Der Kommentar der deine Idee oder deinen Traum platzen ließ

wenn ein Kommentar deine Idee crasht

Vielleicht kennst du das auch.
Du hast eine Idee, von der du total begeistert bist, du sprühst vor Energie, hast sie gedanklich schon fast umgesetzt, erzählst jemandem davon – und BOOM… ein Kommentar löscht dein inneres Feuer auf einen Schlag aus.
Er bringt dich ins Zweifeln.
Er bringt dich dazu, alles zu überdenken.
Zu grübeln.
Abzuwägen.
Rational an die Sache ranzugehen.

Bis du dich schließlich fragst:

wie bin ich überhaupt auf diese Idee gekommen?

Und was war daran eigentlich so toll?

Das Feuer ist erloschen.
Die Idee begraben.

das Feuer ist erloschen

Und das „nur“, weil jemand einen Kommentar dazu abgegeben oder etwas darüber gesagt hat, was dich aus dem Konzept gebracht hat.

Vielleicht hat dieser Jemand überhaupt keine Ahnung von der Materie.
Oder er sieht das Potential gar nicht, was darin steckt.
Oder beides

Aber das ist jetzt auch egal, denn diese Idee wird nie das Licht der Welt erblicken.
Du hast sie abgehakt.
Die Meinung des anderen war wichtiger als deine Begeisterung.
Deine Vision.
Als das, was du mit dieser Idee hättest erreichen und bewirken können…

Nimm dir einen Augenblick und überlege:
Kenne ich das von mir?

Habe ich schon ein Projekt oder eine Idee aufgegeben, nur weil mir jemand dazwischen gegrätscht ist?

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mir vorgenommen hatte, eine Typisierungsaktion zu organisieren.
In meinem erweiterten Umfeld war ein Kind an Leukämie erkrankt und auf eine Stammzellspende angewiesen.
Falls du dich schon mal mit dem Thema befasst hast, weißt du, dass es die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen ist, weil sehr viele Gewebemerkmale übereinstimmen müssen…

Ich hatte jedenfalls im TV gesehen, dass man eine Typisierungsaktion starten kann und war total motiviert, das hier auch durchzuziehen.

Obwohl ich keine Ahnung hatte, was damit an Arbeit auf mich zukommt.

Zu der Zeit hatte ich auch noch kein Internet und es war aufwändig, überhaupt an Informationen zu kommen.

​In meiner grenzenlosen Begeisterung erzähle ich auf einem Geburtstag von meiner Idee und ein Kumpel sagte sowas wie:

Davon lass mal besser die Finger. Wer weiß, was das hinterher kostet. Außerdem hast du mit der Familie doch gar nichts zu tun. Das würde ich auf keinen Fall machen.

Andere nickten zustimmend.

Wow. Das hatte gesessen.

Auf die Idee, dass jemand so reagieren könnte, war ich in meiner grenzenlosen Begeisterung gar nicht gekommen!

Wie konnte man das nicht als eine grandiose Idee ansehen?

Das war eine ziemliche Böe, die mein inneres Feuer ordentlich zum Flackern gebracht hat…
Aber nur zum Flackern. Aus ging die Flamme – zum Glück – nicht.

Nachdem ich mich gesammelt hatte, wuchs in mir ein „jetzt erst Recht“, was dann immer stärker wurde.
Die Idee war einfach zu wichtig, um sie mir von so einem (blöden) Kommentar kaputtmachen zu lassen.
Mein Trotz und mein Wille ihm zu zeigen, dass das super wird, waren sehr groß.

Aber ich weiß, dass es auch anders hätte ausgehen können und ich diese Idee einfach eingestampft hätte…

Dieses Mal aber nicht.
Ich war fest davon überzeugt, es durchzuziehen.
Und das habe ich auch gemacht, obwohl ich anfangs kaum Unterstützer hatte.

Schlussendlich war die Typisierungsaktion ein großer Erfolg, es waren sehr viele Spender da und sogar genug Geld für die Blutuntersuchungen (damals ging es noch nicht mit einem Wattestäbchen) Wenn du auch Lebensspender werden möchtest, dann findest du hier weitere Infos.

Das Leben dieses Kindes konnte leider nicht gerettet werden, aber es wurden in dieser Aktion Lebensspender für mehrere Menschen gefunden.

Vielleicht (hoffentlich) hat diese Aktion dazu beitragen, ein Leben zu retten.
Oder mehrere.

Dieser Kommentar hätte dazu führen können, dass ich die Typisierungsaktion nicht organisiert hätte und kein Spender gefunden worden wäre…

Nicht auszudenken.

Nur wegen eines Kommentars, der mich verunsichert, meine Idee in Frage gestellt und mir Angst gemacht hat.

Ich muss dazu sagen, dass mich mein Mann bei diesem Vorhaben immer unterstützt hat.
Ob ich es ganz alleine durchgezogen hätte, wenn er auch nicht dran geglaubt hätte, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

​Oder stellst du dir selbst ein Bein?

Es kann auch sein, dass du dir selbst deine Idee "kaputtdenkst".
Dass du so lange über alles nachgrübelst, was schief gehen könnte und dir 1000 Dinge einfallen, warum du doch besser die Finger davon lässt.
Dass du dich selbst davon überzeugst, dass das eine Schnapsidee war.

Vielleicht "nur" aus Angst vor dem Unbekannten.
Oder aus Angst, zu scheitern.

Ist deine Idee so wertvoll, dass du dafür kämpfen solltest?

Denk noch mal an deine Idee oder dein Projekt.

Ist es wirklich richtig, dass du es dir so einfach kaputt reden lässt?

Welche Folgen hätte das?
Spiel das einfach mal in Gedanken durch.

Was könnte passieren, wenn du es „einfach“ machst? Welchen Einfluss hat das auf dein Leben, dein Umfeld, deine Kunden oder die Welt?

Was könnte passieren, wenn du diese Idee begräbst?
Was würde dir, deinem Umfeld, deinen Kunden oder der Welt entgehen?
Möchtest du das?

Ich weiß nicht, wie viele tolle Kurse bei Kollegen in den Schubladen verschwunden sind, weil jemand eine abfällige Bemerkung gemacht, Zweifel geäußert oder eine „blöde“ Frage gestellt hat... aber es sind sehr viele!

Was entgeht dadurch den Menschen, für die genau diese Kurse ideal gewesen wären?
Was entgeht den Kollegen, weil sie nicht an der Kurserstellung gewachsen sind?
Weil sie nicht die tollen Feedbacks der Kunden bekommen haben, die ihrem Selbstbewusstsein so gut getan hätten?

Welche Idee oder welchen Traum hast du begraben?

Was entgeht dir, wenn du es nicht machst und erlebst?
Was entgeht deinem Umfeld, wenn du diesen Weg nicht gehst?

Vielleicht wolltest du schon immer eine Fremdsprache sprechen, tanzen gehen, studieren, eine andere Ausbildung machen, fotografieren, malen, ein Buch schreiben,…

​Was hält dich davon ab, damit jetzt anzufangen?

Wenn es dieser eine Kommentar ist, der sich in dein Gehirn eingebrannt hat, dann klopf jetzt und lass ihn ein für alle Mal los!

Was genau hast du in Erinnerung?
Ist es die Stimme?
Der Tonfall?
Das, was gesagt wurde?
Ein Gesichtsausdruck dazu?
Das Gefühl, was du hattest?
Deine Enttäuschung, dein Entsetzen, dein Zweifel, deine Angst,…?
Das, was du im Körper wahrgenommen hast?

Mach dir dazu Notizen.

Klopf direkt im Video mit oder nimm die schriftliche Anleitung als Idee, was du klopfen kannst.

SUD Skala

Spür rein und bewerte die Intensität von jedem Punkt auf einer Skala zwischen 0 und 10.
0 steht für = belastet mich überhaupt nicht und 10 steht für = die Belastung ist kaum zu ertragen

Schreib dir die Zahl auf.

Klopfpunkte klassische Klopfakupressur

(M)ein Klopfvorschlag

Handkante

Auch wenn ich diesen Kommentar ________________ (was genau war es) von _______________ (wem?) nicht aus dem Kopf bekomme, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn ich sauer auf mich bin, weil mich der Kommentar _________________ (was genau?) von ______________ (von wem?) so aus dem Konzept gebracht hat, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Auch wenn diesen Kloß im Hals habe, wenn ich an die Frage ______________ (welche?) von _______________ (wem?) denke, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin

Augenbraue: der Kommentar hat sich eingebrannt
neben dem Auge: ich krieg ihn nicht aus dem Kopf
unter dem Auge: dabei war meine Idee so gut
unter der Nase: und ist es immer noch
unter der Lippe: ich weiß gar nicht, warum ich mich so verunsichern lasse
Schlüsselbein: aber das hat gesessen
Auf dem Kopf: wie eine Faust im Magen

Augenbraue: wie konnte ich mich so aus dem Konzept bringen lassen?
neben dem Auge: die Idee ist richtig gut!
unter dem Auge: warum bin ich so blöd
unter der Nase: und lass mir das kaputt machen
unter der Lippe: nur wegen diesem Spruch?!
Schlüsselbein: ich bin so bescheuert!
Auf dem Kopf: ich fass es nicht

Augenbraue: dieser Spruch
neben dem Auge: dieser blöde Kommentar
unter dem Auge: der macht mir alles kaputt
unter der Nase: Scheiße!
unter der Lippe: der Kloß im Hals
Schlüsselbein: die Faust im Magen
Auf dem Kopf: nur wegen diesem Spruch

Augenbraue: da habe ich schon mal ne gute Idee
neben dem Auge: und lass sie mir kaputt machen
unter dem Auge: typisch
unter der Nase: ich bin so doof
unter der Lippe: unfassbar
Schlüsselbein: dabei ist die Idee gut
Auf dem Kopf: richtig gut

Augenbraue: aber ich pack sie einfach in die Schublade
neben dem Auge: nur wegen diesem Spruch
unter dem Auge: und wenn ich sie einfach wieder öffne?
unter der Nase: die Schublade, in der die Idee verschwunden ist?
unter der Lippe: und die Idee wiederbelebe?
Schlüsselbein: ihr Leben einhauche
Auf dem Kopf: die Idee ist richtig gut

Augenbraue: auch heute noch
neben dem Auge: wie wäre es, wenn ich den Kommentar einfach abhake
unter dem Auge: jetzt
unter der Nase: ich lasse diesen Kommentar gehen
unter der Lippe: mit allem, was dazu gehört
Schlüsselbein: ich lasse alles los
Auf dem Kopf: und gebe der Idee noch eine Chance

Augenbraue: das gefällt mir
neben dem Auge: ich gebe der Idee noch eine Chance
unter dem Auge: sie ist zu gut, um sie aufzugeben
unter der Nase: eine neue Chance für diese Idee
unter der Lippe: ich lasse sie wachsen und gedeihen
Schlüsselbein: und setze sie dann um
Auf dem Kopf: diese tolle Idee

Und noch einmal wieder durchatmen.
Wie fühlst du dich jetzt, wenn du an den Kommentar oder Spruch denkst? Daran, dass du die Idee einfach eingestampft hast?

Klopf so lange, bis das Thema für dich wirklich durch ist.
Nicht nur „geht so“ oder „ganz okay“.
Es soll wirklich okay sein.
Abgehakt.
Gegessen.

Und für das nächste Mal:

Was kannst du machen um deine Ideen zu beschützen?

Damit es gar nicht erst soweit kommt, dass du dich aus dem Tritt bringen lässt?

Behalte die Idee erst einmal für dich. 

Du hast bestimmt schon „das ist noch nicht spruchreif“ gehört.
Ich glaube, dass genau das damit gemeint ist.

Spinn deine Idee weiter.
Für dich alleine.
Schreib dir alles auf, was dir dazu einfällt.
Träume groß.

Was ist so toll daran?
Was passiert, wenn du sie umgesetzt hast?
Wie fühlst du dich, wenn die Idee in der Welt ist?
Wie profitiert dein Umfeld davon?

Eine frische Idee ist sehr zerbrechlich. ​​​​​​

Gib ihr die Zeit, zu reifen und zu wachsen.
Je mehr du darüber nachdenkst, desto klarer wird dir auch: ist es nur eine fixe Idee oder ist das mehr?

Und erst, wenn du dich selbst davon überzeugt hast und felsenfest sicher bist:
ja, das ist eine super Idee, die ich umsetzen MUSS, erzähl anderen davon!

Überleg dir trotzdem genau, wem du von deinen Ideen erzählst!

Eine Kollegin, die sich schnell für etwas begeistern lässt ist passender als die Schwester, die sowieso über alles meckert.

Und sei dir bewusst, dass die komischen Kommentare und Fragen meist nicht böse gemeint sind.

Die andere Person hat keine Idee davon, wie wichtig dir das ist und welches Potential du in dieser Idee siehst.
Außerdem hat sie vielleicht Angst, dass es nicht klappt und möchte dich vor einer Enttäuschung beschützen.
Das ist ihre Angst, nicht deine! 

Wenn die Person offen dafür ist, das zu erkennen und die Angst loslassen möchte, dann kann sie das zum Beispiel mit diesem Video machen.

Jetzt denk noch mal an deine Idee.

Welchen ersten Schritt kannst du jetzt machen, um sie umzusetzen?

Mach ihn.
Jetzt!

Schreib mir doch im Kommentar, welche Idee(n) noch bei dir in den Schubladen liegen, was dich bisher davon abgehalten hat, sie umzusetzen, wie du dich nach der Klopfrunde fühlst und welchen ersten Schritt du JETZT machst.






Michaela Thiede

Michaela Thiede


Ich bin Energetischer Coach und seit 2015 die Organisatorin vom Klopf-Kongress.
In meiner reinen Online-Praxis begleite ich Menschen mit chronischen Schmerzen auf ihrem Weg in die Schmerzfreiheit.
Mit meine Klienten fokussierte ich mich auf das Finden der Ursache(n) für die Beschwerden, um sie dann aufzulösen und dauerhaft loszulassen.

Gerne unterstütze ich dich auch bei deinem Thema.

Veröffentlicht von

Ich bin Michaela Thiede - die Organisatorin vom Klopf-Kongress. Als Energetischer Coach und META Health Master Practitioner bin ich dein Online-Coach für Klopfen und mehr.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Michaela,
    klasse Anregung, die ich gleich mitgeklopft habe. Bei mir kam dann ein Verständnis für die „Bremser“ und ich konnte ihnen dann auch danken für die Sorge um mich, mit der sie mich vor Enttäuschungen schützen wollen/wollten. Das war ganz wichtig, um loszulassen und Frieden zu fühlen.

    • Hallo Regina,
      da hat sich das klopfen ja gelohnt! Klasse.
      Ich bin neugierig: ist deine Idee dadurch wieder lebendig geworden und wird ggf. umgesetzt oder hatte sich das schon erledigt?

      Liebe Grüße
      Michaela

  2. Liebe Michaela,
    habe ich Dir heute schon gesagt, dass ich Dich liebe?! 🙂
    Du bist einfach genial! Schade, dass Du nicht in meiner Stadt wohnst, sonst würde ich Dir mal einen sebstgebackenen Kuchen und eine Flasche Sekt vorbeibringen als Dankeschön und zum Anstoßen auf wunderbare Visionen. Solltest Du je mal Deine Biographie veröffentlichen (Titel könnte sein: Unstoppable), würde ich die sofort kaufen. Du bist einfach eine Inspiration! Vielen Dank für Dich, Deinen Mut und Deine Begeisterung!!!!

    Mit diesem Beitrag und der Klopfrunde hast Du mir wieder einen schönen Energieschub gegeben, meine Visionen weiterzuverfolgen, auch wenn sich bisher noch nichts konkretes hat umsetzen lassen und den Glauben nicht aufzugeben, dass ich die „passenden“ Menschen treffen werde, mit denen gemeinsam ich das angehen und umsetzen kann.

    Sei ganz herzlich gegrüßt.
    Sabine

    • Liebe Sabine,
      oh man… da weiß ich echt nicht, was ich sagen soll.
      Außer: DANKE! 🙂
      Deinen Energieschub kann ich förmlich spüren.
      Wie schön, dass dich diese Klopfrunde dazu motiviert, deine Vision weiterzuverfolgen. Ziel erreicht, würde ich sagen.

      Bisher steht keine Biographie auf dem Plan, aber der Titel gefällt mir trotzdem.

      Liebe Grüße & viel Spaß & Erfolg mit deiner Vision
      Michaela

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