer Job -> mehr Zeit für die Familie -> kein Beziehungsstress -> Sicherheit

Das Blöde ist nur, dass dir das vermutlich nicht bewusst ist und du dich über dich und deine Unfähigkeit ärgerst.

Sobald du erkannt hast, dass du dich selbst sabotierst, kommt oft noch eine neue Spirale an negativen Gedanken dazu.

  • ich bin schlecht und dumm, weil ich mich selbst sabotiere
  • wie kann ich so blöd sein, mir selbst ein Bein zu stellen?
  • es ist mein Fehler
  • ich mache alles falsch
  • ich bin schlecht
  • blablabla

Spür rein.
Wie sehr belastet es dich gerade, dass du dich selbst sabotierst?

Bewerte es auf der Skala von 0 bis 10.
0=  keine Belastung 10 = nicht auszuhalten

SUD Skala
Klopfpunkte klassische Klopfakupressur

(M)ein Klopfvorschlag klassische Klopfakupressur

Handkante 3x
Auch wenn ich mich gerade dafür fertigmache, dass ich mich selbst sabotiere, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin

Auch wenn ich dieses Muster habe, mich selbst zu sabotieren und dafür auch noch fertig zu machen, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.

Auch wenn ich so blöd bin, mich selbst zu sabotieren und jetzt auch noch in einer weiteren Negativspirale stecke, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin. Ich wähle, dieses Muster jetzt loszulassen. Ich wähle, mich nicht mehr zu verurteilen. Ich entscheide mich jetzt, damit Frieden zu schließen

Augenbraue: ich bin echt blöd
neben dem Auge: und stehe mir selbst im Weg
unter dem Auge: sabotiere mich selbst
unter der Nase: lege mir selbst Steine in den Weg
unter der Lippe: als wenn andere Leute das nicht schon genug machen würden
Schlüsselbein: nein, jetzt mach ich das auch noch selbst
auf dem Kopf: herzlichen Glückwunsch

Augenbraue: ich bin so blöd
neben dem Auge: ich mache alles falsch
unter dem Auge: das ist mein Fehler
unter der Nase: natürlich
unter der Lippe: ich stehe mir selbst im Weg
Schlüsselbein: und sabotiere mich
auf dem Kopf: stelle mir selbst ein Bein

Augenbraue: und lege mir Steine in den Weg
neben dem Auge: und stolper dann drüber
unter dem Auge: ich bin auch echt nicht clever
unter der Nase: ich mache alles falsch
unter der Lippe: bin ich bescheuert!
Schlüsselbein: tappe in meine eigene Falle

auf dem Kopf: und merke es oft nicht mal
Augenbraue: und wenn ich es merke
neben dem Auge: dann haue ich absichtlich noch weiter drauf
unter dem Auge: als Strafe, dass ich so blöd war
unter der Nase: bestrafe ich mich noch zusätzlich
unter der Lippe: das tut echt weh
Schlüsselbein: ich mach aber auch alles falsch

auf dem Kopf: das nervt
Augenbraue: ich nerve
neben dem Auge: ich nerve mich selbst
unter dem Auge: weil ich mir im Weg stehe
unter der Nase: mich selbst sabotiere
unter der Lippe: und dafür auch noch fertigmache
Schlüsselbein: so wird das nie was

auf dem Kopf: so komme ich nie ans Ziel
Augenbraue: ich bin bereit, diese Muster loszulassen
neben dem Auge: alle Arten, auf die ich mich selbst sabotiere
unter dem Auge: alle Gründe, warum ich mir Steine in den Weg lege
unter der Nase: ich lasse all das jetzt los
Schlüsselbein: alle Arten, auf die ich nicht gut genug bin
auf dem Kopf: diese Lügen, die ich mir erzähle – was auch immer das sein mag

Augenbraue: das hilft mir nicht weiter
neben dem Auge: ich lasse diese Muster los
unter dem Auge: mich selbst zu sabotieren
unter der Nase: und mich dafür fertigzumachen
unter der Lippe: alles Bekannte und Unbekannte
Schlüsselbein: ich lasse all das jetzt los
auf dem Kopf: ich lasse diese Muster jetzt los

Augenbraue: aus all meinen Zellen
neben dem Auge: aus meinem Zellgedächtnis
unter dem Auge: aus meinem Körper
unter der Nase: aus meinem Energiefeld
unter der Lippe: aus meiner Erinnerung
Schlüsselbein: ich lasse diese Muster jetzt dauerhaft los
auf dem Kopf: ich brauche sie nicht mehr

Augenbraue: es ist sicher, all das loszulassen
neben dem Auge: ich wähle Frieden
unter dem Auge: ich entscheide mich für Frieden
unter der Nase: ich wähle Frieden
unter der Lippe: Frieden für mich
Schlüsselbein: ein neuer Weg für mich
auf dem Kopf: ich entscheide mich für Frieden

Und noch einmal tief durchatmen.

Wie fühlst du dich jetzt, wenn du daran denkst, dass du dich selbst sabotierst?

Bewerte die Intensität noch einmal auf der Skala.
Klopf so lange weiter, bis der Wert bei 0 ist.

Wie finde ich raus, warum ich mich sabotiere?

Aber es gibt unheimlich viele Wege, dir selbst Steine in den Weg zu legen.
Und mindestens genauso viele Gründe dafür.

Wenn du das Thema klopfst, dann empfehle ich dir, mit einem Teil (Aspekt) davon anzufangen.

Wo kommst du nicht voran?
Welches Ziel erreichst du nicht?
Wo handelst du anders, als du „eigentlich“ möchtest?

Möchtest du gern weniger Zeit am TV verbringen, schaffst es aber nicht?
Möchtest du gerne abnehmen – greifst aber immer zur Schokolade?
Du schaffst es nicht, mit dem Rauchen aufzuhören, obwohl es dir schon lange stinkt?
Du möchtest deine Ernährung umstellen, aber länger als 1 Woche hältst du nicht durch?

Dann ist es Zeit, genau hinzuschauen.

Sollte es dich schon stressen, meine Beispiele und Fragen zu lesen, dann klopf direkt los. Klopf den Schlüsselbeinpunkt und atme tief.

Nimm dir einen Moment Zeit und schreib alles auf, was dir dazu einfällt.

Sei ehrlich zu dir, sonst kannst du dir die Arbeit direkt sparen!

Finde deine Ausreden!

Was sind die Ausreden?
Du nennst es vielleicht Gründe, aber würde jemand anders es auch Gründe oder eher Ausreden nennen?
Was genau hindert dich daran?

Warum schaffst du es nicht, weniger Zeit vor der Glotze zu verbringen?
Welche Gründe hast du dafür?
Was erzählst du dir?
Was würdest (müsstest?) du stattdessen machen?
Warum ist das ein Problem?

Warum greifst du zur Schokolade, obwohl du abnehmen möchtest?
Welches Verlangen steckt dahinter?
Was gibt dir die Schokolade?
Was würde passieren, wenn du abnimmst?

Was hält dich davon ab, dir ab jetzt keine Zigarette mehr anzuzünden?
Welche Gedanken tauchen dann auf?
Wie reagiert dein Körper?
Welches Verlangen steckt hinter dem Rauchen?
Wem fühlst du dich dadurch verbunden?

Warum fällst du nach 1 Woche wieder in alte Essensgewohnheiten zurück?
Welche Gedanken und Gefühle tauchen dann auf?
Was würde sich in deinem Leben verändern, wenn du dein Gewicht dauerhaft veränderst? Wenn ist anders, wenn du gesünder und fitter bist?
Welche Aufgaben warten dann auf dich?

Schreib dir alles auf, was dir dazu einfällt.
Und dann klopf es.
Der Reihe nach.

Dafür kann ich dir leider keine allgemeine Klopfrunde anbieten, wie es einfach zu individuell ist.
Melde dich bei mir, wenn du Unterstützung brauchst.

Lass deinen Frust und die Enttäuschung los!

Vielleicht bist du enttäuscht, dass dich selbst sabotierst und dir selbst immer wieder Steine in den Weg legst.
Kommt dir das bekannt vor?  
Dann habe ich eine Klopfrunde für dich, um die Enttäuschung loszulassen.

Denk an eine spezielle Situation, in der du dich scheinbar selbst sabotiert und deine Ziele nicht erreichst.
Es kann z.B. sein, dass du dir einen Partner an deiner Seite wünscht und immer an die Falschen gerätst… es kann auch etwas ganz anderes sein.

Bewerte deine Enttäuschung über dich selbst auf einer Skala von 0-10
0 = gar nicht enttäuscht 10 = total enttäuscht
Schreib dir die Zahl auf.

(M)ein Klopfvorschlag:

Handkante 3x

Auch wenn ich weiß, dass ich mich selbst sabotiere – und in diesem Fall weiß ich es ganz genau – und total enttäsucht von mir bin, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin – mit all meinen Gefühlen.

Auch wenn ich weiß, dass ich in diesem Fall meinen Erfolg selbst sabotiere und blockiere und sooo enttäuscht von mir bin, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich diese überwältigende Enttäuschung spüre, wenn ich darüber nachdenke, wie ich mich selbst sabotiert und mir Steine in den Weg gelegt habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin  -  samt all meinen Gefühlen.

Augenbraue: diese Enttäuschung
neben dem Auge: ich sabotiere mich selbst
unter dem Auge: diese Enttäuschung, die ich fühle
unter der Nase: wenn mir klar wird, dass ich mich selbst sabotiere
unter der Lippe: mir selbst im Wege stehe
Schlüsselbein: ich möchte mein Ziel wirklich erreichen

auf dem Kopf: habe aber viele Ausreden
Augenbraue: warum es nicht ging
neben dem Auge: warum ich mein Ziel nicht erreicht habe
unter dem Auge: ich bin so enttäuscht von mir
unter der Nase: ich spüre diese Enttäuschung
unter der Lippe: ich habe alle möglichen Ausreden
Schlüsselbein: diese Enttäuschung
auf dem Kopf: meine Enttäuschung

Augenbraue: ich fühle diese Enttäuschung
neben dem Auge: ich hab mich hinter meinen Ausreden versteckt
unter dem Auge: und gar nicht gemerkt, dass es nur Ausreden sind
unter der Nase: es fühlte sich so echt an
unter der Lippe: ich habe mich so leicht ablenken lassen
Schlüsselbein: von meinen Zielen abbringen lassen
auf dem Kopf: einfach so

Augenbraue: anfangs war ich total motiviert
neben dem Auge: und bin dran geblieben
unter dem Auge: aber dann habe ich mir selbst Steine in den Weg gelegt
unter der Nase: immer und immer wieder
unter der Lippe: und es nicht einmal gemerkt
Schlüsselbein: ich bin so enttäuscht von mir
auf dem Kopf: diese Enttäuschung

Spür noch mal nach.
Wie groß ist die Enttäuschung jetzt noch?
Bewerte die Intensität noch einmal auf der Skala von 0-10.

Wenn du immer noch Enttäuschung wahrnimmst, dann klopf noch ein paar Runden, bis sie ganz aufgelöst ist.

Handkante:
Auch wenn ich mich in der Vergangenheit selbst enttäuscht habe, entscheide ich mich jetzt, die Ausreden und Gründe dafür zu finden – was auch immer es war. Ich entscheide mich zu verstehen, warum ich mich sabotiert habe.

Auch wenn die Enttäuschung jetzt nicht mehr da ist, entscheide ich mich rauszufinden, warum ich mich selbst sabotiert habe. Ich weiß, dass es einen Grund dafür gibt und das ist okay.

Auch wenn ich enttäuscht bin, es aber schon deutlich weniger geworden, entscheide ich mich, mein Herz und meinen Verstand dafür zu öffnen, zu verstehen, warum ich mich selbst sabotiert habe.

Augenbraue: ich entscheide mich, die Selbstsabotage aufzulösen
neben dem Auge: ich entscheide mich, zu verstehen, warum ich das mache
unter dem Auge: ich wähle, mir eine Pause zu gönnen
unter der Nase: ich entscheide mich, alle Verurteilungen und Bewertungen über mich selbst loszulassen
unter der Lippe: ich entscheide mich zu verstehen, warum ich mich sabotiere
Schlüsselbein: ich entscheide mich, mein Herz zu öffnen und den Grund zu verstehen

auf dem Kopf: Ich entscheide mich, mich nicht zu verurteilen
Augenbraue: ich wähle herauszufinden, warum ich mich sabotiere
neben dem Auge: ich entscheide mich, den Grund dafür zu kennen und zu verstehen
unter dem Auge: ich entscheide mich, alle Beurteilungen über mich selbst loszulassen
unter der Nase: ich gönne mir eine Pause
unter der Lippe: ich entscheide mich, mein Bedürfnis, mich selbst zu sabotieren, loszulassen
Schlüsselbein: ich entscheide mich zu verstehen, warum ich mich sabotiere
auf dem Kopf: ich entscheide mich, all diese Gründe anzunehmen, damit ich sie gehenlassen kann

Augenbraue: ich wähle zu verstehen, warum ich mich selbst sabotiere
neben dem Auge: ich entscheide mich, die Beurteilung loszulassen
unter dem Auge: ich entscheide mich, die Bewertung loszulassen
unter der Nase: aus all meinen Zellen
unter der Lippe: aus meinem Energiekörper
Schlüsselbein: und ich spüre, wie viel leichter ich mich fühle
auf dem Kopf: im Hier und Jetzt

Tief durchatmen

Spür noch einmal rein.
Wie fühlst du dich jetzt, wenn du an diese Situation denkst?

Klopf so lange weiter, bis du daran denken kannst, ohne dass störende Gedanken, Körperreaktionen oder Gefühle aufkommen.

(M)ein Klopfvorschlag für Energy Tapping

Du kannst auch gerne das Video mitklopfen.
Ich habe kein Skript und es unterscheidet sich immer (zumindest ein wenig) von der schriftlichen Variante.

Wenn du merkst, dass du generell zu hart mit dir ins Gericht gehst - wie wäre es mit einer Übung, die dir in 10 Minuten mehr Selbstliebe beschert?

Schreib mir doch im Kommentar, welchen Gründen du auf die Schliche gekommen bist und was sich durch die Klopfrunden verändert hat.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Lass deine Angst vor Alzheimer und Demenz los

Angst vor Alzheimer und Demenz loslassen

„Meine Güte… ich hab Alzheimer!“.
Vielleicht hast du das auch schon mal gesagt, als du etwas verlegt hattest und nicht mehr wusstest, wo es geblieben ist.
Oder wenn du mitten im Gespräch den Faden verloren und vergessen hast, was du sagen wolltest.
Wenn du in ein Zimmer gegangen bist und du nicht mehr weißt, ​warum überhaupt.
Vielleicht auch dann, wenn dir ein Name partout nicht einfallen will.

Auch wenn es in diesem Moment ein lockerer Spruch ist, steckt doch oft eine Angst dahinter.
Die Angst, an Alzheimer oder Demenz zu erkranken.

Das ist keine schöne Vorstellung, sich nicht mehr erinnern zu können.
Es macht Angst.
Löst Unsicherheit aus.

Du weißt nicht, was dich erwartet. Was du selbst davon mitbekommst, dass deine Erinnerung immer weniger wird.
Wie es sich anfühlt, wenn du plötzlich niemanden mehr (er)kennst.
Wenn es kein gestern mehr gibt.
Wenn alle Menschen fremd sind.
Wenn du dein Leben nicht mehr alleine bewältigen kannst und auf Hilfe angewiesen bist.

Wenn dich das triggert oder berührt, dann fang jetzt an zu klopfen!

In meiner Familie gibt es auch einige Menschen, die daran erkrankt waren.

Über meine Oma – die ich gar nicht mehr kennengelernt habe – hieß es, dass sie tüddelig geworden ist.
Das, was erzählt wurde, hörte sich nicht schön an.

Sie hat Dinge vergessen, aber sie hat auch Menschen in ihrem Umfeld beschuldigt, Dinge gemacht zu haben, die keiner gemacht hat und die auch gar nicht vorgefallen sind. Manchmal ging es z.B. darum, dass jemand Wasser auf die Fensterbank geschüttet hätte, um sie zu ärgern.
Oder, dass der Kaffee nach Urin schmeckte.

Ich weiß nicht, wie meine Mutter damit umgegangen ist, dass ihr so etwas unterstellt wurde. Von der Person, für die sie „alles“ macht. Die sie bei sich zu Hause aufgenommen hat.

Auch wenn ich nicht weiß, wie sie darauf reagiert hat, bin ich mir sicher, dass ihr das zugesetzt hat. Dass es ihr ziemlich wehgetan hat.

Aber meine Mutter hat auch von den schönen Momenten erzählt, in denen sie sich gut mit ihrer Schwiegermutter verstanden hat.
Von klaren Augenblicken, in denen Oma verwundert war, warum meine Mutter so kurz angebunden war - ihre Gemeinheiten hatte sie vergessen.

Wir hören immer wieder, dass an Demenz oder Alzheimer erkrankte Menschen ihr Wesen verändern.
Nicht mehr „sie selbst“ sind. Wütend oder aggressiv werden.

Und natürlich macht das Angst.

Je mehr solcher Beispiele du aus deinem Umfeld kennst, desto größer ist die Angst, dass es „in der Familie“ liegt und du auch „so wirst“.

Das, was ich beschrieben habe, waren ja eher Kleinigkeiten.
Ich könnte auch ein anderes, extremes Beispiel nehmen.

Von einem Onkel, der in ein auf Alzheimer spezialisiertes Pflegeheim kam und trotzdem für die erfahrenen Pflegekräfte eine Herausforderung war.
Der nichts mehr in seinem Zimmer haben durfte außer dem Bett (keine Bilder, Fernseher, Deko,…), weil er alles kaputt gemacht oder gegessen hat.

Der sich vom Gemeinschaftstannenbaum Kugeln genommen und gegessen hat und dann ins Krankenhaus gebracht werden musste, um die Verletzungen zu behandeln.
Der überall Toiletten gesehen und dementsprechend auch „benutzt“ hat.

Er war wirklich ein Extremfall.

Wenn wir Angst haben, dann malen wir uns ja oft die Horrorszenarien aus

Etwas, was man immer wieder hört ist, dass die Menschen nach Hause möchten.
Obwohl sie „zu Hause“ sind – ob das Zuhause jetzt das Heim oder die Wohnung ist, in der sie schon seit 50 oder mehr Jahren leben.
Auch das Wissen, dass solche Situationen kommen können und ich nicht weiß, wie ich damit umgehen und darauf reagieren soll, kann Angst und Unsicherheit auslösen.

Lasst uns die Ängste jetzt klopfen.

​Wenn du unsicher bist, welche Emotionen du mit der Klopfrunde bei dir auslösen könntest und dich damit unwohl fühlst, dann klopf bitte die positive Klopfrunde!

Spür einen Moment rein.
Wie schätzt du die Intensität der Belastung auf der Skala von 0-10 ein?

SUD Skala

Wie stark ist die Angst? Jetzt in diesem Augenblick?
Schreib dir diese Zahl auf.

Klopfpunkte klassische Klopfakupressur

(M)ein Klopfvorschlag klassische Klopfakupressur 

Handkante 3x
Auch wenn ich solche Angst habe, Alzheimer oder Demenz zu bekommen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn mich die Vorstellung _________ (wie?) macht, dass ich tüddelig werden könnte, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn Angst habe, meine Freunde und Familie irgendwann nicht mehr zu erkennen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Augenbraue: das macht mir Angst
neben dem Auge: tierische Angst
unter dem Auge: so eine Scheiß Krankheit!
unter der Nase: Alzheimer
unter der Lippe: Demenz
Schlüsselbein: wenn man alles vergisst
auf dem Kopf: sogar, wer man eigentlich ist

Augenbraue: immer tüddeliger wird
neben dem Auge: vielleicht sogar aggressiv
unter dem Auge: das will ich nicht
unter der Nase: das macht mir Angst
unter der Lippe: all die schönen Erinnerungen
Schlüsselbein: einfach futsch
auf dem Kopf: ich kann es mir nicht vorstellen

Augenbraue: ich will es mir nicht vorstellen
neben dem Auge: nicht mehr sagen zu können, was ich möchte
unter dem Auge: hilflos zu sein
unter der Nase: ausgeliefert zu sein
unter der Lippe: verloren im Nirgendwo
Schlüsselbein: das macht mir Angst
auf dem Kopf: solche Angst

Augenbraue: tierische Angst
neben dem Auge: panische Angst
unter dem Auge: ein Horror
unter der Nase: ein echter Horror
unter der Lippe: meine Angst
Schlüsselbein: diese Angst
auf dem Kopf: diese panische Angst

Augenbraue: ich will nicht tüddelig werden
neben dem Auge: ich will mich erinnern
unter dem Auge: zumindest an die schönen Dinge
unter der Nase: die schönen Erinnerungen behalten
unter der Lippe: mich an bekannte Gesichter erinnern
Schlüsselbein: die Menschen, die ich liebe
auf dem Kopf: die mir etwas bedeuten

Augenbraue: ich will ich bleiben
neben dem Auge: meinen Charakter behalten
unter dem Auge: das macht mir Angst
unter der Nase: tierische Angst
unter der Lippe: panische Angst
Schlüsselbein: die Erinnerung zu verlieren
auf dem Kopf: und hilflos zu sein

Augenbraue: vielleicht kommt es ja auch gar nicht so
neben dem Auge: und ich bleibe gesund
unter dem Auge: kann mich an alles erinnern
unter der Nase: behalte mein Gedächtnis
unter der Lippe: bisher sind es ja nur Sorgen und Ängste
Schlüsselbein: Gedanken, die ich mir mache
auf dem Kopf: die müssen ja nicht wahr werden

Augenbraue: viele alte Menschen bekommen das nicht
neben dem Auge: und sind fit bis ins hohe Alter
unter dem Auge: daran darf ich mich erinnern
unter der Nase: immer und immer wieder
unter der Lippe: ich muss weder Alzheimer noch Demenz bekommen
Schlüsselbein: das steht überhaupt nicht fest
auf dem Kopf: vielleicht bleibe ich fit

Augenbraue: ich entscheide mich, diese Angst jetzt gehen zu lassen
neben dem Auge: mich auf mein Leben zu konzentrieren
unter dem Auge: Dinge zu tun, die mir Freude machen
unter der Nase: schöne Erfahrungen zu sammeln
unter der Lippe: und mich daran zu erinnern
Schlüsselbein: dass viele Menschen bis ins hohe Alter
auf dem Kopf: topfit bleiben

Tief durchatmen.
Und wieder nachspüren.
Wie hat sich die Angst verändert?
Wie schätzt du die Intensität der Belastung jetzt auf der Skala von 0-10 ein?

Klopf so lange weiter, bis das Thema wirklich neutral ist.

Du kannst auch diese Angst mit Positiv Tapping bzw. dem Modernen Energietappen angehen.

(M)ein Klopfvorschlag Positiv Tapping

Frag dich:
Was brauche ich jetzt, um diese Angst zu verringern?
Was brauche ich jetzt, um besser mit der Angst umgehen zu können?
Was brauche ich jetzt, um diese Angst aufzulösen?

Und dann klopf das „einfach“.

Für das Beispiel nehme ich „Vertrauen“, aber nimm du unbedingt das, was dir als Erstes in den Sinn kam!

Klopfpunkte Energy Tapping

Herzheilungshaltung:

Vertrauen für mich
ich wähle Vertrauen
Vertrauen in meinen Körper und mein Leben

Auf dem Kopf: ich wähle Vertrauen
Drittes Auge: Vertrauen in meinen Körper
Augenbraue: Vertrauen in mein Gedächtnis
Seite vom Auge: Vertrauen ins Leben
unter dem Auge: Vertrauen
unter der Nase: tiefes Vertrauen
unter dem Mund: Vertrauen für mich
Schlüsselbein: ich entscheide mich, zu vertrauen
Daumen: Vertrauen für mich
Zeigefinger: Vertrauen in meinen Körper
Mittelfinger: Vertrauen ins Leben
Ringfinger: ich vertraue
kleiner Finger: ich vertraue mir
Karatepunkt: Vertrauen für mich

Kopf gerne noch ein paar Runden und frag dich nach jeder Runde neu:
Was brauche ich jetzt?
Klopf so lange, bis du auf der Skala bei +10 bist!

(M)ein Klopfvorschlag Energy Tapping

Du kannst direkt mitklopfen.


Wenn du selbst von Alzheimer oder Demenz betroffen bist, dann lege ich dir das Interview mit Marit Steinkopf vom Klopf-Kongress ans Herz.
Im Gespräch hat sie ganz viele Tipps gegeben, was du selbst klopfen kannst, auch wenn du an Demenz oder Alzheimer erkrankt bist.

Dieses Interview sollte dir Mut machen, dass du mit der Diagnose nicht auf einen Schlag zum Pflegefall wirst.
Und dass es Möglichkeiten gibt, den Prozess zu verlangsamen.

Grafik für ein pdf

Marit hat auch eine tolle Zusammenfassung ausgearbeitet, was du klopfen kannst, wenn du selbst an Demenz erkrankt bist.
Durch einen "klick" auf das Symbol startet der Download automatisch.

Durch dieses Gespräch wurde ich auch auf den Demenzberater Markus Proske aufmerksam, der das tolle Buch „der Demenz Knigge*“ geschrieben hat.  

Im Buch „der Demenz Knigge*“ findest du ganz viele Tipps, wie du besser mit an Demenz erkrankten Menschen umgehst, wie du ihnen etwas Gutes tun kannst, wie ihr auch ohne Sprache „ins Gespräch“ kommt und wie du dir bzw. euch allen den Alltag erleichterst.
Ein Buch für Pflegekräfte, aber auch für Angehörige.

Wenn du „ohne konkreten Grund“ Angst hast, dass du dement werden könntest, dann wird dir das Buch zeigen, dass es auch im „Fall der Fälle“ Möglichkeiten gibt, das beste aus der Situation zu machen und miteinander in Kontakt zu treten. Anders als bisher, aber es geht – wenn man weiß, wie.

In diesem Video stellt Markus dir auch Filme zum Thema Demenz vor, die er hilfreich und wertvoll findet.

Ich hoffe, du hast in diesem langen Artikel viele Ideen bekommen, was du klopfen ​und wie du deine Emotionen verändern kannst.

Schreib mir im Kommentar, wie sich deine Angst durch die Klopfrunden verändert hat und teile ihn bitte, wenn er dir weitergeholfen hat.