Ich bin zu blond für Technik – was tun bei Technikfrust?

ich bin zu bloed fuer technik

Ich bin zu blond für Technik – hast du das auch schon mal von dir behauptet?

Die Blogparade von Sara Menzel-Berger habe ich zum Anlass genommen, das Thema noch einmal genauer zu beleuchten.

In diesem Artikel habe ich schon über Techniklust oder Technikfrust und technische Pannen, die mir passiert sind, geschrieben.

Heute geht es mir darum, dass du „einfach“ mal genauer hinguckst.

Was meine ich wirklich, wenn ich sage: ich bin zu blond (blöd) für Technik?

Damit ​dir klar wird:
Was erzähle ich mir damit?
Jedes Mal wieder?

Vielleicht ist dir das gar nicht so bewusst, weil es nur ein lockerer Spruch ist.

Darum denk bitte einen Augenblick darüber nach:

Was will ich damit wirklich sagen?
Was meine ich, wenn ich sage: ich bin zu blond für Technik?

  • Ich habe keine Lust, mich mit dem Thema zu befassen
  • Mein Partner oder Person XY kann das besser als ich
  • Ich möchte nicht lernen, wie das funktioniert
  • Ich traue mir das nicht zu
  • Ich bin mit _____________ (womit?) gescheitert und probiere es nicht noch einmal
  • ___________ (wer?) hat mir erzählt, dass ich kein technisches Verständnis habe
  • Das sieht zu kompliziert aus
  • Dafür ist mir meine Zeit zu kostbar
  • Ich habe nicht die Geduld, das zu lernen

Merkst du, welchen Unterschied das macht?
Merkst du, wie anders sich das anfühlt, wenn du den wirklichen Grund aussprichst?

Was dir vielleicht nicht bewusst war, ist, dass du dir damit ständig erzählt hast:
ich bin zu blöd dafür.

Damit hast du dir selbst einen Glaubenssatz an Bord geholt, der dich nicht gerade unterstützt.
Und der nicht dazu führt, dass dein Selbstbewusstsein und dein Vertrauen in dich steigern. Im Gegenteil.

Vielleicht hast du schon gemerkt,

  • dass es dir allgemein schwerer fällt, etwas Neues zu lernen
  • dass du dir selbst gar nicht mehr zutraust, etwas Neues auszuprobieren
  • dass du unsicherer wirst
  • dass du nicht mehr so selbstbewusst bist
  • dass da eine Stimme in deinem Kopf sagt: ach was… das brauchst du gar nicht zu probieren, das wird sowieso nichts! 
  • dass diese Stimme immer lauter wird...

Mit einem blöden Spruch wie „ich bin zu blond dafür“ machst du diese Stimme noch lauter und hartnäckiger.

Deine Glaubenssätze bestimmen deine Welt.

So wie meine Glaubenssätze meine Welt bestimmen.

Du kannst dir Glaubenssätze auch wie Filter vorstellen.

Glaubenssätze sind Filter

Du erlebst deine Welt durch deine Filter und das, was nicht durch diese Filter passt, ist für dich nicht da.

Und es sind viele Filter!
Sehr viele.

Wenn du den Glaubenssatz: ich bin zu blond (blöd) für Technik hast, hast du das Thema Technik für dich innerlich abgehakt.
Das kann ich nicht.
Dafür bin ich zu blöd.
Darüber brauche ich mir keine Gedanken zu machen.
Darum muss ich mich nicht kümmern.

Und wenn du dann doch mal etwas Technisches erledigen musst, weil niemand da ist, der dir die Arbeit abnehmen könnte, dann gehst du mir einem Widerwillen und einer inneren Distanz an das Thema ran.
Du rechnest mit Schwierigkeiten.
Damit, dass es lange dauert, bis du es verstehst – falls überhaupt.
Dass es schwierig wird.

Hättest du zum Beispiel den Glaubenssatz: ich freue mich auf neue Techniken und Geräte, dann wären ganz andere Filter aktiv.
Du wärst neugierig auf die Tools und Techniken, die neu auf den Markt kommen.
Du könntest es kaum erwarten, dich da reinzufummeln.
Du wüsstest, dass du vielleicht einen Moment brauchst, um dich einzuarbeiten, aber du hättest Spaß daran, es zu lernen.

Mit dem Glaubenssatz: Ich kann alles lernen, was ich möchte stehen dir alle Türen auf.
Mit diesem Filter kommst du gar nicht auf die Idee, dass du etwas nicht lernen könntest.
Es gibt keine Zweifel.
Du weißt einfach, dass du alles lernen kannst, was du möchtest.
Du ärgerst dich nicht, wenn mal etwas nicht sofort klappt, sondern suchst nach Lösungen. Schließlich kannst du alles lernen.
Du suchst nach dem „wie“.

Wie geht es dir jetzt, wenn du „ich bin zu blond für Technik“ sagst?
Probiere es aus.

Sprich den Satz laut aus:
Ich bin zu blond für Technik!

Fühlt sich das noch lässig, locker und ein bisschen witzig an?
Oder merkst du, dass du dir damit jedes Mal ein Stück Selbstvertrauen klaust?

Wie wäre es, diesen Glaubenssatz jetzt zu verändern?
Dafür habe ich mir eine Klopfübung überlegt.

Du bist neu hier und weißt gar nicht, was mit einer Klopfübung gemeint ist?
Auf dieser Seite erkläre ich dir einige Basics.

Wichtig!
Ich nehme für diese Klopfrunde allgemeine Aussagen.
Setz du ein, was für dich passt.
Was du in dir wahrnimmst.
Deine Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen.

Klopf das Video mit oder nimm die schriftliche Klopfrunde.

(M)ein Klopfvorschlag

Atme tief durch und denk an daran, wie oft du schon „ich bin zu blond dafür“ gesagt oder gedacht hast.
Wie fühlst du dich jetzt, wenn du daran denkst? Jetzt, wo dir bewusst ist, was du dir mit diesem Satz wirklich erzählst?
Bewerte die Intensität auf einer Skala von 0 bis 10. 

0 bedeutet: es belastet mich überhaupt nicht
10 steht für: die Belastung ist kaum auszuhalten.
Schreib dir diese Zahl auf!
Gerne auch deine Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen.

Klopfpunkte klassische Klopfakupressur

Handkante​:

Auch wenn ich mir immer gesagt habe, dass ich zu blond und blöd für Technik bin, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich das gar nicht so ernst gemeint habe und mir nicht klar war, was ich mir damit wirklich sage, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin und entscheide mich für einen Glaubenssatz, der mich unterstützt.

Auch wenn ich mich ärgere, dass ich mich selbst damit so klein gemacht habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin

Augenbraue: ich bin zu blond für Technik
neben dem Auge: hab ich mir immer wieder gesagt
unter dem Auge: und ein bisschen lustig gemeint
unter der Nase: zumindest habe ich das nicht so ernst genommen
unter der Lippe: und ich bin ja auch gar nicht blond
Schlüsselbein: das war ja nur ein Spruch
auf dem Kopf: und gar nicht so gemeint

Augenbraue: mir war nicht klar
neben dem Auge: was ich mir damit wirklich sage
unter dem Auge: immer und immer wieder
unter der Nase: sonst hätte ich das nicht gesagt
unter der Lippe: es war ja nur ein Spruch
Schlüsselbein: ich wollte mir damit nicht schaden
auf dem Kopf: und mir das Leben schwer machen

Augenbraue: das war mir überhaupt nicht klar
neben dem Auge: darüber habe ich nicht nachgedacht
unter dem Auge: sondern es so dahin gesagt
unter der Nase: das ärgert mich
unter der Lippe: das ärgert mich total
Schlüsselbein: dass ich daran nicht gedacht habe
auf dem Kopf: ich ärgere mich über mich

Augenbraue: aber nun weiß ich es besser
neben dem Auge: und lasse diesen Glaubenssatz los
unter dem Auge: ich bin nicht zu blöd für Technik
unter der Nase: ich kann lernen, mit Technik umzugehen
unter der Lippe: wenn ich will
Schlüsselbein: dafür gibt es viele Beispiele (zähle auf, was du alles gelernt hast, z.B. Waschmaschine, Spülmaschine, Kaffeevollautomat, Fernseher, Computer, Drucker, Scanner, Handy, Auto,…)
auf dem Kopf: es gibt viele Beispiele

Augenbraue: und damit beweise ich mir, dass der Glaubenssatz überhaupt nicht stimmt
neben dem Auge: denn ich kann mit der Technik umgehen
unter dem Auge: immer wieder
unter der Nase: das weiß ich
unter der Lippe: ich habe Beweise dafür
Schlüsselbein: ich komme damit klar (zähle wieder auf, was du alles gelernt hast, z.B. Waschmaschine, Spülmaschine, Kaffeevollautomat, Fernseher, Computer, Drucker, Scanner, Handy, Auto,…)
auf dem Kopf: ich kann mit der Technik umgehen

Augenbraue: zumindest dann, wenn ich es will
neben dem Auge: manchmal war das ne faule Ausrede
unter dem Auge: ich hatte keine Lust dazu
unter der Nase: es war mir zu anstrengend
unter der Lippe: ich habe es mir nicht zugetraut
Schlüsselbein: ich wollte meine Zeit nicht damit verplempern
auf dem Kopf: ich bin so ungeduldig

Augenbraue: ich wollte es nicht lernen
neben dem Auge: _________ (Name) kann das viel besser
unter dem Auge: es war nur neu faule Ausrede
unter der Nase: ich hätte es gekonnt
unter der Lippe: ich wollte nur nicht
Schlüsselbein: und es war leichter zu sagen,
auf dem Kopf: dass ich es nicht kann

Augenbraue: aber das ist Quatsch
neben dem Auge: ich kann es lernen, wenn ich will
unter dem Auge: das weiß ich genau
unter der Nase: es gibt viele Dinge, mit denen ich umgehen kann
unter der Lippe: die ich schon gelernt habe
Schlüsselbein: obwohl ich keine große Lust darauf hatte
auf dem Kopf: aber ich kann das

Und jetzt noch einmal wieder tief durchatmen.
Beweg dich auch, wenn dir danach ist, reck und streck dich.

Jetzt sag noch mal wieder:  ich bin zu blond für Technik.

Wie fühlt sich das jetzt an?
Wie fühlst du dich jetzt?
Bewerte die Intensität der Belastung wieder auf der Skala von 0 bis 10 und schreib die Zahl auf.
Wie hat sie sich verändert?
Wie haben sich deine Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen verändert?

Wiederhole diese Übung so oft, bis sich der Satz für dich total fremd und falsch anfühlt.

Überleg dir, welchen Glaubenssatz du stattdessen gerne als Filter hättest und klopf ihn für einen Monat täglich.
Wichtig ist, dass du fühlst, was du sagst.

Wenn sich der Satz nach einem Monat schon ganz gut und echt anfühlt, dann wiederhole ihn vor dem Spiegel und guck dir dabei in die Augen.
Mach das auch für einen Monat.

Du wirst merken, was sich dadurch alles bei dir verändert.

Dieses Zitat von Barbara Sher möchte ich dir noch mit auf den Weg geben:

Du kannst zu jeder Zeit in deinem Leben neue Dinge lernen, wenn du bereit bist, ein Anfänger zu sein. Wenn du wirklich lernst, wie man ein Anfänger ist, öffnet sich dir die ganze Welt.

Gibt es etwas, was du schon lange vor dir herschiebst, weil du es dir nicht zugetraut hast? Weil du zu blöd / blond dafür warst?

Welchen ersten Schritt kannst du JETZT machen?

Schreib mir im Kommentar, was sich für dich beim klopfen verändert hat und was du jetzt in Angriff nimmst.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Emotionale Abhängigkeit mit Klopfakupressur loslassen

deine emotionale Abhängigkeit loslassen

Bevor ich dir zeige, wir du es schaffst, eine emotionale Abhängigkeit loszulassen möchte ich dir kurz erklären, was man darunter versteht.

Was ist ü​​​​berhaupt eine emotionale Abhängigkeit?

Im Lexikon der Psychologe wird sie so beschrieben:

Unter emotionaler Abhängigkeit (emotional dependency) wird die einseitige, übertriebene Abhängigkeit von einem anderen Menschen verstanden, die sich in großer Angst vor dem Verlassenwerden und der Vernachlässigung der eigenen Interessen bis hin zur völligen Selbstaufgabe äußert. Emotionale Abhängigkeit hat ihre Ursachen häufig in einer tiefergehenden Persönlichkeitsstörung und einem stark verminderten Selbstwertgefühl.

Das heißt, entweder fühlst du, dass du diese Person in deinem Leben „brauchst“ oder diese Person „braucht“ dich in seinem Leben.

Hier einige Beispiele, wie das im Alltag aussehen kann.

Wichtig!
Die Beispiele gelten nicht nur für Paare, sondern auch für Freundschaften, die Mutter-Kind-Beziehung und alle anderen Beziehungen!

  • du richtest dein Leben so aus, dass dein Partner sich gut fühlt
  • du machst Dinge, die du überhaupt nicht magst, weil du weißt, dass sie deinem Partner gefallen
  • der Partner ist wichtiger als deine Interessen und das, was du magst
  • der Kontakt zu deinen Freunden bricht ab
  • du möchtest deinen Partner immer und überall dabei haben und es geht dir nicht gut, wenn er nicht dabei sein kann
  • Angst, verlassen zu werden (darum machst du auch „alles“, damit das nicht passiert)
  • du bist (meist grundlos) eifersüchtig
  • du kontrollierst deinen Partner (hinterher telefonieren, Handy kontrollieren, heimlich hinterherfahren,…)
  • du hast ein Problem damit, wenn er ohne dich etwas unternimmt
  • du kochst nur das, was der Partner mag
  • du würdest deine Frisur gerne ändern, aber dein Partner mag sie lieber so
  • du erträgst verletzende Kommentare, Lügen, anklagende Blicke, usw.
  • du kannst dir ein Leben ohne ihn gar nicht vorstellen
  • all deine Gedanken drehen sich nur um dein Partner und darum, dass es ihm gut geht
  • allein zu sein ist schwer bis unmöglich
  • du hast das Gefühl, nichts wert zu sein
  • du hast das Gefühl, dir fehlt eine Berechtigung, hier zu sein, zu leben
  • du ziehst nur Klamotten an, die deinem Partner gefallen
  • du hast Probleme, dich zu konzentrieren (weil deine Gedanken immer um den Partner kreisen)
  • du kannst ohne die Liebe deines Partners nicht mehr existieren, bzw. bist darauf angewiesen
  • du bist nicht mehr du selbst
  • du bist nicht glücklich und leidest – „kannst“ es aber nicht ändern
  • bei einer Trennung hast du das Gefühl „alles“ zu verlieren. Deinen Lebensmittelpunkt, deinen Halt, usw.
  • du verstehst überhaupt nicht, was dein Umfeld gegen diese Beziehung hat

Wenn du bei 4 oder mehr Punkten genickt und dich wiedererkannt hast, dann schau dir diese Beziehung noch mal genau an.
Es scheint so, als gibt es da eine ziemliche Schräglage.

Eine der Klopfübungen weiter unten ist ein guter Anfang, um deine Sicht darauf verändern zu können.

Dieses Gefühl, ohne die andere Person nichts wert zu sein und kein „richtiges“ Leben zu haben, kann übrigens auch Jahre nach der Trennung noch da sein!
Es kann sein, dass du dieser Person immer noch hinterhertrauerst und dir vorstellst, was geworden wäre, wenn ihr immer noch zusammen wärt.

Viele Menschen flüchten (oder stürzen) sich auch direkt nach einer Trennung in die nächste Beziehung, weil sie es nicht aushalten, alleine zu sein.
Sie brauchen das Gefühl, geliebt zu werden und die Bestätigung, etwas wert zu sein.

Ein Fazit nach vielen gescheiterten Beziehungen kann auch sein:
Ich gerate immer an den Falschen…

Wenn das bei dir auch so ist, dann schau dir die Beispiele aus dem Alltag noch mal genau an. Kommt dir davon was bekannt vor?

Was erwartest du von (d)einem Partner?
Sei ehrlich zu dir.

Emotionale Co-Abhängigkeit

Gar nicht so selten ist, dass beide Personen in einer Beziehung voneinander abhängig sind.

Das führt dazu, dass diese Beziehung immer mehr ins Ungleichgewicht kommt.
Person A braucht Person B.
Person B braucht die Abhängigkeit von Person A und empfindet das Verhalten nicht als belastend.
Person B zieht aus diesem „gebraucht werden“ (der Abhängigkeit) seinen Selbstwert.
Bei Person B nennt man das dann Co-Abhängigkeit.

Dabei suchen eigentlich beide das Gleiche – Zuneigung und Liebe…

Warum wird man überhaupt emotional abhängig?

Es gibt viele Gründe, warum jemand eine emotionale Abhängigkeit entwickelt.
Einige davon können sein:

  • du ha​st früh in deinem Leben jemanden verloren (durch Trennung, Umzug, Todesfall, Krankheit, …)

Es geht um den emotionalen Verlust.

Es kann also auch sein kann, dass die Person anwesend ist, aber keine emotionale Bindung besteht, weil diese Bezugsperson alkoholabhängig, psychisch krank oder emotional nicht in der Lage ist, eine Beziehung zu dir aufzubauen.

Das Buch „the emotionally absent mother" * von Jasmin Lee Cori fand ich zu diesem Thema sehr eindrucksvoll und heilsam.

Auf Deutsch gibt es von ihr das Buch „Wenn die Mutterliebe fehlte“. *

Das kann dein Vertrauen in andere Menschen kaputtmachen und führt oft dazu, dass dir innere Sicherheit und Urvertrauen fehlen. (Du kannst dir diese Sicherheit aber selbst aufbauen!)
Die Folge ist, dass du diese Sicherheit in Beziehungen suchst – sie dort aber gar nicht finden kannst, weil du sie in dir selbst brauchst.

  • du hast wenig Selbstwertgefühl

Wenn du in deiner Kindheit viel Kritik, Vernachlässigung, Misshandlung und Bestrafung erlebt hast, hat das einen großen Einfluss auf deinen Selbstwert.

Wenn du das Gefühl hast, dass du immer alles falsch machst, dann ist es total logisch, dass du dich klein, weniger Wert, nicht liebenswert, nicht __________ (schön, schlau, gut,…) genug fühlst.

Genauso logisch ist es, dass es dir gut tut, wenn dir jemand sagt, wie schön, liebenswert und toll du bist. Du saugst es auf wie ein Schwamm und brauchst mehr davon.
Du bekommst die Emotionen, die dir als Kind gefehlt haben. Die du selbst in dir (noch) nicht finden kannst.

  • du hast es zu Hause so gelernt

Kinder lernen von dem, was sie in ihrem Umfeld sehen.

Wenn ein Elternteil sich und seine Bedürfnisse hinten angestellt und sich total dem Partner aufgeopfert hat, dann hast du gelernt: so geht Beziehung.

Und hast das ganz selbstverständlich für dich und dein Leben übernommen.
Für dich ist das eine normale Beziehung bzw. für dich ist das Liebe.

Ist emotionale Abhängigkeit eine Sucht?

Es gibt durchaus Ähnlichkeiten, weil du dich, deine Gedanken und Gefühle überhaupt nicht kontrollieren und nicht frei entscheiden kannst.

  • Du willst nicht das Handy deines Partners kontrollieren, aber du „musst“.
  • Du willst nicht den ganzen Tag über an ihn denken, aber du schaffst es nicht, dich auf etwas anderes zu konzentrieren.
  • Du würdest dir gerne ein Leben ohne diese Person vorstellen können, aber es geht nicht.
  • Du würdest dich gerne mal wieder mit deinen Freunden treffen, aber du hast das Gefühl, ihn damit „zu betrügen“ oder zu hintergehen.
  • Du merkst, dass etwas schief läuft – kannst es aber nicht ändern

Kann ich mich aus emotionaler Abhängigkeit und einer toxischen Beziehung befreien?

Ja, du kannst dich aus emotionaler Abhängigkeit befreien.

Allerdings darfst du dir bewusst werden, dass es ein längerer Prozess wird, diese Muster zu verändern.

Stell dir vor, du schreibst seit 30 Jahren mit der rechten Hand und entscheidest dich jetzt:
ab heute schreibe ich mit links!

Dann wirst du deine Schrift zuerst vermutlich kaum lesen können.
Und du wirst dich ständig dran erinnern müssen: ich möchte mit links schreiben.
Es wird eine Weile dauern, bis es dir in Fleisch und Blut übergegangen ist, mit links zu schreiben und bis die Schrift auch für andere gut lesbar ist.
Es ist anstrengend und wenn du nicht wirklich motiviert bist, mit links schreiben zu wollen (oder zu müssen), dann wird es schwierig, diese Anstrengung auf Dauer durchzuhalten.

Und dabei geht es „nur“ um die Änderung einer Gewohnheit, mit der nicht sonderlich viele Emotionen verbunden sind.

Die Emotionen sind bei emotionaler Abhängigkeit in toxischen Beziehungen ganz anders.

Es geht, aber du musst es wirklich wollen.
Und vielleicht brauchst du dazu auch Unterstützung.

Ob das so ist oder ob du das auch alleine schaffst, das weißt nur du alleine.

Wichtig ist, dass du die erste Entscheidung triffst, die im Kopf stattfindet:

Ja, ich will etwas ändern!
Ja, ich bin bereit, diese Anstrengung auf mich zu nehmen.
Ja, ich bin bereit, an mir zu arbeiten.
Ja, ich weiß, dass es ein längerer Weg werden könnte, aber ich mache mich auf den Weg. Mit jedem Schritt komme ich mir wieder näher.

Diese Klopfakupressur Übung hilft dir dabei, den ersten Schritt aus der emotionalen Abhängigkeit zu gehen.

Du bist komplett neu bei der Klopfakupressur?
Dann erkläre ich dir hier ein paar Basics.

Emotionale Abhängigkeit mit Klopfakupressur auflösen - klassische Klopfakupressur:

Denk dran! Das ist nur ein allgemeines Beispiel.
Je besser die Sätze für dich passen, desto mehr wirken sie auch.

Wie du einen für dich passenden Set-Up-Satz erstellst, erfährst du hier.

Wichtig!
Wenn du sehr stark davon betroffen bist, dann such dir bitte Unterstützung und geh das Thema nicht alleine an.

Zumindest nicht mit der klassischen Klopfakupressur!
Klopfakupressur ist eine aufdeckende Technik.
Das bedeutet, dass es vorkommen kann, dass beim Klopfen Emotionen und Erinnerungen aufkommen, die du lange unterdrückt hast.
Wenn du ungeübt bist und plötzlich mit starken Emotionen überrollt wirst, kann dich das aus den Puschen hauen!

Du kannst diese Übung mitmachen, bei meinem Video mitklopfen oder beides.

Wenn du unsicher bist, dann starte mit der Positiv Tapping Übung!

Spür in das Thema rein.
Denk z.B. an eine bestimmte Situation oder Erinnerung und schätze ein: wie sehr belastet mich das jetzt, wenn ich daran denke? und sortiere die Intensität der Belastung auf der Skala von 0 bis 10 ein.
0 = es belastet mich überhaupt nicht, 10 = die Belastung ist unerträglich
Schreib dir diese Zahl unbedingt auf!

Klopfpunke klassische Klopfakupressur mit unter Arm Punkt

Handkante 3x
Auch wenn ich emotional abhängig von _______ (Name einfügen) bin, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.
Auch wenn meine Gedanken nur um ___________ (Name einfügen) kreisen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.
Auch wenn ich alles dafür gemacht habe und mache, dass es ______ (Name einfügen) recht ist, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Augenbraue: ich bin abhängig von _________ (Name)
neben dem Auge: emotional abhängig
unter dem Auge: meine Gedanken kreisen nur um ________ (Name)
unter der Nase: ich tue alles für __________(Name)
unter der Lippe: ohne __________(Name) geht es nicht
Schlüsselbein: ich kann nicht ohne __________(Name) leben
Auf dem Kopf: ich bin abhängig von __________(Name)

Augenbraue: ich muss immer an __________(Name) denken
neben dem Auge: auch, wenn ich das gar nicht will
unter dem Auge: ich kann mich schwer konzentrieren
unter der Nase: weil ich immer an __________(Name) denken muss
unter der Lippe: das würde ich gerne ändern
Schlüsselbein: aber ich weiß nicht, wie
Auf dem Kopf: die Gedanken haben ihr Eigenleben

Augenbraue: ich bin __________(Name) ausgeliefert
neben dem Auge: total ausgeliefert
unter dem Auge: und ich brauche __________(Name)
unter der Nase: __________(Name) ist alles, was ich habe
unter der Lippe: wer bin ich ohne __________(Name)?
Schlüsselbein: ich bin ja nichts wert
Auf dem Kopf: ohne __________(Name) bin ich nichts wer

Augenbraue: ich dachte, das wäre Liebe
neben dem Auge: ich kenne es nur so
unter dem Auge: ich weiß gar nicht, wie sich Liebe anders anfühlt
unter der Nase: irgendwas stimmt hier nicht
unter der Lippe: ich liebe __________(Name)
Schlüsselbein: ich mache alles für ich liebe __________(Name)
Auf dem Kopf: aber wo bleibe ich?

Augenbraue: wo bleibe ich?
neben dem Auge: wo bleiben meine Bedürfnisse?
unter dem Auge: wo bleiben meine Wünsche?
unter der Nase: wo bleibt mein Leben?
unter der Lippe: irgendwas läuft da schief
Schlüsselbein: so möchte ich das gar nicht
Auf dem Kopf: aber ich weiß nicht, wie ich es ändern kann

Augenbraue: ich habe so viel gemacht
neben dem Auge: was ich eigentlich gar nicht wollte
unter dem Auge: was ich normalerweise nicht gemacht hatte
unter der Nase: aber mit __________(Name) ist es nicht normal
unter der Lippe: irgendwas läuft da schief
Schlüsselbein: und das macht mir Angst!
Auf dem Kopf: ich will das so nicht

Augenbraue: ich will das so nicht
neben dem Auge: ich habe kein eigenes Leben mehr
unter dem Auge: alles dreht sich um __________(Name)
unter der Nase: ALLES
unter der Lippe: ich fühle mich wie eine Marionette
Schlüsselbein: __________(Name) weiß genau, welche Knöpfe er / sie drücken muss
Auf dem Kopf: da stimmt was nicht

Augenbraue: das möchte ich ändern
neben dem Auge: ich möchte wieder ich sein
unter dem Auge: auf meine Wünsche gucken
unter der Nase: andere Gedanken haben
unter der Lippe: selbst etwas entscheiden
Schlüsselbein: auch wenn das vielleicht nicht leicht wird
Auf dem Kopf: so geht’s nicht weiter

Augenbraue: so geht’s echt nicht weiter
neben dem Auge: ich möchte das ändern
unter dem Auge: JETZT
unter der Nase: ich lasse das hinter mir
unter der Lippe: und gehe jetzt den ersten Schritt
Schlüsselbein: in mein neues Leben
Auf dem Kopf: zu meinen Gedanken

Augenbraue: ich habe die Kraft
neben dem Auge: ich kann das
unter dem Auge: ich bin wertvoll
unter der Nase: auch, wenn ich das noch nicht ganz glauben kann
unter der Lippe: ein Funke in mir glaubt das
Schlüsselbein: und auf diesen Funken konzentriere ich mich jetzt
Auf dem Kopf: und fange an, mich um mich zu kümmern

Augenbraue: um meine Bedürfnisse
neben dem Auge: um das, was mir gut tut
unter dem Auge: um das, was ich möchte
unter der Nase: das fühlt sich ungewohnt an
unter der Lippe: aber es gefällt mir
Schlüsselbein: ab jetzt geht es um mich
Auf dem Kopf: und ich lasse die Vergangenheit los

Augenbraue: mit jedem Atemzug
neben dem Auge: und jedem Klopfen
unter dem Auge: lasse ich die Vergangenheit ein Stück mehr los
unter der Nase: dieses unsichtbare Band zu ________ (Name)
unter der Lippe: und fühle mich freier
Schlüsselbein: mit jedem klopfen
Auf dem Kopf: und mit jedem Atemzug

Tief durchatmen und noch einmal reinspüren:
Wie geht es dir jetzt?
Wie fühlt es sich an, wenn du an diese Person denkst?

Klopfe so lange, bis die Belastung auf 0 gefallen ist.

Für das Video habe ich mir "ich mache alles für ________ (Name)" rausgepickt habe.

Emotionale Abhängigkeit mit Klopfakupressur auflösen - systemische Klopfakupressur:

Du weißt, dass du dir dein Verhalten abgeguckt, es quasi in deiner Kindheit so gelernt hast?
Dann solltest du es auch unbedingt mit der systemischen Klopfakupressur probieren.
Viele weitere Informationen dazu findest du auf der Seite vom Klopf-Tutorial.

Hier daher nur ein kleiner Klopfvorschlag von mir:

Handkante:
Auch wenn wir glauben, dass es Liebe ist, wenn wir alles für unseren Partner machen, sind wir okay, wie wir sind. Unsere Verbundenheit bleibt so oder so bestehen.

Auch wenn wir gelernt haben, dass es Liebe ist, wenn wir uns für unseren Partner aufgeben, sind wir okay, wie wir sind. Unsere Verbundenheit bleibt so oder so bestehen.

Auch wenn wir alles tun, damit unser Partner glücklich ist, sind wir okay, wie wir sind. Unsere Verbundenheit bleibt so oder so bestehen.

Du musst nicht wissen, wer alles zu "wir" dazu gehört.
Lade in Gedanken alle ein, mitzuklopfen, denen es auch so geht.

Welche Punkte du dann klopfst, liegt bei dir.
Meist wird nur der Handkantenpunkt oder ein Lieblingspunkt geklopft.

Wichtig ist – wie immer – zu spüren:
Was verändert sich?
Wie fühle ich mich?
Was bewegt sich im Körper?
Welche Gedanken und Erinnerungen kommen auf?

Emotionale Abhängigkeit mit Klopfakupressur auflösen - positiv Tapping:

Beim Positiv Tapping bzw. beim modernen Energietappen gehst du das Thema anders an.

Nehmen wir an, du willst das Handy deines Partners nicht kontrollieren, aber du „musst“. Dein innerer Drang ist einfach stärker.

Schätze ein: wie sehr belastet mich das jetzt, wenn ich daran denke?
Sortiere die Intensität der Belastung auf der Skala von -10 bis +10 ein.
-10 = die Belastung ist unerträglich 0 = neutral, +10 = ich fühle mich pudelwohl und ich könnte durch den Raum tanzen (oder tue es auch)
Schreib dir diese Zahl unbedingt auf!

Dann frag dich:

Was brauche ich jetzt, um das Handy von __________ (Name) nicht mehr kontrollieren zu müssen?
Was brauche ich jetzt?
Was tut mir jetzt gut?
Was brauche ich jetzt, um diesen inneren Drang zu überwinden?

Und dann klopf das, was dir als Erstes in den Sinn kommt.

Es kann sein, dass dein Energiekörper so gestresst ist, dass dir gar nichts einfällt.

Dann kannst du entweder „ein Wunder“ klopfen. Oder „Magie“. Oder „etwas Unmögliches“.
Spür rein, was sich für dich anfühlt, als könnte es dir dabei helfen, das Handy nicht mehr kontrollieren zu müssen.

Für das Beispiel nehme ich „Magie“.

Klopfpunkte Energy Tapping

Herzheilungshaltung: 
Magie
Magie für mich
Magie für all meine Zellen

Auf dem Kopf: ich brauche Magie
Drittes Auge: ich möchte Magie
Augenbraue: Magie für mich
Seite vom Auge: magische Magie 
unter dem Auge: Magie für mich und all meine Zellen
unter der Nase: ich brauche Magie
unter dem Mund: jetzt auf der Stelle
Schlüsselbein: Magie für mich
Daumen: noch mehr Magie für mich
Zeigefinger: Magie für meine Gedanken
Mittelfinger: Magie für meinen Körper
Ringfinger: Magie für meine Seele
kleiner Finger: Magie für meinen Energiekörper
Karatepunkt: jede Menge Magie für mich

Herzheilungshaltung: jede Menge Magie für mich

Und wieder durchatmen.

Spür rein:
wie fühlst du dich jetzt?
Wie gehst es dir jetzt, wenn du an das Handy deines Partners denkst.
Hat sich der Drang, es kontrollieren zu müssen, verändert?
Wie ordnest du die Belastung jetzt auf der Skala von -10 bis +10 ein?

Wiederhole die Übung so oft, bis der Drang nicht mehr da ist.

Wenn der Drang komplett weg ist (das muss aber nicht an einem Tag passiert sein!), dann überleg dir, wie du dich stattdessen fühlen möchtest.
Wie möchtest du dich fühlen, wenn du an deinen Partner und sein Handy denkst?

Vielleicht möchtest du einfach nur innerlich strahlen.
Dann frag dich:
Was brauche ich jetzt um beim Gedanken an __________ (Name) innerlich zu strahlen?

Klopf das Erste, was dir in den Sinn kommt.
Klopfe zwei oder drei Klopfrunden und spür dann wieder nach:
Wie sehr spüre ich dieses innere Strahlen jetzt auf der Skala von -10 bis +10?
Vielleicht ist es eine 3.

Dann frag dich wieder:
Was brauche ich jetzt, um dieses innere Strahlen zu spüren?
Und klopf das.
So lange, bis du auf der Skala bei +10 bist und dich so gut fühlst, dass du die ganze Welt umarmen und durch deine Wohnung tanzen könntest.

Sollte es dir schwer fallen Magie, ein Wunder oder „etwas Unmögliches“ zu klopfen, dann fang einfach mit „Stress“ an.
Bei diesem Video kannst du direkt mitklopfen und Stress loslassen.

Vielleicht merkst du gar nicht, dass du gestresst bist – stellst aber nach der Klopfrunde fest, dass du besser atmen kannst, die Schultern leichter sind, die Gedanken weniger werden…
Beobachte dich genau. 
Was ist hinterher anders?

Du hast bisher keine spürbaren Erfolge mit Klopfakupressur?
In diesem Artikel habe ich (gute) Gründe aufgelistet, an denen es liegen kann.

Ein wichtiger, erster Schritt ist es auch, etwas FÜR DICH zu tun.

Was hast du früher gerne gemacht?
Was wolltest du schon immer mal machen / lernen? (Hobby, Fremdsprache, Sportart,…)
Was tut dir gut? (Spaziergang, ein heißes Bad, durch die Wohnung tanzen, ins Spa gehen, ins Museum gehen, ein Buch lesen, mit deinem Tier kuscheln,…)

Was davon kannst du jetzt machen?

Wenn du tierlieb bist, aber kein eigenes Tier hast – wie wäre es, wenn du z.B. eine Aufgabe im örtlichen Tierschutz / Tierheim übernimmst?
Tiere geben uns sooooo viel Liebe, du kommst dort mit anderen Menschen in Kontakt und engagierst dich sozial – du schlägst also gleich 3 Fliegen mit einer Klappe.
Es werden eigentlich immer Spaziergänger für Hunde gesucht.
Und Menschen, die mit Katzen kuscheln oder das Vertrauen zu ängstlichen Katzen aufbauen. Dabei lernst du dann auch gleich, es mit dir alleine auszuhalten, denn du brauchst schon etwas Sitzfleisch, bis sich schüchterne Katzen aus ihrem Versteck trauen.

Welchen ersten Schritt gehst du jetzt?
Schreib mir im Kommentar, woran du erkannt hast, dass etwas in der Beziehung nicht stimmt und was du JETZT gemacht hast, um etwas zu verändern.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Meditation mit den Klopfakupressur Punkten

Meditation und Klopfakupressur

Meditieren ist nicht jedermanns Sache. Ich glaube, das liegt auch mit an falschen Vorstellungen, die man davon hat.
Und völlig überzogenen Erwartungen.

Ich hatte es mir so vorgestellt (und lese immer wieder, dass es anderen auch so geht), dass ich mich hinsetze und für die Dauer der Meditation, also 5, 10, 20 Minuten oder wie lange auch immer „nichts“ denke.
Meine Erwartung war, dass ich das ein bis zwei Wochen täglich mache und es dann klappt mit dem „nichts“ denken.

Darüber kann ich heute nur noch lachen.

Inzwischen meditiere ich schon Jahre täglich – wenn auch mit Pausen – und mein Fazit lautet:
Es ist immer noch von der Tagesform abhängig, wie gut es mir gelingt, mich in der Meditation zu konzentrieren.

Aber es war noch nicht einmal so, dass ich die ganze Zeit über gedanklich bei meiner Meditation geblieben bin ohne abzudriften.
Ich schweife immer wieder ab und wenn ich das richtig beobachte, dann geht es anderen auch so und ist normal.

Worum geht es beim Meditieren überhaupt?

So wie ich Meditation verstehe geht es darum, den Verstand mit etwas zu beschäftigen und Gedanken, die (trotzdem) aufkommen, „einfach“ ziehen zu lassen und den Fokus bewusst wieder auf das zu lenken, mit dem ich den Verstand beschäftige.

Gedanken vorbei ziehen lassen

Mir kam dazu die Beschreibung sit with the shit in den Sinn.

Mit Allem, was dir während der Meditation einfällt, „einfach“ da zu sitzen. 
Es auszuhalten.
Anzunehmen, dass es da ist.
Nicht zu bewerten.
Einfach nur zu beobachten, was sich zeigt.
Und dann wieder – bewusst – an das zu denken, mit dem ich meditiere.
Die Erinnerungen, die aus dem Unterbewussten an die Oberfläche kommen, „einfach“ aushalten.
Beobachten.
Ziehen lassen.
Zu meiner Meditation zurückgehen.
Immer und immer wieder.

So einfach – und doch so schwer.

Womit beschäftigst du den Verstand bei der Meditation?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um ihm „Arbeit“ zu geben.

Du kannst dich auf deine Atmung konzentrieren.


Atmung Meditation

Du atmest tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. 
Je länger die Meditation dauert, desto mehr findest du in deinen eigenen Rhythmus.
Du beobachtest dich dabei, wie du atmest.
Wie sich der Atem anhört.
Wie sich die Luft anfühlt.
Wohin dir Atemluft fließt.
Wie sich dein Brustkorb hebt und senkt.

Darauf liegt dein Fokus während der Meditation und das ist alles, was dein Verstand „zu tun“ hat.
Wenn Gedanken aufkommen, dann werde dir bewusst, dass du abgeschweift bist und konzentriere dich bewusst (absichtlich) wieder auf deine Atmung.
Das ist es schon.

Du kannst dich auf ein Mantra konzentrieren.

Om Mantra zum Meditieren

Mir fällt es leichter, mich dabei auf ein Mantra zu konzentrieren.
Deepak Chopra bietet dazu ganz viele Meditationsreihen an, bei denen täglich ein Mantra geklopft wird.

Das bekannteste Mantra (und vielleicht auch das mit dem schlechtesten „Ruf“ oder den größten Vorurteilen) ist der Laut OM.

Das heißt, du konzentrierst dich über einen von dir festgelegten Zeitraum (10 Minuten wäre schon wünschenswert, aber lieber 5 Minuten als gar nicht) darauf, OM zu denken.

Du kannst auch mit dem Mantra spielen.
Denk es mal schneller und mal langsamer.
Betone mal das O mehr, dann wieder das M.

Alle Gedanken, die dir in der Zeit einfallen, bemerkst du einfach nur und denkst dann wieder bewusst an dein OM.
Immer und immer wieder.

Welche Vorstellungen oder Vorurteile hast du zu Om?
Welche Filme laufen da innerlich in dir ab?
Das sind auch Dinge, die du dir gerne genauer anschauen und sie ggf. beklopfen kannst.

Mir gefällt das Mantra So Hum besser.
Beim Einatmen denke ich „So“ und beim Ausatmen „Hum“ (hum wird ham ausgesprochen).

Auch hier kannst du wieder mit dem Tempo und der Betonung spielen.
Wie fällt es dir leichter, bei deinem Mantra zu bleiben?

Du kannst die Klopfakupressur Punkte nutzen

Klopfakupressurpunkte, Klopfpunkte

Eine andere Idee ist es, dass du dich – statt auf die Atmung oder ein Mantra – auf die Klopfpunkte konzentrierst.

Das kannst du gedanklich machen und dir vorstellen, wie du die Klopfpunkte der Reihe nach hältst.
Wie du deinen Finger auf den jeweiligen Klopfpunkt legst und dort für ein paar Sekunden liegen lässt, bis du zum nächsten Punkt gehst.

Eine andere Alternative ist es, dass du die Klopfpunkte wirklich der Reihe nach berührst.
Ganz sanft.
Einfach den Finger auf den Klopfpunkt legen, ein paar Sekunden dort liegenlassen und dann zum nächsten Punkt gehen. Den Finger auf den Punkt legen, liegen lassen und zum nächsten Punkt.
In deinem Tempo.

Das kann für die Dauer von einem tiefen Atemzug sein oder du kannst den Finger dort für 2,3 oder mehr Atemzüge liegen lassen.

Probiere aus, was für dich passt.

Das Ziel ist es, dass du dich dabei beobachtest, wie deine Finger (entweder in der Vorstellung oder „in echt“) von Punkt zu Punkt wandern und du mit deinen Gedanken dabei bleibst.
Sobald du abschweifst und Gedanken aufkommen, lenkst du deine Aufmerksamkeit wieder bewusst auf deine Finger, die die Klopfpunkte berühren.

Klappt das immer gleich gut bzw. wird es kontinuierlich besser?

Es kann sein, dass du an manchen Tagen das Gefühl hast, dass es mit der Meditation überhaupt nicht geklappt hat und du die ganze Zeit über deinen Gedanken nachgehangen bist.

Erinnerst du dich?

Es geht nicht darum, etwas zu bewerten!
Wenn du einen solchen Tag hast, dann ist das eben so.
Morgen sieht es wieder ganz anders aus.

Tipp zum Gedanken stoppen:

Einen Tipp, wie du deine Gedanken einen Augenblick ruhig bekommst, möchte ich dir unbedingt noch mitgeben.
Er stammt aus der Quantenheilung von Frank Kinslow.*

Frag dich:
Woher kommt der nächste Gedanke?
Oder:
Welche Farbe hat der nächste Gedanke?

Probiere es doch direkt aus.
Das bringt deinen Verstand so durcheinander, dass tatsächlich für einen Moment Ruhe ist.
Ich finde das total faszinierend.

Was kannst du von einer Meditation erwarten?

Wirkung von Meditation

Vorab:
Eine Meditation ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon.
Es ist nichts, was du jetzt machst und wo du sofort einen tollen Erfolg spürst.
Du brauchst Geduld und Ausdauer, um die positive Wirkung zu spüren.

Es kann zwar sein, dass du dich während der Meditation total wohlfühlst, aber es ist auch möglich, dass es ein K(r)ampf ist, weil so viele Gedanken auftauchen und es dir schwer fällt, dich immer wieder auf deine Meditation zu konzentrieren.

Das Ziel ist die Langzeitwirkung!

Wenn du über einen längeren Zeitraum (über Monate) täglich meditiertest

  • verbessern sich deine Aufmerksamkeit und dein Gedächtnis
  • wirst du insgesamt ruhiger
  • werden Schmerzen oft weniger
  • wirst du geduldiger
  • reduzierst du deinen Stress
  • wirkt sich das positiv auf deine Stimmung aus
  • stärkst du dein Immunsystem
  • … und vieles mehr

Wie ist das mit dir?
Meditierst du täglich?

Falls nicht – fang doch jetzt damit an und mach es für (mindestens) einen Monat.
Finde jemanden, mit dem du das zusammen machst und dich über deine Erfahrungen austauscht, damit es einfacher ist, dabei zu bleiben.

Wenn du schon meditierst, wie machst du das?
Welche Technik nutzt du?
Schreib mir doch im Kommentar deine Meditationserfahrungen.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

So lässt du dein schlechtes Gewissen los

Schlechtes Gewissen loslassen? So geht's

Ich bin mir sicher, du kennst das Gefühl, ein schlechtes Gewissen zu haben.
Vielleicht wegen einer Kleinigkeit.
Vielleicht auch wegen etwas, was dir wirklich peinlich ist.
Und vielleicht sogar wegen einer großen Dummheit.

So oder so – du fühlst dich immer schlecht, wenn du ein schlechtes Gewissen hast.

Oftmals ist es aber überhaupt nicht nötig, ein schlechtes Gewissen zu haben, weil du überhaupt nichts „dafür“ (worum auch immer es geht) kannst.

Wenn du ein schlechtes Gewissen hast, dann bist du auf jeden Fall schon mal kein Soziopath. Der kennt das nämlich gar nicht.

Falls du zu der Gruppe gehörst, die sich für Alles und Jedes verantwortlich fühlt, dann ist das doch schon mal ein Punkt, den du bei dir auf die Guthabenseite schreiben kannst.

Was ist ein schlechtes Gewissen überhaupt?

Du entwickelst ein schlechtes Gewissen, wenn deine innere Instanz dir sagt: hier hast du etwas falsch gemacht.
Um das auszugleichen fühlst du dich schlecht.

Schuldgefühle sind eine Rückmeldung unserer inneren Instanz, dass wir etwas gemacht haben, was sich – spätestens hinterher – als falsch rausgestellt hat.
Oder dass wir etwas NICHT gemacht haben, was wir besser hätten tun sollen.

Wie ausgeprägt es ist und für welche Dinge wir überhaupt ein schlechtes Gewissen bekommen hängt von unseren Erwartungen an uns selbst ab.

Je höher deine Erwartung an dich ist, desto schneller entwickelst du ein schlechtes Gewissen.

Wenn du perfektionistisch veranlagt bist und sehr hohe Ansprüche an dich hast (guter Elternteil sein, guter Partner sein, guter Angestellter sein, guter Freund sein, guter Mensch sein,…), dann ist das schlechte Gewissen vermutlich ein guter Bekannter.

Wie fühlt sich ein schlechtes Gewissen an?

Manchmal ist das schlechte Gewissen nur ein dumpfes Gefühl, was man gar nicht genau beschreiben kann.

Es kann aber auch sein, dass du es körperlich spürst, z.B. mit Bauchgrummeln, Magenschmerzen, dir wird ganz heiß, du erfrierst innerlich, Wut oder Wutausbrüche, Druck im Kopf, usw.

Oft wiederholen wir diesen inneren Dialog ständig und erzählen uns das, was wir falsch gemacht haben, immer und immer wieder.

Wie konnte ich nur…?
Was habe ich mir dabei gedacht, dass…?
Wie konnte mir das passieren?

Wichtig ist, dass du genau hinschaust:

Ist das schlechte Gewissen angebracht oder völlig überzogen?

Hier ein paar Beispiele, wo ein schlechtes Gewissen aufkommen kann:

  • du bist fremdgegangen
  • dir ist die Hand ausgerutscht
  • du hast einen Geburtstag verpasst
  • dir ist im Streit etwas rausgerutscht, was gar nicht so gemeint war
  • dir ist etwas kaputt gegangen (z.B. die Kaffeetasse vom „guten“ Kaffeeservice deiner Freundin – ein Erbstück ihrer Tante Lina…)
  • du hast deine Eltern ins Pflegeheim gegeben
  • du hast einen Film aus dem Internet heruntergeladen
  • du hast ein Versprechen nicht eingehalten
  • du hast zu viel Geld ausgegeben
  • du hast deine Vorsätze nicht eingehalten
  • du hast zu viel Schokolade (Chips) gegessen / Alkohol getrunken / Zigaretten geraucht
  • du buchst einen Kurs - hast aber den (oder die) Anderen noch gar ganz nicht durchgearbeitet...
  • du verbringst zu viel Zeit auf Facebook
  • du hilfst zu wenig im Haushalt
  • du hast zu wenig Zeit für die Familie
  • du hast Unterlagen noch nicht durchgearbeitet
  • du hast auf der Arbeit blau gemacht
  • du hast einen Freund belogen
  • du kaufst (wieder mal) ein Buch, obwohl du noch gar nicht alle gekauften Bücher durchgelesen hast 

Wenn du es schaffst, genau hinzugucken und feststellst: Mist, da habe ich einen Fehler gemacht, dann hilft es oft, das demjenigen gegenüber offen anzusprechen.

Dir ist die Hand ausgerutscht?
Ich hoffe, du hast dich direkt dafür entschuldigt. Es ist wichtig zu überlegen: wie konnte es dazu kommen? Was kann ich machen, damit mir das nie wieder passiert?
Hol dir Hilfe, wenn du es nicht alleine schaffst!

Wenn du fremdgegangen bist und dein schlechtes Gewissen dafür sorgt, dass du dich „anders“ verhältst, nur noch darüber nachdenken musst und keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst, dann wäre zu überlegen, ob du nicht besser reinen Wein einschenkst und deinem Partner offen sagst, was passiert ist.

Du hast einen Geburtstag vergessen? Dann gratuliere nachträglich. Dass du nicht der Erste bist, dem das passiert, siehst du an der Auswahl der Postkarten für vergessene Geburtstage. Trag dir die Geburtstage auf einen Kalender ein oder lass dich elektronisch (vom Computer oder Smartphone) rechtzeitig daran erinnern.

Dir ist im Streit etwas rausgerutscht, was gar nicht so gemeint war?
Dann entschuldige dich dafür. Auch, wenn es dir schwer fällt. Sprich dich mit der Person aus. Und dann überleg dir: Wie schaffe ich es, ruhig und sachlich zu bleiben?

Dir ist die Lieblingstasse deiner Freundin runtergefallen und in 1000 Stücke zerbrochen? Und man kann sie nicht mehr nachkaufen? Das ist wirklich ärgerlich und sicher verstehst du, dass deine Freundin sauer und traurig ist. Solange du es nicht mit Absicht gemacht hast – davon gehe ich aus – kannst du im ersten Moment nicht mehr tun, als dich zu entschuldigen. Dann kannst du dich auf die Suche machen und hoffen, dass du diese Tasse irgendwo auftreibst. Es gibt ja (auch online) viele Geschäfte, die mit altem Porzellan und ausgelaufenen Serien handeln.  

Deine Eltern sind im Pflegeheim und du hast ein schlechtes Gewissen, dass du sie „abgeschoben“ hast? Du wirst deine Gründe dafür haben, dass du sie dort untergebracht hast. Nicht jeder (oder eher sehr wenige) haben die nötigen Ressourcen (Zeit, Kraft und finanzielle Rücklagen), um die Eltern zu Hause rund um die Uhr zu versorgen. Was kannst du ihnen Gutes tun? Womit kannst du ihnen im Pflegeheim eine Freude machen?

Sei gnädig zu dir.
Jeder macht Fehler.
Hinterher ist man immer schlauer.
Erinnere dich, dass du zu jeder Zeit immer das Beste gegeben hast.
Und dass du niemandem absichtlich schaden wolltest.

Du kannst die Zeit nicht zurück drehen – wie gerne du das auch möchtest.

Wichtig ist, für die Fehler gerade zu stehen, Verantwortung zu übernehmen, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.

Und anzuerkennen, dass du nicht Superwoman oder Superman bist und nicht alles kannst.

Vielleicht ist es auch eine gute Gelegenheit, um deine Ansprüche an dich noch mal zu überdenken.
Willst du immer alles 100%ig machen?
Wer oder was treibt dich dazu? Spür einfach mal nach.

Diese Klopfübung hilft dir dabei, dein schlechtes Gewissen loszulassen oder zumindest zu verkleinern.

Auf der Grafik siehst du die Klopfpunkte, die ich verwende. (Die Grafik wird durch einen Klick größer)

Punkte klassische Klopfakupressur

Wenn du gar nicht weißt, was ich mit einer Klopfübung meine, dann schau bitte hier bei der Erklärung.

Um die Übung noch mehr an deine Situation anzupassen hilft dir auch der Set-Up-Baukasten.

Gehörst du zu denjenigen, die sich für Alles und Jedes schuldig fühlen und ständig ein schlechtes Gewissen haben?
Auch für Sachen, die jemand anders gemacht hat und auf die du überhaupt keinen Einfluss hast, wie z.B. das Wetter?

Dann ist es Zeit, dich um dein Selbstbewusstsein und deinen Selbstwert zu kümmern.

Deine Stärken zu entdecken und zu leben.
Das in den Fokus zu nehmen, was du kannst.
Worin du gut bist.
Womit du dich sicher fühlst.

Dieser Beitrag hilft dir, genau(er) hinzuschauen.

Jetzt bin ich gespannt.
Wie hat sich dein schlechtes Gewissen durch die Klopfrunde verändert?

Warum du einen Schlussstrich ziehen solltest und WIE du das machst

einen Schlussstrich ziehen

Warum ist es überhaupt wichtig, dass du das Alte komplett abschließt, bevor du dich auf etwas Neues einlässt?
Warum solltest du überhaupt einen Schlussstrich ziehen?

Hier ein paar Beispiele dazu:

Wenn du immer noch dem alten Partner hinterhertrauerst oder die Wut über ihn / sie mit dir rumträgst, dann bist du nicht frei für eine neue Partnerschaft. Zumindest nicht richtig.

Vielleicht bist du sogar schon in einer neuen Beziehung, aber solange du das für dich noch nicht geklärt hast, kannst du ihm / ihr nicht dein ganzes Herz schenken.
Das ist dem neuen Partner gegenüber unfair und der innere Konflikt kostet dich unnötig Kraft.


Du hast Vorsätze für das neue Jahr? 
Hattest du im letzten Jahr auch welche? Was ist daraus geworden? Gibt es Vorsätze, die du schon seit Jahren mit dir rumschleppst?
Dann schau sie dir mal genau an und spüre nach, ob du einen Schlussstrich ziehen kannst.

So ein nicht umgesetzter Vorsatz kann dazu beitragen, dass du auch andere Vorsätze nicht durchhältst.

Was macht das mit dir, dass der Vorsatz so lange nicht umgesetzt wurde?
Wie wirkt sich das auf andere Vorsätze aus?
Willst du das wirklich machen / ändern?
Falls ja – was hält dich davon ab, es durchzuziehen?
Falls nein – wem möchtest du damit etwas Recht machen und warum? Wie wäre es, hier mit offenen Karten zu spielen und das Thema anzusprechen?


Gibt es jemanden, mit dem du dich so richtig gestritten und nicht wieder vertragen hast? Oder jemandem, zu dem der Kontakt abgebrochen ist?
Du denkst immer wieder daran, aber du kannst oder willst nicht den ersten Schritt machen?Du sagst dir selbst, dass es dir „egal“ ist, kannst aber nicht drüber sprechen und es tut weh, dran zu denken?
So lange es weh tut, tust du dir damit weh! Immer und immer wieder.
Entscheide dich und zieh einen Schlussstrich!
So oder so.
Entweder du springst über deinen Schatten, machst den ersten Schritt und gehst auf diese Person zu oder du hakst es für dich ab.
Wie auch immer du dich entscheidest, es tut dir, deinem Energiesystem und deiner Seele gut.

Und wenn du das Kapitel nicht ganz schließt?

Wespe auf Kuchen


Stell dir vor es ist Sommer und du hast einen Teller mit Kuchen draußen stehen.
Du deckst ihn ein bisschen ab, damit keine Wespen und andere Tierchen dran gehen.
Wie sieht der Teller wohl nach einer Stunde aus?

Genau, die Wespen haben sich von der halben Abdeckung nicht stören lassen und bevölkern den Kuchen.

Weil dir das klar ist, deckst du deinen Kuchen auch immer ganz ab.


Die Wespen finden den Weg zu einem halb abgedeckten Teller.
Ein Thema, das du nicht komplett losgelassen hat, rumort weiter in dir rum.

Wichtig ist, dass du wirklich damit abschließt.

Wenn du das nur halbherzig machst, dann wirst du damit nichts verändern.


Wie machst du das mit den Kapiteln in deinem Leben?
Schaffst du es, wirklich einen Schlussstrich zu ziehen?
Oder ist das auch nur ein halbherziger Versuch…?

Fühlst du dich ertappt?
Dann mach dir kein schlechtes Gewissen, sondern überlege dir, welches der noch offenen Kapitel du dir jetzt in Ruhe anschaust und zu Ende bringst.
So richtig.

Und WIE schaffst du es jetzt, einen Schlussstrich zu ziehen?

Auf Facebook lief mir neulich so ein Schlussstrich über den Weg.

mobiler Schlussstrich

Das ist doch eine tolle Idee, oder?
Ein Schlussstrich, den man einfach nur auszuschneiden braucht und das Thema ist erledigt.
Probiere gerne aus, ob er für dich funktioniert.

Für die meisten von uns ist da doch eher der Wunsch Vater des Gedanken und es geht nicht ganz so leicht…


So klappt es für dich besser.
Überleg dir:

Welche Gedanken gehen dir dazu immer wieder durch den Kopf?
Welche Gefühle nimmst du wahr, wenn du daran denkst?
Was spürst du in deinem Körper? Wo spürst du es in deinem Körper? Wie fühlt es sich an? Warm? Kalt? Fest? Weich? Rund? Eckig?

Wenn es bei dir um eine Beziehung geht, dann frag dich:

In welchen Situationen denke ich an ihn / sie?
Was trage ich ihm / ihr nach?
Was kann ich ihm / ihr nicht vergeben?
Wo bin ich _____________ (wütend, sauer, verletzt,…) auf den Partner?
Welche Versprechen wurden nicht eingehalten?
Welche Erwartungen wurden nicht erfüllt?
Welche Vorwürfe stehen immer noch im Raum?
Welche Verletzungen sind noch nicht geheilt?
Vergleiche ich den neuen Partner mit dem alten?

Und dann klopf los:
(Wenn du gar nicht weißt, was mit „klopf los“ gemeint ist, dann schau bitte unbedingt hier.)

Auch wenn ich immer an _______________ (Name) denken muss, wenn ________________ (wann?) und das macht mich _____________ (Gefühl),  liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich _________________ (Name) nicht vergeben kann, dass _____________________ (was?) liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin und öffne mich für die Möglichkeit, mit der Situation meinen Frieden schließen zu können.

Auch wenn ich mir nicht vergeben kann, dass ich _________________ (Name) nicht vergeben kann, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich _______________ (Name) überhaupt nicht vergeben will, weil er / sie mir so weh getan hat, liebe und akzeptiere ich mich, meine Gefühle und diese Situation.

Auch wenn ich immer noch stinksauer auf _________________ (Name) bin, weil _________________ liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin. Und ich entscheide mich, diese Wut loszulassen. Zumindest ein Stückchen. Für mich und damit es mir besser geht.

Auch wenn ich _____________ (neue Beziehung) immer mit ________________ (alte Beziehung) vergleiche und ein total schlechtes Gewissen deshalb habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Sind es Vorsätze, die du dir schon seit Jahren immer wieder vornimmst und doch nie umsetzt?

Dann frag dich:

Will ich diesen Vorsatz wirklich oder nehme ich es mir vor, um jemand anderem einen Gefallen zu tun?
Was ist das Ziel dieses Vorsatzes? Wie möchte ich mich fühlen, wenn ich den Vorsatz umgesetzt habe?
Was macht das mit mir, dass ich diesen Vorsatz nicht umgesetzt bekomme?
Wieviel Vertrauen habe ich mich, dass ich diesen und andere Vorsätze wirklich durchziehe?

Was könnte passieren, wenn ich den Vorsatz wirklich durchhalte?
Wie geht es mir mit dem Gedanken? Wie reagiert mein Körper? Welche Gedanken tauchen auf?

Und dann klopf:

Auch wenn ich keine Ahnung habe, warum ich es nicht schaffe, diesen Vorsatz umzusetzen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ein Teil von mir Angst hat, den Vorsatz durchzuhalten und ich überhaupt nicht weiß warum, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn es mich total nervt, dass ich es nicht schaffe, meine Vorsätze durchzuhalten, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.

Auch wenn ich ______________ (Vorsatz) eigentlich gar nicht möchte, sondern es nur ________________ (Name) zuliebe probiere, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin und ich öffne mich für die Möglichkeit, dass ich mit _________ (Name) darüber spreche.

Auch wenn ich mir kaum noch vorstellen kann, dass ich jemals einen Vorsatz durchhalte und mich das ______________ (Gefühl) macht, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Du hast dich zerstritten und / oder der Kontakt ist abgebrochen?

Frag dich:

Möchte ich mich wieder mit der Person vertragen?
Möchte ich wieder Kontakt zu der Person?

Welche Gedanken kommen auf, wenn ich an die Situation denke?
Was denke ich, wenn ich an diese Person denke?
Wie fühle ich mich, wenn ich an die Situation denke?
Wie fühle ich mich, wenn ich an die Person denke?

Was hält mich davon ab, einen Schlussstrich zu ziehen?
Was hält mich davon ab, den ersten Schritt zu machen?
Wie reagiert mein Körper, wenn ich darüber nachdenke?

Und dann klopf:

Auch wenn ich mich gerne wieder mit ___________ (Name) versöhnen möchte liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich wieder Kontakt zu _____________ (Name) möchte, aber auf keinen Fall den ersten Schritt machen werde, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich überhaupt keinen Kontakt mehr zu _______________ (Name) möchte und es mich _________________ (Gefühl) macht, dass ich immer noch darüber nachdenke, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich immer noch stinksauer auf ______________ (Name) bin, weil sie / er mich so verletzt hat, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin. Und ich entscheide mich jetzt dafür, die Wut nach und nach gehen zu lassen. In meinem Tempo. Und ich merke, wie gut mir das tut.

Auch wenn ________________ (Person) Schuld an der Situation ist und ich ihm / ihr nicht verzeihen kann, dass ______________ (was genau?) liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich  ______________ (Körpergefühl) bekomme, wenn ich nur an _____________ (Person) denke, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Klopf wirklich so lange, bis das Thema ruhig ist und du daran denken kannst, ohne dass dein Körper reagiert, negative Gedanken und unangenehme Gefühle aufkommen.

Denk an die Wespen.

Erst wenn du überhaupt nicht mehr darauf reagierst, dann hast du wirklich einen Schlussstrich gezogen und bist bereit für ein neues Kapitel!

Du tust dich schwer damit, den Set-Up-Satz zu erstellen? Dann hilft dir der Set-up-Baukasten weiter.

Jetzt bist du dran!

Welches Kapitel hast du noch nicht abgehakt?
Wo ziehst du jetzt einen Schlussstrich?






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Schnell integrierte Transformationstechnik RITT

RITT klopfen und integrieren

Heute möchte ich dir eine Klopftechnik von Meryl Hershey Beck vorstellen, die sich RITT™ nennt.
RITT™ steht für RAPIDLY INTEGRATED TRANSFORMATION TECHNIQUE (RITT)™.
Auf Deutsch heißt es sowas wie: SCHNELL INTEGRIERTE TRANSFORMATIONSTECHNIK.

Inzwischen hat Meryl die Technik verändert und in „SourceTapping“ umbenannt.

Mir gefällt RITT™ aber gut, weil es so einfach ist.
Darum möchte ich dir heute diese „Basisversion“ vorstellen.

Weil Meryl sich auf Esstörungen spezialisiert hat, nimmt sie im Prozess den Begriff „Verlangen“.

Du kannst das Skript aber auch ganz einfach deinem Thema anpassen.
Wie das geht, erfährst du weiter unten im Beitrag.

Schau dir bitte erst einmal die Version mit dem Verlangen an, damit du einen Eindruck von der Methode bekommst.

In der ursprünglichen Version geht es um das Verlangen (Jieper / Lust auf / Sucht) nach _____________ (Eis, Schokolade, Chips, Fleisch, Kaffee, Zigaretten,…).

Um das, was du „unbedingt brauchst“.

Wir fangen mit der Einschätzung / Bewertung des Stresslevels an:

Wie hoch ist Verlangen nach / der Jieper / die Lust auf / die Sucht nach _________
(0 = nicht vorhanden, 10 = intensiv)?

Baum mit Krone

Stell dir vor, du bist ein Baum und löst alles von den Zweigen (dem bewussten Verstand) bis hin zu den Wurzeln (dem Unterbewusstsein) auf.

Klopfpunkte RITT Meryl Hershey Beck

Während du die Punkte klopfst, denkst du an das Problem und liest laut vor, was in Anführungszeichen steht.

1. Karate Punkt - Außenkante der Hand
"Ich gebe dieses Thema / dieses Verlangen an meine Höhere Macht (Höheres Selbst / Gott / die Quelle / das Universum / die Engel / innere Weisheit,… -> setz ein, was für dich passt!) ab, um es und meine Beziehung zu ihm zu transformieren und es nie wieder zurückzunehmen oder passiv zurück zu bekommen.“

Wichtig ist, dass du es an etwas abgibst, was für dich stimmig ist.
Bei dir kann es so aussehen:

"Ich gebe dieses Verlangen nach Schokolade an mein höheres Selbst ab, um es und meine Beziehung zu ihm zu transformieren und es nie wieder zurückzunehmen oder passiv zurück zu bekommen.“

2. Wunder Punkt - Stelle über der linken Brust, sanft in einem Kreis zur Schulter hin reiben.
Sag dreimal: "Obwohl ich dieses Problem / Verlangen habe, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“

3. Kronenpunkt (oben auf dem Kopf) - im Kreis herum klopfen
"Ich bringe meine Höhere Macht (Höheres Selbst, Gott, Licht) in alle Zweige bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas und bitte um Heilung zum höchsten Wohle aller.“

4. Augenbraue wo die Augenbrauen beginnen, in der Nähe des Nasenrückens.
"Ich lasse die ganze Traurigkeit in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln rund um dieses Thema los."

5. Unter dem Auge:
"Ich lasse die ganze Angst in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln rund um dieses Thema los."

6. Unter der Nase und unter dem Mund
"Ich lasse all die Scham und Peinlichkeit in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln rund um dieses Thema los."

7. Schlüsselbein
"Ich lasse all den Schmerz und die Trauer in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln rund um dieses Thema los."

8. Unter dem Arm
"Ich lasse alle Schuldgefühle in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln um dieses Thema herum los."

9. Drittes Auge
"Ich lasse das ganze Trauma in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln um dieses Thema herum los."

10. innen am Handgelenk
"Ich lasse den ganzen Schmerz in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln um dieses Thema herum los."

11. Kleiner Finger
"Ich lasse die ganze Wut in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln rund um dieses Thema los."

12. Zeigefinger.
Sag mindestens 3 (oder alle) der folgenden Sätze:

"Ich gebe die ganze Energie frei, die in dieses Thema investiert wurde, damit ich die Energie für mein eigenes Wohlbefinden nutzen kann.“
„Ich vergebe mir voll und ganz, dass ich vergessen habe, dass ich mein Bestes gebe.“
„Ich verzeihe mir voll und ganz, dass ich zulasse, dass dieses Thema/Verlangen meinen Seelenfrieden stört.“
„Ich vergebe mir selbst voll und ganz und ich bin entschlossen, allen anderen Beteiligten zu vergeben.“
„Ich vergebe mir selbst voll und ganz. Ich bitte um die Weisheit zu erkennen, dass alle Beteiligten nur aus unerfüllten Bedürfnissen heraus gehandelt haben."

Atme.

Schätze dein Verlangen jetzt noch einmal auf der Skala von 0 – 10 ein.

Wenn der Stresswert über 1 liegt, dann wiederhole die Schritte 1 – 12.

Wenn du bei 0 oder 1 bist, dann geht es mit Schritt 13 weiter. 

13. Wiederhole die Schritte 4 (Augenbraue) bis 11 (kleiner Finger).

Sprich an jedem Punkt: „Ich bringe Liebe (Freude/Höhere Macht/Licht) herein, um die ____ (Traurigkeit, etc.) in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas zu ersetzen."

Damit du nicht mehr zu gucken brauchst, um welche Emotion es bei den Punkten 4-11 ging, habe ich sie hier als "a" aufgeschrieben.

4a Augenbraue „Ich bringe Liebe (Freude/Höhere Macht/Licht) herein, um die Traurigkeit in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas zu ersetzen."

5a unter dem Auge „Ich bringe Liebe (Freude/Höhere Macht/Licht) herein, um die Angst in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas zu ersetzen."

6a unter der Nase und unter dem Mund „Ich bringe Liebe (Freude/Höhere Macht/Licht) herein, um die Scham und Peinlichkeit in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas zu ersetzen."

7a Schlüsselbein „Ich bringe Liebe (Freude/Höhere Macht/Licht) herein, um den Schmerz und die Trauer in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas zu ersetzen."

8a unter dem Arm „Ich bringe Liebe (Freude/Höhere Macht/Licht) herein, um die Schuldgefühle in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas zu ersetzen."

9a Drittes Auge „Ich bringe Liebe (Freude/Höhere Macht/Licht) herein, um das Trauma in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas zu ersetzen."

10a innen am Handgelenk „Ich bringe Liebe (Freude/Höhere Macht/Licht) herein, um den Schmerz in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas zu ersetzen."

11a Kleiner Finger „Ich bringe Liebe (Freude/Höhere Macht/Licht) herein, um die Wut in allen Zweigen bis zu den tiefsten Wurzeln dieses Themas zu ersetzen."

Tief durchatmen und wieder rein spüren:

Wie fühlst du dich jetzt?
Wie geht es dir mit dem Verlangen?
Wie fühlst du dich, wenn du an das denkst, an dem du gearbeitet hast?

Wenn du z.B. an deiner Lust auf Schokolade gearbeitet hast, dann hol dir eine Tafel Schokolade, schau sie an, nimm sie in die Hand, riech an ihr…
Wie fühlst du dich?
Wie groß ist dein Verlangen?

Sei geduldig mit dir!

geduldig sein

Vielleicht merkst du sofort, dass du überhaupt keine Lust mehr darauf hast.
Vielleicht braucht dein System etwas Zeit, um alles neu zu sortieren.
Vielleicht darfst du die Übung auch noch mal wiederholen.

Wenn es bei dir nicht so klappt, wie du es gerne hättest, dann schau dir diesen Beitrag an.

Ich habe Gründe zusammengefasst, warum Klopfakupressur bei dir nicht (gut) funktioniert.
Das gilt „klopftechnikübergreifend“.


Kannst du vielleicht noch konkreter sein?

Falls du z.B. „Schokolade“ geklopft und gesagt hast, es aber immer um eine bestimmte Sorte einer bestimmten Marke geht, dann wiederhole die Übung mit „Ritter Sport Vollnuss“, „Milka Daim“, Lindt Chili“, Kinderriegel, oder was auch immer deine Sorte ist, bei der du nicht widerstehen kannst.

Mit diesen Beispielen leuchtet dir ein, warum es wichtig ist, spezifisch zu klopfen.


Wenn dein Thema kein Verlangen / Jieper / Lust auf / Sucht nach ist, dann pass die ersten 3 Punkte deinem Thema an.

Aber denk immer dran, dass es wichtig ist, dass der Satz stimmig ist und zu deinem Thema passt.

Bei Wut kannst du das z.B. so ändern:

Wie immer fangen wir mit der Einschätzung / Bewertung des Stresslevels an:

Wie sehr belastet dich diese Wut (0 = nicht vorhanden, 10 = intensiv)?

Stell dir vor, du bist ein Baum und löst alles von den Zweigen (dem bewussten Verstand) bis hin zu den Wurzeln (dem Unterbewusstsein) auf.

Während du die Punkte klopfst, denkst du an deine Wut und liest laut vor, was in Anführungszeichen steht.

1. Karate Punkt - Außenkante der Hand
"Ich gebe die Wut an meine Höhere Macht (Höheres Selbst / Gott / die Quelle / das Universum / die Engel / innere Weisheit,… -> setz ein, was für dich passt!) ab, um sie und meine Beziehung zu ihr zu transformieren und sie nie wieder zurückzunehmen oder passiv zurück zu bekommen.“

Das könnte sein:
"Ich gebe die Wut an die Quelle ab, um sie und meine Beziehung zu ihr zu transformieren und sie nie wieder zurückzunehmen oder passiv zurück zu bekommen.“

2. Wunder Punkt - Stelle über der linken Brust, sanft in einem Kreis zur Schulter hin reiben.

Sag dreimal: "Obwohl ich diese Wut habe, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“

3. Kronenpunkt (oben auf dem Kopf) - im Kreis herum klopfen
"Ich bringe meine Höhere Macht (Höheres Selbst, Gott, Licht) in alle Zweige bis zu den tiefsten Wurzeln dieser Wut und bitte um Heilung zum höchsten Wohle aller.“

Das könnte sein:
"Ich bringe Licht in alle Zweige bis zu den tiefsten Wurzeln dieser Wut und bitte um Heilung zum höchsten Wohle aller.“

Ab dem 4. Satz kannst du global bei „dieses Thema“ bleiben.

Bei Panikattacken kannst du das z.B. so ändern:

Wie immer fangen wir auch dabei mit der Einschätzung / Bewertung des Stresslevels an:

Wie sehr belasten dich die Panikattacken (0 = nicht vorhanden, 10 = intensiv)?

Stell dir vor, du bist ein Baum und löst alles von den Zweigen (dem bewussten Verstand) bis hin zu den Wurzeln (dem Unterbewusstsein) auf.

Während du die Punkte klopfst, denkst du an deine Panikattacken und liest laut vor, was in Anführungszeichen steht.

1. Karate Punkt - Außenkante der Hand
"Ich gebe diese Panikattacken an meine Höhere Macht (Höheres Selbst / Gott / die Quelle / das Universum / die Engel / innere Weisheit,… -> setz ein, was für dich passt!) ab, um sie und meine Beziehung zu ihnen zu transformieren und sie nie wieder zurückzunehmen oder passiv zurück zu bekommen.“

Das kann sein:
"Ich gebe diese Panikattacken an die Engel ab, um sie und meine Beziehung zu ihnen zu transformieren und sie nie wieder zurückzunehmen oder passiv zurück zu bekommen.“

2. Wunder Punkt - Stelle über der linken Brust, sanft in einem Kreis zur Schulter hin reiben.

Sag dreimal: "Obwohl ich diese Panikattacken habe, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“

3. Kronenpunkt (oben auf dem Kopf) - im Kreis herum klopfen
"Ich bringe meine Höhere Macht (Höheres Selbst, Gott, Licht) in alle Zweige bis zu den tiefsten Wurzeln dieser Panikattacken und bitte um Heilung zum höchsten Wohle aller.“

Das kann sein:
"Ich bringe göttliche Liebe in alle Zweige bis zu den tiefsten Wurzeln dieser Panikattacken und bitte um Heilung zum höchsten Wohle aller.“

Ab dem 4. Satz kannst du wieder global bei „dieses Thema“ bleiben.

Tief durchatmen und wieder rein spüren:
Wie fühlst du dich jetzt?

Wenn möglich, dann teste jetzt, ob und was sich verändert hat.

Probiere es gleich aus und schreib mir im Kommentar, wie es sich für dich angefühlt hat und welche Erfahrung du damit gemacht hast.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich darauf, Ursache(n) für die Beschwerden zu finden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

www.michaela-thiede.de/   
info@Klopf-Kongress.de


5 Ideen für einen guten Abschluss deiner Klopf Sitzung

5 Ideen um deine Klopfsession gut abzuschließen

Gleich vorweg möchte ich dir sagen: eine Klopf-Session braucht nicht zwingend etwas „hintendran“, um sie gut abzuschließen.

Es gibt aber auch gute Gründe für einen separaten Abschluss:

  • Vielleicht hattest du schon mal das Gefühl, dass du das Erlebnis der Session noch vertiefen oder konservieren möchtest.
  • Oder du brauchst einen „ordentlichen“ Abschluss oder ein Ende, weil du mit deinem Thema noch nicht fertig geworden bist, aber keine Zeit mehr zum weiterklopfen hast.
  • Auch wenn es für dich eine ganz besondere Session war, in der du einen Durchbruch hattest oder ein Knoten geplatzt ist, tust du dir mit einem Abschlussritual einen Gefallen. Es ist noch mal eine besondere Wertschätzung für dich, deine Arbeit und die Veränderung.
  • Solltest du ein Thema öfter nicht innerhalb einer Klopf-Session beenden können, dann weiß dann Unterbewusstsein: wir unterbrechen die Bearbeitung erst einmal, sobald du eine Abschlussübung machst.

Was kannst du jetzt für einen guten Abschluss tun?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, von denen ich dir jetzt 5 vorstelle.

Such dir EINE der Ideen aus und mach die Übung.

1. 
Du schließt die Augen, legst die Hände über die Brust in die Herzheilungshaltung und atmest bewusst durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus.
Beim Einatmen denkst du INTEGRIEREN und beim Ausatmen denkst du LOSLASSEN

Mein Vorschlag wäre, dass du 10 x ein- und ausatmest und dann spürst, ob du jetzt schon das Gefühl hast, alle Learnings aus der Session gut integriert zu haben.
Wenn du dir nicht sicher bist, dann wiederhole die Übung noch einmal.
Danach atmest du noch einmal wieder tief ein und aus und öffnest die Augen.

2.
Du schließt die Augen, klopfst den Handkantenpunt oder den Schlüsselbeinpunkt und gehst gedanklich noch einmal das durch, was du erfolgreich geklopft und wo du eine Veränderung gespürt hast.
Spüre noch mal rein, wie „anders“ sich das jetzt anfühlt und gewöhne dich an dieses Gefühl.
Das „anders“ ist ja ab sofort dein „normal“. 🙂 
Mit dem Gedanken an das schöne Gefühl der Veränderung atmest du noch 3x tief ein und aus und öffnest wieder die Augen.

3.
Du schließt die Augen, atmest 3x tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Dann klopfst du den Schlüsselbeinpunkt oder reibst den Wunden Punkt (was dir mehr liegt) und sagst 3 Minuten lang abwechselnd:
Ich bin in Sicherheit
Ich begrüße die Veränderung
Alles ist integriert
Es geht mir gut
Dann atme noch einmal wieder tief durch und öffne die Augen.

4.
Du sprichst diese Worte laut aus.
Wenn du magst, dann klopfst du dazu den Schlüsselbeinpunkt oder reibst den Wunden Punkt.

Es gibt einen Teil in mir der bereits weiß, wie ich neue Denkmuster und Gefühle ganz selbstverständlich in mein Sein integriere und mich damit wohl fühle.
Dieser Teil von mir ist bereit, den Rest von mir zu informieren.
Das geschieht gerade mit Gnade und Leichtigkeit.
Mein Körper-, Geist- und Seelesystem erhält diese Information.
Die Informationsübertragung ist hiermit abgeschlossen.

durchatmen

Es gibt einen Teil in mir der bereits weiß, wie ich in meine Realität wechsle, in der diese Veränderungen für mich schon zur Normalität geworden sind.
Dieser Teil von mir ist bereit, den Rest von mir zu informieren.
Das geschieht gerade mit Gnade und Leichtigkeit.
Mein Körper-, Geist- und Seelesystem erhält diese Information.
Die Informationsübertragung ist nun abgeschlossen.

5.
Du klopfst diese Abschluss-Sequenz, die aus 2 Klopfrunden besteht.

Ich habe sie bei Tessa Cason entdeckt.
Weil sie mir so gut gefällt, habe ich sie übersetzt und hoffe, du magst sie auch.
Klopf doch gleich das Video mit.


Ich habe das Ende noch um 2 Varianten ergänzt, da nicht jeder den Begriff „Gott“ nutzen möchte.
Wenn weder Gott, das Universum oder die Quelle für dich stimmig ist, dann nimm auf jeden Fall das, was für dich passt.
Ob es das höhere Selbst, die Intuition, die innere Stimme, dein innerer Lehrer, die innere Weisheit,… ist - pass es dir so an, wie es sich für dich gut anfühlt.

Du kannst aber auch einfach alle 3 Versionen hintereinander klopfen, so wie ich das im Video gemacht habe.

Klopfpunke klassische Klopfakupressur mit unter Arm Punkt

AB: Alles in meinem Leben ist in Ordnung.
SA: Es geht mir in jeder Hinsicht von Tag zu Tag besser.
UA: Ich bin jeden Tag auf jede Weise erfüllt.
UN: Meine Segenswünsche treten in einer vielfältigen, angemessenen Form mit göttlichem Timing auf.
UL: Ich bin ein ausgezeichneter Verwalter des Wohlstands und bin mit großem Reichtum gesegnet.
SB: Ich trage die volle Verantwortung für alles in meinem Leben.
UA: Ich habe alle Tools, Fähigkeiten und Talente um mich in meinem Leben auszuzeichnen.
Kopf: Ich weiß, dass ich alles in meinem Leben bewältigen kann.

AB: All meine Träume, Hoffnungen, Wünsche und Ziele werden an jedem Tag erfüllt.
SA: Die göttliche Liebe, die sich durch mich ausdrückt, bringt jetzt neue Ideen zu mir.
UA: Ich fühle mich wohl damit, dass sich mein Leben verändert
UN: Ich bin in der Lage, alles zu erschaffen, was ich mir wünsche.
UL: Ich weiß, was zu tun ist und ziehe es durch, bis ich fertig bin.
SB: Meine Gesundheit ist in jeder Hinsicht perfekt, körperlich, geistig, emotional und spirituell.
UA: Ich lade Erzengel Raphael in mein Unterbewusstsein ein, um alles zu heilen, was vergeben, befreit und erlöst werden muss. Reinige mich und befreie mich jetzt davon.
Kopf: Das Licht Gottes umgibt mich. Die Liebe Gottes umhüllt mich. Die Macht Gottes beschützt mich. Die Gegenwart Gottes wacht über mich und fließt durch mich hindurch.

Kopf: Das Licht des Universums umgibt mich. Die Liebe des Universums umhüllt mich. Die Macht des Universums beschützt mich. Die Gegenwart des Universums wacht über mich und fließt durch mich hindurch.

Kopf: Das Licht der Quelle umgibt mich. Die Liebe der Quelle umhüllt mich. Die Macht der Quelle beschützt mich. Die Gegenwart der Quelle wacht über mich und fließt durch mich hindurch.

Wenn du beim Klopf-Kongress 2018 dabei warst, dann hast du auch noch den Integrationsprozess von Jessica Ortner kennengelernt.
Das ist eine geführte Klopf-Meditation, mit der du das, was du beklopft hast, noch gezielt integrieren kannst.

In der Klopf-Kongress Facebook-Gruppe kam die (sehr gute) Idee auf, dass man auch die 9-Gammut-Serie zum Abschluss klopfen kann. Hier kannst du direkt mitklopfen.


Jetzt bist du gefragt:
Welche Variante spricht dich besonders an?
Probiere es bitte aus.
Spiele damit.
Beobachte, was dir besonders gut tut.
Was sich besonders gut anfühlt.

Schreib mir doch im Kommentar, wie du eine Session abschließt und welche dieser Ideen dir besonders gut gefällt.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Die Arbeit mit Anteilen bei der systemischen Klopfakupressur

klopfen mit Anteilen

Es gibt zwei Grundannahmen in der menschlichen Psyche:
Es gibt nichts Schlechtes / Böses in unserem System, auch der unangenehmste Anteil hat eine positive Absicht im Sinne der Selbsterhaltung.
Die Zugehörigkeit zu anderen Menschen ( Familie, Kirche, Dorf, Freundesgruppe) ist im biologischen Sinn überlebenswichtig.


Hinzu kommt noch unsere Prägung im Familiensystem, wenn wir erfahren haben, dass Mutti immer traurig war, dann werden wir nur schwer unbeschwert fröhlich sein.

In der systemischen Klopfakupressur haben wir bisher mit sogenannten „ Wächtern“ gearbeitet, also Anteile in uns, die dafür sorgen, dass der Status Quo erhalten bleibt, weil es ja für den gute Gründe gab.

Wächter

Aber der Begriff Wächter assoziiert häufig eher negative Bilder, so dass wir dazu übergegangen sind, diese als ausgleichend/ schützende Anteile zu bezeichnen und zu sehen.

Wir unterscheiden dabei die Anteile nach dem, welches Verhalten / Befinden sie auslösen.

Zum Beispiel finden wir häufig den ablenkenden Anteil, der dafür sorgt, dass wir uns mit Dingen beschäftigen, die uns nicht fühlen / wahrnehmen lassen, welche Belastung wir sonst wohl empfinden würden.
Je nach Stärke der Belastung geht das bis zur Selbstschädigung.

Die Gründe sind oft ganz tief im Unterbewusstsein vergraben und von unseren Verstand nicht zu erfassen.
Hier dürfen wir uns darauf verlassen, dass unser Unterbewusstsein weiß, worum es geht.

Wenn wir also einen schützenden Anteil entdecken, dann ist es von entscheidender Bedeutung, diesen anzuerkennen und seine Intention zu achten, ja, ihm zu danken.
Das bringt in der praktischen Arbeit oft Widerstände hervor.
„Meine Angst lässt mich nicht am Leben teilnehmen - der kann ich für diesen Mist nicht danken“ - verständlich.

Aber wenn wir uns hier vor Augen halten, dass es keine böse Absicht in unserem seelischen Ökosystem gibt, dann wird es leichter, die Angst als einen Anteil anzunehmen, den unser Unterbewusstsein als nötig und wichtig erachtet.

Ich habe häufig in der Arbeit erleben können, dass allein diese Anerkennung den Weg zur weiteren Lösung frei macht.
Christian Armerding (Praxispartner von Ronald Hindmarsh) hat mal gesagt: ein Wächteranteil, der nicht gewürdigt wird, macht „ dicke Backen“ – die Würdigung macht also wirklich einen wichtigen Aspekt bei der Arbeit mit den ausgleichenden Anteilen (Wächtern) aus.

Häufig kommen dann Gedanken oder Bilder, dass schon Opa ähnliche Verhaltensweisen zeigte oder ähnliche Ängste hatte.
Dann laden wir in der systemischen Klopfakupressur auch diese Anteile von Opa und Opa und wer auch immer dazu gehört, zum Klopfen ein und können so sicherstellen, dass unsere Verbindung erhalten bleibt.

Es ist nicht so einfach, die Arbeit mit den ausgleichenden, schützenden Anteilen in druckreife Wörter zu fassen, da diese Arbeit sehr individuell ist.

Daher biete ich an, wenn es weitere Fragen und Interesse gibt, diese im Rahmen eines Webinars zu beantworten.

Das Webinar hast du verpasst, aber du kannst deine Frage auch als Kommentar posten.



Kerstin Bachmeier

 Kerstin Bachmeier


Ich bin Kerstin Bachmeier, geboren 1964, verheiratet und habe eine große Familie, mit der  ich in Detmold lebe. Schon lange beschäftige ich mich mit Klopfakupressur und arbeite mit meinen Klienten mit systemischer Klopfakupressur. Mein Spezialgebiet sind transgenerative Belastungen.
Ich habe eine Praxis hier vor Ort, arbeite aber auch online via Skype oder Zoom.

Weitere Infos unter:​
www.hypnose-tapping-detmold.de

den lästigen Haushalt mit dieser Übung schnell erledigen

den Haushalt schneller auf Vordermann bringen

Wenn es dir auch so geht, dass du überhaupt keine Lust darauf hast, die Wohnung auf Vordermann zu bringen und dich nicht (oder nur schwer) dazu aufraffen kannst, dann lies unbedingt weiter und mach mit!

Obwohl ich es toll finde, wenn alles sauber ist und man wieder gut durch die Fenster gucken kann, ist es jedes Mal wieder ein innerer Kampf.

Dabei gibt es unzählige Putztipps im Internet.

Zum Beispiel, dass man sich einen Putzplan erstellt und jeden Tag eine Aufgabe davon erledigt, damit man nicht am Wochenende vor dem großen Chaos steht und noch weniger motiviert ist, überhaupt anzufangen.

Natürlich gibt es viele Dinge, die uns die Arbeit an sich erleichtern können:

  • gute Putzlappen (offiziell heißt es übrigens Reinigungstücher)
  • insgesamt gutes & zu mir passendes Putzequipment (Staubsauger, Wischer, Putzmittel, Saugroboter, etc.)
  • die richtige Technik (von oben nach unten, von innen nach außen)
  • dabei Musik hören (es muss ja nicht gerade „das bisschen Haushalt“ sein)
  • Putzmittel nehmen, deren Duft ich mag

Blöd nur, wenn ich gar nicht so weit komme, diese Dinge überhaupt zu benutzen, weil ein Teil von mir (oder vielleicht sogar mehrere) mich konsequent davon abhalten, mit dem Saubermachen anzufangen…

unordentliche Wohnung

In diesem Artikel gehe ich der Ursache dafür auf den Grund.

Es ist gut möglich, dass diese Ursache dich auch auf anderen Gebieten davon abhält, deine Ziele zu erreichen. Noch. 😉

Weiter unten findest du auch ein Video mit Mitklopfen, in dem ich das Thema allgemein anspreche.

Effektiver ist es natürlich, wenn du klopfst, was genau zu dir passt.


Mach dir eine Liste mit allen Aufgaben im Haushalt, die es zu erledigen gibt

wie z.B.:

  • Fenster putzen
  • staubsaugen
  • Boden wischen
  • Staub wischen
  • Bad putzen
  • abwaschen
  • aufräumen
  • Wäsche machen
  • Blumen gießen
  • Bett beziehen
  • Kühlschrank auswischen
  • Schränke auswischen (Küche, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad, Büro, Kinderzimmer,…)
  • Backofen sauber machen
  • Dunstabzugshaube sauber machen
  • Türen abwischen
  • auf den Schränken wischen
  • Waschmaschine sauber machen
  • Gefrierschrank abtauen
  • Heizkörper reinigen
  • ...

Dann bewerte jede Aufgabe mit einer Schwierigkeitsnote von 0 bis 10.
0 bedeutet, dass dir die Aufgabe total leicht fällt und du es immer machst ohne drüber nachzudenken.
10 bedeutet, dass du es nie machst oder dass es dich total viel Energie kostet und du es auch nur mit Widerwillen machst.

Ist eine Aufgabe dabei, die dir besonders schwer fällt?

Wenn ja, dann mach die Übungen 1 und 2 erst einmal mit dieser Aufgabe.
Wenn nicht, dann mach die Übungen für „Arbeiten im Haushalt“ allgemein.

Mann mit Glatze - Mr Propper

Ich mache nicht gerne sauber, weil…  - Übung 1

Nimm dir einen Stift und ein paar Zettel. Schreib dir oben auf den Zettel:
ich mache nicht gerne sauber, weil
und dann schreib darunter alle „weils“, die dir einfallen.
Das kann z.B. sein:

  • mir nicht so wichtig ist, wie es um mich rum aussieht
  • es sowieso schnell wieder dreckig wird
  • ich die Zeit lieber mit meinem Partner / Kind / Hund / Freunden / vor dem TV… verbringe
  • es mir überhaupt keinen Spaß macht
  • es öde ist
  • ich nie damit fertig bin
  • ich nicht weiß, wo ich anfangen soll
  • ich froh bin, wenn ich zu Hause meine Ruhe habe und mich keiner besucht
  • meine Mutter den ganzen Tag geputzt hat und für mich keine Zeit hatte

Wenn der Satz „ich mache nicht gerne sauber, weil…“ für dich nicht genau passt, dann ändere ihn.

Es fällt mir schwer, Ordnung zu halten, weil…
Den Haushalt zu erledigen ist ätzend, weil…
Es ist total anstrengend, den Haushalt in Schuss zu halten, weil…
Ich kann mich nicht zum Saubermachen aufraffen, weil…

Bei dir ist es eine Sache, die dir so schwer fällt und zu der du dich gar nicht (oder nur mit großer Anstrengung) aufraffen kannst?

Dann wandel die Übungen um:
ich mache _______________ nicht, weil…

Ich putze das Bad nicht gerne weil…
Ich hasse es, Staub zu wischen, weil…
Es kostet mich total viel Kraft und Energie, den Kühlschrank auszuwischen, weil…

Wichtig ist, dass der Satz genau „deins“ ist.
Nimm deine Worte.

Sollte dir tatsächlich nichts einfallen, dann kannst du dich auch für 5 Minuten hinsetzen, deine Augen schließen, den Satz denken und dabei den Handkantenpunkt oder Schlüsselbeinpunkt klopfen oder den Wunden Punkt reiben.

Dann steigen dir bestimmt „weils“ ins Bewusstsein.

Schreib es mit der nicht-dominanten Hand auf  - Übung 2

Wiederhole die Übung #1 noch mal – mit einer „kleinen“ Änderung.

Dieses Mal schreibst du die Frage mit der dominanten Hand oben auf das Blatt – also als Rechtshänder mit der rechten Hand und umgekehrt.

Die Antworten, also alle „weils“ schreibst du dann mit der nichtdominanten Hand – als Rechtshänder also mit der linken Hand.

Das ist ungewohnt und die Schrift ist vermutlich krakelig und kritzelig. Lass dich davon nicht abhalten oder irritieren.
Schreib einfach alle „weils“ auf.
Ohne noch mal zu lesen, was du geschrieben hast.
Ohne auf mögliche Rechtschreibfehler zu gucken.
Es geht nur darum, es „einfach“ in einer Rohfassung aufzuschreiben.
Stell dir den Timer auf 15 Minuten und schreib.
Die ganze Zeit über.

Wenn dir nichts einfällt, dann schreib

  • mir fällt nichts ein
  • ich weiß nicht, was ich schreiben soll
  • so eine blöde Übung.. was soll der Scheiß?
  • ich habe keine Ahnung, was ich aufschreiben soll
  • das kann ich hinterher sowieso nicht lesen

Wichtig ist, dass du wirklich 15 Minuten lang schreibst.
Egal, wie bescheuert du diese Übung findest.
Egal, wie wenig dir einfällt.
Schreib!

Wecker stellen 15 Minuten

Die nichtdominante Hand ist sowas wie ein Schlüssel zur Tür deines Unterbewusstseins

Ich habe mich hinterher oft gefragt, wer das geschrieben hat. Nicht wegen der Sauklaue, sondern weil sich das so gar nicht nach mir las.
Genau darum geht es ja auch.

Mit dieser Übung holst du Dinge aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche und kannst sie dann beklopfen und auflösen.

Das, was uns davon abhält, unsere Ziele zu erreichen, findet sich meist im Unterbewusstsein. Darum hilft uns grübeln und nachdenken auch nur bedingt weiter.

Die Gründe, Hindernisse oder Blockaden – wie auch immer du es nennen möchtest - laufen automatisch im Unterbewusstsein ab.

Das ist also nichts, an was du bewusst denkst, sondern dein Unterbewusstsein hat „damals“ etwas miteinander verknüpft und spielt diese alte Platte immer und immer wieder automatisch ab, wenn z.B. das Thema saubermachen oder aufräumen ansteht. 

In Sekundenbruchteilen fühlst du dich nicht gut und es taucht ein innerer Widerstand auf. Du kannst ihn dir oft nicht erklären. 
Diese Verknüpfungen funktionieren. 
Immer. 

Damit schützt dich ein Teil von dir davor, diese Gefühle aus der damaligen Situation jetzt noch einmal zu erleben.

Dich wieder so __________________ (wie auch immer du dich da gefühlt hast) fühlen zu müssen.

Du fühlst dich jetzt „so“, dass du die Aufgabe gar nicht erst anfängst und damit nicht Gefahr läufst, wieder so verletzt zu werden.

Die Strategie funktioniert zuverlässig – ist aber meist nicht mehr so günstig für dich, denn heute hättest du die Möglichkeit, anderes zu reagieren, weil du jetzt erwachsen bist.
Zum Glück können wir diese Verknüpfung auflösen.

Das Thema „saubermachen“ ist also ein Trigger

Quasi wie ein Schalter, mit dem dein Unterbewusstsein direkt eine Verknüpfung mit der Zeit herstellt, in der du etwas „Unschönes“ erlebt hast.

Du sitzt also in deinem Wohnzimmer und denkst „ich müsste unbedingt mal wieder saugen“.
Dieser Gedanke ist ein Trigger / Schalter, der sofort schlechte Gefühle in dir auslöst (wegen der Verknüpfung) – in der Hoffnung, dass du im Hier und Jetzt nicht saugst um nicht noch einmal solche Gefühle wie „damals“ erleben zu müssen.

Gedanken triggern Gefühle - unbedingt wieder saugen

Hier sind einige Beispiele, was „damals“ gewesen sein könnte und wie du dich gefühlt haben könntest:
(wenn du merkst, dass dich die Beispiele belasten, dann klopf direkt beim Lesen den Schlüsselbeinpunkt oder Karatepunkt – oder lies nicht weiter, wenn es dir zu viel wird und kümmer dich zuerst um dich!)

  • du hast dich in der Schule gemeldet, der Lehrer nimmt dich dran und bevor du überhaupt etwas sagen konntest, unterbricht dich ein Mitschüler mit einem blöden Kommentar und die ganze Klasse lacht. (peinlich, Scham)
  • du hast im Kunstunterricht etwas gemalt (findest es selber vielleicht sogar gut gelungen) und dein Lehrer (oder Mitschüler) gibt abfällige Kommentare darüber ab. (Enttäuschung, Frust, Wut, Ohnmacht)
  • du hast einen Fotoapparat geschenkt bekommen und freust dich schon total darauf, die tollsten Bilder zu schießen. Dann hörst deinen Vater zu deiner Mutter sagen: für das Geld hätten wir besser etwas anderes gekauft. Das mit den Fotos wird doch nie was. Dafür hat sie (er) überhaupt kein Talent. (Traurigkeit, Enttäuschung, Ärger)
  • dein Bruder hat Geburtstag und du schreibst ihm ein Gedicht. Er macht sich darüber vor seinen Freunden lustig. (Ärger, Enttäuschung, Frust)
  • in deiner Kindheit oder Jugend durftest du immer erst dann mit deinen Freunden spielen oder dich mit ihnen treffen, wenn du deine Arbeiten im Haushalt erledigt hattest. Während du noch mit Staubtuch und Staubsauger durch die Wohnung gewirbelt bist, hast du deine Freunde schon draußen spielen gehört. (Ärger, Ungerechtigkeit, Neid, Angst, etwas zu verpassen)
  • du musstest deinen Freunden oft absagen, weil du auf deine kleineren Geschwister aufpassen musstest und keine Zeit zum Spielen hattest (Ärger, Enttäuschung, Neid)
  • du hättest gerne mit deinen Freunden gespielt und deine kleineren Geschwister mitgenommen, aber deine Freunde hatten keine Lust auf die Kleinen und wollten euch nicht dabei haben (Neid, Ohnmacht, Ärger)
  • du hast sauber gemacht, aber deine Mutter hat dir immer gesagt, dass du es nicht richtig oder ordentlich genug gemacht hast und hatte immer etwas zu meckern. (Frust, Ärger, Enttäuschung)
  • du hast für deine Eltern gekocht und wolltest ihnen damit eine Freude machen und dein Vater hatte an allem etwas auszusetzen, obwohl es „eigentlich“ gut war. (Enttäuschung, Ärger, Frust)
  • deine Eltern haben dich mit einer Liste einkaufen geschickt. Du hast lange gesucht, bis du alles gefunden hast. Statt einem Danke wurde vor sich hin gemurmelt, dass es nicht die Marken sind, die sie normalerweise kaufen. (Ärger, Wut, Enttäuschung)
  • du passt einen Nachmittag in den Ferien auf deinen kleinen Bruder auf, fütterst und wickelst ihn, spielst und kuschelst mit ihm. Als deine Mutter wieder nach Hause kommt fragt sie vorwurfsvoll, warum noch nicht gestaubsaugt ist. (Wut, Enttäuschung, Ärger)
  • du hast das Badezimmer sauber gemacht, dir richtig Mühe gegeben und ordentlich geschrubbt. Deine Mutter meint, dass man das nicht so schnell sauber bekommt und sucht so lange an den unmöglichsten Ecken, bis sie etwas findet, was du beim Putzen vergessen hast. (Wut, Ärger, Frust)
  • du musstest im Haushalt vieles erledigen, während deine Geschwister fast nichts zu tun brauchten (vielleicht, weil du das Mädchen warst) (Neid, Ungerechtigkeit, Wut)

Das waren jetzt Beispiele, die verschiedene Emotionen und Gefühle angesprochen haben.

Eins haben sie aber alle gemeinsam: 

Sie halten dich im Hier und Jetzt davon ab, deine Ziele zu erreichen und deine Dinge zu erledigen

Auch den Haushalt.

Jetzt geht es ans Klopfen.

Dazu brauchst du das, was du dir in Übung 1 und 2 aufgeschrieben hast.
Vielleicht hast du dich auch in dem ein oder anderen Beispiel erkannt. Dann schreib dir das auch noch auf.

Such dir jetzt 3 „weils“ raus, die dich besonders ansprechen oder bei denen du besonders zustimmend nickst und unterstreiche sie.
Das sind deine 3 größten Bremsen.

Und dein Anfang für die Klopfrunde!

Auch wenn es mir überhaupt keinen Spaß macht, den Haushalt zu machen und total öde ist, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich es hasse den Haushalt zu machen, weil es so frustrierend ist und man nie fertig wird, liebe und akzeptiere ich mich und meine Gefühle.

Auch wenn ich froh bin, dass ich zu Hause meine Ruhe habe und mich niemand wegen dem Chaos hier besucht, akzeptiere ich mich und meine Gefühle.

Dir ist es peinlich, wie es bei dir aussieht?

Dann klopf das natürlich auch!

Auch wenn es mir total peinlich ist, wie es bei mir aussieht, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn es bei uns aussieht wie bei Hempels unterm Sofa und ich es einfach nicht schaffe, Ordnung zu halten, bin ich trotzdem liebenswert.

Auch wenn ich mich dafür schäme, wie es bei uns aussieht, liebe und akzeptiere ich mich und meine Gefühle.

Auch wenn __________ (wer?) sich darüber lustig macht, dass es bei uns so chaotisch (dreckig, unordentlich, wüst,…) aussieht, bin ich okay, wie ich bin.

Auch wenn es mir peinlich ist, dass ich so eine schlechte Hausfrau bin, akzeptiere ich mich und meine Gefühle so gut ich kann und öffne mich für die Möglichkeit, dass ich trotzdem wertvoll bin.

Bau dir deinen Satz so, wie er für dich stimmig ist.

Eine Bauanleitung bzw. den Set-Up-Baukasten findest du hier.


Du bist ganz zufällig auf diese Seite gekommen und weißt überhaupt nicht, worüber ich schreibe? Auf der Seite "neu hier" findest du eine Anleitung.
Klopf doch die Übung im Video einfach mit.
Das klopfen sieht komisch aus – wird dich aber überzeugen!

Falls du nicht schon direkt losgelegt hast, denk noch einmal an die Hausarbeit bzw. daran, deinen Haushalt erledigen zu müssen.

Wie fühlt sich das jetzt für dich an?
Welche Veränderung hast du bemerkt?
Sind dir Muster bewusst geworden?

Schreib doch im Kommentar, was du wahrgenommen hast.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

www.michaela-thiede.de/   
info@Klopf-Kongress.de


Gute Gründe, warum Klopfakupressur für dich nicht funktioniert

wenn Klopfakupressur bei dir nicht funktioniert

In diesem Beitrag sammle ich die, Ursachen, Gründe und Erklärungen dafür, woran es liegen kann, wenn Klopfakupressur (Klopfen, Tapping, EFT *², MET®, KnB, EDxTM,… welche Variante auch immer) bei dir nicht wirkt.

Die Reihenfolge ist – bis auf die Nummer 1 – willkürlich.
Wenn du weitere Gründe kennst, dann schreib sie mir gerne im Kommentar und ich ergänze den Artikel.

Am Ende findest du noch mal eine Übersicht über alle hier aufgeführten Gründe.

Wenn du merkst, dass du dich ertappt fühlst oder dich einer der Gründe triggert, dann klopf schon gleich beim Lesen z.B. den Karatepunkt oder Schlüsselbeinpunkt.

# 1 – du klopfst nicht

Klopfakupressur wirkt nicht - nicht klopfen

Es ist sehr offensichtlich, dass klopfen nicht wirken kann, wenn du es nicht tust.
Für das „nicht klopfen“ gibt es viele Gründe.
Einer davon ist, dass man es in Situationen, in denen man es gut brauchen könnte, einfach „vergisst“.
In diesen beiden Artikeln
ich vergesse immer zu klopfen und Das Patentrezept um ans Klopfen zu denken findest du Tipps, damit du zukünftig leichter daran denkst und wirklich klopfst.

Wenn du nicht klopfst, weil du nicht weißt, wie und wo du anfangen sollst, dann schau bitte hier: Der Artikel "Was sage ich an den Klopfpunkten"? beschreibt dir Schritt für Schritt, wie du rausfindest, was du an den Klopfpunkten sagst.

Hier geht es zu einer Anleitung für den Set-up-Satz im Baukastenformat.

Eine andere Möglichkeit, wenn dir die Worte fehlen, ist es natürlich, die Punkte zu klopfen, ohne etwas dabei zu sagen. Einfach das wahrzunehmen, was in dir los ist und von einem Punkt zum nächsten zu wechseln, bis du merkst, dass du dich leichter fühlst und es dir besser geht.
Dann fällt es dir bestimmt auch leichter, die richtigen Worte zu finden.

Etwas, was „immer“ geht – darum habe ich es auch „die eierlegende Wollmilchsau“ genannt – ist Borrowing Benefit. Das heißt du klopfst bei einem Video mit (das kann ein total anderes Thema sein) und lässt „nebenbei“ dein Thema – zumindest ein Stück weit – mit los.
Wie das geht erkläre ich dir in diesem Beitrag mit Video.

# 2 – du hörst zu früh auf

Klopfakupressur hilft nicht zu früh aufhören

Mir kommt immer wieder zu Ohren, dass jemand ein Thema, dass ihn schon seit Jahren oder Jahrzehnten beschäftigt und das er bisher nicht hat lösen können, mit einem 15-minütigen YouTube-Video mitklopft und hinterher – wenn das Thema noch nicht komplett verschwunden ist – sagt: Klopfen funktioniert für mich nicht.

Das ist dem Klopfen gegenüber echt unfair!

Das wäre vergleichbar damit, wenn du 20kg Übergewicht hast, 3 Tage weniger isst und dann sagst: „sorry, aber Abnehmen funktionieren bei mir nicht“, weil die 20kg zu viel immer noch da sind.

Auf die Idee käme aber kaum jemand.

Es ist total demotivierend, wenn du mit einem riesigen Thema anfängst zu klopfen, zu dem gefühlt 100 verschiedene Aspekte gehören. (Auf die Aspekte gehe ich in den letzten Punkten noch mal ein) Da sind die Veränderungen am Anfang vielleicht so klein, dass sie dir gar nicht auffallen.

Meine Empfehlung:

Fang mit einem kleineren Thema an, bei dem der Stresswert auf der Skala um die 5-6 ist und das nur einen Lebensbereich betrifft. Etwas, das du gut im Auge behalten kannst.
Dann merkst du viel einfacher, wenn sich etwas verändert und die Zahl kleiner wird. Diese Veränderung motiviert dich dann auch, am Ball zu bleiben und weiterzumachen.

Auf „chronische Probleme“ gehe ich gegen Ende des Beitrag noch einmal im Detail ein.

Buch Klopfen ist Bullshit 3D

Alle Tipps immer wieder nachlesen?

Im Buch findest du zu jedem Grund eine extra Klopfrunde, viele weitere Tipps und kostenloses Bonusmaterial.

# 3 – du bist nicht spezifisch genug

Klopfakupressur taugt nichts - nicht spezifisch genug

Das ist auch etwas, was sehr gerne „übersehen“ wird.  
Nehmen wir an, du hast Höhenangst.

Dann kannst du klopfen:
Auch wenn ich diese Höhenangst habe, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin“ „diese Höhenangst, meine Höhenangst,… usw.

Und vielleicht kannst du deinen Stresswert damit auch verändern.

Wirksamer ist es aber, wenn du hin spürst:
Wie genau nehme ich die Höhenangst wahr?
Was fühle ich im Körper, wenn ich nur an die Höhe denke?
Welche Gedanken kommen auf?

Dann kann dein Klopfsatz z.B. lauten:
Auch wenn ich wackelige Knie bekomme, sobald ich auf eine Leiter steige und Angst habe, runterzufallen und mir das Genick zu brechen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn mir schwindelig wird, wenn oben bin…
Auch wenn mir flau im Magen wird, wenn ich aus dem Fenster gucke…
Auch wenn ich Angst habe, nach unten gezogen zu werden…
Auch wenn es sich wie ein Erdbeben anfühlt, sobald ich auf eine Leiter steige…

Merkst du den Unterschied?

Diese Klopfrunden sind viel spezifischer und viel mehr auf dich und deine Situation zugeschnitten. Je spezifischer etwas ist, desto hilfreicher ist es. Dazu gehören auch deine Worte, aber darum geht es bei Punkt 4.

# 4 – du nimmst nicht deine Worte

nicht deine Sprache - Klopfakupressur hilft nicht

Das ähnelt Grund 3 – ist aber doch anders.
Mit „du nimmst nicht deine Worte“ meine ich, dass du sagst: „Auch wenn ich es schade finde, dass…“ , aber denkst und in dir spürst „auch wenn ich vor Wut platzen könnte, weil…

Merkst du den Unterschied zwischen „finde ich schade“ und „könnte vor Wut platzen“?

Beim Klopfen ist die Grammatik echt nicht wichtig… oder denkst du in ganzen, grammatikalisch richtigen Sätzen? 😉
Die Sätze sollen sich nicht toll oder salonfähig anhören.
Es geht darum, dass sie das ausdrücken, was in dir vorgeht.

Wenn du etwas Scheiße oder zum Kotzen findest, dann sag das auch beim Klopfen. Hier ist kein Platz für Verniedlichungen.

Bleiben wir beim Beispiel Höhenangst.

Wenn du sagst: „Auch wenn ich mich unwohl fühle, wenn ich auf der Leiter stehe“ wird der Teil von dir hysterisch lachen, der gerade Angst hat, von der Leiter zu fallen und zu sterben.
Wenn du den Teil erreichen willst (und darum geht es ja), dann brauchst du ihm nicht mit „fühle mich unwohl“ zu kommen.
Dann wäre „Auch wenn ich Panik habe, dass ich gleich von der scheiß Leiter falle und verrecke“ deutlich besser.

Klopf in deinem „Slang“.

Das ist besonders wichtig, wenn du gerne in Videos mitklopfst oder Tappingskripte (schriftliche Klopfanleitungen) nutzt.

Wandle Klopfanleitungen so um, dass sie zu dir und deiner Situation passen.

Du sprichst einen Dialekt? Dann klopf auch im Dialekt!
Probiere es zumindest mal aus. Oft sind es nur einzelne Worte, die den Unterschied machen.
In diesem Video hörst du mich übrigens Klopfakupressur auf Plattdeutsch erklären.

# 5 – du bist nicht im Hier und Jetzt

nicht im Hier und Jetzt sein - Klopfakupressur bringt nichts

Es oft so, dass die Gefühle quasi eine Zeitmaschine sind uns sofort in die Situation von damals katapultieren.
Wichtig beim Klopfen ist aber, dass wir das klopfen und bearbeiten, was wir JETZT spüren. Wie es uns JETZT belastet.
Dazu habe ich auch dieses Video gefunden.

Darum frag dich:

Was macht die Situation von damals JETZT mit mir?
Wie fühle ich mich JETZT, wenn ich daran denke?
Was nehme ich JETZT wahr, wenn ich daran denke?

Klopf das und schau, ob das einen Unterschied macht.

# 6 du machst dir keine Notizen

du schreibst dir nichts auf - Klopfakupressur ist Humbug

Hey, nicht die Augen verdrehen!
Ja, das ist manchmal lästig, aber 😉 es macht oft einen Unterschied.

Dazu gehört es auch, dir den Stresswert vor dem Klopfen aufzuschreiben.

Dabei nicht lange zu überlegen, sondern das aufschreiben, was dir spontan in den Sinn kommt.
Dir fällt keine Zahl ein, aber das Thema belastet dich?
Dann schreib dir eine 10 (oder -10, je nachdem, welche Skala du nutzt) auf.

Die Zahl an sich ist relativ unwichtig.
Wir brauchen sie nur um hinterher feststellen und „messen“ zu können:
Hat sich was verändert? Wenn ja – in welchem Ausmaß?

Natürlich glauben wir immer, dass wir uns das merken können, aber… das ist leider oft nicht der Fall. Außerdem gibt es noch den Apex-Effekt, aber das wird ein extra Punkt.

Knöpf dir also noch einmal dein Thema vor, bewerte deinen Stresslevel, klopf ein paar Runden (denk an Grund #2!) und bewerte den Stresswert dann noch mal.

Hat sich der Wert verändert?

Es lohnt sich wirklich, die Erinnerungen und Gedanken aufzuschreiben, die dir während der Klopfrunde einfallen. Das sind oft Aspekte (Grund #18), die zu dem Thema gehören und auch gelöst werden dürfen.

Manchmal sind es auch nur Gedankenblitze, die kurz aufflackern und dann wieder verschwinden.

Außerdem willst du dich beim Klopfen ja auch auf dein Thema konzentrieren und nicht darauf, dass du dir diesen Punkt später noch anschauen willst.
Multitasking ist hier nicht angebracht!

# 7 der Apex Effekt (Apex effect)

der Apex Effekt apex effect

Der Apex-Effekt zeigt sich, wenn ein Klient (oder du, wenn du mit dir alleine klopfst) nach einer erfolgreichen Klopfsitzung gar nicht mehr weiß, welches Thema er beklopft hat.

Oder er sagt: Dass das Problem jetzt weg ist, kommt davon, dass ________ (füge alle möglichen Gründe ein, die dir grad in den Sinn kommen.)

Darum ist Grund #6 (Notizen machen) auch so wichtig.

Wenn du zu Anfang der Session aufgeschrieben hast: Höhenangst – Stresswert 8, und nach dem Klopfen kannst du dir überhaupt nicht mehr vorstellen, dass du mal Höhenangst hattest, dann hast du zumindest einen schriftlichen „Beweis“ dafür, dass die Angst doch da war und sich das klopfen gelohnt hat.

Wenn du das noch nicht erlebt hast, dann hört sich das total strange und vielleicht sogar unmöglich an, dass man sich an ein Thema, das einen vorher stark belastet hat, nicht mehr erinnern kann.
Es ist aber nicht ungewöhnlich und kommt immer wieder vor.

Generell ist der Apex-Effekt ja auch nicht schlecht oder schlimm.

Es ist nur schade, dass du damit nicht die Arbeit würdigst, die dir bei der Problemlösung geholfen hat.
Und schlimmstenfalls sagst du: „klopfen funktioniert bei mir nicht“, obwohl es in Wahrheit super gewirkt hat.

#8 – du erwartest / willst zu viel auf einmal

zu viel auf einmal - Klopfakupressur bringt nüscht

Klopfakupressur ist toll und man kann damit viel verändern. Auch in der Arbeit mit sich selbst.
Und ja, es gibt auch immer mal wieder „one-Minute-Wonder“, wo du wirklich kurz an einem Thema klopfst und es damit komplett auflöst. Das ist aber nicht die Regel!

Grundsätzlich gehören viele Puzzlestücke dazu, um dauerhaft und nachhaltig erfolgreich zu sein. Über die Erwartungen habe ich hier schon mal geschrieben.

Wenn du dir ein großes Ziel vornimmst (spricht ja nichts dagegen), dann bau auch Zwischenschritte ein.
Schreib dir die Aspekte auf, die zu dem Thema gehören und bewerte von jedem einzelnen Puzzleteil den Stresswert.

Bei Höhenangst könnte das z.B. so aussehen (obwohl es bestimmt deutlich mehr Aspekte gibt – das sind nur ein paar Beispiele!)

wackelige Knie bekommen, sobald ich auf eine Leiter steige        8
die Angst, runterzufallen und mir das Genick zu brechen              5
schwindelig wenn oben bin                                                            4
flau im Magen, wenn ich aus dem Fenster gucke                           3
Angst, nach unten gezogen zu werden                                           9
fühlt sich wie ein Erdbeben an auf der Leiter                                 7
damals die Treppe runtergefallen                                                   4


Dann such dir EINEN Aspekt aus und bearbeite ihn.

Mit welchem du anfängst, hängt von dir ab. Wenn du es dir zutraust (und NUR DANN!) dann fang mit dem Aspekt an, der dich am meisten stresst und bei dem der Stresswert die größte Zahl hat.
Ansonsten nimm den, der dich aktuell am Wenigsten belastet. Oder den, der dich „anspringt“.
Darüber, wie du eine Entscheidung treffen kannst, habe ich hier schon mal geschrieben.

Welche Aspekt auch immer du dir ausgesucht hast – klopf ihn so lange, bis er komplett aufgelöst (sprich auf der Skala auf 0) ist oder bring ihn so weit wie möglich auf die positive Seite der Skala (wenn du mit der SUE Skala arbeitest), wie du kannst.

Nichts ist mehr demotivierend als ein Ziel von dem man das Gefühl hat, es NIE zu erreichen!

Wenn du dir dein Thema in Teile aufdröselst, dann hast du nach jedem Aspekt, den du erfolgreich beklopft hast, ein Erfolgserlebnis.
Das motiviert dich dann, dran zu bleiben und dich auch um die anderen Aspekte zu kümmern.
Dazu kommt natürlich noch, dass du „im Außen“ auch schon die ersten Veränderungen bemerkst.

Noch ein Extra-Tipp:

Du kennst bestimmt schöne, große Bügelgläser*, die man zum Einmachen verwenden kann.
Gestalte dir ein solches Glas so, dass du es richtig schön findest (du kannst es bemalen, bekleben, mit einem chicen Etikett versehen,…) und schreib alle Aspekte oder Themen, die du jetzt nicht bearbeiten kannst auf einen Notizzettel. Diesen Zettel faltest du zusammen und steckst ihn in dein Bügelglas.
Wann immer du Zeit hast und klopfen möchtest, dir aber kein Thema unter den Nägeln brennt, ziehst du dir einen Zettel aus dem Glas und klopfst es.

Toll ist es auch, wenn man verschiedene solcher Gläser hat.
Z.B. eins mit Dingen, für die man dankbar ist und eins, auf dem man jeden schönen Augenblick in Stichworten festhält.

Wenn du mal nicht gut drauf bist, dann ziehst du einen „schönen Augenblick“ oder etwas „Dankbarkeit“ und merkst sofort, wie es dir gut tut.

Buch Klopfen ist Bullshit 3D

Alle Tipps immer wieder nachlesen?

Im Buch findest du zu jedem Grund eine extra Klopfrunde, viele weitere Tipps und kostenloses Bonusmaterial.

#9 – du wertschätzt kleine Erfolge nicht

wichtig - auch kleine Erfolge wertschätzen und anerkennen

Wenn du einen Marathon laufen möchtest, dann bereitest du dich bestimmt mit einem gezielten Training darauf vor und kämst nicht auf die Idee, 2x 5km laufen zu gehen und dann zu sagen: „boah… ich war nach 5km so kaputt, ich brauche gar nicht weiter zu trainieren. Das bringt ja sowieso nichts. Ich werde nicht fitter.

Dir ist klar, dass die Fitness sich mit der Zeit steigert und es dir immer leichter fallen wird, zu laufen.

Beim Klopfen ist das irgendwie anders. Da gibt es oft nur schwarz und weiß, alles oder nichts.
Entweder eine Klopfrunde (oder eine Session) bringt mir den gewünschten Erfolg – die Lösung meines Problems - oder nicht.
Kleine Erfolge, sanfte Veränderungen oder erste Verbesserungen zählen nicht, denn ich will ja alles auf einmal.

(na, ertappt? Ich kenne das von mir selbst auch!)

Bleiben wir beim Beispiel Höhenangst. Du hast geklopft (mit Begleitung oder ohne) und kannst inzwischen 5 Stufen auf der Leiter stehen und dich dabei wohlfühlen. Dein Ziel ist es aber, dein Haus zu streichen und dafür musst du auch ganz weit oben auf der Leiter stehen können. Es hilft dir nicht weiter, auf Stufe 5 stehen zu können.


Oder vielleicht doch?

Wie wäre es, wenn du das wertschätzt, was du schon geschafft hast?
Was konntest du vorher nicht, was jetzt aber doch geht?
Wenn du auf der 5. Stufe der Leiter stehst, dann kannst du z.B. im Altbau die oberen Fenster putzen oder eine Birne wechseln.

Vielleicht haben sich auch andere Dinge verändert, die du noch nicht bemerkt hast, weil du nur auf dieses Thema fokussiert bist und für dich festgelegt hast: klopfen funktioniert erst dann, wenn ich die Höhenangst (füg (d)ein Problem ein) nicht mehr habe und komplett los bin.

#10 du bist nur auf ein bestimmtes Ergebnis fokussiert

nur ein Ergebnis im Blick

Das ist etwas, was ich immer wieder erlebe – und auch von mir selbst kenne.

Wir bemerken Veränderungen oft nicht, wenn sie nicht genau das sind, was wir uns wünschen bzw. worauf wir unseren Fokus legen.

Bei der Höhenangst kann das z.B. sein, dass wir jetzt kein Problem mehr mit dem Fahrstuhlfahren haben, obwohl wir vorher immer ein mulmiges Gefühl hatten.
Das fällt uns nicht auf.
Und wenn es uns doch auffällt, dann hat das nichts mit dem Klopfen zu tun (Grund #7 – Apex Effekt), sondern…  du weißt, worauf ich hinaus will, oder?!

In welcher Situation warst du gelassener / ruhiger,… ohne dass du es dir erklären kannst?

Vielleicht entdeckst du – nachdem du bewusst darauf schaust – auch einen Zusammenhang zwischen dem, was sich verändert hat und dem, was du geklopft hast.

#11 du bist nicht bei der Sache

mit den Gedanken woanders sein

Du hast dir vorgenommen, deinen Stress um deine finanzielle Situation zu beklopfen (gut so!), setzt dich bewusst hin und klopfst.
In Gedanken bist du aber bei dem Streit mit deinem Mann von gestern Abend, weil dir die Worte, die er dir an den Kopf geworfen hat, nicht aus dem Sinn gehen.

Sorry, aber so bringt das nichts.

Konzentriere dich auf ein Thema.Wenn der Streit jetzt noch so präsent ist, dann macht es Sinn, ihn jetzt zu klopfen und aufzulösen. Sonst ist das nichts Halbes und nichts Ganzes und du verschwendest deine Zeit.
Vermutlich bist du frustriert und wütend auf dich selbst, weil du so unkonzentriert bist. Dadurch bist du noch mehr auf deinen Mann sauer, denn schließlich ist er der Grund dafür, dass du dich jetzt nicht um die Finanzen kümmern kannst,…

STOP!

Klopf den Stress mit deinem Mann, bzw. das, was seine Worte in dir ausgelöst haben. JETZT!
Mach es ganz und in Ruhe. Wenn du damit fertig bist und noch Zeit hast, dann kümmer dich um deine finanzielle Situation und klopf das. Wenn nicht, dann mach dir einen neuen Termin mit dir aus, schreib ihn in den Kalender / Planer und kümmer dich dann drum (aber auch wirklich tun! Siehe Grund #1)

Du kannst dir auch angewöhnen beim Klopfen IMMER zuerst eine Runde „Stress“ zu klopfen. Unabhängig davon, um welches Thema es geht.
Silvia Hartmann hat das mit „Energy EFT*²“ (der Name hat sich geändert – es gehört jetzt zum Modernen Energietappen) quasi eingeführt.

Probiere das doch mal aus. Du bist bestimmt überrascht, wie gut dir diese Runde tut – auch (oder gerade) wenn dir gar nicht bewusst war, dass du gestresst bist.

Wenn du dir einen großen Gefallen tun willst, dann klopf doch jeden Abend, bevor du ins Bett gehst, eine Runde Stress“. Lass den ganzen „Quatsch“ vom Alltag los und mach den Kopf frei, damit du auch gut schlafen kannst.

In diesem Video klopfe ich „Stress“ und nutze dabei die Energy-EFT*² Klopfroutine.

#12 eigentlich soll sich gar nichts ändern

bloß keine Veränderung

Hört sich im ersten Moment vielleicht komisch an, denn wer klopft, der will auch eine Veränderung.
Bist du dir sicher?

Nehmen wir an, deine Frau möchte gerne mit dir in die Berge oder in den Kletterpark und da steht euch deine Höhenangst total im Weg.

Du fängst an zu klopfen und stellst dann fest: „nee… hilft mir nicht.“

Ein Teil von dir jubelt vor Freude, weil du „eigentlich“ überhaupt keine Lust hast, in die Berge zu fahren oder in den Kletterpark zu gehen. Du freust dich schon die ganze Zeit darauf, deinen Urlaub im Garten zu verbringen und hast schon Pläne gemacht.

Darüber hast du mit deiner Frau aber noch nicht gesprochen und das wäre dir auch unangenehm (wenn du klopfst, dann such dir ein Wort, was besser zu deinem Vokabular und Gefühlen passt als unangenehm!) gewesen, weil sie schon so lange von den paar Tagen in den Bergen erzählt.

Du hast ja wirklich alles versucht und sogar geklopft, um deine Höhenangst loszulassen, aber es hat ja nicht geholfen (STRIKE!!)

So nimmt dir die Angst das unangenehme Gespräch mit deiner Frau ab.

Schau genau hin:
Willst DU das Thema ändern?
Für wen willst du dich ändern?
Wer hofft / wünscht / erwartet diese Änderung? (sehr beliebt z.B. beim Thema Rauchen)

#13 du hast chronische Beschwerden

chronische Themen brauchen oft Geduld

Bei chronischen Beschwerden führt oft Grund#2 dazu, dass man sagt: bei mir hilft klopfen nicht.

Du tust dir selbst einen Gefallen, wenn du davon ausgehst, dass chronische Geschichten einfach mehr Zeit brauchen, um sie aufzulösen.

Das muss nicht so sein, aber du nimmst dir selbst viel Druck (was es dir dann insgesamt leichter macht), wenn du das einfach einplanst.

Wenn du ein Problem oder Thema schon lange mit dir rumschleppst, dann brauchst du oftmals mehr Zeit, um zum Problem „durchzudringen“ oder überhaupt erste Veränderungen zu erreichen.

Du kennst das von deiner Haut – wenn du Stellen besonders beanspruchst, dann bildet sich dort eine Hornhaut; du bekommst ein „dickeres Fell“ wie man umgangssprachlich sagt.

Wenn ein Thema lange in deinem Energiefeld verwurzelt ist und immer wieder neue Energie dazu kommt (immer, wenn du dich daran erinnerst und die „ollen Kamellen“ spürst), dann könnte man auch sagen, dass sich das Energiefeld an diesen Stellen staut und dadurch „dicker“ wird.

Energie ist aber eigentlich dazu ausgelegt, zu fließen und in Bewegung zu sein.

Darum ist es gut möglich, dass du Ausdauer brauchst, bis du diese dickeren, gestauten Energiefeldstellen aufgeweicht hast und zur „eigentlichen“ ersten Schicht vom Energiefeld durchgedrungen bist.

Manchmal gibt es auf dem Weg dahin noch etwas zu lernen.​

Vielleicht läuft dir ein TV Bericht über den Weg oder dir fällt ein Buch in die Hände, in dem für dich wichtige Informationen stecken. Und die du wissen musst, damit du dieses Thema auflösen kannst.

Gerade, wenn du schon viel ausprobiert hast und kurz davor bist, die Hoffnung aufzugeben, sollte dir das Mut machen.

Denk dran - das kennst du auch von deiner Haut!
Und zwar dann, wenn du dich verletzt hast.
Dann bildet sich eine Kruste, die oft – im Verhältnis zur Haut und der „kleinen“ Verletzung – ziemlich dick und hart ist.
Es kann eine Weile dauern, bis sie abfällt.

Von großen Wunden bleibt oft eine Narbe übrig, die auch dick und hart sein kann.
Wenn du selbst eine dickere oder härtere Narbe am Körper hast, dann weißt du, wie pflegeintensiv sie ist, wenn du sie geschmeidig(er) machen möchtest. Das ist ein ziemlicher Aufwand.

Das kann – muss nicht – auch bei chronischen Beschwerden so sein.

Du kennst sicher den Spruch: Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.

Bei der Klopfakupressur oder Arbeit mit Selbsthilfemethoden könnte man sagen:
Annahme ist der erste Schritt zur Besserung.


Wenn du (d)ein Thema annehmen kannst, dir selbst eingestehen: „ja, das ist so. Es gefällt mir nicht. Ich finde es Scheiße und es macht mich wahnsinnig, aber es ist so“, dann ist das ein wichtiger, erster Schritt.

Darum ist eine mögliche Herangehensweise bei chronischen Beschwerden auch, diesen Satz immer und immer wieder klopfend zu wiederholen – so lange, bis er sich wirklich wahr anfühlt.

Auch wenn ich _____________________ (dein Problem einfügen) habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich diese Höhenangst habe (ggf. und mich das _______________ macht) liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Du kannst dabei an der Handkante klopfen oder den „wunden Punkt“ reiben.
Den „wunden Punkt“ findest du ungefähr auf Höhe des Schlüsselbeins, wenn du die Hand in Richtung der Schulter bewegst (rechte Hand, linke Schulter). Wenn du leicht drückst, dann findest du dort einen Punkt, der sich wie ein blauer Fleck anfühlt und ein bisschen weh tut. Den kannst du mit 2 Fingern reiben und dabei den oberen Satz sprechen.

Probiere es aus.
Leg dir einen Zeitrahmen fest, über den du das „einfach“ machst.
2 Wochen, 4 Wochen.

Und dann mach es 2x täglich für jeweils 5-10 Minuten.
Einfach nur

Auch wenn ich _____________________ (dein Problem einfügen) habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Nach den 2 oder 4 Wochen spürst du noch mal wieder nach:
Was hat sich verändert?
Wo reagiere ich anders?
Wo fühle ich mich anders?

Vielleicht (hoffentlich) hilft dir das weiter und weicht deine „Narbe“ oder deinen „Energiestau“ auf.
Und dann kannst du dich „richtig“ deinem Thema widmen.

Wenn du neben diesen chronischen Beschwerden noch andere Themen hast, die du klopfen könntest, dann erinnere dich an meine Empfehlung aus Grund #2.

Kleine Themen.

Erfolge sind für die Motivation sehr wichtig.
Tu dir den Gefallen und gönn dir die Erfolge.

Vielleicht möchtest du auch deine „Ungeduld“ beklopfen.
Oder dich fragen: was brauche ich jetzt, um geduldig(er) zu sein?

Ich hoffe, das Beispiel mit der Haut ergibt für dich Sinn und motiviert dich, dran zu bleiben.

#14 Das Gefühl ist nicht „deins“

das Gefühl gehört dir nicht

Klingt komisch, oder?
Wie soll ein Gefühl, dass du wahrnimmst, gar nicht deins sein?
Wem soll es denn dann gehören?
Und warum kannst du es wahrnehmen?

Vielleicht hast du schon mal erlebt, dass du etwas gesagt hast und dein Partner oder deine Freundin mit „hab ich auch grad gedacht“ reagiert haben.

Oder umgekehrt.
Also hattet ihr beide den gleichen Gedanken – nur einer hat ihn eher ausgesprochen.

Soooo fremd ist das also gar nicht für uns.
Nur ist es uns oft nicht bewusst, bzw. wir machen uns keine Gedanken drüber.

Mit den Gefühlen kann es auch so sein, dass wir einfach das spüren oder wahrnehmen, was Menschen in unserem Umfeld gerade erleben.
Wenn jemand sehr niedergeschlagen ist, dann kann es sein, dass wir uns auch niedergeschlagen oder traurig fühlen, wenn wir mit ihnen zusammen sind. Ohne, dass uns der Zusammenhang auffällt.

Je empathischer wir sind – oder vielleicht sogar Hochsensibel – desto „leichter“ fällt es uns, auf der Stimmung der Leute in unserer Umgebung „mitzuschwingen“.

Viel öfter aber liegt es daran, dass wir diese Gefühle transgenerational übernommen haben. Das im Detail zu erklären würde hier den Rahmen sprengen und es gibt Menschen, die das deutlich besser erklären können, aber ich möchte kurz darauf eingehen:

Nehmen wir an, du hattest diese Höhenangst (um beim Thema zu bleiben) schon immer. Du kannst dich nicht daran erinnern, jemals angstfrei auf Leitern geklettert zu sein. Es stört dich zwar, ist aber für dich total normal und du bist „schon immer“ so gewesen.

Diese Angst ist quasi ein Teil von dir. Ein Grundrauschen, das schon immer da war. Du hast keine Vorstellung, wie es sich ohne diese Angst anfühlen könnte.

Transgenerational bedeutet, dass jemand (oder mehrere) deiner Vorfahren auch diese Angst hatte und du sie von ihm oder ihnen übernommen hast. Du wurdest mit deren Angst geboren.
Sie ist da – aber nicht deine.

Da ist es auch nicht verwunderlich, dass sich wenig ändert, wenn du klopfst: Auch wenn ICH diese Höhenangst habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Für dieses Problem gibt es in der Systemischen Klopfakupressur tolle Lösungen.

Du klopfst:
Auch wenn WIR diese Höhenangst haben (dazu musst du nicht zwingend wissen, wer das war. Du kannst in Gedanken alle Vorfahren mit Höhenangst einladen, mit dir mitzuklopfen) sind wir okay, wie wir sind. Und unsere Verbundenheit bleibt so oder so bestehen.

Aber auch beim wir-klopfen ist es besser, wenn du spezifisch bist. Tipps findest du bei Grund #3. Direkt ausprobieren kannst du das wir-klopfen mit dem Systemischen Friedensprozess, den du hier findest.

Das Klopf-Tutorial von Ronald Hindmarsh und Regine Kroll ist auch – neben der Klopf-Kongress Facebook-Gruppe (d)eine Anlaufstelle für Fragen zu transgenerativen Belastungen und der Systemischen Klopfakupressur.

#15 ein Teil von dir fühlt sich nicht sicher

das ist nicht sicher

Beim Klopfen geht es oft ans Eingemachte. Darum ist es auch sehr wichtig, dass wir uns sicher fühlen.
Nicht nur „geht so“, sondern wirklich sicher.
Sicher in unserer Umgebung (kommt auch niemand rein und stört mich?)
Sicher in der Anwendung (mache ich das richtig?)
Sicher mit den Folgen (komme ich mit dem „Ergebnis“ vom Klopfen klar?)

Gerade, wenn wir etwas beklopfen wollen, was uns sehr belastet und / oder schon lange begleitet, dann ist es wichtig, dass wir uns sicher fühlen, uns wirklich fallen lassen und auf den Prozess einlassen können.

Wenn wir uns nicht sicher fühlen, dann können wir uns gar nicht richtig für das Thema öffnen und nur an der Oberfläche kratzen.
Das ist (mehr oder weniger) verschwendetet Zeit und Energie und führt zu unnötigem Frust.

Wenn du merkst, dass du es nicht schaffst, eine für dich sichere Umgebung zu schaffen, dann such dir bitte Unterstützung.

Vielleicht reicht es ja schon, die ersten Sessions begleitet zu werden, damit du dich sicher fühlst und weißt, dass du alleine weitermachen kannst.

Und denk immer dran: dir Unterstützung zu holen ist ein Zeichen von Stärke

#16 du möchtest die unangenehmen Gefühle nicht spüren

das will ich nicht fühlen

Es ist total verständlich, dass wir vermeiden, unangenehme Gefühle wahrzunehmen. Wer fühlt sich schon gerne schlecht?
Beim Klopfen ist es aber wichtig, diese Gefühle zu spüren, um sie auch loslassen zu können.

Und je besser du sie spürst, desto besser kannst du die Veränderungen im Prozess einschätzen.

Louise Hay hat es mit dem Hausputz verglichen. Je besser du den Staub und Schmutz siehst, desto leichter kannst du ihn wegputzen.

So ähnlich ist es beim Klopfen auch.

Je besser wir das wahrnehmen, was sich jetzt nicht gut anfühlt, desto leichter fällt es uns meist, es zu bearbeiten und zu verändern.

Es geht ja auch nicht darum, diese Gefühle aufzuwühlen und dann… nichts mehr zu machen und sie „nur“ deutlicher fühlen zu können.
Wir spüren diese Gefühle und lösen sie dann klopfend auf, oder lindern sie zumindest. Das unangenehme Gefühl ist also kein Dauerzustand.

Wenn dir das bewusst ist, dann kannst du dich eher darauf einlassen.

Sobald du einen Widerstand in dir spürst und es sich nicht sicher anfühlt zu klopfen:
LASS ES! (siehe Grund #15)
Zumindest alleine.

Safety first! Es ist total wichtig, dass du deine Bedürfnisse ernst nimmst.

Es ist auch gut möglich, dass du ein Trauma erlebst hast. Wenn du danach vermeidest, unangenehme Gefühle zu spüren, ist das Schutzmechanismus. Dein Körper schützt dich davor, solch traumatische Gefühle noch mal durchmachen zu müssen.
Es ist wichtig, das zu akzeptieren und dir Hilfe zu holen.

Ein Video zu der Frage "Woran erkenne ich ein Trauma" findest du hier.

#17 das Thema ist für dich “unaussprechlich“  - z.B. weil es zu peinlich ist

das ist peinlich. Ich schäme mich dafür

Es ist gar nicht so selten, dass man ein Problem hat und nicht darüber sprechen will und kann.
Es kann sein, dass dir das Thema total peinlich ist. Das kommt besonders bei körperlichen Beschwerden oder Beziehungsthemen immer wieder vor.
Aber auch wenn es um etwas geht, das es ungesetzlich war, wie z.B. wenn du als Teenager (oder letzte Woche) etwas geklaut hast.
Vielleicht hast du auch ein Verhältnis und niemand soll es wissen.
Bei Ängsten ist es oft so, dass man die Angst nicht aussprechen mag, weil man Angst hat, das – vor dem man solche Angst hat – damit heraufzubeschwören. „Wenn ich das Wort ‚Grippevirus‘ ausspreche, stecke ich mich direkt damit an.“
Da kann viel Aberglaube im Spiel sein.

Wenn es dir so geht, dann wird es natürlich schwer, dir Hilfe zu holen – denn dann müsstest du ja damit rausrücken…
Zumindest, wenn man glaubt, dass es absolut nötig ist, direkt über das Thema zu sprechen. Ist es aber nicht.

Du kannst sogar mit einem Klopf-Profi bzw. Practitioner erfolgreich arbeiten, ohne dass er oder sie dein eigentliches Problem kennt!

Dazu ist es aber wichtig, dass du gleich von Anfang an mit offenen Karten spielst und sagst: ich habe ein Problem, dass mir aber so unangenehm (peinlich / beängstigend,…) ist, dass ich es nicht aussprechen kann.

Wenn du selbst klopfst und merkst, dass Klopfakupressur für dich besser funktioniert, wenn du die Worte laut aussprichst – das aber aus welchem Grund auch immer bei diesem Thema nicht kannst – dann überleg dir z.B. ein Symbol für dein Thema.

Oder einen Überbegriff. Es kann auch ein Geräusch / ein Ton sein.

Ein Wort, das es FÜR DICH erklärt.

Und dann gehst du mit diesem Wort, Begriff, Geräusch, Ton oder Symbol wie gewohnt durch den Klopfprozess.

#18 du hast nicht alle Aspekte erwischt

du hast nicht alle Aspekte erwischt

Dieser Grund trifft eher dann zu, wenn du mit Klopfakupressur etwas verändern kannst, aber das Thema scheinbar wiederkommt oder du es nicht ganz aufgelöst bekommst.

Das liegt dann oft daran, dass du nicht alle Aspekte gefunden und bearbeitet hast.

Bei dem Beispiel mit der Höhenangst kann es sein, dass es viele Aspekte gibt, wie z.B. diese hier:

  • Schwindel, wenn du auf die Leiter steigst
  • Angst, zu fallen
  • Angst, nach unten gezogen zu werden
  • Angst, zu sterben
  • das Gefühl eines Erdbebens unter dir
  • Erinnerung an eine Situation als Kind, in der du 2 Stufen auf der Treppe runtergefallen bist
  • Herzrasen und Atemnot
  • Schweißausbrüche
  • Scham – es ist dir peinlich, dass du das Problem hast
  • Schwindel, wenn du nach oben guckst
  • Schwindel, wenn du nach unten guckst
  • Erinnerung an eine Situation als Kind, wo du mit deinen Freunden irgendwo hochklettern wolltest, dich nicht getraut hast und ausgelacht wurdest
  • fiese Sprüche damals in der Ausbildung
  • Druck, es geheimhalten zu müssen
  • ...

Wenn du jetzt 2-3 Aspekte nicht bearbeitet hast, die aber sehr wichtig sind, dann bleibt die Höhenangst bestehen oder kann sich zumindest nicht ganz auflösen.

Dein Körper produziert diese Angst ja nicht „einfach so“, sondern um dich vor Gefahr zu schützen. Diese Aspekte hat dein Körper irgendwann mit „Gefahr“ verknüpft, als gefährlich abgespeichert und tut daher alles, damit du diese Gefahrensituationen nicht noch einmal erlebst.

Nachdem du alle Aspekte gefunden und bearbeitet hast, kannst du diese Angst (oder welches Thema auch immer) loslassen, denn der Körper hat jetzt keinen Grund mehr, dich schützen zu müssen.

Lass dich nicht demotivieren, wenn du das Gefühl hast, dass es soooo viele Aspekte sind, die du NIE alle durcharbeiten kannst. Viele davon werden miteinander verbunden sein und es ist fast immer so, dass sich andere Aspekte automatisch mit verändern, wenn du einen „großen“ (wichtigen) Aspekt beklopfst.

Wenn dich das aber lähmt und davon abhält, überhaupt zu klopfen, dann kümmere dich zuerst um den Stress, den dir die ganzen Aspekte machen:

Auch wenn es überhaupt keinen Sinn macht, das Thema zu bearbeiten, weil ich es NIE schaffe, alle Aspekte zu bearbeiten, das würde Jahrzehnte dauern und die Vorstellung macht mich ________ (wie macht es dich?) liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie ich das Thema jemals fertig bearbeitet kriegen soll, weil kein Ende in Sicht ist und ich Jahre klopfen müsste, um es komplett aufzulösen, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin. Und ich entscheide mich, trotzdem anzufangen. Jetzt. Mit einem Aspekt. Und danach zu schauen, wie es mir damit geht. Einen Versuch ist es wert.

Oder was immer für dich passend ist. (denk an Grund #4)

Es ist wirklich wichtig, ein Thema von allen Seiten zu beleuchten und möglichst alle Aspekte zu finden.

Ja, das ist alleine gerne mal herausfordernd.
Und dann macht es Sinn, dir Unterstützung zu holen.

Warum?

Es geht schneller.
Für ein Gegenüber - das kann auch eine Freundin oder jemand sein, der sich mit Klopfakupressur auskennt - sind Aspekte, die dir nicht auffallen, oft offensichtlich (der Wald, den man vor lauter Bäumen nicht sehen kann…).
Du hast die Sicherheit, mit den (möglicherweise) aufkommenden Emotionen nicht alleine zu sein.

Hier findest du eine Übersicht von deutschsprachigen Klopf-Profis.


Wenn du mit Gleichgesinnten „Swap Sessions“ machen möchtest – also miteinander klopfen, wobei jeder einmal Klient und einmal Begleiter ist und keinen Gleichgesinnten in deiner Nähe hast, dann such gerne in der Klopfpartnerbörse auf Facebook.

Wichtig: dort darf man sich NUR für KOSTENLOSEN Austausch verabreden.

Mit welchem Aspekt fängst du jetzt an?

#19 – ein Aspekt hat sich verändert (und dir ist es nicht aufgefallen)

etwas ist anders und hat sich verändert

Es ist total normal, dass sich der Aspekt während des Klopfens ändert. Du fängst an, eine Wut zu klopfen, die dann irgendwann zu Ärger, Ohnmacht oder Angst wird.

Wenn du aber (wir bleiben beim Thema Höhenangst) nur mechanisch klopfst und sagst: „meine Angst zu fallen“, ohne zu SPÜREN und BEOBACHTEN, was in dir los ist, dann kann es sein, dass du nicht merkst, dass die Angst zu fallen gar nicht mehr präsent ist.
Stattdessen kam eine Erinnerung hoch, wie deine beste Freundin dich damals ausgelacht hat und das macht dich total wütend.

In dir brodelt diese Wut auf die Freundin und du klopfst die Angst zu fallen.

Das macht wenig Sinn, oder?!

Darum ist es wichtig, dich beim Klopfen immer zu beobachten.

Es geht nicht darum, ein Ergebnis zu erwarten und „herspüren“ zu wollen.
Es geht darum, wahrzunehmen, was in dir lost ist.

Du kannst dir auch immer wieder die Frage stellen:
Was macht das jetzt mit mir?
Alle Antworten darauf sind neues Futter für die nächste Klopfrunde.

Buch Klopfen ist Bullshit 3D

Alle Tipps immer wieder nachlesen?

Im Buch findest du zu jedem Grund eine extra Klopfrunde, viele weitere Tipps und kostenloses Bonusmaterial.

#20 bei manchen Menschen hilft es nicht

sehr selten wirkt Klopfakupressur gar nicht

Dieser Grund wird kontrovers diskutiert und ich weiß, dass viele Kollegen das anders sehen. Meiner Erfahrung nach ist es aber so, dass es immer mal wieder jemanden gibt, bei dem es schlicht nicht funktioniert.
Egal, wie man klopft und welche „Tricks“ man nutzt. 

Ein Großteil der Leute die von sich glauben, dass Klopfakupressur nicht hilft, finden sich allerdings in einem der oberen Gründe wieder (gerne auch bei chronischen Problemen), aber für wenige Ausnahmen funktioniert es auch dann nicht, wenn alles beachtet wurde.

Das ist schade, aber das ist leider so.

Ich habe noch keine Methode gefunden, die für alle Themen und alle Menschen IMMER hilft.

Wenn du so ein Tool kennst, dann schreib mir UNBEDINGT eine Email mit mehr Infos darüber!

Mir fällt es aber auch auf anderen Gebieten schwer etwas zu finden, was IMMER und ÜBERALL FÜR JEDEN passt.

Oder kennst du z.B. ein Medikament, das immer bei jedem wirkt?
Musik, die jedem gefällt?
Etwas zu essen oder trinken, das jedem schmeckt?

Das Gute ist, dass es noch unzählige andere Selbsthilfemethoden und Tools gibt und da ist bestimmt etwas dabei, was dir weiterhilft.
In meiner Selbsthilfe-Toolbox (früher: Neues Jahr, neue Wege) findest du eine Auswahl an Methoden, die nichts mit klopfen zu tun haben.

Aber das ist nur ein kleines Krümelchen vom großen Kuchen mit all den Methoden und Tools, die es (sogar im deutschsprachigen Raum) gibt.


Zum Schluss habe ich noch ein paar allgemeine Tipps für dich, die sich nicht nur auf Klopfakupressur beziehen:

  • trink ausreichend Wasser – Manchmal reicht es schon, 1-2 Glas Wasser zu trinken, damit sich etwas verändert. Vielleicht kennst du das schon aus der Kinesiologie. Probiere es auch gerne bei der Klopfakupressur aus
  • bring dich in Balance – Wenn dein Energiesystem generell nicht gut funktioniert, dann empfehle ich dir, Übungen zu machen, die es wieder in Balance bringen. Das ist nicht nur fürs Klopfen wichtig, sondern du wirst auch merken, wie viel besser du dich im Alltag fühlst, wenn dein Energiesystem gut funktioniert und die Energie gut fließt. Diese „Daily Energy Routine“ von Donna Eden kann ich nur empfehlen.

Das Video ist auf Englisch, aber sie macht alle Übungen vor, so dass du auch mitmachen kannst, wenn du kein Englisch sprichst.
Gibt dir einen Monat Zeit und mache diese Übung TÄGLICH.
Du wirst merken, wie gut dir das tut und welche „Kleinigkeiten“ sich verbessern.

  • erde dichDafür ist es gut, wenn du in der Natur barfuß läufst oder Gartenarbeit machst. Generell trägt der Aufenthalt in der Natur dazu bei, dass du mehr bei dir bist.
    Wenn du magst, dann umarme auch gerne einen Baum.
    Das liest sich vielleicht komisch, aber du kannst das natürlich machen, wenn dich niemand dabei sieht.
  • beweg dichGerade, wenn du den Tag über viel sitzt ist es wichtig, dich zu bewegen. Nimm dir immer mal wieder eine Minute um aufzustehen, dich zu recken und zu strecken. Du kannst auch gerne den „Hampelmann“ machen oder die Arme und Beine ausschütteln.
  • Alternate Arrow Circle Right
    synchronisiere deine Gehirnhälften – Die Synchronisierung ist auch etwas, was dir nicht nur beim Klopfen, sondern auch im Alltag viele Vorteile bringt. Oft hilft diese Übung schon, um das Gedächtnis etwas zu verbessern.
    Den Homolateral Crossover Donna Eden erklärt von Monika Richrath in diesem Video.

Mach doch gleich mit.

Du kannst auch die Suchmaschine deiner Wahl (oder YouTube) bemühen und nach „Übung Gehirnhälften synchronisieren“ oder „Übung Gehirnhälften verbinden“ suchen. Es gibt sehr viele Informationen dazu.

Du tust dir auch einen Gefallen, wenn du täglich bewusst etwas mit der linken Hand machst, was du normalerweise mit der rechten Hand machst – und umgekehrt.


Übersicht aller Gründe


Weitere Tipps:
- trink ausreichend Wasser
- bring dich in Balance
- erde dich
- beweg dich
- synchronisiere deine Gehirnhälften


Ich hoffe, du hast in dieser Aufzählung Gründe gefunden, warum klopfen bisher bei dir nicht (so gut) funktioniert hat und bist jetzt motiviert, es direkt noch einmal zu probieren.

Welches Thema nervt dich im Alltag?

Schreib dir die Aspekte dazu auf, die dir jetzt schon klar sind und fang an zu klopfen!
Jetzt!
Oder mach dir JETZT einen Termin mit dir aus. Notier ihn dir im Kalender und nimm ihn wahr.

Das solltest du dir wert sein.

Schreib mir gleich im Kommentar, wo du dich "ertappt" gefühlt hast und welches Thema du jetzt angehst.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.