Woran misst du den Erfolg beim Klopfen?

wie misst du den Erfolg bei EFT

Woran erkennst du, dass Klopfakupressur bei dir gewirkt hat?

Wenn du jetzt sofort denkst: ist doch klar! Wenn das Thema gelöst ist!, dann übersiehst du vielleicht, wo du mit Klopfakupressur schon etwas verändert hast, selbst wenn das Thema noch nicht komplett vom Tisch ist.

Diese Art hinzugucken hilft natürlich auch bei allen anderen Methoden, Tools und Techniken, Fortschritte besser zu erkennen!

Das Offensichtliche

Ich fange trotzdem mit dem Offensichtlichen an.
Nehmen wir an, du leidest unter Höhenangst, klopfst alle dazugehörigen Aspekte und fühlst dich gut und entspannt beim Gedanken an die Höhe.

Besonders effektiv kannst du den Erfolg natürlich testen, wenn du dich in eine Situation begibst, die dir vorher Angst gemacht hast und beobachtest: wie fühle ich mich jetzt?

Es kann auch sein, dass du „einfach“ in eine früher angstauslösende Situation gehst und Menschen auf einem Umfeld fragen dich erstaunt: Wie kommt es, dass du hier bist? Das hast du doch früher nicht gemacht!
Und dir fällt erst in diesem Moment auf, dass du dich anders als vorher verhältst und die Angst überwunden hast.

Es ist übrigens gar nicht unüblich, dass dir selbst die Veränderungen nicht - oder erst im Nachhinein - auffallen. (Apex-Effekt)

Darum ist es auch sinnvoll, Notizen zu machen, weil du deine Ergebnisse damit gut messen, immer mal wieder zurückblättern und auf das schauen kannst, was du schon bearbeitet hast.

Manchmal ist die Wirkung nicht so offensichtlich.

Besonders, wenn es um Themen geht, die einen Veränderungsprozess nach sich ziehen.

Wenn du wenig Selbstbewusstsein hast, dann ist es unwahrscheinlich, dass du dazu eine Runde klopfst oder dir eine Sitzung buchst und hinterher vor Selbstbewusstsein strotzt.
Meist gibt es mehrere Aspekte, die es zu lösen gilt.
Und du darfst Verhaltensweisen ändern, die du dir – vielleicht über Jahre hinweg – angeeignet hast.
Das geht selten von heute auf morgen.

Wie misst du in solchen Fällen deine Erfolge?

Frequenz oder Häufigkeit

Tritt das Problem noch genauso oft auf wie vorher? Oder z.B. nur noch in jeder 2. oder 3. Situation?

Natürlich ist es blöd, wenn du das Thema noch nicht ganz gelöst hast, aber es ist auch wichtig, die Fortschritte zu erkennen.

Wenn es nur noch jedes 2. Mal aufkommt, dann geht es dir in 50% der Fälle besser.

Das ist eine tolle Entwicklung!
Und das sollte dich motivieren, dran zu bleiben, dich dem Thema noch genauer zu widmen, weitere Aspekte zu finden und aufzulösen, damit es noch seltener vorkommt oder sich ganz auflöst.

Wenn dir das zu langsam geht, dann darfst du dir gerne auch deine Ungeduld anschauen.

Dauer

Wie lange halten die belastenden Emotionen an?
Wie lange fühlst du dich unwohl?
Wie lange nimmst du den Stress, die Angst, die Schmerzen, die Emotionen,… wahr?

Beobachte das genau.
Hier ist es auch gut, eine Art Tagebuch zu führen, damit es dir leichter fällt zu vergleichen: wie war es sonst? Wie ist es jetzt?

Häufig ist es nach dem Klopfen so, dass die Emotion aufkommt, du sie aber viel schneller loslassen kannst.
Früher hast du dich z.B. über etwas so sehr geärgert, dass du es gar nicht mehr aus dem Kopf bekommen und dir damit den Tag versaut hast.
Jetzt wirst du nach 20 Minuten ruhiger und kannst das Thema abhaken.

Da hat sich das Klopfen doch schon gelohnt!

Intensität

Ist die Belastung immer noch so hoch wie sie war, bevor du das Thema beklopft hast?
Spür genau rein.

Es kommt oft vor, dass jemand sagt „klopfen wirkt nicht“, weil das Thema noch nicht gelöst ist – dabei aber übersieht, dass sich die Intensität verändert hat.
Vorher war es eine 10 auf der Stressskala, jetzt ist es „nur noch“ eine 8.

Natürlich ist eine 8 noch sehr intensiv, aber wenn du den Stresswert schon um 2 Punkte verringern konntest, dann geh das Thema weiter an, damit du den Wert noch mehr senken und das Thema möglichst ganz auflösen kannst.
Es lohnt sich.

Je früher dir auffällt, dass du doch schon etwas verändern konntest, desto leichter fällt es dir, weiterzumachen.
Schließlich weißt du ja, dass es sich lohnt!

Achte auf deine Sinne

Was ist dein bevorzugter Sinneskanal?

Dich mit deinem (oder deinen – du kannst auch mehr als einen haben) bevorzugten Sinneskanal zu beschäftigen macht auch deshalb Sinn, weil es dir damit noch leichter fällt, Aspekte zu finden.

auditiv

Wenn du auditiv veranlagt bist, dann stehen Geräusche im Vordergrund.
Überlege zu deinen Themen:
was habe ich gehört?
Was wurde gesagt?
Welche Selbstgespräche führe ich?
Welche Geräusche sind damit verbunden?

Beobachte, ob sich die Stimmen zu der Situation durch das Klopfen verändert haben, z.B. in der Tonhöhe oder Lautstärke.

visuell

Wenn du visuell veranlagt bist, dann fällt es dir noch leichter zu sehen, was sich verändert hat.
Für dich hat das Thema oft eine bestimmte Form, Konsistenz, Farbe, usw.
Wenn du nach dem Klopfen reinspürst, dann fällt dir auf, dass sich die Form verändert hat. Das muss nicht zwingend die Größe sein, sondern es kann auch aus rund eckig werden.
Das gleiche gilt für die Konsistenz (zäh, dickflüssig, flüssig, weich, hart,…), die sich ändern kann.
Eine Farbe kann z.B. verblassen bis das Thema durchsichtig wird und sich aufgelöst hat. Es kann aber auch sein, dass sich die Farbe komplett ändert (z.B. von schwarz zu gelb).

Daran kannst du gut einen Fortschritt erkennen, selbst wenn du im Alltag noch keine große Veränderung bemerkst.

olfaktorisch

Wenn du eher olfaktorisch veranlagt bist, dann spielen Gerüche eine große Rolle und du reagierst besonders darauf.
Welche Veränderung kannst du hier feststellen?

gustatorisch

Wenn du eher gustatorisch veranlagt bist, dann ist der Geschmack ganz wichtig und dein Augenmerkt liegt darauf.
Merkst du hier eine Veränderung / Verbesserung? Wirst du nicht mehr so leicht von einem bestimmten Geschmack getriggert? Ist der Geschmack, der für dich mit dem Thema verbunden ist, weniger intensiv geworden oder hat er sich verändert?

kinästhetisch 

Wenn du eher kinästhetisch veranlagt bist, dann sind fühlen und spüren deine wichtigen Kanäle.
Fühlst du dich insgesamt anders?
Spürst du z.B. den Wind auf deiner Haut nicht mehr so intensiv, wenn du an die Situation denkst?

Beobachte und spüre nach:
Was hat sich für mich verändert?

Fange bei deinem bevorzugten Sinneskanal an und geh dann auch alle anderen Repräsentationssysteme durch.

Ich hoffe, dir sind durch diesen Beitrag Erfolge bewusst geworden, die du vorher nicht bemerkt hattest.

Schreib mir doch im Kommentar, woran du besonders gut eine Veränderung feststellen kannst!






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Michaela,
    ganz unabhängig davon, dass es einfach wunderbar ist, dass du dieser effektiven Methode (Ich kenne das Klopfen seit ca. 10 Jahren und wende es auch immer mal wieder gerne an!) eine Plattform bietest, möchte ich dir Folgendes sagen: Ich habe bei den vielen unterschiedlichen online-Kongressen, die es mittlerweile gibt, seltenst solch eine qualifizierte Gesprächsführung erlebt! Zugewandt, sachlich, thematisch sehr gut vorbereitet, empathisch, eine freundlich begleitende und führende Diskussionsleitung, die immer das Thema im Fokus behält. Kompliment! Und ein herzliches Dankeschön!
    Liebe Grüße
    Bruni
    (Ich habe noch nie einen Kommentar/ eine Bewertung geschrieben, – nun musste es wohl sein 🙂 !)

    • Liebe Bruni,

      ich habe überlegt, ob ich den Kommentar freischalte, weil er nicht direkt zum Beitrag passt, aber da es dein erster Kommentar ist, konnte ich dann doch nicht anders. 😉
      Herzlichen Dank für dein Lob. Das freut mich total und ich grinse gerade von einem Ohr zum anderen.

      Liebe Grüße
      Michaela

  2. Liebe Michaela,

    Auch wenn ich mich meiner Vorrednerin zu 100% anschließen möchte, sollst du nun auch das Feedback zum Beitrag bekommen 😉

    Du hast damit ein sehr große Thema angepackt und vielen Dank für den Fokus drauf.

    Tatsächlich werden die kleinen Erfolge so oft übersehen und das ist so schade. In meiner Praxis stelle ich deshalb seit längerer Zeit immer die erste Frage nach dem Guten. „Was gibt es Gutes zu berichten, was hat sich positiv verändert“? Zu Beginn waren die Klienten erstaunt, jetzt haben sie sich daran gewöhnt. Und weil sie ab dem dritten Besuch schon auf diese Frage quasi warten, geht ihr Fokus schon in der Zwischenzeit immer wieder dahin. Das ist ein wahrer Segen! Man KANN lernen, die Erfolge zu sehen. Danke deshalb für deinen Artikel! Viele Grüße, Regina

    • Liebe Regine,

      das ist ja pfiffig, dass du deine Klienten direkt nach den guten Dingen befragst. Super, den Fokus direkt in eine andere Richtung zu lenken.
      Danke auch für die Bestätigung, dass man lernen kann, Erfolge zu sehen. Und es ist nie zu spät, damit anzufangen. 😉

      Liebe Grüße
      Michaela

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