Meditation mit den Klopfakupressur Punkten

Meditation und Klopfakupressur

Meditieren ist nicht jedermanns Sache. Ich glaube, das liegt auch mit an falschen Vorstellungen, die man davon hat.
Und völlig überzogenen Erwartungen.

Ich hatte es mir so vorgestellt (und lese immer wieder, dass es anderen auch so geht), dass ich mich hinsetze und für die Dauer der Meditation, also 5, 10, 20 Minuten oder wie lange auch immer „nichts“ denke.
Meine Erwartung war, dass ich das ein bis zwei Wochen täglich mache und es dann klappt mit dem „nichts“ denken.

Darüber kann ich heute nur noch lachen.

Inzwischen meditiere ich schon Jahre täglich – wenn auch mit Pausen – und mein Fazit lautet:
Es ist immer noch von der Tagesform abhängig, wie gut es mir gelingt, mich in der Meditation zu konzentrieren.

Aber es war noch nicht einmal so, dass ich die ganze Zeit über gedanklich bei meiner Meditation geblieben bin ohne abzudriften.
Ich schweife immer wieder ab und wenn ich das richtig beobachte, dann geht es anderen auch so und ist normal.

Worum geht es beim Meditieren überhaupt?

So wie ich Meditation verstehe geht es darum, den Verstand mit etwas zu beschäftigen und Gedanken, die (trotzdem) aufkommen, „einfach“ ziehen zu lassen und den Fokus bewusst wieder auf das zu lenken, mit dem ich den Verstand beschäftige.

Gedanken vorbei ziehen lassen

Mir kam dazu die Beschreibung sit with the shit in den Sinn.

Mit Allem, was dir während der Meditation einfällt, „einfach“ da zu sitzen. 
Es auszuhalten.
Anzunehmen, dass es da ist.
Nicht zu bewerten.
Einfach nur zu beobachten, was sich zeigt.
Und dann wieder – bewusst – an das zu denken, mit dem ich meditiere.
Die Erinnerungen, die aus dem Unterbewussten an die Oberfläche kommen, „einfach“ aushalten.
Beobachten.
Ziehen lassen.
Zu meiner Meditation zurückgehen.
Immer und immer wieder.

So einfach – und doch so schwer.

Womit beschäftigst du den Verstand bei der Meditation?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um ihm „Arbeit“ zu geben.

Du kannst dich auf deine Atmung konzentrieren.


Atmung Meditation

Du atmest tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. 
Je länger die Meditation dauert, desto mehr findest du in deinen eigenen Rhythmus.
Du beobachtest dich dabei, wie du atmest.
Wie sich der Atem anhört.
Wie sich die Luft anfühlt.
Wohin dir Atemluft fließt.
Wie sich dein Brustkorb hebt und senkt.

Darauf liegt dein Fokus während der Meditation und das ist alles, was dein Verstand „zu tun“ hat.
Wenn Gedanken aufkommen, dann werde dir bewusst, dass du abgeschweift bist und konzentriere dich bewusst (absichtlich) wieder auf deine Atmung.
Das ist es schon.

Du kannst dich auf ein Mantra konzentrieren.

Om Mantra zum Meditieren

Mir fällt es leichter, mich dabei auf ein Mantra zu konzentrieren.
Deepak Chopra bietet dazu ganz viele Meditationsreihen an, bei denen täglich ein Mantra geklopft wird.

Das bekannteste Mantra (und vielleicht auch das mit dem schlechtesten „Ruf“ oder den größten Vorurteilen) ist der Laut OM.

Das heißt, du konzentrierst dich über einen von dir festgelegten Zeitraum (10 Minuten wäre schon wünschenswert, aber lieber 5 Minuten als gar nicht) darauf, OM zu denken.

Du kannst auch mit dem Mantra spielen.
Denk es mal schneller und mal langsamer.
Betone mal das O mehr, dann wieder das M.

Alle Gedanken, die dir in der Zeit einfallen, bemerkst du einfach nur und denkst dann wieder bewusst an dein OM.
Immer und immer wieder.

Welche Vorstellungen oder Vorurteile hast du zu Om?
Welche Filme laufen da innerlich in dir ab?
Das sind auch Dinge, die du dir gerne genauer anschauen und sie ggf. beklopfen kannst.

Mir gefällt das Mantra So Hum besser.
Beim Einatmen denke ich „So“ und beim Ausatmen „Hum“ (hum wird ham ausgesprochen).

Auch hier kannst du wieder mit dem Tempo und der Betonung spielen.
Wie fällt es dir leichter, bei deinem Mantra zu bleiben?

Du kannst die Klopfakupressur Punkte nutzen

Klopfakupressurpunkte, Klopfpunkte

Eine andere Idee ist es, dass du dich – statt auf die Atmung oder ein Mantra – auf die Klopfpunkte konzentrierst.

Das kannst du gedanklich machen und dir vorstellen, wie du die Klopfpunkte der Reihe nach hältst.
Wie du deinen Finger auf den jeweiligen Klopfpunkt legst und dort für ein paar Sekunden liegen lässt, bis du zum nächsten Punkt gehst.

Eine andere Alternative ist es, dass du die Klopfpunkte wirklich der Reihe nach berührst.
Ganz sanft.
Einfach den Finger auf den Klopfpunkt legen, ein paar Sekunden dort liegenlassen und dann zum nächsten Punkt gehen. Den Finger auf den Punkt legen, liegen lassen und zum nächsten Punkt.
In deinem Tempo.

Das kann für die Dauer von einem tiefen Atemzug sein oder du kannst den Finger dort für 2,3 oder mehr Atemzüge liegen lassen.

Probiere aus, was für dich passt.

Das Ziel ist es, dass du dich dabei beobachtest, wie deine Finger (entweder in der Vorstellung oder „in echt“) von Punkt zu Punkt wandern und du mit deinen Gedanken dabei bleibst.
Sobald du abschweifst und Gedanken aufkommen, lenkst du deine Aufmerksamkeit wieder bewusst auf deine Finger, die die Klopfpunkte berühren.

Klappt das immer gleich gut bzw. wird es kontinuierlich besser?

Es kann sein, dass du an manchen Tagen das Gefühl hast, dass es mit der Meditation überhaupt nicht geklappt hat und du die ganze Zeit über deinen Gedanken nachgehangen bist.

Erinnerst du dich?

Es geht nicht darum, etwas zu bewerten!
Wenn du einen solchen Tag hast, dann ist das eben so.
Morgen sieht es wieder ganz anders aus.

Tipp zum Gedanken stoppen:

Einen Tipp, wie du deine Gedanken einen Augenblick ruhig bekommst, möchte ich dir unbedingt noch mitgeben.
Er stammt aus der Quantenheilung von Frank Kinslow.*

Frag dich:
Woher kommt der nächste Gedanke?
Oder:
Welche Farbe hat der nächste Gedanke?

Probiere es doch direkt aus.
Das bringt deinen Verstand so durcheinander, dass tatsächlich für einen Moment Ruhe ist.
Ich finde das total faszinierend.

Was kannst du von einer Meditation erwarten?

Wirkung von Meditation

Vorab:
Eine Meditation ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon.
Es ist nichts, was du jetzt machst und wo du sofort einen tollen Erfolg spürst.
Du brauchst Geduld und Ausdauer, um die positive Wirkung zu spüren.

Es kann zwar sein, dass du dich während der Meditation total wohlfühlst, aber es ist auch möglich, dass es ein K(r)ampf ist, weil so viele Gedanken auftauchen und es dir schwer fällt, dich immer wieder auf deine Meditation zu konzentrieren.

Das Ziel ist die Langzeitwirkung!

Wenn du über einen längeren Zeitraum (über Monate) täglich meditiertest

  • verbessern sich deine Aufmerksamkeit und dein Gedächtnis
  • wirst du insgesamt ruhiger
  • werden Schmerzen oft weniger
  • wirst du geduldiger
  • reduzierst du deinen Stress
  • wirkt sich das positiv auf deine Stimmung aus
  • stärkst du dein Immunsystem
  • … und vieles mehr

Wie ist das mit dir?
Meditierst du täglich?

Falls nicht – fang doch jetzt damit an und mach es für (mindestens) einen Monat.
Finde jemanden, mit dem du das zusammen machst und dich über deine Erfahrungen austauscht, damit es einfacher ist, dabei zu bleiben.

Wenn du schon meditierst, wie machst du das?
Welche Technik nutzt du?
Schreib mir doch im Kommentar deine Meditationserfahrungen.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

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