Die Ursache für dein Problem / Thema finden

dem Problem auf den Grund gehen - Übung

Ich werde immer wieder gefragt:

Wie schaffe ich es, die Ursache für mein Thema zu finden und die Aspekte aufzudecken, die mir nicht bewusst sind?

​Wie immer gibt es viele Wege dahin.
Der Einfachste und Schnellste ist meist die Unterstützung durch einen Practitioner, weil für Außenstehende oft total offensichtlich ist, was wir selbst nicht sehen können… (der Wald vor lauter Bäumen… du weißt schon)

Aber ich möchte dir heute eine Übung von Lori Lamont vorstellen, die sie „Getting to the bottom of it“ (dem Ganzen auf den Grund gehen) nennt.

Das Schöne an dieser Technik ist es, dass du dir nicht vorher zu überlegen brauchst:
was sage ich bloß an den Klopfpunkten?
Das passiert im Prozess automatisch.

Es ist wirklich einfach – WENN du dir die nötige Zeit für diese Arbeit gibst.

​Das ist einer der wichtigsten Faktoren!

Mach diesen Prozess bitte nicht zwischen Tür und Angel.
Das ist vertane Zeit, die du anders besser nutzen kannst.

Wenn du keine Zeit hast, dann klopf so, wie du es gewohnt bist.

​Aber der Reihe nach.

​Was brauchst du, damit dieser Prozess für dich besonders effektiv ist?

- ausreichend Zeit

Plane mindestens eine Stunde ein. Wenn noch ein Puffer hintendran ist – perfekt!

- Ruhe

Sorge dafür, dass du nicht gestört wirst.
Schalte Handy, Telefon, Emailprogramm, Facebook, Fernseher, Radio,… aus und sei mit allen Sinnen bei diesem Prozess dabei.

- (im Idealfall) eine Möglichkeit, deine Stimme aufzunehmen UND auch als Text festzuhalten

Es ist gut, wenn du die Technik für beide „Kanäle“ am Start hast, weil du den Text hinterher schneller „durchscannen“ bzw. überfliegen kannst, als du bei einer Audiodatei hin- und herspulst. (mehr Tipps dazu weiter unten)

- ein Problem / Thema, für das du gerne den Grund herausfinden möchtest

Das versteht sich von selbst und wird sicher kein Problem für dich sein.

- Geduld

​Es kann sein, dass dir diese Art zu klopfen anfangs schwer fällt. Geh freundlich mit dir um und gib dir die Zeit, die du brauchst
Bei zu viel Ungeduld macht es Sinn, dass du dich zuerst um die Ungeduld kümmerst.

- ggf. Zettel und Stift

Um die Intensität zu bestimmen und aufzuschreiben (wobei du das natürlich auch „auf Band“ und „schriftlich“ hast, wenn beide Aufnahmegeräte laufen

- Motivation

Wenn du nicht motiviert bist, an deinem Thema etwas zu ändern, dann hilft dir auch dieser kraftvolle Prozess nicht sonderlich weiter

- ​Wasser

Du unterstützt dein System, wenn du während des Klopfens und in der Zeit danach
ausreichend Wasser trinkst.

Hier vorab noch einige Techniktipps, wie du ganz einfach deine Stimme aufnehmen und in Schrift umwandeln kannst.

Solltest du sie nicht brauchen, kannst du hier weiterlesen.

Falls du gerade die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hast, weil Technik überhaupt nicht deins ist oder du kein Geld investieren willst oder kannst – tief durchatmen.

​Es darf ganz einfach sein.
Dein Smartphone hat bestimmt eine Möglichkeit, Sprache aufzuzeichnen. Schau dir einfach mal die Apps an, die darauf vorinstalliert sind.
Im Zweifel hilft es auch, die Suchmaschine deiner Wahl zu befragen.
Nimm etwas, was einfach ist! Du möchtest "nur" den Ton aufnehmen und kein Podcaster
werden. Dafür brauchst du keinen extra Schnickschnack!

Du nutzt Google Docs? Perfekt!
Darin hast du die Möglichkeit, deinen Text einzusprechen. ​

Hinweis: die Spracherkennung ist nicht perfekt, aber

a) du wirst über die Autokorrektur lachen können
b) du bist viel mehr im eigentlichen Prozess, wenn du die Notizen „machen lässt“, als wenn du dir nebenbei selbst etwas aufschreibst und dich damit vielleicht sogar rausbringst.

Außerdem kannst du vermutlich nicht so schnell schreiben, wie du Dinge aussprichst.

Mit Zencastr kannst du die Stimme direkt über deinen Browser aufnehmen und für diese Zwecke reicht die kostenfreie Version „Hobbyist“ Version.

Mit diesen Tools kannst also beides – Stimme als Audio UND Text - zeitgleich aufzeichnen.
Das ist kein Muss – macht den Prozess aber seeehr viel effektiver.

Jetzt legen wir los.

Sorge dafür, dass du ungestört bist und gibt dir ausreichend Zeit.

Schalte die Sprachaufnahme ​und die Texterkennung an.

​Was ist das Thema, dem du auf den Grund gehen möchtest?

Das kann ein Ziel sein, das du bisher nicht erreicht hast oder ein „Problem“, für das du gerne den Grund kennen möchtest.
Etwas, bei dem du bisher nicht weitergekommen bist und feststeckst.

Werde dir ganz klar darüber, was du mit der Übung entdecken bzw. aufdecken möchtest.

Spüre es.
Tauche darin ein.
Fühle es.
Mach es so greifbar und nah wie möglich.

​(falls du es noch nicht gemacht hast - Sprachaufnahme und Texterkennung anschalten)

Klopfpunkte klassische Klopfakupressur

​Jetzt halten wir den Handkantenpunkt (nicht klopfen, sondern sanft halten oder drücken)

Auch wenn ich ______________ (dein Problem / Thema / Ziel einfügen) gerne erleben möchte – ein Teil von mir hat Angst, dass…

Alles, was dir dazu in den Sinn kommt, sprichst du einfach aus.

Du kannst nichts falsch machen.  
Egal, was du gerade spürst und wahrnimmst ist richtig.

Sprich es einfach aus und halte den Handkantenpunkt.
​Lass es einfach aus dir raussprudeln.
Halte den Punkt so lange, bis du „leer“ bist und du nichts mehr wahrnimmst.
Bis keine Gedanken, Widerstände, Körperreaktionen, Erinnerungen, Emotionen,… mehr aufkommen.

Noch ein wichtiger Hinweis:

Es ist gut, wenn dir viele Dinge einfallen bzw. du viele Emotionen spürst.
​Je mehr sich jetzt zeigt, desto mehr kannst du entkoppeln und auflösen!

Dann sagst du wieder den Satz:

Auch wenn ich ______________ (dein Problem / Thema / Ziel einfügen) gerne erleben möchte – ein Teil von mir hat Angst, dass…

Und du sprichst wieder alles aus, was da ist.
Wenn nichts mehr aufkommt, dann wiederholst du den Satz ein drittes Mal

Auch wenn ich ______________ (dein Problem / Thema / Ziel einfügen) gerne erleben möchte – ein Teil von mir hat Angst, dass…

Und sprichst ein letztes Mal alles aus, was sich in dir zeigt, was du wahrnimmst, was du spürst.

Jetzt gehen wir durch die einzelnen Körperpunkte.

Erinnere dich kurz daran, dass du Zeit genug eingeplant hast und nicht zu hetzten brauchst.

Anstatt zu klopfen hältst du einfach den Punkt und sprichst aus, was dir in den Sinn kommt bzw. was du wahrnimmst.

Wie du es an der Handkante auch gemacht hast.

Wenn die Stille einsetzt, gehst du zum nächsten Punkt.

Das wiederholst du so lange, bis du deine üblichen Klopfpunkte der Reihe nach einmal durchgegangen bist.

​Schau dir jetzt an, was du an während der Session gesagt hast.
Du wirst dich bestimmt über einige Punkte wundern, an die du dich gar nicht bewusst
erinnern kannst.

​Es ist wichtig, dass du dir die einzelnen Punkte der Liste genau anschaust.
Dazu kannst du dir entweder die Audioaufnahme anhören oder den Text durchlesen.

​Frag dich zu jedem einzelnen Punkt:

​Wie wahr fühlt es sich jetzt an?
Wie stark ist die Emotion bzw. Belastung?

Mach dir dazu Notizen! (außer, du zeichnest Ton und Text ​schon wieder auf)

Ja, das ist aufwändig, aber du möchtest den Grund doch immer noch finden, oder nicht?
Mit Unterstützung wird es einfacher, aber es geht auch alleine.

Mit dieser Liste hast du jetzt jede Menge „Klopffutter“ für die weiteren Klopfrunden. Jeder Punkt bringt dich näher zu deinem Ziel – nämlich den Dingen auf den Grund zu gehen und die Ursache zu finden.

Du brauchst die ganzen Punkte dieser Liste natürlich nicht an einem Tag abzuarbeiten!

Das Gute ist, dass du dir die Belastung und den Wahrheitsgrad aufgeschrieben hast und
jederzeit direkt wieder einsteigen kannst. (Achtung! Aber auch nicht zu lange aufschieben und dann „vergessen“!)

Was von der Liste kannst du alleine abarbeiten?

Mach es jetzt!
Fang zumindest mit den ersten Punkten an.

​Such dir Unterstützung für alles, was du dir nicht alleine zutraust.

Das kann (je nach Thema!) neben einem Practitioner auch eine Freund oder eine Freundin sein oder ein Klopfpartner (hier findest du Gleichgesinnte).

Die Liste kann es ziemlich in sich haben, denn dieser Prozess ist sehr persönlich.
Und genau aus diesem Grund ist er auch so wirksam.

Natürlich interessiert mich:

Wie hast du diesen Prozess erlebt?
Konntest du „deinem Ding“ auf den Grund gehen?
Wie war es für dich, die Punkte nur zu halten anstatt zu klopfen?
Ich freue mich auf deinen Kommentar!






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.