Steckst du in der „wenn-dann-Falle“?

die wenn, dann - Falle

​Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das auch von dir kennst:

​Erst muss sich xy ändern und DANN…

​oder

Wenn ​XY, DANN… wäre alles besser / leichter / schöner.

  • ​Wenn ich 15kg abnehme, dann fühle ich mich wohl in meiner Haut.
  • ​Wenn mein Boss nicht so ein Arsch wäre, dann hätte ich Spaß an der Arbeit.
  • ​Wenn nicht so viele Mücken im Schlafzimmer wären, dann könnte ich schlafen.
  • ​Wenn ich meine Ängste los wäre, dann hätte ich mehr Lebensfreude.
  • ​​Wenn ich meine Schulden los wäre, könnte ich besser schlafen.
  • ​​Wenn ich nicht so dick wäre, würde ich mehr Sport machen.
  • ​​Wenn ich diese noch Ausbildung mache, dann fühle ich mich kompetent.
  • ​​Wenn ich mir einen Porsche 911 leisten kann, dann fühle ich mich reich.
  • ​​Wenn ich eine Weltreise mache, dann fühle ich mich frei.
  • ​Wenn ich dieses Paar Schuhe kaufe, dann fühle ich mich selbstbewusst.
  • ​Wenn ​xy, dann ​...

​Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses xy mein Leben verbessert.

​Dass alles besser wäre, wenn…

Ich halte mir quasi die ganze Zeit eine Karotte vor die Nase, der ich hinterherrenne und die ich versuche zu ergattern.

Ich suche im Außen, was ich in mir drinnen nicht finde.

Wenn ich mein Ziel erreicht habe, stelle ich verwundert (enttäuscht, traurig, verärgert, entsetzt,…) fest: nein, ich fühle mich immer noch nicht so.

Oder nur für 10 Minuten und dann taucht das nächste XY auf, dem ich hinterher jage.

Dabei hören wir immer wieder von Beispielen, wie jemand, der „alles hat“ (mein Haus, mein Auto, mein Boot, meine Familie,…) total unglücklich ist.

Oder jemand, der todkrank ist und im Sterben liegt glücklich und zufrieden ist.

Was ist also wirklich dran am wenn, dann?

Was wäre, wenn das nur eine Illusion ist?
Wenn es mit dem XY gar nichts zu tun hätte, wie ich mich fühle?
Wenn ich aufhöre, mir die Karotte vor die Nase zu halten und zu erzählen, wie schön alles wäre, wenn XY?

Pferd Karotte vor Nase

Diese Art von Tagträumen kostet mich nur Energie.
Sie bringt mich weg von dem, was wirklich wichtig ist.
Sie führt mich auf die falsche Fährte.

Sie verleitet mich dazu, im Außen auf die Suche zu gehen nach etwas, was ich nur in mir finden kann.

Hier ein Beispiel von mir.

Bei den Vorbereitungen für den Klopf-Kongress gab es technische Probleme mit der
Anmeldeseite.
Ich wollte unbedingt ein Tool nutzen, über das die Teilnehmer etwas geschenkt bekommen, wenn sich ​eine bestimmte Anzahl ihrer Freunde für den Klopf-Kongress anmelden und bei dem sie außerdem noch die Chance haben, etwas zu gewinnen.

Dafür hätten mehrere Programme fehlerfrei miteinander zusammenarbeiten müssen, was sie aber nicht getan haben.
Zumindest nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte.
Und jeder Support hat gesagt: sorry, wir sind nicht zuständig. Wende dich bitte an den Support einer der anderen Firmen.

Ich war total genervt und gestresst, denn ich hatte schon sehr viele Stunden daran
gearbeitet, um die Anmeldung hinzubekommen, in Facebook Gruppen recherchiert und nach Tipps gefragt, usw.
Außerdem wollte ich die Türen für die Anmeldung zum Klopf-Kongress endlich öffnen und mir lief die Zeit davon.

Ich war total angepisst und sauer, dass es nicht klappte und dass sich kein Support zuständig fühlt.
Oder um es mit wenn, dann auszudrücken:

Wenn der Support das Problem endlich lösen würde, dann könnte ich meine Arbeit
erledigen, die Anmeldeseite fertigstellen und käme endlich voran.

Am nächsten Tag habe ich mich dann entschieden: ich nutze dieses Tool nicht. Basta.
Schade drum, aber ich kann und will meine Zeit nicht mehr damit verplempern.

Ich hatte mich wieder abgeregt.
An der Situation hatte sich nichts geändert.

Im Gegenteil - der Support hatte noch mal bestätigt, dass er nicht zuständig ist (oder sich nicht zuständig fühlt 😉 ) und ich mich an die andere Firma wenden soll.

Trotzdem war ich entspannt und die Email hat mich ziemlich kalt gelassen, während ich am Tag davor vermutlich explodiert wäre.

Die Situation war unverändert (es konnte sich immer noch niemand anmelden) aber meine Reaktion darauf war eine völlig andere.

​Schau dir doch deine „wenn, dann…‘s“ oder „erst wenn xy sich ändert, dann“ genauer an.

Welche Beispiele siehst du bei dir, dass wenn, dann überhaupt nicht stimmt?

​Erinnerst du dich an Situationen, in denen:

  • ​du dich in deiner Hat wohlgefühlt hast – trotz Übergewicht?
  • ​​du Spaß auf der Arbeit hattest, obwohl der Chef sich unter aller Sau verhalten hat?.
  • ​​du wie ein Murmeltier geschlafen hast – trotz Mücken im Zimmer?
  • ​​du trotz der Ängsten oder Einschränkungen total viel Lebensfreude hattest?
  • ​​​du entspannt auf das Konto geschaut hast, obwohl der Kontostand „eigentlich“ besorgniserregend war? 
  • ​​​du mehr Sport gemacht hast – unabhängig vom Gewicht – einfach, weil es dir Spaß gemacht hat und dir ganz leicht gefallen ist?
  • ​​​du dich kompetent gefühlt hast und mir dir total zufrieden warst?
  • ​​​du dich reich gefühlt hast, unabhängig vom Kontostand?
  • ​​​du dich in deiner normalen Umgebung richtig frei gefühlt hast?
  • ​​du dich in ausgelatschten Sneakern selbstbewusst gefühlt hast?
  • ​​ ​...

Wenn dir eine solche Situation einfällt – wie wäre es, wenn du das mal im Auge behältst und dafür offen bist, dass es mit dem „wenn“ überhaupt nichts zu tun hat, wie du dich fühlst?!

​Wie wäre es, mit dem „Hier und Jetzt“ Frieden zu schließen?

Denk an eine Situation, in der du auch dieses wenn, dann hast. Wo sich erst etwas ändern muss, damit du dich besser fühlst.
Wenn du an dieses wenn denkst – wie sehr belastet es dich auf der Skala von 0-10?
Dass du auf das „wenn“ warten musst, bis das „dann“ passiert?

SUD Skala

Schreib dir diese Zahl auf.
Und jetzt klopf mit!

Entweder nach der Klopfvorlage oder im Video

​Beide haben das gleiche Thema, sind aber nicht total gleich, da ich immer spontan das sage ​bzw. schreibe, was mir gerade einfällt.

Grafik der Klopfpunkte Klopf-Kongress

Handkante:

Auch wenn ich glaube, dass alles besser wird, wenn sich meine Situation geändert hat, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich mir immer erzähle, dass alles besser wird, wenn ____________________ liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich soooo darauf hoffe und mir wünsche, dass alles besser wird, wenn ____________________ liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Augenbraue: ich wünsche mir, dass alles besser wird
neben dem Auge: wenn sich meine Situation ändert
unter dem Auge: wenn ich XY habe
unter der Nase: wenn ich XY erreicht habe
unter der Lippe: wenn mein Problem aus der Welt ist
Schlüsselbein: dann fange ich richtig an zu Leben
auf dem Kopf: dann wird alles leichter

Augenbraue: wenn ich doch bloß endlich
neben dem Auge: wenn
unter dem Auge: dann
unter der Nase: wenn
unter der Lippe: dann
Schlüsselbein: dann wird alles leichter
auf dem Kopf: dann geht es mir besser

Augenbraue: dann fühle ich mich wohl
neben dem Auge: dann geht es mir gut
unter dem Auge: so geht das nicht
unter der Nase: es muss sich erst etwas ändern
unter der Lippe: damit es mir gut geht
Schlüsselbein: ich mich wohlfühle
auf dem Kopf: ich meine Ziele erreiche

Augenbraue: es muss sich etwas ändern
neben dem Auge: unbedingt
unter dem Auge: dann wird alles besser
unter der Nase: dann wird alles leichter
unter der Lippe: vorher wird das nichts
Schlüsselbein: es muss sich endlich etwas ändern
auf dem Kopf: DANN wird alles besser

Augenbraue: oder ist das nur eine Illusion?
neben dem Auge: und es muss sich gar nichts ändern?
unter dem Auge: zumindest nicht im Außen?
unter der Nase: sondern nur in mir?
unter der Lippe: das wäre ja ein Ding
Schlüsselbein: es fällt mir schwer, mir das vorzustellen
auf dem Kopf: aber ich kann es auch nicht ausschließen

Augenbraue: und ich öffne mich für die Möglichkeit
neben dem Auge: dass sich nichts ändern muss
unter dem Auge: außer meiner Einstellung
unter der Nase: meiner Sicht auf die Dinge
unter der Lippe: meinen Gedanken darüber
Schlüsselbein: was für eine Erleichterung
auf dem Kopf: ich brauche nicht zu warten

Augenbraue: dass sich im Außen etwas ändert
neben dem Auge: es ist okay, wie es ist
unter dem Auge: ich bin noch nicht ganz überzeugt
unter der Nase: aber ich bin offen dafür, dass es so sein könnte
unter der Lippe: was für eine Erleichterung
Schlüsselbein: da fällt viel Druck ab
auf dem Kopf: ich fühle mich leichter

tief durchatmen

​Hier ist das Video

​Und spür noch mal rein:
Wie fühlst du dich jetzt, wenn du an diese „wenn, dann“ Situation denkst?
Wie geht es dir jetzt mit dem wenn?
Fühlt sich das noch genauso an?
 Oder hat es sich verändert?

Schreib mir im Kommentar, was du bei dir gesehen hast.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Veröffentlicht von

Ich bin Michaela Thiede - die Organisatorin vom Klopf-Kongress. Als Energetischer Coach und META Health Master Practitioner bin ich dein Online-Coach für Klopfen und mehr.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wow, wow, genau da stecke ich drin, in der Warteschleife, in der WENN-DANN-FALLE. Ich warte schon lange, darum stecke ich fest, wie in Pattex, vor lauter warten. Vielen dank liebe Michaela für diese Erkenntnis.
    liebe Grüße und ein herzliches DANKESCHÖN Gitta

    • Liebe Gitta,

      dadurch, dass du die Falle „enttarnt“ hast, bist du schon den ersten Schritt raus gegangen.
      Wie schön, dass dir der Beitrag weitergeholfen hat.

      Liebe Grüße
      Michaela

  2. Liebe Michaela, dieses Dilemma kenne ich auch. Und habe ich dann ein xy.. Dann dann gelöst, dann zieht das nächste wenn xy.. dann seine Schleife. Ich habe schon häufiger diesen Kreislauf aufgegeben können. Aber wenn mich dann was antriggert, meine Mankos oder wunde Punkte erwischt, dann hänge schnell wieder mit drin. Das mitklopfen hat etwas Raum geschaffen, nicht darauf einzusteigen. Vielen Dank an Dich für die Klopf Runde. LG Hartmut

    • Hallo Hartmut,
      schön, dass du schon etwas auflösen konntest.
      Ich würde mich auch um die Emotionen kümmern, die aufkommen, wenn ich dann wieder „drinhänge“. (Frust, Ohnmacht, Enttäuschung, Ärger,…)

      Vielleicht findest du im Artikel „täglich grüßt das Murmeltier“ noch zusätzliche Tipps, wie aus diesem Kreislauf aussteigst.

      Liebe Grüße
      Michaela

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