Mogelpackung

Diesen Schritt habe ich lange vor mir hergeschoben. Und doch „brodelt“ er schon lange in mir.

Den letzten Anstoß dafür, diesen Schritt jetzt wirklich zu gehen, brachte eine „Human Design“ – Sitzung. (Danke Beate Brandt?)

Wenn du das Human Design System noch nicht kennst, dann lade ich dich herzlich ein, dich darüber zu informieren.
Zumindest, wenn du dich besser kennenlernen und erfahren möchtest, warum du tickst wie du eben tickst.

In meinem Fall ging es hier um Authentizität, dem „Tor der Liebe zum eigenen Weg“ und zu den eigenen Überzeugungen stehen.

Und genau da fühlte ich mich immer wie eine Mogelpackung.

Auch wenn ich nie gesagt habe, dass es mir gut geht und mir klopfen total weitergeholfen hat, war es in mir ein innerliches Tauziehen.

inneres Tauziehen

Man geht „mit sowas“ nicht in die Öffentlichkeit. Schon gar nicht, wenn man mit anderen Menschen arbeitet.
Man muss ja souverän und gesund sein. Sonst wird das nichts.

Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder Kollegen gefragt, ob man „sowas“ öffentlich zugeben sollte und in mehr als 95% war die Antwort: Nein! Auf keinen Fall! Dann nimmt einen keiner mehr ernst.

Aber ich wollte auch nicht den Eindruck vermitteln, dass bei mir alles prima ist – denn das ist es leider nicht.

Das war und ist für mich einfach nicht authentisch.

In dieser Zwickmühle, bzw. mit diesem inneren Tauziehen habe ich über Jahre gelebt.

Als das Thema „Authentizität“, das für mich ganz wichtig ist, in der Human Design Sitzung auf den Tisch kam, war mir sofort klar, dass ich das ändern muss.
Jetzt.

Wenn du mich schon länger kennst, dann weißt du, dass mir nach klaren Ansagen ist und ich nicht gerne um den heißen Brei rum rede.
So mache ich es dann heute auch:

Seit mehr als 30 Jahren leide ich unter einer Angststörung.

Und wie das mit Ängsten so ist, verselbständigen sie sich wie ein Buschfeuer, bevor man es selbst überhaupt bemerkt hat.

So war es bei  mir auch.

Sie fing zu Schulzeiten an (eigentlich schon früher, aber da wurde sie extrem) und hat dazu geführt, dass ich in der Orientierungsstufe ein Zeitlang nicht oder kaum in der Schule war.
Schlussendlich hat es auch meine Schulempfehlung beeinflusst.

Die Ängste wurden durch eine Therapie besser und ich konnte relativ gut damit leben. Zumindest, solange ich keinen besonderen Stress hatte.

Trotzdem hatten sie immer noch großen Einfluss – z.B. auf die Wahl meiner Ausbildung, den Ort der Ausbildung (es musste was in der Nähe sein) usw.

Freiheit, frei sein

Ich war nie wirklich frei.

In meinem Ausbildungsberuf (Groß- und Außenhandelskauffrau) habe ich nur kurz gearbeitet.
Zum einen bekam ich körperliche Beschwerden, zum anderen gab es einen Kollegen, mit dem mich die Zusammenarbeit sehr gestresst hat. (Mobbing)

Dieser Stress hat dafür gesorgt, dass ich krank wurde und nicht mehr arbeiten konnte.
Die Ängste wurden extrem schlimmer.

Damals konnte ich die Verbindung zu dem Kollegen nicht sehen – obwohl es rückblickend total offensichtlich ist.

Es geht nicht um Schuld, wenn ich den Kollegen erwähne. Es geht nur darum, die Situation besser zu erklären und zu zeigen, wie "blind" man sein kann.

Eine Angststörung zu haben und nicht arbeiten zu gehen, bzw. nicht aus dem Haus zu gehen ist keine gute Kombination!

Zumindest war sie es für mich nicht.

Glaubenssätze wie „wenn man krank ist, dann bleibt man zu Hause“ haben mir auch nicht gerade weitergeholfen... 

Ich ging den „üblichen“ Weg der Schulmedizin, was in diesem Fall eine Verhaltenstherapie ​war.
Wenn ich alle Therapien zusammen rechne, dann waren das etliche Jahre – mit einem sehr bescheidenen Ergebnis.
Oder eher keinem.
Zumindest keiner Verbesserung.

Danach habe ich mich auf die Suche nach alternativen Methoden gemacht, die mir helfen, die Ängste zu überwinden.

Zuerst kam ich – wie viele andere „Sucher“ - auf EFT, eine Klopfakupressur – Technik.
Nachdem ich merkte, dass es mir durch das klopfen nicht besser ging, sind mir gefühlt 1000 andere Tools und Selbsthilfemethoden über den Weg gelaufen.
Durch die habe ich mich nach und nach durchgearbeitet.

Ich habe unzählige Bücher gelesen, Online-Kurse gemacht, die (für mich) kuriosesten Sachen ausprobiert… aber leider hat nichts davon den Durchbruch gebracht.

Mit wie vielen verschiedenen Heilern, Coaches und Kollegen ich gearbeitet habe, kann ich nicht mehr sagen.
Die Zahl ist dreistellig.

Wie viel Geld ich im Laufe der Jahre investiert habe, weiß ich nicht.

Einerseits wäre es interessant zu wissen, aber ich würde vermutlich auch einen Herzkasper kriegen, wenn ich die Summe schwarz auf weiß vor mir hätte…

Auf meinem Weg wurde ich (mehrfach) gefragt, warum ich nicht anderen Menschen helfe, wenn ich schon so viele Tools und Techniken kenne.

Auf die Idee wäre ich selbst gar nicht gekommen, denn wie soll ich anderen Leuten helfen, wenn ich es nicht schaffe, meine eigenen Probleme in den Griff zu bekommen?

Trotzdem ließ mich der Gedanke nicht los, so dass ich auch noch eine Coaching Ausbildung machte und meine erste Webseite an den Start brachte.

Es folgten zahlreiche „Practitioner“ Ausbildungen, damit ich alles gut genug lerne, um andere Menschen unterstützten zu können.

Dann kam – witziger Weise in einer Phase, in der ich kaum mit Klopfakupressur gearbeitet habe – der Online-Kongress Klopf-Kongress dazu.

Für mich ist es immer noch komisch, dass ich anderen helfe, obwohl sich bei mir nichts tut. Zumindest nicht merkbar.

Trotzdem gehe ich davon aus, dass sich etwas verändert – mir aber nicht bewusst ist.

Eisberg

Meine Analogie ist der Eisberg, bei dem der größte Teil unter der Wasseroberfläche ist.
Ich hoffe, dass der Teil der Ängste, der bei mir sozusagen unter der Wasseroberfläche liegt, schon deutlich kleiner geworden ist – nur sehen und merken kann ich es noch nicht.

Und natürlich habe ich auf meinem Weg viel gelernt.

Über das Scheitern.
Über das „anders sein“.
Über Frust.

Verständnis.
Unverständnis.
Was wirklich wichtig ist im Leben.
Dass man auch beschissenen Situationen etwas Gutes abgewinnen kann.

Was ich NICHT brauche und möchte ist Mitleid!

Wenn du Mitleid hast, machst du denjenigen, für den du mit-leidest, automatisch zum Opfer.

Ich möchte kein Opfer sein.
Und schon gar nicht zum Opfer gemacht werden.

Ich wollte mir nur von der Seele schreiben, was mit mir los ist.

Was erwarte ich von diesem Beitrag?
Ehrlich gesagt erwarte ich nichts.
Zumindest nicht von dir.

Ich habe von mir erwartet, ihn endlich zu schreiben.
Und zu veröffentlichen.

Es musste einfach raus.

Ich habe es so lange nicht öffentlich gemacht (wobei ich das Thema vor dem ersten Klopf-Kongress schon mal angeschnitten hatte – vielleicht erinnert sich noch jemand an meinen Beitrag zum „Zahnarzt mit den schwarzen Zähnen“ als Analogie für meine Situation), weil ich es für mich nicht noch mehr zementieren wollte.
Weil es nicht noch mehr meine Identität werden sollte.

deine Identität

Aber ich weiß gar nicht, ob das überhaupt geht.

Oder ob ich es nicht noch viel mehr zu meiner Identität mache, indem ich es unterdrücke, bzw. unter Verschluss halte.

Wie bei einem Ball, den ich dauerhaft unter Wasser drücken will.
Es ist ein ständiger Kraftaufwand.
Es kostet immense Energie.

Und was bringt es mir?

Ja, ich bin nicht so angreifbar.
Je mehr Leute davon wissen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Shit-Storms.

Was andersrum natürlich Quatsch ist, denn es ist auch kein Geheimnis, dass ich krank bin.
Oder anders ausgedrückt: viele in meinem Online-Umfeld wissen davon.

Wie ausgeprägt die Ängste sind und was ich alles nicht kann bzw. nicht mache, das weiß nicht jeder.
Aber dass ich ein Problem mit Ängsten habe und dass ich schon seit Jahren daran arbeite, das wissen viele.

Vor Jahren durfte ich auch schon mal bei Amazon eine fiese Rezension zu einem meiner Bücher lesen, die mit dem Buch an sich nichts zu tun hatte.

böse Kommentare im Internet

Von jemandem, der viele private Dinge von mir wusste, aber zu feige war, die Rezension unter seinem echten Namen zu schreiben…

Ja, das hat verdammt weh getan.
Ja, das kann wieder passieren.
Ich kann es nicht ändern.
Und ich möchte mich nicht länger verstecken.

In meinem „echten Umfeld“ geht das auch gar nicht.

Dazu schränke ich mich viel zu stark ein.

Es ist mir total peinlich, wie es mir geht.
Ich schäme mich dafür.

Ich preise Selbsthilfe-Tools an, obwohl ich selbst noch nicht am eigenen Leib gemerkt habe, dass sie was bringen.
Oder was sie bewirken können.

Das ist schon krass.

Es fühlt sich auch falsch an.

Wie ein Betrüger. Schwindler. Hochstapler.
Eine Mogelpackung. (Danke Sebastian Weber für den Begriff. ? Der trifft es genau!)

Für mich ist es immer wieder magisch, wenn ich höre: „wow… ich habe dein Video mitgeklopft und fühlte mich direkt besser“ oder „die Übung war ja super. Vorher fühlte ich mich so und jetzt geht es mir so.“

Zauberstab magisch

Natürlich freue ich mich wie Bolle - wünsche mir das aber auch für mich selbst.
Dass ich eine Übung mache und hinterher merke: „wow. DAS hat aber gut getan.“

Aus diesem Grund habe ich auch wenig Verständnis, wenn jemand merkt, dass ihm ein Tool gut tut und er damit Erfolge hat – es aber nicht weiter nutzt.
Obwohl ich weiß, dass natürlich auch eine Taktik vom Unterbewusstsein dahinter steckt, aber damit kann ich wirklich schlecht umgehen.
Und auch ungemütlich werden.

Ausschließlich online zu arbeiten fällt in die Kategorie: „aus der Not eine Tugend machen“.

Davon abgesehen, dass ich hier keinen Raum für eine Praxis habe, geht es mir auch oft körperlich nicht gut, so dass mir der Kontakt online oder per Telefon lieber ist.
Da kann ich für eine gewisse Zeit ganz gut überspielen, wie es mir geht.

Live und in Farbe klappt das nicht so gut.
Oder es kostet noch mehr Energie.

Die Ängste sind auch die Erklärung, warum ich bisher noch nicht beim Klopf-Barcamp in Bremen dabei war – was ja „eigentlich“ nicht soooo weit weg ist.

Um es noch mal ganz plakativ zu machen:

Das letzte Mal, als ich etwas in einem Laden vor Ort gekauft habe, habe ich mit D-Mark gezahlt.

Natürlich ärgert mich das.
Es ist mir total peinlich.
Ich schäme mich dafür.
Es frustriert mich.
Es frisst mich innerlich auf.
Es macht mich ohnmächtig.

Nicht immer, aber immer mal wieder.

Es macht mich wütend.

Auf die Ängste.
Auf die Tools.
Aber zum größten Teil auf mich.
Dass ich bisher noch nicht darauf gekommen bin, warum es mir nicht besser geht.

Wütend, dass ich bei mir unbewusst scheinbar gefühlte 1000 Sicherungen eingebaut habe, um in dieser Situation zu bleiben. 
Fort Knox.

In all den Jahren gibt es 2 Dinge, die ich bewusst nicht gemacht habe, um mich von den Ängsten zu befreien:

Zum einen dauerhaft Tabletten gegen die Ängste zu nehmen.
Das kann jeder machen, wie er möchte, aber für mich ist es der falsche Weg.
Die Ängste sind nach meinem Verständnis nur ein Symptom und nicht die Ursache.

Außerdem machen mir die möglichen Nebenwirkungen Angst und ich habe erlebt, wie es Bekannten ging, die solche Medikamente genommen haben.
Das entspricht nicht meinem Verständnis von Verbesserung.

Das andere ist, damit offensiv nach Draußen zu gehen.
So richtig.

Vermutlich auch, weil ich mich in den letzten Jahren viel mit Psychologie, Krankheitsgewinn und Verhaltensmustern beschäftigt habe.

„What you resist, persists“.
Das, gegen das du Widerstände hast, bleibt bestehen.

Das hat bei mir „super“ funktioniert.

Es fällt mir schwer, anzunehmen, dass es so ist.
Dass die Ängste da sind.

Aber unabhängig davon, ob es mir schwer fällt oder nicht, verändert sich die Situation nicht.
Unabhängig davon, ob ich meine Situation akzeptieren kann ist sie, wie sie ist.

Weil ich so gut weiß, wie sich Ängste anfühlen und von allen Lebensthemen die meiste Erfahrung damit habe, habe ich – ganz spontan und frisch – die Facebook – Gruppe "aktiv werden bei Panikattacken und Ängsten" gegründet.

Facebook Gruppe aktiv werden bei Panikattacken und Ängsten

In dieser Gruppe geht es darum, AKTIV zu werden und etwas gegen die Ängste und Panikattacken zu unternehmen.

Wenn du dich angesprochen fühlst, dann komm gerne in die Gruppe.
Lasst uns gemeinsam einen Weg finden.
Jede/r den, der zu ihr bzw. ihm passt.

Liebe Grüße
Michaela

67 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Manuela,
    ich finde es ziemlich „normal“, dass jemand mit einem Problem versucht anderen zu helfen, denn nur wer weiß, wie es sich anfühltund wie es einem geht, ein Problem zu haben, kann andere mit Problemen vertsehen.

    Trotzallem würde ich EFT die größten Chancen geben, das Problem (irgendwann) aufzulösen. Vielleicht bist du nur noch nicht bis zu des Pudels Kern vorgestoßen, hast den eigentlichen Grund für dein Problem noch nicht ausmachen können. Also bleib dran !

    Ich finde dein Outing gut: Ehrlichkeit ist eine wichtige Grundlage im Umgang mit anderen und auch im Umgang mit sich selbst. Wieder bist du einen Schritt weiter.

    Ich wünsche dir alles Gute für das Neue Jahr und klopf,klopf, klopf, viele weitere Fortschritte !

    Ursula

    • Liebe Ursula,
      danke für deine lieben Worte.

      Dir auch alles Gute für ein wunder-volles Jahr 2019

      Liebe Grüße
      Michaela

  2. Liebe Michaela, danke für deinen Mut!!
    Mit deinem Artikel bekommt eine meiner Lieblingsfragen eine ganz neue Tiefe: „Wofür ist es gut, dass es so ist, wie es ist?“

    Das fällt mir zu dem ein, was du über dich geschrieben hast:

    Danke für einen neuen Blick auf „Fähigkeiten“.
    Wie wäre es, wenn es völlig normal wäre, dass eine, die schon lange nach Strategien und Tools sucht, diese Tools gut beherrscht und erklären kann – völlig unabhängig davon, ob es bei ihr selber so wirkt, wie sie es sich gewünscht hat?

    Wie wäre es, wenn genau das Suchen ein wichtiger Schatz ist?
    Dieses Wissen, wie es sich anfühlt, wenn etwas nicht wie gewünscht wirkt.
    Die Energie aufzubringen, weiterzusuchen. Weiter daran zu glauben, dass Suchen lohnt.

    Was ich bei dir wahrnehme ist eine sooo große Akzeptanz und Breite, ein offener Blick für Möglichkeiten – viele(!!) Möglichkeiten. Wenn du „die einzig wahre“ Methode für dich gefunden hättest, fällt es mir schwer mir vorzustellen, dass du etwas so Großes wie den Klopf-Kongress auf die Beine stellst.

    …Und eine Wirkung ist mit Sicherheit, dass ich auch bei meinem eigenen „Mogelpackungs-Gefühl“ nochmals genauer hinschaue. Als erstes suche ich mal einen Begriff dafür, in was ich dieses Gefühl umwandeln möchte ;). Es wird bestimmt irgendetwas in Richtung „versteckte Geschenke“…

    • Liebe Antje,
      wie wäre es, wenn du mit deinen Fragen einfach Recht hast? 😉

      Wenn Klopfakupressur mir direkt geholfen hätte, dann gäbe es den Klopf-Kongress ganz sicher nicht. Zumindest würde ich ihn nicht anbieten.

      In diesem Sinne bin ich jedenfalls dabei, meinen Schatz zu vergrößern (weiter zu suchen).

      Danke.

      Liebe Grüße & viel Spaß beim Auspacken deiner Geschenke
      Michaela

  3. Danke, Michaela, für deine Offenheit! Hoffentlich ist das ein heilender Schritt für dich. Danke. Helen

  4. Liebe Michaela,
    meine Gratulation – das ist mal mutig!!!

    Ich habe in diesem Bereich auch so meine Erfahrungen und kann daher deine Worte „nachfühlen“ ?

    Und: natürlich hast du dich schon weiter ent-wickelt, sonst hättest du diesen Artikel doch gar nicht verfassen können!

    Grüsse von Herzen
    Jennifer

    • Liebe Jennifer,
      so kann man es natürlich auch sehen. 😉

      Bei Veränderungen habe ich eher die Ängste oder daraus resultierenden Einschränkungen im Blick.
      Danke, dass du mich noch mal dran erinnerst, auch in eine andere Richtung zu schauen.

      Liebe Grüße
      Michaela

  5. Liebe Michaela,
    wow! Was für ein Artikel, was für ein Schritt!
    Ganz herzlichen Glückwunsch! Ich finde es wunderbar, dass du ihn gegangen bist und uns Lesern zutraust, dich in all deinen Facetten wertzuschätzen!

    Nur als Bsp.: Die meisten Psychologen studieren Psychologie, weil sie mit eigenen unschönen Erfahrungen fertig werden wollen, diese verstehen wollen – nicht weil sie selbst alles im Griff haben.

    Wie du schon schreibst, kennst du die Lage Betroffener und alle Gefühle, die dazu gehören perfekt.
    Du hast eine große Menge an Techniken und Handwerkszeug in deinem Besitz.
    Du weißt, wie man dran bleibt und trotz Widrigkeiten durchhält!

    Das klingt für mich in keiner Weise nach einem Opfer, sondern nach einer Amazone! Und insofern nach einer Fach-Frau, die mit ihrem Wissen und ihren reichen Erfahrungen einem Betroffenen viel zu geben hat!

    Dein Eisberg mag ein besonders hoher sein, aber ich bin sicher, irgendwann hast du genug abgetragen, dass er einen Knacks kriegt und in sich zusammenfällt. Ich bin wirklich stolz auf dich und froh, dich kennen zu dürfen!

    Jetzt geht´s lohos!!!

    Alles Liebe,
    Silke

    • Liebe Silke,
      ich bin auch froh, dich zu kennen.
      (Während ich das schreibe sitze ich übrigens auf einem deiner LHZ)

      Du hast ja Vergleiche… Amazone… 😉

      Ich hoffe auch, dass mein Eisberg bald einen Knacks bekommt und in sich zusammenfällt.

      Du findest immer so schöne Worte, die mir gerade fehlen.
      Daher einfach: DANKESCHÖN!

      Liebe Grüße
      Michaela

  6. Liebe Michaela,
    sehr mutig von dir, öffentlich zu deinen Ängsten zu stehen und das dir auch die Klopftechnik nicht weitergeholfen hat. Mir geht es ähnlich mit dem Thema Aufschiebertis, Erfolg. Und obwohl auch ich mit EFT arbeite habe ich das Gefühl, dass es mir nicht hilft. Aber auch mit anderen Methoden/Therapeuten ist es mir ähnlich ergangen. Denn mit mir selber konsequent zu arbeiten macht mir die Aufschiebritis ein Strich durch die Rechnung. Ich sag mal so: insgesamt sind die „Kanten der Themen nicht mehr so scharf“, bin ruhiger gelassener, doch gelöst sind die Themen nicht. So wünsche ich dir das für dich Beste auf deinem Weg und viel Erfolg für 2019! Herzliche Grüße Ellen

    • Liebe Ellen,
      wenn du ruhiger und gelassener bist und die Kanten nicht mehr so scharf sind, dann ist ja schon mal eine deutliche Verbesserung da. Prima.
      Meine Daumen sind gedrückt, dass du auch der Aufschieberitis auf die Spur kommst.

      Danke für deine guten Wünsche.
      Möge 2019 Wunder-voll sein – für uns alle.

      Liebe Grüße
      Michaela

  7. Liebe Michaela,

    deine offenen, klaren Worte über das, was wirklich bei dir los ist und das schon über einen so langen Zeitraum, hat mich gerade echt aus den Socken gehauen. Ich kann mir vorstellen, was für einen Mut dich diese Offenbarung hier gekostet haben muss, wie du dich dabei gefühlt haben musst (du hast es ja geschrieben…) und dafür möchte ich dir ein riesiges Dankeschön sagen!! Ich weiß nicht, ob ich das an deiner Stelle schaffen würde. Auch für mich ist Authentizität ein wiederkehrendes Thema, ich bemühe mich immer wieder ganz bewusst darum und bekomme oft das Feedback, dass es mir auch gelingt.
    Aber in deiner Situation mit einem solchen Geständnis an die Öffentlichkeit zu treten, das ist schon ein ziemlicher Hammer.
    Auch ich habe schon viele Jahre mit Angststörungen zu kämpfen, auch wenn sie vielleicht etwas anders gelagert sind.
    „Wie soll ich anderen helfen, ja, wie kann ich mir das überhaupt anmaßen, wenn ich so oft nicht einmal mir selbst helfen kann – sei es mit Klopfen, sei es mit anderen Tools“. Auch das kenne ich…
    Wenn ich ganz ehrlich bin: Wenn ich mir deine Videos angeschaut habe, habe ich mich tatsächlich manchmal gefragt, ob es dir gut geht, du wirktest oft so phlegmatisch, so erstarrt… ich hoffe du verzeihst mir, dass ich meine Wahrnehmung so offen ausspreche…da war einfach so eine Kluft zwischen deinen Worten und deiner Ausstrahlung. Bestimmt bin ich nicht die Erste, die dir das sagt…
    Dafür, dass du trotz alledem diese Energie aufgebracht hast, den Kongress zu organisieren und Menschen immer wieder Mut zu machen, ihre Themen anzugehen, möchte ich dir meine höchste Anerkennung aussprechen!
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Mut, Ausdauer und Zuversicht, dass sich auch deine Themen irgendwann auflösen werden!

    Liebe Grüße,

    Amelia

    • Liebe Amelia,
      ich weiß ziemlich gut, was dir in den Videos aufgefallen ist.
      Wenn ich sie mir anschaue, dann ist mir sehr bewusst, wie es mir beim Dreh ging, bzw. ich sehe es mir an.

      (Die Erkenntnis hat dazu geführt, dass der nächste Kurs ein Audio-Kurs wird, weil mir das viel mehr liegt als Videos. 🙂 )

      Danke für deine guten Wünsche.

      Ich drücke uns die Daumen, dass 2019 das Jahr der positiven Veränderungen wird.

      Liebe Grüße
      Michaela

  8. Liebe Michaele,
    wow, wie MUTIG Du bist, Respekt ! Das Gefühl, eine Mogelpackung zu sein, kenne ich auch, die Methoden helfen allen anderen super, nur bei mir bringt’s nix… Das stimmt allerdings nicht, sondern entspringt einer Wahrnehmungsverschiebung. Allein die Tatsache, dass Du drangeblieben bist, zeigt, dass es eben schon was bringt, selbst wenn Du es nicht sehen kannst.

    • Liebe Sabine,

      mein Fokus liegt bei der Veränderung in erster Linie auf den Ängsten, an denen sich leider noch nichts verbessert hat.
      Aber es ist nicht auszuschließen, dass sich andere Dinge verändert haben, die mir nicht aufgefallen sind.

      Liebe Grüße
      Michaela

  9. Danke für deine Offenheit. Danke für dein Loslassen. Danke für dein Sein. Du bist wundervoll!

  10. Hallo Michaela,
    Vielen Dank für deine Offenheit. Ich hoffe es hat sich allein durch deinen Mut schon etwas gelöst. Kennst du „the Work“ von Byron Katie? Damit habe ich gute Erfolge bei meinen Depressionen und der Akzeptanz meiner Behinderung erreichen können. Meine Begleiterin/Coach ist Eva Nitschinger aus Saarbrücken.
    https://www.eva-nitschinger.de/
    Sie ist Psychologin und HP Psych und einige der Frauen in unserer Facebook Gruppe haben ebenfalls Ängste, die sie mit the Work nach und nach auflösen.
    Ich drücke dir ganz doll die Daumen dass du jetzt die Initialzündung für ein angstfreieres Leben gestartet hast.
    Ganz liebe Grüße Kirsten

    • Liebe Kirsten,
      ja, „the Work“ kenne ich.
      Wie toll, dass es für dich gepasst hat.

      Danke fürs Daumen drücken und liebe Grüße
      Michaela

  11. Liebe Michaela,
    ich finde es toll, dass du dein „Geheimnis“ hier offenbarst.
    Für mich bist du dadurch keine Mogelpackung. Im Gegenteil, es kommt mir vor, als sei deine Herausforderung das Motiv für dein Lernen, der Grund, der dich vorangehen und immer neue Hilfsangebote machen lässt.
    Du bist ein tolles Vorbild. Vielleicht kann ich auch irgendwann so offen rausgehen.
    Liebe Grüße
    Alexandra

    • Liebe Alexandra,
      die Idee hatte ich auch, dass ich längst nicht so viel gelernt hätte (nicht nur an Tools), wenn mir das erste direkt geholfen hat.

      Ich wünsche dir, dass du offen mit „deinem“ rausgehen kannst, wenn die Zeit reif ist.

      Liebe Grüße
      Michaela

  12. Liebe Michaela,

    GRATULIERE!!!!!! Ich feiere mit Dir Deinen Mut. Das ist ganz große Klasse!

    Wer kennt das nicht, wie schwer es ist, mit etwas, für das wir uns irgendwie schämen, offen nach außen zu gehen?! Wir alle wissen, wieviel Mut das kostet. Ich glaube, dass Du mit dieser Selbst-Liebe-Aktion einen tollen Schritt auf Dich zugemacht hast. Wie Du richtig sagst: What you resist, persist.

    Ich habe dieses langfristig Scham-Thema mit Jobs/Beruf(ung) und musste gerade mal wieder (zum dritten Mal in meinem Leben) ALG II beantragen. Immer wieder kommt die Scham bei mir hoch und ich fühle mich als Schmarotzer, weil ich bisher nicht langfristig von meinem eigenen Einkommen leben kann. Insofern kenne ich das ganz gut, diese Verschweigetaktik.
    Es ist aber tatsächlich so, dass das, wofür man sich schämt, an Gewicht verliert, je mehr man bereit ist, es anzunehmen und auch seine Scham anzunehmen und dazu zu stehen. Authentizität ist ein Power-Selbst-Liebe-Heilmittel. Das merke ich auch immer wieder.

    Ich bin sicher, dass dieser Schritt von Dir Dir ganz neue innere und vielleicht auch äußere Türen aufmachen wird und feuere Dich begeistert an. You rock!

    Im übrigen bist und bleibst Du für mich eine Inspiration für die ich regelmäßig dankbar bin.

    Komm ganz gut ins neue Jahr und ich bin gespannt, was Dein „Sesam, öffne Dich!“ bewirken wird.

    Sei herzlich umarmt.
    Sabine

    • Liebe Sabine,
      das kann ich sehr gut nachfühlen.
      Den Schritt zum Amt musste ich auch mal machen und dieses „Bittsteller-Gefühl“ fand ich ganz gruselig.
      Danke.
      ( oh man… mir fehlen echt die Worte, bzw. ich möchte nicht auf jeden Kommentar das Gleiche antworten…)

      Mögen sich für uns neue Türen öffnen. „Sesam, öffne Dich!“ 🙂

      Liebe Grüße
      Michaela

  13. Na dann sind viele – mich eingenommen – sicher genauso eine „Mogelpackung“ 😉 Danke für deine Offenheit. Viele Lösungen entstehen doch erst aus einem Problem und wenn wir nicht solche Herausforderungen hätten in unserem Leben würden wir vielleicht nie auf die Idee kommen, nach Lösungen zu suchen und damit auch anderen zu helfen. Danke für diesen schönen Beitrag und ich hoffe auf viele weitere von dir. Ich wünsche dir, dass du doch irgendwann die ultimative Lösung für dich findest und ein gelungenes und stressfreies neues Jahr wünsche ich dir. LG Daniela

    • Liebe Daniela,

      das stimmt natürlich.
      Ohne „Probleme“ gäbe es sicher ganz viele Entwicklungen – und auch Selbsthilfetechniken nicht.

      Aus meiner Perspektive hätte ich jetzt aber lange genug gesucht. 😉

      Danke für deine guten Wünsche.

      Die ultimative Lösung ist mein Traum. Eine eierlegende Wollmilchsau für alle Themen.
      Vermutlich gibt es so eine Universallösung nur im Reich der Märchen, aber wer weiß das schon genau?!

      Liebe Grüße
      Michaela

  14. Liebe Michaela,
    ich bin begeistert. Ich finde es mega mutig und mega großartig und mein Gefühl wird bestätigt, das ich immer hatte, wenn ich Deine Videos gesehen habe und gelesen habe, dass Du nur Online arbeitest. Natürlich habe ich nicht geahnt, was genau dahintersteckt, weil ich auch keinen Anlass hatte, mich näher damit zu beschäftigen. Aber trotz allem, hatte ich „so ein Gefühl“, dass etwas nicht stimmt. Das Wort „Mogelpackung“ trifft es für mich aber nicht, denn ich hatte nicht das Gefühl, dass Du mogelst.
    Mein Cousin Hartmut Haker hat mehrere Bücher geschrieben und geht mit seiner Psychose auch den Weg der Entstigmatisierung, also den Weg in die Öffentlichkeit. Ich finde es wichtig und notwendig, diese Themen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so einer großen Gruppe mit gleicher Problematik eine Möglichkeit zu geben, sich auch zu öffnen.
    Und was EFT betrifft: auch ich habe noch nicht DAS AHA-Erlebnis gehabt und trotzdem hilft die Technik vielen anderen ganz hervorragend. Ich finde es überhaupt nicht verwerflich, einen Methode (oder viele) zu lehren, die einem selbst nicht geholfen haben oder die einem selbst nicht zusagen. Für andere kann es immer trotzdem eine große Hilfe sein.
    Fühl Dich gedrückt und Du bekommst von mir einen innerlichen Orden. Mitleid scheint mir in Deinem Fall nicht notwendig 😉
    Alles Liebe
    Anna

    • Liebe Anna,
      auch weia – jetzt auch noch einen Orden. Irgendwas läuft hier falsch. 😉

      Ich glaube, „dieses Gefühl“ hatten viele. Zwischen den Zeilen war es eben doch offensichtlich, dass etwas „nicht stimmt“.

      „Für andere kann es immer trotzdem eine große Hilfe sein.“ Das stimmt und ich staune immer wieder darüber, was mit den Tools möglich ist. Magic.

      Ich drück dich zurück.
      Danke für deinen wertschätzenden Kommentar.

      Liebe Grüße
      Michaela

  15. Liebe Michaela, auch von mir große Anerkennung für Deinen Mut.
    Niemand geht in einen Heilberuf, ohne bewusst oder unbewusst betroffen zu sein.
    Ich habe auch länger mit dem offenen Umgang mit meinen Blockaden gekämpft.
    Jetzt sind meine Klientin*innen meistens dankbar, wenn ich mich damit zeige. Das schafft Augenhöhe, die aus meiner Sicht mit eine der wichtigsten Grundlage für die erfolgreiche wirksame gemeinsame Arbeit ist.
    Wirklich nachhaltig lösen konnte ich mit reinem EFT kaum Blockaden, eher nur lindern in der akuten Belastung.
    Das hat sich gravierend mit der Systemischen Klopfakupressur geändert.
    Damit konnte ich Ängste und Trauma zum Großteil nachhaltig lösen.
    Aber: Es ist herausfordernd. Denn wer sich und den Kontext zu Kompensationsverständnis im Bezug auf Gesellschaft und Menschen allgemein näher kommt, muss in diese Erfahrung hinein wachsen. Es sind Schritte in immer mehr Hier und Jetzt und gleichzeitig in eine größere Metaebene, die das Leben stark verändern.
    Ich wünsche Dir, dass Du auf diesem Weg noch mehr Befreiung für Dich bekommst, die Du Dir wünscht. Deine Erfahrungen werden auch dann noch genauso wertvoll für Deine Klient*innen sein.
    Melde Dich gerne, wenn Du mehr darüber erfahren möchtest.
    Liebe Grüße, Steffi

    • Liebe Steffi,
      danke für deine lieben Worte. (oh man… es kommt mir vor, als hätte meine Platte einen Sprung, aber mir fällt gerade nichts anderes ein, womit ich das sonst ausdrücken könnte…)

      Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Klienten lieber mit dir als mit „Superwoman“ arbeiten, die alles perfekt macht und kann.

      Wie klasse, dass die Systemische Klopfakupressur eine große Veränderung gebracht hat.
      Ich bin schon sehr gespannt, wann Ronald den „Selbsthilfe-Assistenten“ (heißt die aktuelle Version so?) soweit fertig hat, dass er sie freigeben kann.

      Liebe Grüße
      Michaela

  16. danke für deine offenheit und deinen mut! du hast mich mit deinem freundlichen herzen schon immer berührt, jetzt tust du das noch viel mehr! glg edith

  17. Hallo Michaela,
    ich finde es toll und mutig, Dich auf diese Weise zu outen!
    Gegenüber ausgesuchten realen Menschen kann ich das zwar auch, aber ich würde nie damit online gehen. Ich hätte viel zu große Angst, dass mir dadurch berufliche Nachteile entstehen.
    Dabei fühle ich mich selbst auch viel besser aufgehoben bei Therapeuten, die meine Ängste und Blockaden nachvollziehen können als bei Leuten, die dann sagen: dann musst du eben….

    • Hallo Claudia,

      vielleicht waren meine möglichen beruflichen Nachteile auch überschaubar?
      Die Angst hatte ich zwar auch, aber zuletzt war es mir dann doch wurscht.

      Mir war es wichtiger, nicht mehr um den heißen Brei rumreden zu müssen, warum ich xy nicht mache oder nicht zu bestimmten Treffen komme.

      Ich habe auch noch nicht nachgeguckt, wie viele Abmeldungen es nach dem Artikel gab… ⚡

      Für mich war es der passende Zeitpunkt, es rauszulassen.

      Ich wünsch dir, dass es dir nicht zu viel Druck macht, es geheim zu halten.

      Liebe Grüße
      Michaela

      • Ist nicht wirklich noch ein Druck.
        Ich stehe am Ende meiner beruflichen “ Laufbahn“, mache nur noch ein paar Stunden und – wie gesagt – im Kontakt mit Patienten nehme ich kein Blatt vor den Mund.
        Ich habe mir nur, als ich deinen Artikel las, vorgestellt, dass ich mich in früheren Jahren auf diese Weise, über FB entdeckbar, geoutet hätte, und das hätten zuweisende Ärzte, konkurrierende Kolleginnen oder potentielle Patienten, die mich nicht kennen, gelesen…
        Es gibt da wohl zwei Ansichten: die, die sowas als “ unprofessionell“ brandmarken und die, die so viel Ehrlichkeit einfach nur toll und befreiend finden.
        Ich denke, feinfühlige, bewusst lebende Menschen wissen sehr schnell, bei welchen Therapeuten sie sich besser aufgehoben fühlen.

      • Es kann gut sein, dass du ordentlich Gegenwind bekommen hättest, wenn du das offen ansprichst. Davon bin ich bei mir jedenfalls auch ausgegangen.

        Solange du keinen Druck spürst, es öffentlich zu machen, ist es ja okay.

  18. DANKE!!!
    Das was deine Offenbarung mit mir macht, ist,
    Mitgefühl,
    Verständnis (da ähnlich betroffen),
    Erleichterung (es ist möglich anderen zu helfen, auch wenn man selbst betroffen ist – „der verwundete Heiler“),
    Sympathie, weil du dich Preis gibst und damit für mich auf Augenhöhe,
    Zuversicht (es lässt sich ein Rahmen von zu Hause aus finden),
    Bestätigung, weil ich da schon etwas in deinem Gesicht gespürt und gesehen habe,
    Staunen und Wertschätzung für deinen schweren Weg, wo du trotzdem noch soviel geben kannst.

    Es gibt viele Newsletter… deiner gehört für mich zu den wenigen Gehaltvollen. Ich nehme dich als Menschen darin wahr.

    Ich wünsche dir viel Kraft darin, dein Schicksal für dich anzunehmen und mit ihm zu wachsen. <3

    Liebe Grüße
    Sophie

    • Liebe Sophie,

      oh wow… das ist ja schön, was du darin entdeckt hast.

      Inzwischen weiß ich, dass es auch andere „Modelle von zu Hause aus“ gibt. Sogar viele – je nach dem, auf welchem Gebiet man sucht.

      Danke für dein Feedback, das Lob zum Newsletter und die guten Wünsche.

      Lasst uns gemeinsam wachsen und frei werden.

      Liebe Grüße
      Michaela

  19. Liebe Michaela,
    was, wenn wir Dich gar nicht perfekt haben wollen? Sondern so, wie wir selber auch sind, also mit Stärken, aber auch mit Schwächen – menschlich eben.
    LG Hermann

    • Lieber Hermann,
      perfekt zu sein ist – zum Glück – nicht mehr mein Anspruch.
      Aber selbst ohne diese Ängste bleiben noch genug Schwächen über. 😉 Die kann ich dann sicher auch zeigen.

      Liebe Grüße
      Michaela

  20. Liebe Michaela,
    willkommen im „Club of The Wounded Healer“.
    Vielleicht hast du bereits von dieses Archetypen nach C.G.Jung gehört.
    Diesen Begriff gibt es auch weltweit im Schamnismus.

    Mit anderen Worten: Du wirst auf diesem Gebiet (vielleicht) noch eine ganz wunderbare Heilerin/Therapeutin/Coach sein.

    In einer Gesellschaft mit so vielen Angsterkrankungen brauchen wir dich!

    Schön, dass es dich gibt.
    Von Herzen alles Liebe für dich,
    Carmen

    • Liebe Carmen,

      danke für deinen wertschätzenden Kommentar.
      Von den Archetypen habe ich schon mal gehört.

      Anderen mit ihren Ängsten zu helfen wäre genau mein Ding.
      In vielen Fällen kann man soooo gut helfen.

      Liebe Grüße
      Michaela

  21. Liebe Michaela
    versuch es mal mit Andreas Bernknecht: MP3. dm-harmonics.com. Selbstliebe.
    Das ist eine wunderbare Methode, die Andreas Bernknecht jahrelang entwickelt hat. Ich empfehle dir sehr, dich darüber zu informieren. Es führt zu weit, wenn ich jetzt in Details gehe und versuche zu erklären, was Binaurale Beats sind.
    Ich kann mir vorstellen, dass deine Probleme damit zusammenhängen. Mit mangelnder Selbstliebe. „So wie ich bin, bin ich nicht in Ordnung. Ich bin eine Mogelpackung.“
    Diese Methode hat einen hohen Heilerfolg, bei den verschiedensten Problemen. Seien es Ängste, Panik- Attacken, Depressionen, Schlaflosigkeit, Beziehungsprobleme, Geldprobleme usw. Der Grund ist fast immer das Gefühl, dass ich nicht gut genug bin, nicht liebenswert. Ich lebe im Mangel und nicht in der Fülle.
    Ich habe die Binaural- Beats ausprobiert und angewendet. Ich bin fast sicher, dass dir das helfen wird.
    Denn so wie du bist, bist du vollkommen in Ordnung. Du bist liebenswert. Du bist gut genug. Du glaubst das nicht, weil du dich mit deinem Verstand identifizierst. Lies auch Eckhart Tolle, Leben im Jetzt. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und vor allem ganz viel Selbstliebe. Lächle dich an im Spiegel und sag: ich liebe dich.

    Margarita

    • Liebe Margarita,

      danke für deinen Tipp, den ich mir gleich abgespeichert habe.

      Von Bineuralen Beats habe ich schon gehört, sie aber bisher noch nicht ausprobiert.
      Für die nächsten Monate sind schon bestimmte Heilarbeiten eingeplant, aber das Jahr ist ja lang.

      Eckhart Tolle’s Leben im Jetzt kenne ich bereits. Ich lese ihn gerne, aber ihm zuzuhören ist nicht mein Ding.

      Liebe Grüße
      Michaela

  22. Hallo Frau Thiede,
    wieso Mogelpackung, ich kann mich nicht erinnern, irgendwo gelesen zu haben, dass sie alle ihre Themen, für Sie zufriedenstellend, mit Klopfen gelöst hätten.
    Ich hatte beim Kennenlernen der Methode so etwas erhofft, nach dem Motto: „Seit ich meinen Hammer habe brauche ich kein anderes Werkzeug mehr.“
    Mittlerweile ist es so „Naja die Schnitten gehen immer etwas kaputt, wenn ich damit Butter drauf mache.“
    Kürzlich war ich auf einem Demeter-Hof, die ihre Tiere erfolgreich mit homöopathischen Mitteln behandeln. Auf die Frage eines Gastes warum die Mittel bei den Tieren funktionieren sagte der Landwirt: „Vielleicht sollten wir fragen, warum sie bei uns nicht funktionieren.“ Ich habe festgestellt, dass ich keine einfache Reaktionskette bin, klopfen da, Wirkung dort. Für mich ist es einen Versuch wert aber kein Allheilmittel.
    Vielen Dank, dass sie das Thema Klopfen für mich schon seit über 2 Jahren als wertvolles Hilfsmittel immer wieder in Erinnerung bringen.

    • Hallo Uwe,
      nein, das stimmt. Ich habe nie gesagt oder geschrieben, dass ich alles mit klopfen gelöst habe. Trotzdem blieb das ungute Gefühl, etwas Wichtiges verschwiegen zu haben.

      Dem Landwirt stimme ich zu.

      „Ich habe festgestellt, dass ich keine einfache Reaktionskette bin“ der Ausdruck gefällt mir.

      Mir sagte neulich jemand „Es muss doch möglich sein, die Software der Angst zu lösen.“ Die Analogie gefiel mir auch. Und ich bin sicher, dass es möglich ist.
      Ich darf nur das passende Update finden.

      Ich freue mich, dass ich Sie immer wieder ans Klopfen erinnern darf.

      Liebe Grüße
      Michaela

  23. Liebe Michaela. Meine Hochachtung, dass du dich offenbart hast. Du wirst sehen, dass vermutlich nichts Schlimmes passiert. Auch wenn ich dir so sehr wünsche, dass du die Angst überwinden kannst, so bist du doch hilfreich für Andere und das kann dir keiner nehmen.
    Ich fühlte mich mal als Mogelpackung weil ich 20 Jahre erfolgreich als „Innenarchitektin“ tätig war ohne studiert zu haben. Das war ziemlich anstrengend, weil ich gefragt wurde, wo ich denn studiert habe. Gelogen direkt habe ich nicht, aber rumgeeiert. Der Verband, der mich seinen Möbelhäusern empfahl, hatte mir untersagt, dass ich dazu stehe ein Autodidakt zu sein. Dann hätten sie kein Vertrauen. Das kann passieren, muss es aber nicht. Eigentlich hätte ich das doch lieber vorher aufgeklärt bei den Kunden. Vielen Dank für das Teilen deiner Geschichte und Alles Gute für 2019. Hedda Lückemeier

    • Liebe Hedda,

      ich glaube, in der „Zertifizierungsangst“ erkennen sich viele, denn sonst würden wir nicht noch die x. Ausbildung machen, um uns (vermeintlich) sicher und gut genug zu fühlen.

      Von der Perspektive aus finde ich es super, wie die Systemische Klopfakupressur ihre Bescheinungen vergibt bzw. vergeben lässt.

      Dass es anstrengend war, immer eine passende Erklärung zu finden, kann ich gut nachvollziehen.

      Danke für dein Mogelpackungs-Beispiel.

      Liebe Grüße & auch dir ein tolles 2019
      Michaela

  24. Hallo Michaela!

    Keiner ist vollkommen! Aber aus irgendeinem Grund streben wir alle diese Vollkommenheit an!

    Ist Gott vollkommen? Als Katholik, der ich einmal war, muss ich dem „gezwungenermaßen“ zustimmen! Als spirituell denkender Mensch denke ich, dass wir alle ein Teil Gottes sind, die diese Vollkommenheit in uns spüren und diese auch anstreben.

    Wenn ich diesen Teil der Unvollkommenheit aber ablehne, werde ich aber nicht „ganz“ sein können und damit auch nicht zu Gott in mir finden.

    Ich glaube, dies zu erkennen, ist ein Geschenk!

    Du wirst bei denen auf Ablehnung stoßen, die sich selbst etwas vormachen, meinen, alles richtig und vollkommen zu machen. Sie werden Dich ablehnen, weil Sie Angst haben, weil Sie wissen, dass sie etwas zum Einsturz bringen können.

    Bei Dir sehe ich aber, dass du etwas aufbaust, anderen Mut machst, ihre eigene Fassade einzureißen und dahinter zu blicken und zu erkennen, dass da etwas ist, was ich nicht so gerne sehen will. Weil dahinter die Wahrheit liegt! Die auch nicht rosarot ist! Sondern dunkel!

    Es ist, glaube ich, auch nicht so wichtig, alle seine Ängste aufzulösen, es reicht, sich diese auch nur ansehen, vielleicht auch betrachten zu können! Und durch diese hindurchzugehen!

    Danke für Deine Offenheit! Danke, dass du dich als Mensch offenbarst hast. Für mich bist du keine Mogelpackung! Denn du weißt, wie es in den Menschen aussieht! Und nur der weiß, wo die Abgründe sind, kann anderen dabei helfen, den richtigen Weg zu finden.

    Dietmar

    • Hallo Dietmar,

      passend zu deinem Kommentar habe ich Deepak Chopra heute morgen sagen hören:

      „Der Spiegel der Beziehung zeigt uns, dass das, worauf wir in einem anderen Menschen stark reagieren, aus etwas Unbequemem in uns entsteht, das geheilt werden muss.“

      So sehe ich das auch.

      Liebe Grüße & DANKE
      Michaela

  25. Liebe Michaela,

    du bist voll ok und anMUTig, in dem, was Du tust. Ich wette, dass für ein Gros der Therapeutinnen/Therapeuten das eigene PROblem der Augangspunkt ihrer Suche nach Metamorphose gewesen ist, das sie dann letztlich zu Expertinnen und Experten auf genau diesem Gebiet hat werden lassen.

    Als ich zeitweise als Interviewerin für eine spirituelle Zeitschrift gearbeitet habe, durfte ich lernen, dass selbst die be- und anerkanntesten Gurus ihre Schattenseiten und Schwachstellen haben. Aus einem einfachen Grund: sie sind Menschen, wie wir alle.

    Das soll uns aber nicht davon abhalten, umfassendere Visionen zu entwickeln, andere und uns selbst zu ermutigen, Horizonte zu überschreiten, das Beste aus uns heraus zu gebären und uns selbst Freundin/Freund zu sein, indem wir uns 360° umarmen mitsamt all unseren Anteilen, mögen sie akzeptabel, beschämend oder glorios sein.

    Liebe Michaela, Du bist für mich eine Inspiration, ich danke Dir sehr für sämtliche Inputs und Offenbarungen, die mich auch schon aus meiner Jammer-Ecke geholt und zum Singen gebracht haben.

    Herzlich
    Noa

    • Liebe Noa,

      dein Kommentar hat mein Herz zum Singen gebracht. Danke.

      Und diese Schreibweise: PROblem merke ich mir. 🙂

      Liebe Grüße
      Michaela

  26. Liebe Michaela,
    ich danke dir für deinen Mut, dich zu outen. Fühle dich von mir geliebt für deine Ehrlichkeit. Aus meiner Sicht ist das der erste Schritt in die richtige Richtung – endlich zu sich selbst zu stehen und diese Angst anzunehmen. Da du schon so viel unternommen hast, um deine Qualen los zu werden, kam bei mir spontan die Idee auf, ob es sich evtl. um eine Schwermetallvergiftung (z. B. Amalgam-Füllungen) handeln könnte, da bisher nichts auf fruchtbaren Boden gefallen war. Hast du dich damit schon mal auseinandergesetzt. Im Netz findest du Videos von Dr. Mutter, Dr. Klinghardt, Cuttler etc.
    Ich wünsche dir für das Jahr 2019 Meilenstiefel, die dich weiter in die richtige Richtung tragen.
    Alles Liebe
    Helga

    • Liebe Helga,

      danke für deinen Kommentar und deine Ideen.
      Nach Schwermetall habe ich vor Jahren schon mal geforscht, aber da war nichts.

      Ich habe keinen Schuhfimmel, aber Meilenstiefel würden mir gefallen.

      Liebe Grüße
      Michaela

  27. Liebe Michaela,
    Glückwunsch zu deinem Vertrauen, uns deine Ängste trotz deiner Ängste zu schildern.
    Du bist damit auf einem guten Weg, sie anzunehmen und sie anzusehen und sie umzuwandeln in deine Kraft.
    Es läuft zur Zeit der Depressionen Kongress von Jana Kroll. Aus der Dunkelheit ins Licht.
    Gerade das heutige Interview mit Katharina Pommer ist sehr informativ und mutmachend.
    Dir alles Liebe. Fühle, wie die göttliche Liebe dich trägt
    Elke

    • Liebe Elke,

      danke für den Hinweis zum Depressionen Kongress.
      Im April 2019 gibt es einen weiteren, auf dem ich auch dabei bin.

      Auch für dich alles Gute für ein wunder-volles 2019
      Michaela

  28. Liebe Michaela,
    mit Deiner Art und Weise, die Klopftechnik zu vermitteln bist Du für mich einmalig. Ich freue mich jedesmal, einen neuen newsletter von Dir zu bekommen.
    Vielen, lieben Dank dafür.
    Ich selber habe auch seit ich Denken kann, mit Ängsten und auch Panikattacken zu tun. Leider habe ich vor vielen Jahren dann doch Medikamente genommen und bereue es sehr. Da die Absetzprobleme der Horror sind.

    Da bist Du Dir treu geblieben und das ist gut so.

    Eine der vorigen Kommentare handelte von der „Selbstliebe-CD“ von Andreas Bernknecht. In einem der Webinare von ihm hat eine Mutter berichtet, dass ihre Tochter bereits seit drei Jahren nicht mehr das Haus verlässt. Auch nicht zur Schule gehen kann. Kaum hat sie der Tochter diese CD drei Wochen hören lassen, hat die Tochter von sich aus Kontakt mit der Schule aufgenommen und geht jetzt wieder in die Schule.

    http://www.dm-harmonics.com
    Am besten den newsletter bestellen, denn bis Ende des Jahres verschenkt Andreas Bernknecht diese Selbstliebe-CD.

    Alles Liebe,
    in Verbundenheit – Angelika

    • Liebe Angelika,

      danke für den Hinweis zu Andreas Bernknecht, der mir jetzt schon zum 3. Mal über den Weg läuft.
      Das schaue ich mir im nächsten Jahr an, nachdem ich meine aktuellen Heilungs-Projekte durchgearbeitet habe.

      Es freut mich total, dass du dich über meinen Newsletter freust.

      Liebe Grüße
      Michaela

  29. Liebe Michaela,
    ich freue mich ebenfalls über deinen Mut, dich mitzuteilen. Es wird dir neue Freiheit geben und ein wichtiger Schritt zur Heilung sein. Natürlich kannst du mit deinem Thema anderen helfen. Du bist „Experte“ zum Thema Angst, kennst das Thema sehr gut, wie kaum ein anderer und bist aus diesem Grund eben tatsächlich ein Experte. Wenn wir mit anderen therapeutisch arbeiten, dann geht es nicht um Techniken ect. dann geht es darum, dem anderen unser Feld anzubieten. Du bietest ein Energie an und der andere heilt darin, daran. Du schaffst den Raum. Bleibe bei deiner Arbeit, es ist kein Widerspruch. Deine Situation ist auch kein Versagen und kein Grund, sich zu schämen!!!… auch ich weiß, wovon ich spreche, kenne Depression, Angst und Panik aus eigener Erfahrung.
    Für mich war eine Lösung, meinem Körper alle Vitalstoffe zuzuführen, die er braucht und voll zu halten, mich ernst zu nehmen und meinem Lebenstraum zu folgen, obwohl ich krank war und es nur in Minischritten voranging, mit ganz viel Kraftaufwand und draußen wieder Verantwortung für etwas übernommen zu haben. Sicher bekommst du nun tausend ultimative und gutgemeinte Tipps. Mein Gefühl sagt mir, dir den Kontakt zu einem Kollegen zu geben. Nur so, damit du die Adresse hast. Ich höre irre Geschichten, wie die Leute Angstzustände verlieren, nach der 1. Behandlung. https://www.atlasplus.de/
    Ich drücke dir fest die Daumen und nicht vergessen „Ich liebe mich dafür, dass ich so bin, wie ich bin“.
    Marlis

    • Liebe Marlis,

      danke für deinen Tipp zu Herrn Werner.

      Du hast richtig vermutet, dass ich gerade unheimlich viele Hinweise bekomme zu Menschen und / oder Techniken, die mir helfen könnten. Total klasse.
      Die kommen auf meine „muss ich unbedingt ausprobieren – Liste“ fürs nächste Jahr.

      Depressionen kenne ich leider auch – was aber in meiner Situation nicht wirklich verwunderlich ist.

      Wie schön, dass du deinen Weg gefunden hast.
      Ein Lebenstraum steht bei mir auch noch aus.

      Liebe Grüße & uns allen ein wunder-volles Jahr 2019
      Michaela

  30. Liebe Michaela,
    mir geht da zu deinem Beitrag so einiges durch Kopf und Herz…

    erstmal will ich dir meinen Respekt dafür ausdrücken, dass du das geschrieben hast! Dazu gehört eine Menge Mut, also auch sowas wie das Gegenteil von Angst ?, was dafür spricht, dass dich die Angst möglicherweise schon gar nicht mehr so sehr am Wickel hat, wie du eventuell meinst…
    Der Aufforderung zu entscheiden, ob ich dich für eine Mogelpackung halte, oder nicht, will ich nicht so nachkommen, wie man sie wörtlich genommen verstehen könnte… Da gibt es nicht wirklich eine Entscheidung für mich. Was ich damit meine, will ich zu erklären versuchen…
    Weißt du, in deinem Beitrag steckt ganz viel… fast noch mehr zwischen den Zeilen als in den Zeilen!

    Wenn ich zum Beispiel an unser erstes persönliches Kennenlernen zurückdenke, das ist mir spontan eingefallen. Als du mich für den Klopfkongress interviewt hast. Oder war’s bei einem Telefonat davor? Das mag auch sein. Da hast du (mir gegenüber) ganz frei geäußert, dass bei dir das Klopfen nicht allzu gut wirkt… In mir hat das im Kopf spontan durchaus ein paar „???“ produziert. Und dazu ein Lächeln. Darüber, dass du damit so locker umgehst. Ich fand das damals klasse. Ehrlich. Zwischen uns war da also schonmal (so oder so) keine Mogelpackung. Und ich hatte trotz der „???“ keinen Zweifel, dass du das Themengebiet des Klopfens gut und professionell vertrittst. Weder vor noch während noch nach dem Interview! ?

    Vielleicht passt dazu eine Einteilung von „Jobs im Coaching/Training“, die ich in ihrer Grundstruktur gerne mal irgendwann von meinem Kollegen Martin Weiss (bigshift.live) übernommen habe. Er unterscheidet (allgemeiner als ich hier in meiner Antwort) sogenannte „Reporter“, „Scouts“ und „Leuchttürme“. Keiner ist besser oder schlechter, sie sind nur jeder für sich „anders“ und arbeiten auch anders. Verkürzt beschrieben: „Reporter“ sammeln Know-How über ein Fachgebiet, schreiben darüber, fassen Vorhandenes für andere zusammen, geben weiter… „Scouts“ haben eine (oder mehrere) bestimmte Methoden gelernt (gemeint sind hier „etablierte“ Methoden), wenden diese an, helfen damit Menschen, lehren diese ggf auch. „Leuchttürme“ haben etablierte Methoden weiterentwickelt/kombiniert, oder ganz neue gefunden – die sie in der Arbeit mit andern, meist aber in der Anwendung an sich selbst erstmal entwickelt haben. Erfolgreich im Sinne eines persönlichen Problems, das quasi als Teil der eigenen Lebenaufgaben zu lösen war. Als Leuchtturm wenden sie dieses dann ganz oder in Teilen Neue bei andern Menschen an – und sie lehren dieses Neue meistens auch. Je größer/langwieriger/bedrohlicher/einschränkender das Problem, umso mehr leuchtet möglicherweise irgendwann der eigene Leuchtturm…

    Mit dem Thema „Angst“, liebe Michaela, hast du (so meine Meinung) den größten „Gegenspieler“ am Wickel, der einem (selbst so gefühlt) glücklichen, harmonischen, friedlichen, sich-selbst-und-andere-liebenden Leben „entgegensteht“. Insofern… haben wir alle, das behaupte ich mal, mehr oder weniger mit diesem Thema ein Thema… So richtig heftig ist es natürlich, wenn es unser Leben so einschränkt, dass wir uns nicht mehr frei fühlen, und/oder wenn wir dadurch in Beziehungskrisen geraten. Dafür hast du in deinem Post Beispiele genannt. Mit „Beziehung“ meine ich hier alle möglichen zwischenmenschlichen. Aber WEIL es ein so großes Thema ist, sollten wir nicht zu streng mit uns sein, weder mit uns, noch mit anderen – weil bzw. wenn uns die Angst beherrscht, und nicht wir die Angst beherrschen. Aus all meinen persönlichen und beruflichen Erfahrungen kann ich dir sagen, DAS, also die Angst nachhaltig zu transformieren, ist eine Königsaufgabe!!

    Und DAVOR passiert schon jede Menge, worum kaum jemand mit Angstthemen herumkommt, sofern er/sie auf einem Lösungsweg ist… Das fängt zum Beispiel schon damit an zu erkennen, dass bei „Problemen“ (mit sich oder mit andern) eben ANGST zugrunde liegt bzw. dass sie einen entscheidenden Faktor darstellt. Unzählige Menschen nehmen zwar Symptome wahr, fühlen sich „nicht gut“, werden krank… und VERMEIDEN immer mehr alles mögliche. Ihnen ist aber nicht bewusst, dass sie sich in einer Spirale befinden, die meist erstmal in die „falsche Richtung“ geht. Aus Angst wird (leider) noch mehr Angst… Und das kann Jahre bis Jahrzehnte gehen.

    Viele Menschen verdrängen Angst… Die meisten sind damit mehr oder weniger erfolgreich. Die, die damit mehr erfolgreich sind, sind oft die, die „gut funktionieren“, im Alltag. Was allerdings keine Garantie ist, über die Jahre…

    Mir sind nur wenige Menschen bekannt, die auf einer Metaebene so komplett über die Angst hinausgehen, dass Angst ihnen wirklich nichts anhaben kann. Und, so meine Meinung, DICH als Mogelpackung zu bezeichnen „nur“ weil du mit Klopfakupressur deine Angst nicht besiegen konntest… Du lieber Himmel! Nichts würde mir ferner liegen! Wobei ich gerne unterscheiden würde in „gesunde“ Angst, die lebensrettend sein kann – weil ich zB vor wilden Tieren oder vor einem herannahenden Zug reißaus nehme. Und in Angst, für die es „rational“ keinen nachvollziehbaren Grund gibt.

    Zu dieser „Irrationalität“ gäbe es auch viel zu sagen bzw. zu schreiben. Aus meiner Erfahrung als Hypnosetherapeutin, und viel mehr noch durch eigene Lebenserfahrung, viele Jahre Meditationspraxis und „Theorie wie auch Praxis“ in holistischen, systemischen, time-line-, spirituellen und vielen anderen Konzepten kann ich heute sagen, dass es mit der Rationalität in der „üblichen“ Argumentation auch nicht (mehr) so einfach ist. Wenn man mal über den Tellerrand geguckt hat.. ? Von nachweislichen Traumata, über diffuse generationen- und gesellschaftsübergreifende Themen bis hin zur Frage „wie getrennt sind wir überhaupt voneinander?“ – auf geistiger Ebene, meine ich – scheint es mir geradezu vermessen, Ängste, die entsprechend menschlich tief sitzen oder weit vernetzt sind, „nur“ mit Klopfen behandeln zu wollen. Klopfen ist, wie vieles andere auch, ein Mittel zum Zweck! Ein richtig gutes, wie ich auch aus Erfahrung sagen kann. Trotzdem ist es kein alleiniges Allheilmittel.

    Letztlich glaube ich (und wir bewegen uns hier auch im Bereich von Glaubensfragen), dass es nicht eine Methode ist, die uns hilft ein „Lebensproblem“ zu lösen. Auch, wenn es mit Methoden Durchbrüche geben kann. Ich seh es eher so: Wir werden geboren, um eine Fülle von Herausforderungen zu meistern. Manches fällt uns dann außerdem im Leben „zu“… Manches was uns zufällt, nennt sich Methode. 😉 Vielleicht hilft sie, vielleicht auch nicht. Wenn sie „mir“ hilft, mag es sein, dass sie auch andern mit ähnlichen Herausforderungen hilft. Einen Automatismus dafür gibt es nicht. Was passiert, wenn etwas „wirkt“ ist eine Frage von passender Resonanz zur passenden Zeit am passenden Ort. Und, auch wenn „man“ es oft nicht gern hören mag. Resonanz hat auch viel mit Vertrauen und Vertrauen mit „an etwas glauben“ zu tun.

    Methoden und auch Coaches/Trainer/Therapeuten, die Methoden anwenden, sind aus meiner Sicht eher fortwährende Geburtshelfer, in einem Leben, in dem wir immer wieder neu und anders geboren werden – auch wenn wir für diese Art Geburt unseren Körper dafür nicht abgeben. Trotzdem verändern wir uns ja auch körperlich nachweislich permanent! Jede Methode und jede Art des Coachens hat insofern auch ihre Daseinsberechtigung.

    Wer weiß, liebe Michaela, ob du nicht ein Leben lebst, in dem du irgendwann auch Leuchtturm der oben beschriebenen Art sein willst – und das dann auch kannst. Die Frage „Warum hatte ich so lange meine Angst?“ würde dann möglicherweise zur Frage „Wozu?“. Und sie wäre damit zu beantworten, dass du (dann rückblickend) berichten kannst, wie dein Leben war. Wozu die Klopfakupressur in deinem Leben gut war, und wozu nicht. Vielleicht war sie dazu gut, auch die methodische Grenze für dich deutlich zu machen. Dich zu animieren (auch) andere Wege zu gehen. Dich (auch) bezüglich deiner Angst zu „outen“. Weil genau das, dir neue Wege eröffnet hat (irgendwann, rückblickend beschrieben). Ich gebe zu, damit spekuliere ich nun ein wenig. Ich weiß nicht, wohin dein Lebensweg dich noch führen wird.

    Ich kann hier „nur“ aus meinem Herzen sprechen. Für mich sind Menschen, die sich lange, gefühlt sehr schmerzhaft und intensiv mit dem Thema „Angst“ auseinandergesetzt haben, und ihren Weg während oder danach mit andern Menschen teilen, sehr mutige und tief im Innern sehr starke Menschen, irgendwann sehr bewusst reflektierend, mit enormem Potenzial zum Leuchtturm – irgendwann. Und selbst wenn es dazu nie kommt, ein Beruf als Reporter und als Scout im Bereich Klopfakupressur (oder andere) ist genauso aller Ehren wert und wichtig und gut, um das große Ganze voranzubringen. Ein Reporter und ein Scout müssen (nach der o.a. Unterscheidung), das sei nochmal erwähnt, Methoden NICHT bei sich selbst erfolgreich angewendet haben. Also, fühl dich da ganz frei! Du machst eine so wertvolle Arbeit in diesen beiden „Rollen“ (so nehme ich das bisher wahr). Wenn man wollte, könnte man dich sowieso schon, den Begriff Leuchtturm etwas anders interpretiert, als Leuchtturm für die Scouts bezeichnen… Oder, nein! Ich erfinde für dich eine neue Berufsgruppe: Du bist sowas wie ein Ankerplatz für Scouts und Anker für viele diverse Schifflein… ?

    So… und weil heut Silvester ist, und morgen Neujahr… ? nochmal ein bisschen was aus meiner Sicht auf diese Welt und die Dinge… Ich halte Angst für eine Form von Energie, die sich transformieren lässt. In etwas, was dir/uns/jedem nutzt. Gleichzeitig ist Angst auch sowas wie Treibstoff für unfassbare Entwicklung! Mal für einen Moment völlig wertfrei angenommen…
    Ich meine, dass jeder von uns seinen eigenen, besonderen Weg geht in diesem Leben. Dass es aber auch kollektive Aufgaben gibt, die uns in die Wiege gelegt sind. Oder die wir uns selbst in die Wiege gelegt haben. Je nach Sichtweise… Wir haben einzeln und im Kollektiv viel Spielraum, unser Leben zu leben. Trotzdem seh ich als eine der Kern-Kollektiv-Aufgaben die Transformation von Angst. Und im Kollektiv gibt es dafür einzelne Stützpfeiler… Der Weg zur Transformation geht, auch das meine persönliche Sicht, über die Liebe. Vor allem über die Liebe, die wir unserer Angst entgegenbringen… So paradox dieser letzte Satz auch scheinen mag. 🙂

    Ich wünsche dir und allen, die das hier lesen, ein liebevoll voranbringendes,
    wunderschönes, glückliches neues Jahr 2019!

    Christiane
    die du unter http://www.beyourself.jetzt vielleicht besser zuordnen kannst… ?

    • Liebe Christiane,

      danke für deine ausführliche Nachricht.

      Martin Weiss und seine Ideen kenne ich auch und finde seine Unterteilung klasse. Allerdings fand ich es schwer, mich da selbst einzuordnen.
      Danke, dass du das für mich gemacht hast. ?

      „Ankerplatz für Scouts und Anker für viele diverse Schifflein… ?“
      Über die „Schiffs-Analogie“ muss ich schmunzeln, weil ich Ronald Hindmarsh schon häufiger gesagt habe, dass mir die Begriffe der Systemischen Klopfakupressur (Lotse, Kapitän) nicht so liegen.
      Die Idee dahinter schon. 😉

      Ein Leuchtturm wäre ich schon gerne, weil die Vorstellung, dass ich eine Lösung gefunden habe, die auch vielen anderen hilft, einfach wunderbar ist.

      Aktuell geht mein Fokus in Richtung „wir sind alle eins“, ich arbeite mit der „energetischen Verbundenheit“ und bin gespannt, was ich lernen darf.

      Auch nach mehrfachem Lesen und „sacken lassen“ finde ich nicht die Worte, die ich jetzt gerne hätte.
      Ich hoffe, dass auch die anderen Leser ganz viel aus deinem (und den anderen) Kommentar mitnehmen.
      DANKE.

      Liebe Grüße
      Michaela

  31. Liebe Michaela,
    wenn ich nicht schon so in Aufbruchsstimmung wäre, weil wir am Freitag für ein Jahr den Kontinent verlassen werden, dann hätte ich sofort auf deinen so offenen Artikel reagiert! Aber jetzt MUSS ich einfach, denn ich will das auf keinen Fall versäumt haben. Ich bin eine Kollegin von dir, wie du weißt, und ich kenne es sehr gut, dass das, was bei meinen Klienten oft so hervorragend gut funktioniert, bei mir nicht oder kaum spürbare Auswirkungen hat. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es vielen Therapeuten und Beratern so ergeht. Das dürfte scheinbar fast ein bisschen an der Natur der Sache liegen. Trotz der Nachteile hat es aber auch einige Vorteile, in deren Genuss zwar zuerst andere kommen, doch insgesamt und letztendlich auch wir. Davon bin ich mittlerweile überzeugt und das bringt mich in eine ziemliche Gelassenheit diesbezüglich. Wenn uns Therapeuten, Coaches und Practicioner selber sofort alles geholfen hätte, was wir anfänglich gelernt haben, dann hätten wir uns möglicherweise mit einigen wenigen Tools zufrieden gegeben und für Klienten, die damit nicht weiter kommen, wenig Verständnis gehabt. Aber so geht unsere Forschung immer weiter, Vernetzungen finden statt, die Anzahl der Personen werden immer mehr, die davon profitieren können. Wir leisten einen wertvollen Beitrag für das Allgemeinwohl. An dieser Stelle ist es passend, dass ich mich bei dir bedanke für all das, was du in dieser Hinsicht bereits getan hast! Deine Klopf-Kongresse sind bahnbrechend! Sie sind regelrechte Multiplikatoren! Und all deine mit soviel Liebe und Hingabe verfassten Artikel und Anregungen, praktische Übungen u.s.w… Es ist alles so wertvoll und ein Beitrag, dass diese Welt ein Stück besser und freier werden kann! Ähnlich sehe ich auch meine eigene Situation, und das erfüllt mich schon mit Wärme und Zufriedenheit. Und insgesamt gesehen kann ich zurückblicken und auf jeden Fall sagen: an persönlicher Reife habe ich sehr, sehr viel gewonnen, auch wenn mich so manches, was ich schon längst gerne losgeworden wäre, immer noch „treu“ begleitet 🙂 Alles Liebe dir und weiterhin viel Durchhaltevermögen!

    • Liebe Doris,

      ich vertraue auf deine Zuversicht, dass wir „Helfer“ schließlich auch in den Genuss der Wirkung kommen.

      Wenn mir das erste Tool geholfen hätte, hätte ich ganz sicher einen anderen Weg eingeschlagen, vielleicht nicht online gearbeitet, denn Klopf-Kongress nicht organisiert, viele Methoden und auch viele, liebe Menschen nicht kennengelernt. Das ist mir sehr bewusst.

      Ich freue mich, dass dir der Klopf-Kongress und meine Arbeit gefällt. 🙂

      Alles Gute für dich und deine Situation.

      Auf geht’s in die nächste Forscherrunde. 😉

      Liebe Grüße
      Michaela

  32. Liebe Manuela,
    nur auf die Schnelle: Klopfen wirkt, das habe ich bei mir und anderen auf eindrucksvolle Weise gesehen. Und auch, dass es schwierig sein kann, Dinge an der Wurzel zu packen, grade welche, die tiefe Pfahlwurzeln haben oder sich wie Quecken oder Pilzmyzele überall ausgebreitet haben. Übrigens würde keiner einem Schulmediziner vorwerfen, er sei eine Mogelpackung, weil er irgendeine eigene Erkrankung trotz Unterstützung spezialisierter Kollegen nicht in den Griff bekommen hat.
    Danke für dein mutiges Outing und liebe Grüße!

    • Liebe Annett,
      wenn ich nicht von der Wirkung von Klopfakupressur überzeugt wäre, würde ich den Klopf-Kongress nicht organisieren.
      Nur bei mir selbst fehlen mir die „Erfolgserlebnisse“.

      Deinem Vergleich mit einem Allgemeinmediziner stimme ich zu, aber 😉 würdest du zu einem Zahnarzt gehen, der schwarze (oder gar keine) Zähne hat?

      Liebe Grüße
      Michaela

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