Lass deine Angst vor Alzheimer und Demenz los

Angst vor Alzheimer und Demenz loslassen

„Meine Güte… ich hab Alzheimer!“.
Vielleicht hast du das auch schon mal gesagt, als du etwas verlegt hattest und nicht mehr wusstest, wo es geblieben ist.
Oder wenn du mitten im Gespräch den Faden verloren und vergessen hast, was du sagen wolltest.
Wenn du in ein Zimmer gegangen bist und du nicht mehr weißt, ​warum überhaupt.
Vielleicht auch dann, wenn dir ein Name partout nicht einfallen will.

Auch wenn es in diesem Moment ein lockerer Spruch ist, steckt doch oft eine Angst dahinter.
Die Angst, an Alzheimer oder Demenz zu erkranken.

Das ist keine schöne Vorstellung, sich nicht mehr erinnern zu können.
Es macht Angst.
Löst Unsicherheit aus.

Du weißt nicht, was dich erwartet. Was du selbst davon mitbekommst, dass deine Erinnerung immer weniger wird.
Wie es sich anfühlt, wenn du plötzlich niemanden mehr (er)kennst.
Wenn es kein gestern mehr gibt.
Wenn alle Menschen fremd sind.
Wenn du dein Leben nicht mehr alleine bewältigen kannst und auf Hilfe angewiesen bist.

Wenn dich das triggert oder berührt, dann fang jetzt an zu klopfen!

In meiner Familie gibt es auch einige Menschen, die daran erkrankt waren.

Über meine Oma – die ich gar nicht mehr kennengelernt habe – hieß es, dass sie tüddelig geworden ist.
Das, was erzählt wurde, hörte sich nicht schön an.

Sie hat Dinge vergessen, aber sie hat auch Menschen in ihrem Umfeld beschuldigt, Dinge gemacht zu haben, die keiner gemacht hat und die auch gar nicht vorgefallen sind. Manchmal ging es z.B. darum, dass jemand Wasser auf die Fensterbank geschüttet hätte, um sie zu ärgern.
Oder, dass der Kaffee nach Urin schmeckte.

Ich weiß nicht, wie meine Mutter damit umgegangen ist, dass ihr so etwas unterstellt wurde. Von der Person, für die sie „alles“ macht. Die sie bei sich zu Hause aufgenommen hat.

Auch wenn ich nicht weiß, wie sie darauf reagiert hat, bin ich mir sicher, dass ihr das zugesetzt hat. Dass es ihr ziemlich wehgetan hat.

Aber meine Mutter hat auch von den schönen Momenten erzählt, in denen sie sich gut mit ihrer Schwiegermutter verstanden hat.
Von klaren Augenblicken, in denen Oma verwundert war, warum meine Mutter so kurz angebunden war - ihre Gemeinheiten hatte sie vergessen.

Wir hören immer wieder, dass an Demenz oder Alzheimer erkrankte Menschen ihr Wesen verändern.
Nicht mehr „sie selbst“ sind. Wütend oder aggressiv werden.

Und natürlich macht das Angst.

Je mehr solcher Beispiele du aus deinem Umfeld kennst, desto größer ist die Angst, dass es „in der Familie“ liegt und du auch „so wirst“.

Das, was ich beschrieben habe, waren ja eher Kleinigkeiten.
Ich könnte auch ein anderes, extremes Beispiel nehmen.

Von einem Onkel, der in ein auf Alzheimer spezialisiertes Pflegeheim kam und trotzdem für die erfahrenen Pflegekräfte eine Herausforderung war.
Der nichts mehr in seinem Zimmer haben durfte außer dem Bett (keine Bilder, Fernseher, Deko,…), weil er alles kaputt gemacht oder gegessen hat.

Der sich vom Gemeinschaftstannenbaum Kugeln genommen und gegessen hat und dann ins Krankenhaus gebracht werden musste, um die Verletzungen zu behandeln.
Der überall Toiletten gesehen und dementsprechend auch „benutzt“ hat.

Er war wirklich ein Extremfall.

Wenn wir Angst haben, dann malen wir uns ja oft die Horrorszenarien aus

Etwas, was man immer wieder hört ist, dass die Menschen nach Hause möchten.
Obwohl sie „zu Hause“ sind – ob das Zuhause jetzt das Heim oder die Wohnung ist, in der sie schon seit 50 oder mehr Jahren leben.
Auch das Wissen, dass solche Situationen kommen können und ich nicht weiß, wie ich damit umgehen und darauf reagieren soll, kann Angst und Unsicherheit auslösen.

Lasst uns die Ängste jetzt klopfen.

​Wenn du unsicher bist, welche Emotionen du mit der Klopfrunde bei dir auslösen könntest und dich damit unwohl fühlst, dann klopf bitte die positive Klopfrunde!

Spür einen Moment rein.
Wie schätzt du die Intensität der Belastung auf der Skala von 0-10 ein?

SUD Skala

Wie stark ist die Angst? Jetzt in diesem Augenblick?
Schreib dir diese Zahl auf.

Klopfpunkte klassische Klopfakupressur

(M)ein Klopfvorschlag klassische Klopfakupressur 

Handkante 3x
Auch wenn ich solche Angst habe, Alzheimer oder Demenz zu bekommen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn mich die Vorstellung _________ (wie?) macht, dass ich tüddelig werden könnte, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn Angst habe, meine Freunde und Familie irgendwann nicht mehr zu erkennen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Augenbraue: das macht mir Angst
neben dem Auge: tierische Angst
unter dem Auge: so eine Scheiß Krankheit!
unter der Nase: Alzheimer
unter der Lippe: Demenz
Schlüsselbein: wenn man alles vergisst
auf dem Kopf: sogar, wer man eigentlich ist

Augenbraue: immer tüddeliger wird
neben dem Auge: vielleicht sogar aggressiv
unter dem Auge: das will ich nicht
unter der Nase: das macht mir Angst
unter der Lippe: all die schönen Erinnerungen
Schlüsselbein: einfach futsch
auf dem Kopf: ich kann es mir nicht vorstellen

Augenbraue: ich will es mir nicht vorstellen
neben dem Auge: nicht mehr sagen zu können, was ich möchte
unter dem Auge: hilflos zu sein
unter der Nase: ausgeliefert zu sein
unter der Lippe: verloren im Nirgendwo
Schlüsselbein: das macht mir Angst
auf dem Kopf: solche Angst

Augenbraue: tierische Angst
neben dem Auge: panische Angst
unter dem Auge: ein Horror
unter der Nase: ein echter Horror
unter der Lippe: meine Angst
Schlüsselbein: diese Angst
auf dem Kopf: diese panische Angst

Augenbraue: ich will nicht tüddelig werden
neben dem Auge: ich will mich erinnern
unter dem Auge: zumindest an die schönen Dinge
unter der Nase: die schönen Erinnerungen behalten
unter der Lippe: mich an bekannte Gesichter erinnern
Schlüsselbein: die Menschen, die ich liebe
auf dem Kopf: die mir etwas bedeuten

Augenbraue: ich will ich bleiben
neben dem Auge: meinen Charakter behalten
unter dem Auge: das macht mir Angst
unter der Nase: tierische Angst
unter der Lippe: panische Angst
Schlüsselbein: die Erinnerung zu verlieren
auf dem Kopf: und hilflos zu sein

Augenbraue: vielleicht kommt es ja auch gar nicht so
neben dem Auge: und ich bleibe gesund
unter dem Auge: kann mich an alles erinnern
unter der Nase: behalte mein Gedächtnis
unter der Lippe: bisher sind es ja nur Sorgen und Ängste
Schlüsselbein: Gedanken, die ich mir mache
auf dem Kopf: die müssen ja nicht wahr werden

Augenbraue: viele alte Menschen bekommen das nicht
neben dem Auge: und sind fit bis ins hohe Alter
unter dem Auge: daran darf ich mich erinnern
unter der Nase: immer und immer wieder
unter der Lippe: ich muss weder Alzheimer noch Demenz bekommen
Schlüsselbein: das steht überhaupt nicht fest
auf dem Kopf: vielleicht bleibe ich fit

Augenbraue: ich entscheide mich, diese Angst jetzt gehen zu lassen
neben dem Auge: mich auf mein Leben zu konzentrieren
unter dem Auge: Dinge zu tun, die mir Freude machen
unter der Nase: schöne Erfahrungen zu sammeln
unter der Lippe: und mich daran zu erinnern
Schlüsselbein: dass viele Menschen bis ins hohe Alter
auf dem Kopf: topfit bleiben

Tief durchatmen.
Und wieder nachspüren.
Wie hat sich die Angst verändert?
Wie schätzt du die Intensität der Belastung jetzt auf der Skala von 0-10 ein?

Klopf so lange weiter, bis das Thema wirklich neutral ist.

Du kannst auch diese Angst mit Positiv Tapping bzw. dem Modernen Energietappen angehen.

(M)ein Klopfvorschlag Positiv Tapping

Frag dich:
Was brauche ich jetzt, um diese Angst zu verringern?
Was brauche ich jetzt, um besser mit der Angst umgehen zu können?
Was brauche ich jetzt, um diese Angst aufzulösen?

Und dann klopf das „einfach“.

Für das Beispiel nehme ich „Vertrauen“, aber nimm du unbedingt das, was dir als Erstes in den Sinn kam!

Klopfpunkte Energy Tapping

Herzheilungshaltung:

Vertrauen für mich
ich wähle Vertrauen
Vertrauen in meinen Körper und mein Leben

Auf dem Kopf: ich wähle Vertrauen
Drittes Auge: Vertrauen in meinen Körper
Augenbraue: Vertrauen in mein Gedächtnis
Seite vom Auge: Vertrauen ins Leben
unter dem Auge: Vertrauen
unter der Nase: tiefes Vertrauen
unter dem Mund: Vertrauen für mich
Schlüsselbein: ich entscheide mich, zu vertrauen
Daumen: Vertrauen für mich
Zeigefinger: Vertrauen in meinen Körper
Mittelfinger: Vertrauen ins Leben
Ringfinger: ich vertraue
kleiner Finger: ich vertraue mir
Karatepunkt: Vertrauen für mich

Kopf gerne noch ein paar Runden und frag dich nach jeder Runde neu:
Was brauche ich jetzt?
Klopf so lange, bis du auf der Skala bei +10 bist!

(M)ein Klopfvorschlag Energy Tapping

Du kannst direkt mitklopfen.


Wenn du selbst von Alzheimer oder Demenz betroffen bist, dann lege ich dir das Interview mit Marit Steinkopf vom Klopf-Kongress ans Herz.
Im Gespräch hat sie ganz viele Tipps gegeben, was du selbst klopfen kannst, auch wenn du an Demenz oder Alzheimer erkrankt bist.

Dieses Interview sollte dir Mut machen, dass du mit der Diagnose nicht auf einen Schlag zum Pflegefall wirst.
Und dass es Möglichkeiten gibt, den Prozess zu verlangsamen.

Grafik für ein pdf

Marit hat auch eine tolle Zusammenfassung ausgearbeitet, was du klopfen kannst, wenn du selbst an Demenz erkrankt bist.
Durch einen "klick" auf das Symbol startet der Download automatisch.

Durch dieses Gespräch wurde ich auch auf den Demenzberater Markus Proske aufmerksam, der das tolle Buch „der Demenz Knigge*“ geschrieben hat.  

Im Buch „der Demenz Knigge*“ findest du ganz viele Tipps, wie du besser mit an Demenz erkrankten Menschen umgehst, wie du ihnen etwas Gutes tun kannst, wie ihr auch ohne Sprache „ins Gespräch“ kommt und wie du dir bzw. euch allen den Alltag erleichterst.
Ein Buch für Pflegekräfte, aber auch für Angehörige.

Wenn du „ohne konkreten Grund“ Angst hast, dass du dement werden könntest, dann wird dir das Buch zeigen, dass es auch im „Fall der Fälle“ Möglichkeiten gibt, das beste aus der Situation zu machen und miteinander in Kontakt zu treten. Anders als bisher, aber es geht – wenn man weiß, wie.

In diesem Video stellt Markus dir auch Filme zum Thema Demenz vor, die er hilfreich und wertvoll findet.

​Ich möchte auch noch das Video von Prof. Dr. Gerald Hüther ergänzen, der ​über die Selbstheilungskräfte des Gehirns bei Demenz spricht.

Ich hoffe, du hast in diesem langen Artikel viele Ideen bekommen, was du klopfen und wie du deine Emotionen verändern kannst.

Schreib mir im Kommentar, wie sich deine Angst durch die Klopfrunden verändert hat und teile ihn bitte, wenn er dir weitergeholfen hat.

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